April 15th, 2008 von admin

Die im Indischen Ozean liegende Insel Mauritius ist von Durban (Republik Südafrika) rund 2000 km, von Mombasa (Kenia) ca. 1800 km und von Madagaskar etwa 800 km entfernt. Zu dem kleinen Inselstaat im Bereich der Maskarenen gehören noch die weiter östlich bzw. nördlich elegenen Inseln und Inselgruppen Rodrigues, Agalega und Cargados CarajosDie wahren Schönheiten von Mauritius liegen im Verborgenen. Die endlos weiten, weißen Sandstrände, vor denen sich das Meer in einer kaum glaublichen Farbintensität ausbreitet, bilden den eindrucksvollen Rahmen. Das Landesinnere mit seiner bizarren Berglandschaft (Massif de la Riviere Noire/828 m im Südwesten und Pieter Both/823 m im Norden) vermittelt das Gefühl der Einsamkeit, die vergessen läßt, daß Mauritius zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Erde zählt,
Bevölkerung: Mit der Abschaffung der Sklaverei hatte man indische Plantagenarbeiter ins Land geholt. Sie stellen heute mit über 70% den größten Bevölkerungsanteil. Es folgen Kreolen afrikanischer oder madagassischer Abstammung mit 25%, etwa 3% sind Chinesen, 2% Europäer.Angesichts der äußerst hohen Bevölkerungsdichte von 525 Einwohnern pro km (doppelt so hoch wie in der BRD) und der begrenzten Existenzmöglichkeiten ist der Rückgang der jährlichen Bevölkerungszuwachsrate von 4 auf 1% sehr bedeutsam.
Sprache: Auf Mauritius wird ?kreolisch gesprochen. Offizielle Sprache ist Englisch, jedoch wird im Schriftverkehr meist Französisch verwendet. Etwa von der Hälfte der Bevölkerung wird Hindi verstanden, während etwa drei Prozent Tamil (die Sprache, die in der Umgebung von Madras gesprochen wird) verstehen.
Religion: Die Inder von Mauritius sind größtenteils Hindus, Mohammedaner oder Buddhisten. Die Kreolen und Europäer sind überwiegend Katholiken, auch etwa die Hälfte der Chinesen bekennen sich zum katholischen Glauben, während der Rest dem buddhistischen Glauben angehört.
Klima: Auf Mauritius herrscht von Mai bis September die kühlere Jahreszeit, in der es bei lockerer Bewölkung ?frühlingshaft ? freundlich und sonnig ist mit nur gelegentlichen Regenfällen. Ab September steigen die Temperaturen und im Dezember setzt die Hauptregenzeit ein, die bis April dauert. In der Regenzeit herrscht ein ständiger Wechsel zwischen kühler Passatströmung und warmen, feuchten Luftmassen mit starker Bewölkung und kräftigen tropischen Niederschlägen, die nicht selten mit Gewittern und Stürmen verbunden sind.
Die beste Reisezeit ist von Mai bis September.
Wirtschaft: Mauritius ist weitgehend vom Zuckerexport abhängig. Zweitwichtigstes landwirtschaftliches Produkt ist Tee, gefolgt von Kaffee und Reis. Große Hoffnungen setzt Mauritius in den Fremdenverkehr.
Staatsform: Mauritius war bis 1968 britische Kolonie. Nach der Unabhängigkeit verfolgte die Regierung zunächst einen sozialdemokratischen Kurs. Seit 1982 ist der Rechtsanwalt Aneerood Jugnauth Premierminister einer aus vier Parteien bestehenden Linkskoalition. Eingeteilt ist Mauritius in 9 Distrikte.Speisen und Getränke: Außer der kreolischen Küche findet man auf Mauritius vor allem indische Speisen. In Port Louis gibt es jedoch auch chinesische Restaurants. Bier und Rum sind ausgezeichnet, aber relativ teuer.
Verkehr: Mauritius besitzt ein ausgezeichnetes Straßennetz, darunter sogar eine Autobahn. Fast alle Straßen sind asphaltiert. Zwischen den einzelnen Orten verkehren klapprige Busse, mit denen man sehr billig, aber auch sehr langsam vorwärtskommt. In Port Louis gibt es mehrere Busbahnhöfe, Curepipe und Rose-Hill sind die Zentren des Busverkehrs. Auf der Insel Mauritius wird links gefahren.Die Hauptstadt von Mauritius, Fort Louis (150000 Einw.), hat sich dank ihres günstig liegenden Hafens zu einem der bedeutendsten Handelszentren im Indischen Ozean entwickelt. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt gehören der knapp 250 Jahre alte Regierungspalast, die Kathedrale des hl. Ludwig und die St. Janies Cathedral sowie die Zitadelle, die Jammah Moschee und der Tatnil-Hindu-Tempel. Attraktion Nummer 1 ? touristisch gesehen ? ist fraglos der Markt von Port Louis: in den überdachten riesigen Hallen werden vor allem Obst. Gemüse, indische Baumwollstoffe, Flechtarbeiten und Hausratsgegenstände angeboten. Menschengewirr und Warenangebot bilden Szenen eines bunten Schauspiels.

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