Die Hauptstadt Kenias liegt 1660 m hoch und hat ca. 1,5 Mill. Einwohner. Aus einem Baulager für die Ugandabahn hat sich die Stadt in sieben Jahrzehnten zum bedeutendsten Verkehrsknotenpunkt Ostafrikas entwickelt.
Sehenswürdigkeiten: Nairobi ist eine moderne Stadt ohne Geschichte und hat außer Hochhäusern und prächtigen Straßen kaum Sehenswürdigkeiten zu bieten. Im Nationalmisseum werden Sammluitgen einheimischer Fauna und Flora gezeigt, in der prähistorischen Abteilung Felszeichnungen aus Ostafrika. Im Schlangenpark und Vogelhaus kann man sich über ostafrikanische Reptilien und Vögel informieren. Das Arborerum enthält Ostafrikas größte Sammlung einheimischer und exotischer Bäume und Sträucher. Zwei große Moscheen. das Basar vierte? und die Markthallr lohnen eine Besichtigung.
Verkehr: Im Stadtverkehr sind Taxis preiswert. Auf Busrundfahrten kann man Stadt und Umgebung kennenlernen. Nach allen größeren Orten sind Linienbusse eingesetzt. Bahnverbindungen bestehen nach Mombasa am inischen Ozean, nach Kismu und nach Malaba (Ugandagrenze). Linien- und Charterflüge in alle Teile des Landes.
Die zehn größeren Inseln und sechs kleinen Eilande, aus denen die seit Mitte 1975 unabhangige lnselrepublik Kapverden (Repüblica da Cabo Verde) besteht, liegen von der äußersten Landspitze Westafrikas, dem Kap Verde (Raum Dakar, Senegal). zwischen 550 und 800 km weit entfernt im Atlantik.
Der um 1460 von den portugiesischen Seefahrern Diego Gomes und Antonio da Noli rein zurallig entdeckte Archipel ist vulkanischen Ursprungs und bildet mit seiner Inselkette die Form eines großen „U“, mit der Öffnung in Richtung Westen.
Man unterscheidet zwischen den sechs nördlichen ‚Inseln vor den, Wind‘ (Barlavento): Santo Antäo, Säo Vicente, Santa Luzia, Säe Nicolau, Sal, Boa Vista, und der südlichen Vierergruppe der „Inseln unter denn Wind (Sotavento) mit Maio, Säo Tiago bzw. Santiago, Fogo und Brava.
Hauptstadt der Inselrepublik ist Prala auf Silo Tiago, mit heute rund 60000 Einwohnern.
Die vorwiegend kreolische Bevölkerung, neben der es noch kleinere Gruppen von Schwarzafrikanern und Europäern (meist Portugiesen) gibt, ist ein lebendiges Spiegelbild der geschichtlichen Entwicklung:
Im Zuge der von Lissabon aus systematisch durchgeführten Kolonisation der Insel ruppe (beginnend schon im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts) haben sich zugewanderte portugiesische Siedler, schwarze Sklaven von der afrikanischen Guinea-Küste und Immigranten aus Brasilien untereinander vermischt.
Offiziell seit dem Jahre 1495 portugiesische Kolonie, hatten die Kapverdischen Inseln von 1951 bis zur Ausrulung der Republik Anfang juli 1975 den Status einer portugiesischen Provinz und wurden in der Nationalversammlung in Lissabon durch zwei Abgeordnete vertreten.
Amtssprache der Kapverdier ist Portugiesisch, Umgangssprache das sogenannte „Crioulo, ein von afrikanischen und anderen Sprachelementen durchsetztes Portugiesisch. - Etwa 90 Prozent der Inselhewohner sind katholisch, der restliche Teil der Bevölkerung besteht aus Angehörigen von Freikirchen und Anhängern verschiedener Naturreligionen.
