Die zehn größeren Inseln und sechs kleinen Eilande, aus denen die seit Mitte 1975 unabhangige lnselrepublik Kapverden (Repüblica da Cabo Verde) besteht, liegen von der äußersten Landspitze Westafrikas, dem Kap Verde (Raum Dakar, Senegal). zwischen 550 und 800 km weit entfernt im Atlantik.
Der um 1460 von den portugiesischen Seefahrern Diego Gomes und Antonio da Noli rein zurallig entdeckte Archipel ist vulkanischen Ursprungs und bildet mit seiner Inselkette die Form eines großen „U“, mit der Öffnung in Richtung Westen.
Man unterscheidet zwischen den sechs nördlichen ‚Inseln vor den, Wind‘ (Barlavento): Santo Antäo, Säo Vicente, Santa Luzia, Säe Nicolau, Sal, Boa Vista, und der südlichen Vierergruppe der „Inseln unter denn Wind (Sotavento) mit Maio, Säo Tiago bzw. Santiago, Fogo und Brava.
Hauptstadt der Inselrepublik ist Prala auf Silo Tiago, mit heute rund 60000 Einwohnern.
Die vorwiegend kreolische Bevölkerung, neben der es noch kleinere Gruppen von Schwarzafrikanern und Europäern (meist Portugiesen) gibt, ist ein lebendiges Spiegelbild der geschichtlichen Entwicklung:
Im Zuge der von Lissabon aus systematisch durchgeführten Kolonisation der Insel ruppe (beginnend schon im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts) haben sich zugewanderte portugiesische Siedler, schwarze Sklaven von der afrikanischen Guinea-Küste und Immigranten aus Brasilien untereinander vermischt.
Offiziell seit dem Jahre 1495 portugiesische Kolonie, hatten die Kapverdischen Inseln von 1951 bis zur Ausrulung der Republik Anfang juli 1975 den Status einer portugiesischen Provinz und wurden in der Nationalversammlung in Lissabon durch zwei Abgeordnete vertreten.
Amtssprache der Kapverdier ist Portugiesisch, Umgangssprache das sogenannte „Crioulo, ein von afrikanischen und anderen Sprachelementen durchsetztes Portugiesisch. - Etwa 90 Prozent der Inselhewohner sind katholisch, der restliche Teil der Bevölkerung besteht aus Angehörigen von Freikirchen und Anhängern verschiedener Naturreligionen.
Das Klima auf den Kapverdischen Inseln — vor allem bestimmt von der Lage zwischen 15 und l7 nördlicher Breite, vom Nordostpassat und den Einflüssen des Meeres —‚ ist gekennzeichnet durch geringe Temperaturschwankungen und relativ schwache, nur sehr selten reichliche Niederschläge. Die Temperaturen (Jahres- durchschnitt in der Hauptstadt Praia:
24,7 C) erreichen ihr Tief gewöhnlich im Januar (um 22,6 C), ihren höchsten Wert im September (mit knapp 27C). — Für Aufenthalte in der lnselrepublik eignen sich besonders die Monate April und Mai, September und Oktober. Leichte Sommerkleidung, ergänzt durch etwas wärmendes Wollzeug, reicht üblicherweise aus.
Wichtige Daten sind neben den gewohnten katholischen Feiertagen der 10. Juni (Todestag des Nationaldichters Luis Vaz de Camoes/l6. Jh.) und der 5. Juli (Jahrestag der Unabhängigkeits-Erklärung vom 5.7. 1975, Nationalfeiertag).
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