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Lage: Die aus
rund 300 Inseln bestehende Inselgruppe der Bermudas ist fast
5560 km von Europa und ungefähr 1100 km von Nordamerika
entfernt. Die Inseln liegen dichtgedrängt zusammen und sehen
in ihrer Gesamtheit aus wie ein riesiger Angelhaken.
Die Hauptinsel, das sogenannte Mainland, ist Great Bermuda,
das durch Dämme und Brücken mit den Inseln St. George's und
St. David's im Osten und Somerset, Watford, Boaz und Ireland
im Westen verbunden ist.
Die übrigen - meist unbedeutenden und vorwiegend sogar
unbewohnten - Inseln und Eilande liegen in vier großen Buchten
dieser Hauptinseln, und zwar in St. George's Harbour, Castle
Harbour, Harrington Sound und Great Sound. Einen Teil des
Great Sound bildet Hamilton Harbour, an dem Hamilton, die
Hauptstadt der Bermudas, liegt.
Das Reiseziel Bermudas verdankt seine Existenz und seinen
Landschaftscharakter dein Umstand, daß sich auf der Lava eines
unterseeischen Vulkans Korallenkalk und Kalksandstein
abgesetzt haben, deren höchste Schichten über den
Meeresspiegel herausragen (die nur wenige Meter unter dem
Meeresspiegel liegenden Schichten sind vom Flugzeug aus sehr
gut zu erkennen). Diese Entstehungsgeschichte erklärt auch,
warum sich Land und Meer gegenseitig stark durchdringen. Nur
mit Mühe ist auf den Bermudas eine Stelle zu finden, die 1 km
vom Meer entfernt liegt.
Eine solche Inselwelt mußte zu einem Eldorado der
Bade-Urlauber (und heute
auch Golf-Sportler) werden, zumal sie sich einer fast das
ganze Jahr über angenehmen Temperatur und einer prachtvollen
subtro- pischen Vegetation erfreut. Tatsächlich be- gann der
Tourismus für die Bermudas be- reits Ende des 19.
Jahrhunderts, und heute ist er der wichtigste
Wirtschaftsfaktor des Landes.
Von untergeordneter Bedeutung sind die
Schiffsreparaturwerkstätten, der amerika- nische
Flottenstützpunkt, die Herstellung und Ausfuhr von
pharmazeutischen Pro- dukten und Essenzen sowie der Export von
Blumen, besonders der schönen Oster- oder Bermuda-Lilien, und
von Blumen- zwiebeln.
Reisewege: Mit dem Flugzeug erreicht man die Bermudas am
besten über Lon- don, von wo aus tägliche Direktverbindun- gen
bestehen; bei Flug über New York muß man meist eine
Übernachtung in New York in Kauf nehmen. Schiffsverbindun- gen
nach Hamilton gibt es ab London und Southampton im Rahmen der
Rund- um-die-Welt-Reisen (Passagierschiffe der P & 0).
Schließlich wird Hamilton häufig auf Kreuzfahrten angelaufen,
die durch die Karibische See führen.
Staatsform: Die in neun Parishes (Verwal- tungsbezirke)
gegliederten Bermudas sind eine britische Kolonie mit innerer
Auto- nomie, haben eine Art Ober- und Unter- haus und einen
von der Krone ernannten Gouverneur, dem ein Rat (sieben von
der Krone ernannte Mitglieder) zur Seite steht.
Bevölkerung: Sie besteht zu einem Drittel aus Weißen, im
übrigen aus Farbigen. Die Landessprache ist Englisch. Gut 90%
der
Verkehrseinrichtungen: Es gibt ein dichtes Netz von
Autobuslinien; die Busse sind aber meist überfüllt. Zwischen
den größeren Inseln verkehren Fähren. Fahrräder und Mopeds
sind, da die Inseln fast flach sind, sehr beliebt; sie können
gemietet werden. Von Touristen bevorzugt werden die
Pferdedroschken, die für Kurzfahrten, aber auch für einen
ganzen Tag gemietet werden können. Mietwagen gibt es nicht;
jedoch können Taxis auf Mietwagenbasis mit
Reiseleiter-Chauffeur gemietet werden, sind aber sehr teuer.
Speisen und Getränke: Die Küche der Bermudas ist vorwiegend
nordamerikanisch; echte Bermuda-Gerichte sind fast nur
Fischspeisen wie Rock fish und Fish chowder; sehr zu empfehlen
ist auch der Bermuda-Krebs. Das bevorzugte Getränk ist der
Rum, der allerdings meist nach Zusatz von anderen Getränken
als Cocktail getrunken wird.
Feiertage: Neujahr, Karfreitag, 24. Mai (Commonwealth Day), 2.
Samstag im Juni (Geburtstag der britischen Königin),
Donnerstag und Freitag vor dem ersten Montag im August (Cricket
Cup Match), 12. November, beide Weihnachtstage.
Kleidung: Von Mai bis November genügt leichte Sommerkleidung;
Regenmantel und ein wärmeres Kleidungsstück für den Abend
dürfen aber nicht fehlen. Für die Zeit von Mitte Dezember bis
gegen Ende März sollte man sich vorwiegend mit leichter
Wollkleidung ausstatten. In den Zwischenmonaten sollte man
Sommer- und Wollsachen bei sich haben.
Bermuda ist die Heimat der „Bermuda- Shorts", der kniekurzen
Hosen. Knappere Shorts (und auch kurze Damenröcke) sieht man
nicht gern, außer am Strand. In vielen Hotels wird zum
Abendessen gepflegte Kleidung verlangt, in manchen Restaurants
und Bars sind Jackett und Krawatte bei den Herren quasi
selbstverständlich.
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