Das Klima auf den Kapverdischen Inseln — vor allem bestimmt von der Lage zwischen 15 und l7 nördlicher Breite, vom Nordostpassat und den Einflüssen des Meeres —‚ ist gekennzeichnet durch geringe Temperaturschwankungen und relativ schwache, nur sehr selten reichliche Niederschläge. Die Temperaturen (Jahres- durchschnitt in der Hauptstadt Praia:
24,7 C) erreichen ihr Tief gewöhnlich im Januar (um 22,6 C), ihren höchsten Wert im September (mit knapp 27C). — Für Aufenthalte in der lnselrepublik eignen sich besonders die Monate April und Mai, September und Oktober. Leichte Sommerkleidung, ergänzt durch etwas wärmendes Wollzeug, reicht üblicherweise aus.
Wichtige Daten sind neben den gewohnten katholischen Feiertagen der 10. Juni (Todestag des Nationaldichters Luis Vaz de Camoes/l6. Jh.) und der 5. Juli (Jahrestag der Unabhängigkeits-Erklärung vom 5.7. 1975, Nationalfeiertag).
Die im Indischen Ozean liegende Insel Mauritius ist von Durban (Republik Südafrika) rund 2000 km, von Mombasa (Kenia) ca. 1800 km und von Madagaskar etwa 800 km entfernt. Zu dem kleinen Inselstaat im Bereich der Maskarenen gehören noch die weiter östlich bzw. nördlich elegenen Inseln und Inselgruppen Rodrigues, Agalega und Cargados CarajosDie wahren Schönheiten von Mauritius liegen im Verborgenen. Die endlos weiten, weißen Sandstrände, vor denen sich das Meer in einer kaum glaublichen Farbintensität ausbreitet, bilden den eindrucksvollen Rahmen. Das Landesinnere mit seiner bizarren Berglandschaft (Massif de la Riviere Noire/828 m im Südwesten und Pieter Both/823 m im Norden) vermittelt das Gefühl der Einsamkeit, die vergessen läßt, daß Mauritius zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Erde zählt,
Bevölkerung: Mit der Abschaffung der Sklaverei hatte man indische Plantagenarbeiter ins Land geholt. Sie stellen heute mit über 70% den größten Bevölkerungsanteil. Es folgen Kreolen afrikanischer oder madagassischer Abstammung mit 25%, etwa 3% sind Chinesen, 2% Europäer.Angesichts der äußerst hohen Bevölkerungsdichte von 525 Einwohnern pro km (doppelt so hoch wie in der BRD) und der begrenzten Existenzmöglichkeiten ist der Rückgang der jährlichen Bevölkerungszuwachsrate von 4 auf 1% sehr bedeutsam.
Sprache: Auf Mauritius wird „kreolisch gesprochen. Offizielle Sprache ist Englisch, jedoch wird im Schriftverkehr meist Französisch verwendet. Etwa von der Hälfte der Bevölkerung wird Hindi verstanden, während etwa drei Prozent Tamil (die Sprache, die in der Umgebung von Madras gesprochen wird) verstehen.
Religion: Die Inder von Mauritius sind größtenteils Hindus, Mohammedaner oder Buddhisten. Die Kreolen und Europäer sind überwiegend Katholiken, auch etwa die Hälfte der Chinesen bekennen sich zum katholischen Glauben, während der Rest dem buddhistischen Glauben angehört.
Klima: Auf Mauritius herrscht von Mai bis September die kühlere Jahreszeit, in der es bei lockerer Bewölkung „frühlingshaft “ freundlich und sonnig ist mit nur gelegentlichen Regenfällen. Ab September steigen die Temperaturen und im Dezember setzt die Hauptregenzeit ein, die bis April dauert. In der Regenzeit herrscht ein ständiger Wechsel zwischen kühler Passatströmung und warmen, feuchten Luftmassen mit starker Bewölkung und kräftigen tropischen Niederschlägen, die nicht selten mit Gewittern und Stürmen verbunden sind.
Die beste Reisezeit ist von Mai bis September.
Wirtschaft: Mauritius ist weitgehend vom Zuckerexport abhängig. Zweitwichtigstes landwirtschaftliches Produkt ist Tee, gefolgt von Kaffee und Reis. Große Hoffnungen setzt Mauritius in den Fremdenverkehr.
