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Zusammen mit
Aqaba und Taba will Eilat nach einem gefestigten Frieden zu
Beginn des 21. Jhs. ein Dreiländer-Badezentrum am Roten Meer
bilden.
Im Alten
Testament wird Eilat, dort Elat genannt, mehrmals erwähnt. Bei
ihrem Auszug aus Ägypten machten die Israeliten auf dem Weg
ins Gelobte Land hier Halt. Als Handels- und Marinehafen, der
Eilat auch heute ist, wird die Stadt erstmals unter König
Salomo erwähnt: »Und Salomo baute auch Schiffe in Ezion-Geber,
das bei Elat liegt am Ufer des Schilfmeers im Land der
Edomiter« (1. Könige 9, 26) — vermutlich die Pharaoneninsel
südlich von Taba.
Das
strategisch wichtige Schilfmeer verband Vorderasien mit
Arabien, Afrika und Fernost; und Eilat fungierte als
Umschlagplatz für Waren aller Art, die dann auf den
Karawanenwegen nach Ägypten, Syrien und Mesopotamien (heute
Irak) weiter transportiert wurden. Über Eilat soll sich auch
die Königin von Saba auf ihrem Weg zu Sa
lomo in
Jerusalem eingeschifft haben. Die Schiffe baute man aus dem
Holz des Edom-Waldes um Aqaba. Unter Joschafat, König von Juda,
brach von Eilat eine Expedition auf, um das Gold der
sagenhaften Stadt Ofir zu finden, doch »sie fuhren nicht, denn
sie zerschellten bei Ezion-Geber« (1. Könige 22, 49). Damit
endete im 9. Jh. v. Chr. die israelitische Schiffahrt.
Archäologen fanden zuhauf Relikte aus dieser Zeit — vom
Angelhaken bis zu Lagerraumruinen.
Eilat gehörte
in den folgenden Jahrhunderten den Edomitern, den Nabatäern,
die es Aila nannten, danach den Griechen und Römern sowie den
Byzantinern und den Kreuzfahrern, die es befestigten und den
Hafen ausbauten. Unter der türkischen Herrschaft verlor Eilat
jede Bedeutung.
Im März 1949
eroberten israelische Soldaten den jordanischen Ort in einer
Blitzaktion, die berühmt wurde. Denn die Soldaten hatten die
israelische Flagge vergessen und malten den Davidstern
kurzerhand auf ein Bettuch, das dann gehißt wurde.
Auf der alten
Pilgerstraße durch die Wüste Tih
Vom Golf von
Aqaba, also der östlichen Sinai-Küste aus, benutzt man die auf
manchen Karten noch
nicht
eingezeichnete, sehr gut ausgebaute Straße über Nakhl Richtung
Ahmed-Hamdi-Tunnel; man erreicht sie in Eilat oder über eine
Verbindung, die zwischen dem Fjord und der Pharaoneninsel nach
links ins Inland abzweigt.
Der Verlauf
der Straße folgt dem Darb el Hadsch, der einstigen
Pilgerroute, die noch bis in das beginnende 20. Jh. hinein
genutzt wurde. Alljährlich im Pilgermonat (Beginn im März oder
April) zog hier eine große Karawane, angeführt von einem das
mahmal, ein prächtiges Zelt, auf dem Rücken tragenden Kamel,
nach Mekka.
Die Route
führt zunächst durch das Beduinendorf El Thamad, im weiteren
Verlauf gelangt man nach Nakhl, einem kleinen Ort mit sehr
beschränkten Einkaufsmöglichkeiten (unter anderem Konserven)
und zwei Tankstellen, aber ohne Übernachtungsmöglichkeit.
Nakhl liegt im Gebiet der Tiyaha-Beduinen, die
palästinensischen Ursprungs sind. Die Route nach El Arish ist
ausgeschildert.
eAchtung:
Keinesfalls sollte man die für Ausländer aus militäri-
schen Gründen
gesperrten Routen (Schild »Road forbidden for Foreigners«)
benutzen. Wer's dennoch tut, verbringt mindestens einen halben
Tag in diversen ungemütlichen Amtsstuben.
Wer nicht
direkt an die Mittelmeerküste fährt, sondern dem weiteren
Verlauf der Straße nach Suez folgt, sollte einen Abstecher zu
den Überresten der mittelalterlichen
Burg Qalat el
Gundi (>Burg der Soldaten() unternehmen.
Dazu biegt man
58 km hinter Nakhl bei Sadrel Hitan an der Kreuzung Richtung
Ras Sudr links (nach Süden) ab; nach 22 km ist das Ziel
erreicht.
Salah el Din
ließ die auf einem Kreidefelsen thronende, an der einstigen
Pilgerstraße nach Mekka sowie der wichtigen Karawanenroute ins
Niltal gelegene Festung im 12. Jh. erbauen. Sie sollte Pilgern
Schutz bieten und als Bollwerk gegen die Kreuzritter dienen,
wurde auch umkämpft, aber nicht von Franken, sondern später
von beduinischen Räuberbanden.
Heutige
Besucher finden noch die Grundmauern, Gewölbe, Reste von
Wehrtürmen, schlecht erhaltene Reliefs sowie über einigen
Portalen Steintafeln mit Texten zur Geschichte der Festung
vor. Die Zerstörungen der Festung stammen weitgehend aus dem
13. Jh.
Wer seine
Reise Richtung Südsinai fortsetzen will, bleibt auf der Straße
nach Ras Sudr.
Um nach Suez
zu gelangen, kehrt man zurück zur Straße von Nakhl und biegt
nach links Richtung Suez ab. Hier passiert man nach 35 km den
strategisch bedeutsamen Mitla-Paß, an dem Ägypten im
Oktoberkrieg 1973 (Yom-KippurKrieg) einen Vorstoß versuchte,
der die Niederlage einleitete und die Ägypter an den
Verhandlungstisch zwang. Von Mitla bis zum AhmedHamdi-Tunnel
und bis Suez sind es dann noch rund 30 km.
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