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LUXOR
Luxor (80 000 Einw.; 721 km südlich von
Kairo) ist ein Teil des antiken „hundertto-
rigen“ Theben, der Hauptstadt des „Mittle-
ren“ und „Neuen Reichs“. Es ist wie
sein Zwi1lingso~t Karnak am
Ostufer des
Nils gelegen und nicht nur für seine giganti-
schen Tempelanlagen, sondern auch als
Winterkurort bekannt.
Sehenswürdi~keiten: Der Luxor- Tempel
wurde um 1500 v. Chr. von Amenophis III.
zu Ehren des Gottes Amun erbaut und von
Tutenchamun und Ran2ses II. von dem der
Große Pylon und die Kolossalstatuen ihres
Stifters stammen, erweitert; eindrucks-
voller Reliefschmuck.
Die berühmte „Widderallee“ führt von
Luxor nach Kar*ik: Hier bewundert man
den grandiosen Amun-Tempel, an dem
Generationen von ägyptischen Königen
über eine Zeitspanne von 2000 Jahren
bauen ließen. Den gewaltigsten Eindruck
vermittelt der „Große Säulensaal“, auf
dessen Fläche von 5000 m2 134 Steii~äulen
mit einer Höhe bis zu 21 m stehen. Be-
nachbart liegen die Tempel von Amuns
Gemahlin Mut und von seinem Sohn
Chons.
Am westlichen Nilufer erstreckt sich die
Nekropole des alten Theben. Hier besucht
man das weltberühmte Tal der Könige: die
Grabstätten der Pharaonen — besonders
jene von Tutenchamun, Setos 1. und Ame-
nophis II. — sind überreich an gut erhalte-
nen farbfrischen Wandmalereien. Ein
Höhenweg verbindet das Tal mit dem Deir
el-Bahari, dem Totentempel der Königin
Hatschepsut. dessen Wandreliefs vom Le-
ben der Herrscherin und ihrer Reise ins
sagenhafte Land Punt (vermutlich Athio-
pien) berichten. Unweit davon liegen die
Gröber der Edlen, von denen wir jene des
Nacht, des Ramose und des Menena wegen
ihrer berühmten Wandgemälde hervorhe-
ben. Großartig wirken auch das Rames-
seum, die Königinnengräber, Medinet Habu
(Anlage von Totentempeln) und die
„Memnonkolosse“.
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Unterhaltung, Einkäufe, Verkehr:
An
Unterhaltung hat Luxor kaum etwas zu
bieten. In den vielen kleinen Geschäften
am Nil verlocken antike Kleinigkeiten (oft
nur Kopien!) und bunte Webstoffe. —
Neben Taxis gibt es viele Pferdedroschken
(vorherige Preisvereinbarung); zum West-
ufer des Nils gelangt man mit Fährschiffen.
Ausflugsziele: Am Westufer des Nils liegt
der Hafhor-Tempel von Dendera (110 km
nördlich von Luxor; Bahnstation Kena,
dann Fähre) aus der Zeit des Kaisers
Augustus, mit einer lebensgroßen Darstel-
lung der Kleopatra. Besonders interessant
sind die Tempel Setos‘ 1. und Ramses‘ II. in
Abydos (200km nördlich von Luxor;
Bahnstation El-Baliana, dann Droschke). —
Den Besuch des Horus- Tempels von Edfu
(104km südlich von Luxor; Nilfähre beim
Bahnhof) sollte man keinesfalls versäu-
men. Die 237—57 v. Chr. errichtete Anlage
gilt als der besterhaltene Tempel Agyp-
tens; von der Plattform weite Fernsicht.
ASSUÄN
Assuän (250 000 Einw.; 953 km südlich
von Kairo) wird wegen seines trockenen
Klimas gerne als Luftkurort besucht.
Sehenswürdigkeiten: Die Insel Elefantine
(Felsinschriften, historisches Museum,
Nilometer), die exotische Kitchener-Insel,
das Mausoleum von Aga Khan und das
Simeonskloster (7. Jh.) lohnen den Besuch
ebenso wie die Granitsteinbrüche mit dem
42 m langen unvollendeten Obelisken.
Vom alten Assuän-Staudamm (1902) er-
blickt man den Isis- Tempel der auf die
höher gelegene Insel Agilkia verlegten
Tempelanlage von Philae. Rund 7 km süd-
lich davon entstand seit 1960 der giganti-
sche 5 km breite neue Staudamm, dessen
Wassermassen das Kulturland Agyptens
um ein Drittel vergrößert hat.
Unterhaltung, Einkäufe, Verkehr: An
Unterhaltung hat Luxor kaum etwas zu
bieten. In den vielen kleinen Geschäften
am Nil verlocken antike Kleinigkeiten (oft
nur Kopien!) und bunte Webstoffe. —
Neben Taxis gibt es viele Pferdedroschken
(vorherige Preisvereinbarung); zum West-
ufer des Nils gelangt man mit Fährschiffen. |
Ausflugsziele: Am Westufer des
Nils liegt
der Hafhor-Tempel von Dendera (110 km
nördlich von Luxor; Bahnstation Kena,
dann Fähre) aus der Zeit des Kaisers
Augustus, mit einer lebensgroßen Darstel-
lung der Kleopatra. Besonders interessant
sind die Tempel Setos‘ 1. und Ramses‘ II. in
Abydos (200km nördlich von Luxor;
Bahnstation El-Baliana, dann Droschke). —
Den Besuch des Horus- Tempels von Edfu
(104km südlich von Luxor; Nilfähre beim
Bahnhof) sollte man keinesfalls versäu-
men. Die 237—57 v. Chr. errichtete Anlage
gilt als der besterhaltene Tempel Agyp-
tens; von der Plattform weite Fernsicht.
Ausflugziele: Nördlich von Assuän
be-
sucht man die Tempelanlage von Köm
Ombo (67 km; schöne Reliefs), südlich von
Shellal den Kalabsha-Tempel (verlegt).
Von Shellal kann man in zwei Tagen mit
dem Nildampfer nach Wadi Halfa (Sudan)
fahren und dabei die berühmten Felsen-
tempel von Abu Simbel besuchen; einen
Tagesausflug dorthin gestatten die von
Assuän abgehenden Tragflügclboote (Hy-
drofoil) und Flugzeuge. Der große Felsen-
tempel mit vier riesigen Sitzfiguren des
Königs und der Hathor-Tempel, beide von
Ramses II. erbaut, wurden verlegt, da sie
durch den Bau des Assuän-Stausees von
Wasser bedroht waren. (Sa.)
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