Staatsform: Mauritius war bis 1968 britische Kolonie. Nach der Unabhängigkeit verfolgte die Regierung zunächst einen sozialdemokratischen Kurs. Seit 1982 ist der Rechtsanwalt Aneerood Jugnauth Premierminister einer aus vier Parteien bestehenden Linkskoalition. Eingeteilt ist Mauritius in 9 Distrikte.Speisen und Getränke: Außer der kreolischen Küche findet man auf Mauritius vor allem indische Speisen. In Port Louis gibt es jedoch auch chinesische Restaurants. Bier und Rum sind ausgezeichnet, aber relativ teuer.
Verkehr: Mauritius besitzt ein ausgezeichnetes Straßennetz, darunter sogar eine Autobahn. Fast alle Straßen sind asphaltiert. Zwischen den einzelnen Orten verkehren klapprige Busse, mit denen man sehr billig, aber auch sehr langsam vorwärtskommt. In Port Louis gibt es mehrere Busbahnhöfe, Curepipe und Rose-Hill sind die Zentren des Busverkehrs. Auf der Insel Mauritius wird links gefahren.Die Hauptstadt von Mauritius, Fort Louis (150000 Einw.), hat sich dank ihres günstig liegenden Hafens zu einem der bedeutendsten Handelszentren im Indischen Ozean entwickelt. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt gehören der knapp 250 Jahre alte Regierungspalast, die Kathedrale des hl. Ludwig und die St. Janies Cathedral sowie die Zitadelle, die Jammah Moschee und der Tatnil-Hindu-Tempel. Attraktion Nummer 1 — touristisch gesehen — ist fraglos der Markt von Port Louis: in den überdachten riesigen Hallen werden vor allem Obst. Gemüse, indische Baumwollstoffe, Flechtarbeiten und Hausratsgegenstände angeboten. Menschengewirr und Warenangebot bilden Szenen eines bunten Schauspiels.
Lastminute Reisen Die Inselgruppe liegt zwischen 600 und 700 km von Südindien und Sri Lanka entfernt. Die südlichen Atolle schneidet bereits der Aquator. Das Reiseziel: Die 13 Atolle der Malediven umfassen insgesamt 1190 Inseln. die alle winzig klein (im Mittel unter 1 km²) sind.Schön sind alle Inseln; von Palmen bedeckt, von einsamen Stränden umgeben, von den klaren Fluten des Indischen Ozeans umspült und von Korallenriffen schützend umsäumt.
Die Malediven sollen im 1. Jahrhundert n. Chr. von Singhalesen aus Sri Lanka besiedelt worden sein. Reste von Dagobas, die man auf einigen Inseln fand, lassen darauf schließen, daß die Singhalesen den Buddhismus auf die Inseln brachten. Im 12. Jahrhundert wird jedoch der Sultan von Arabern zum Islam bekehrt, der Staatsreligion wird.
im 17. Jahrhundert versuchen die Portugiesen mehrmals erfolglos, die Herrschaft über die Inseln zu erlangen. Nach kurzem holländischem Protektorat übernehmen 1796 die Briten die Inseln, 1887 werden sie offiziell britisches Protektorat. tnnenpolitisch regiert aber weiterhin der Sultan.
Am 26. Juli 1965 entlassen die Engländer die Malediven in die Unabhängigkeit, 1968 wird aus dem Sultanat eine Republik.
Die Entfernungen innerhalb der Inselgruppe sind beträchtlich: 760 km trennen Keiai, die nördlichste Insel, von Gan, der südlichsten; 130 km beträgt die größte Ost-west-Ausdehnung. Die Malediven haben eine Gesamtfläche (übermeerisch) von nur 298 km². Nur etwa 10 % dieser Fläche sind bewohnt, so daß die 220000 lnselbewohner auf kleinstem Raum zusammengedrängt leben müssen. Bevölkerung: Geprägt sind die Malediven von benachbarten Ländern: Arabische, singhalesische, südindische und malaiische Einflüsse können nachgewiesen werden. Alle Inselhewohner sind sunnitisehe Moslems.
Ihre Sprache ist das dem Singhalesischen verwandte Divehi, ihre Schrift heißt Thaana und wird von rechts nach links geschrieben. In den Ferienhotels wird aber meistens Englisch gesprochen oder zumindest verstanden.
