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Hier ist es
einsam und ruhig. Die Insel ist ein großer Fels im Atlantik,
die einzige Siedlung im Süden ist das Dorf Vila Nova do Corvo.
Mitten in der Einsamkeit des Atlantik verbindet die Bewohner
ein großes Gemeinschaftsgefühl, das sich auch auf die wenigen
Besucher überträgt, die gast-
freundlich empfangen werden, wenn das kleine Boot aus Flores
herüberkommt. Bis auf die Südspitze der Insel mit der
Ortschaft und einem kleinen Strand gibt es überall Steilküste,
in der Mitte befindet sich ein großer Krater, der im Süden von
Morro dos Homens (718 m) begrenzt wird, innerhalb der Caldeira
liegen Kraterseen. Vorgelagert sind die Felsen Rochedo do
Cavaleiro.
Falai
Faial (21 x 14 km) ist die östlichste der zentralen Inseln des
Archipels. Die hügelige und grüne Insel mit einer zentralen
Caldeira bietet an der um die ganze Insel verlaufenden
Küstenstraße kleine verträumte Bauerndörfer und hat in langen
Küstenabschnitten eine Steilküste und kleine Sandstrände.
Flacher ist es hingegen im Südosten, hier liegt die Hauptstadt
Horta (12.000 E). Sehenswert sind die Kirche Säo Salvador mit
der mächtigen, weißen Barockfassade und das Museum für
Kirchenkunst in Capelo mit eindrucksvollen Fotos und
Gesteinsbrocken vom Vulkanausbruch 1957. Wo früher die
Walfänger zum Proviantnehmen im Hafen festmachten, sind es
heute Segler aus aller Welt, die auf ihrer
Antlantiküberquerung hier Halt machen. An der alten Kaimauer
und den Mauern der neuen Marina haben sich die Segler mit
selbstgemalten Bildern verewigt und im traditionellen
Seefahrerlokal "Cafe Sport" trifft man sich. Sehenswert sind
auf Faial die roten Windmühlen, die Kolonialbauten und Kirchen
von Horta. Auf Faial gibt es gute Hotels und Restaurants mit
ausgezeichneter Küche (besonders Fisch). In den Buchten gibt
es zahlreiche feine Sandstrände.
Flores
Flores (17 x 12,5 km) ist die im äußersten Westen liegende
Insel der Seen, Wasserfälle, Schluchten und Bäche mit intakten
Wassermühlen ist wie der Name sagt eine Blumeninsel,
Hortensienblüten bedecken die Insel. Hier fällt mit 1430 mm
die höchste Niederschlagsmenge. Eine Attraktion sind die
Grotten (Grutas dos Enxareus) an der Küste bei Santa Cruz
(8.000 E), dem Hauptort der Insel. Man kann mit Booten in sie
hereinfahren. In der Inselmitte und im Süden liegen die
Caldeiras mit den "Lagoas", großen Kraterseen in
wildromantischer Landschaft. Fährverbindungen bestehen
unregelmäßig nach Faial.
Graciosa
Graciosa (13 x 7 km) im Norden des Archipels,
die "Liebliche" hat eine sanfte Hügellandschaft mit Höhen bis
400 m und fruchtbaren Böden (Weizen, Mais, Bohnen, Knoblauch
und Wein). Berühmt ist der Weinbrand "Aguardente Velha da
Graciosa". Die übliche Caldeira der Inseln liegt im Südosten
mit der Attraktion der Insel, der Grotte "Furna do Enxofre",
die über ein "Korkenzieher"-Treppenhaus bestiegen wird. Wer
sich durch den Schwefeldunst hindurchgearbeitet hat, erreicht
einen unterirdischen Kratersee (Ruderboote). Hauptort ist
Santa Cruz da Graciosa mit zahlreichen noch funktionierenden
Windmühlen in der Umgebung.
Pico
Pico (42 x 15,2 km) wird vom Pico, dem mit 2.351 m höchsten
Vulkan des Archipels und auch höchstem Berg Portugals
beherrscht, der auch immer im Blickfeld ist, wenn man auf
Faial oder Säo Jorge ist. Er gehört zu den schönsten der Welt.
An den Hängen des Vulkans wachsen Weinreben, die durch
Steinmauern vor dem scharfen Wind geschützt werden, der Vinho
Verdelho ist ausgezeichnet. Außerdem gibt es
km) mit hellen Sandstränden, auf grünen Terrassenhängen
angelegten weißen Dörfern, Weinbergen und bizarren
Steilküsten. Von Santa Maria stammt der Ton für die Töpfereien
der Azoren. Auch hier blühen wie auf fast allen anderen Inseln
Hortensien neben Ginster und Azaleen. Hauptort ist Vila do
Porto mit schönem alten Hafen und der Festung Forte Säo Bras
(16. Jh.). Inmitten der Bergtäler liegt malerisch Santa
Barbara, das schönste Inseldorf. An den Hängen wächst der
bekannte Rotwein "Vinho de Cheiro". Besuchen sollte man die
schönen Sandstrände bei Säo Lourenfo und die zahlreichen
kleinen Kirchen mit basaltgeschmückten Fassaden.
Säo Jorge
Säo Jorge (60 x 7 km) liegt westlich gegenüber von Pico. Grüne
Weiden, im Norden bewaldete Steilküsten von 300 - 500 m Höhe,
fruchtbare Landzungen mit Obst- und Weinbau (auf kleinen Oasen
mit abgerutschter Erde auf Meereshöhe, "Fajas" genannt),
schöne Buchten mit Badeplätzen bestimmen das Bild. Weit über
die Grenzen ist der Käse bekannt. Zentral liegt der 1053 m
hohe Pico da Esperanca. Hauptort ist Velas, Fähr- und
Flughafen zu den anderen Inseln. Sehenswert sind das Kap Morro
Grande in der Nähe der Stadt, die Bauwerke aus dem 17. Jh. (Matriz-Kirche)
und der Waldpark Sete Fontes. Auf der Insel stehen noch
zahlreiche ausgediente Windmühlen.
Säo Miguel
Säo Miguel (66 x 16 km, 135.000 Einw.) ist die größte und
wirtschaftlich bedeutendste Insel mit weitem Acker- und
Weideland. Hauptstadt der Insel und des Archipels ist Ponta
Delgada, hier landen die Flugzeuge aus Lissabon und Madeira.
Sehenswert ist die Matriz, die Kathedrale aus dem 16 Jh. und
der große Platz PrGa GonQalo Velho. Ponta Delgada, die
Hauptstadt, bietet gegenüber den anderen Inselstädten
europäisches, sprich portugiesisches Flair, sehenswert ist das
historische Zentrum mit Architektur aus dem 17. bis 19. Jh.
Die Attraktion der Insel sind die sagenumwobenen Kraterseen "Vale
das Sete Cidades" im Westen der Insel, mit dem Lagoa Azul
(blauer See, 2,6 x 2,4 km) und dem Lagoa Verde (grüner See,
1,4 x 0,75 km) und zahlreichen Aussichtspunkten wie dem Vista
do Rei, dem königlichen Aussichtspunkt. Der gesamte Krater hat
einen Durchmesser von 5 km. Der Kraterrand erreicht über den
Seen Höhen bis über 800 m. Inmitten der Abgeschiedenheit
dieser Kraterlandschaft liegt das kleine Dorf Sete Cidades.
Ein weiterer einsamer Kratersee ist der Lagoa do Fogo in der
Inselmitte und weiter östlich der Lagoa das Furnas mit
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