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Agra (1,2 Mill.
Firm.) liegt am Yamuna, einem Seitenfluß des Ganges, in Uttar
Pradesh. Als Agraban schon um 2000 v. Chr. bekannt, wird Agra
1566 die Residenz des Großmoguls Akbar. Während seiner
Glanzzeit im 17. Jahrhundert entstehen prachtvolle
Prunkbauten. Die weltberühmte Sehenswürdigkeit Agras ist das
Grabmal der Kaiserin Mumtaz Mahal und ihres Gatten Shajahan,
die „Krone der Paläste": das Taj Mahal (1630-52 erbaut) aus
weißem Marmor.
Der Kuppelbau mit kunstvollen Reliefs und
Halbedelstein-Intarsierung ( Pietra dura) drückt zu allen
Tageszeiten, besonders aber bei Vollmondschein, höchste
künstlerische Vollendung und jene Schönheit aus, die keine
Steigerung mehr zuläßt.
Agra Fort ist die mächtige Kaiserburg des Akbar (1574); durch
das Amar-Singh-Portal betritt man durch einen doppelten
Mauerwall die Festungsanlage und gelangt in den großen Hof des
Diwan-i-Am (Öffentl. Audienzhalle) und sodann zur prächtigsten
Moschee Indiens, der Moti Masjid des Shahjahan.
Auf einer Terrasse stehen die Throne Jehangirs und seines
Wesirs; daran schließen der Diwan-i-Khas, Musamman Burj, Shish
Mahal, Khas Mahal und weitere Paläste bzw. Innenhöfe an.
Gegenüber dem Delhi-Tor des Forts sieht man die Jama Masjid
(17. Jh.), Freitags-Moschee. Am Ostufer des Yamuna steht das
Grabmal des Itimadud-Daula, das erste persische Mausoleum
Indiens.
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