Haupteinnahmequelle der Bevölkerung ist der Fischfang. Die Dhonis, die traditionellen Segelboote der Fischer, werden aus dem Holz der Kokospalme gefertigt. Bisher beschränkte sich der Fischfang zum großen Teil auf die Küstenstreifen, zunehmend werden aber die Boote auch mit Motoren ausgestattet, so daß der Fangbereich vergrößert werden kann.
Die Landwirtschaft ist, abgesehen vom Anbau von Kokospalmen, kaum von Bedeutung. Die Einkommen sind niedrig, die Malediven zählen zu den ärmsten Ländern der Welt. Erst in den letzten Jahren spielen die Einnahmen aus dem wachsenden Tourismus eine größere Rolle.
Speisen und Getränke: Das Essen ist in der Regel westlich, es gibt aber zur Abwechslung auch die landesüblicben Reis-, Curry- und Fischgerichte.
Obwohl Reis das Hauptnahrungsmittel auf den Inseln ist, muß er gänzlich eingeführt werden. Spezialitäten sind Langusten und die tropischen Früchte, die auf einigen Inseln wachsen (Mangos, Papayas, Bananen, Granatäpfel). Auch Kokosnüsse und Brotfrüchte gibt es reichlich, Teuer sind alkoholische Getränke. Vielleicht sollte man einer erfrischenden Kokosmilch den Vorzug geben. Kein Problem ist das Trinkwasser; in den meisten Hotels stehen Kannen mit Trinkwasser (abgekochtes Regenwasser) bereit.
Feiertage sind der 1. Januar. der Neujahrstag, 26. juli, der Unabhängigkeitstag. und der 11. November, der Tag der Republik. Wöchentlicher Ruhetag ist der Freitag.
Klima: Das Klima auf den Malediven ist tropisch. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über hoch, etwa zwischen 26 und 31 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 80%. Doch die frische Seebnse, die immer weht, macht das schwüle Klima durchaus erträglich. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind gering. Zwischen Mai und Oktober bringt der Südwestmonsun häufige Regenfälle. Der Nordostmonsun (Dezember-April) bestimmt die trockene Jahreszeit, die gleichzeitig die beste Reisezeit ist.Male (60000 Einw.), die Hauptstadt auf der gleichnamigen Insel, ist die einzige Stadt der Malediven. Eine Fahrt nach Male gehört in das Programm eines jeden Urlaubers. Ein halber Tag reicht, um die kleine Stadt zu erkunden. An der Marine Drive. entlang des Hafens, stehen die Gebäude der Ministerien und Behörden und der Amtssitz des Präsidenten. Im Hafen selbst kann man sich die Dhonis, die Segelschiffe der Malediver, ansehen. Abwechslung bringen ein Bummel durch die Bazarstraßen und der Besuch der Märkte; interessant ist vor allem der Holzmarkt. Wer sich noch die Zeit nimmt, das kleine Museum und die Moschee zu besuchen, hat eigentlich alles gesehen. In Male fahren sogar Taxis, die man aber bestimmt nicht brauchen wird.
Die Ferieninseln: Hauptbeschäftigung auf den Malediven ist natürlich der Wassersport. Und das Schönste der Inseln findet man auch unter Wasser: die Korallen. Eine wahre Wunderwelt von Flora und Fauna erwartet den Taucher und Schnorchler. So ist es verständlich, daß viele nur des Tauchens wegen hierher kommen.
Jede Ferieninsel hat ihre eigene Tauchstation, wo man Geräte ausleihen kann. Es empfiehlt sich aber nicht unbedingt, als Anfänger zu kommen. Auch Schnorchler können sich Flossen und Schnorchel ausleihen. Streng verboten sind das Harpunieren und das Abbrechen von Korallen.Durch den zunehmenden Tourismus war die empfindliche Unterwasser-Ökologie schon erheblich aus dem Gleichgewicht geraten. Durch strenge Maßnahmen versucht man nun, die Korallen zu retten. jeder sollte dafür Verständnis haben und auf das selbst gesammelte „Souvenir“ verzichten. Wer sich nicht unbedingt unter Wasser aufhalten will, kann segeln, surfen oder Wasserski fahren. Allerdings sind dies keine ganz billigen Vergnügen. Schwimmer sollten Badeschuhe tragen, denn die Korallen sind oft scharf. FKK Baden ist streng verboten.