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Ausflug nach
Israel: Eilat
Der Nachtclub
im Hilton Taba heißt World's End, und damit ist, was den
Unterhaltungswert Tabas angeht, alles gesagt. Urlauber können
aber ohne Mühe und meist auch ohne großen Zeitaufwand (außer
am Beginn und Ende israelischer Feiertage) für einen Tag oder
einen Abend nach Eilat gehen. Die Grenze liegt in Gehweite
direkt hinter dem Hilton. Durch das Grenzareal selbst muß man
zu Fuß, doch bereits auf israelischer Seite warten Taxis.
Von Taba
kommend liegt vor dem Ort Eilat das Naturreservat Coral Beach
(Coral Beach Nature Reserve), in dem man ohne Taucherbrille
und Atemgerät in die Tiefen des Roten Meeres abtaucht— so wohl
organisiert, lehrreich und durchdacht wie leider nirgends in
Ägypten. Das 1975 gegründete und seither ständig erweiterte
Unterwasser-Observatorium, ein Rundbau in
Form eines
Korallenriffs, umfaßt Meerwasserbecken für Haifische und
Seeschildkröten, ein Aquarium mit einem Meeresmuseum sowie das
eigentliche Observatorium, das 4,5 m unter dem Meeresspiegel
einen beeindruckenden Blick auf das farbenprächtige Leben
eines Korallenriffs gestattet.
Ein spezielles
Flutungssystem versorgt die Aquarien ständig mit frischem
Meerwasser und dem darin enthaltenen Plankton. Durch Glas kann
man hier Seepferdchen, Schalentiere, Barrakudas, Clownfische,
Trompeten- und Napoleonfische und Hunderte anderer Meerestiere
beobachten, darunter auch höchst giftige Exemplare wie den
Skorpionfisch, der sich auf dem Meeresgrund in den Sand
eingräbt und auf seine Beute lauert.
2 km südlich
von Eilat, auf der Strecke von und nach Taba, sollte man den
Besuch des Dolphin Reef keinesfalls verpassen, das allerdings
mehr ist als nur ein Delphinbecken, in dem dressierte Tiere in
die Luft springend Fische aus der Hand ihrer Trainer
schnappen. Internationale Wissenschaftler arbeiten hier an
einem Experiment, bei dem Delphine mit bisher großem Erfolg
als Therapeuten eingesetzt werden, um schwerst
verhaltensgestörte Kinder zu heilen. Das tägliche Schwimmen
der kleinen Patienten mit den Meeressäugern läßt die Kinder
wieder Zutrauen auch zu ihrer menschlichen Umwelt finden,
wobei den Wissenschaftlern noch völlig unklar ist, was die Del
phine dazu
befähigt. Tierschützer allerdings kritisieren sowohl das
Delphinbecken als auch die Experimente mit den gefangenen
Delphinen.
Eilat ist auf
Familienurlauber eingerichtet. Für Kinder gibt es Spielplätze,
Planschbecken, den EilatExpress, einen Miniaturzug, der am
Northern Beach verkehrt, und sogar eine Western-Stadt, die
Texas Ranch. Um die Natur (über Wasser) zu genießen, muß man
sich allerdings aus Eilat herausbewegen, etwas in die
Ausläufer des Wadi Araba.
Ornithologisch
Interessierte sollten in Eilat auf keinen Fall die
phantastischen Exkursionen des International Birdwatching
Center verpassen, in dem man über 400 Vogelarten beobachten
kann. Es wurden Wanderrouten ausgearbeitet; eine Exkursion
führt zu einer Station, bei der die Vögel für Forschungszwecke
um die Krallen beringt werden.
Die Stadt
liegt am Golf von Aqaba, benannt nach der gleichnamigen
jordanischen Nachbarstadt im Osten. Eilat, 31 000 Einwohner,
liegt auf einem schmalen Küstenstreifen, wo die Wüste Negev,
der Sinai und die Bergketten Jordaniens zusammentreffen. Um
künstlich angelegte Hafenlagunen drängen sich große
Luxushotels, die man mit wenig Rücksicht auf ein schönes,
einheitliches Stadtbild hochgezogen hat. Zu den ebenfalls
weniger geglückten Gegebenheiten Ei lats zählt der Flughafen:
Seine Start- und Landebahn liegt mitten in der Stadt und
zerteilt sie.
Die
Orientierung in Eilat ist denkbar einfach: Über den Stränden
liegt die City mit ihren Geschäften, Bars, Caf& und Diskos,
östlich davon an der Lagune der Hotelbezirk, und im Süden
Richtung ägyptische Grenze findet man auf 5 km das sehr schöne
CoralBeach-Areal, das weniger überlaufen ist als die
hotelnahen Strände am North Beach.
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