Apr 16

Last Minute Bogota Die Landeshauptstadt von Kolumbien (ca. 6 Millionen Einw.) liegt in 2645 m Höhe am Fuß der Ostkordillere (Monserrate und Guadalupe) und am Rande einer bis zu 40 km breiten Savanne. Sie wurde 1536 von den Spaniern gegründet und spielte als Verwaltungssitz während der spanischen Kolonialzeit eine wichtige Rolle. Das Aussehen einer Kolonialstadt bewahrte sich Bogotä weitgehend bis 1948. Der Bürgerkrieg von 1948 brachte in der Stadt so starke Zerstörungen mit sich, daß besonders das Zentrum fast ganz neu errichtet werden mußte. Die Modernisierung der Stadt schreitet heute noch immer weiter voran.
Sehenswürdigkeiten: Die bedeutendste Straße der Stadt ist die Carrera 7, die sich von Süden nach Norden durch die langgestreckte Stadt hinzieht. Sie berührt die Plaza dc Dolivar. den Mittelpunkt der Stadt (Denkmal Simön Bolivars; Capitolio Nacional; Kathedrale mit sehenswertem Kirchenschatz; Capilla de Sagrario, 17. u. 19. Jh.; Rathaus). In der Nähe des
Platzes liegen der Palacio dc San Carlos (16. Jh.; Sitz des Staatspräsidenten). das Museo de Arte Colonial und das Museo del! 20 de Julio (Kunstsammlungen; geschichtliche Sammlungen). An der Kreuzung
Carrera 7/Avenida Jimnez de Quesada steht das Hochhaus der Banco de la Repöblica und im nahen Parque de Saniander das zur Bank gehörende Museo del Oro (Goldinuseum; großartige indianische Arbeiten aus vorspanischer Zeit), ferner die Kirche San Francisco (1550; künstlerisch bedeutendste Kirche Bogotks).
Weiter nördlich liegen an oder in der Nähe der Carrera 7 Kirche und Kloster San Diego (16. u. 17. Jh.), die Stierkampfarena. das Museo Nacional (reiche völkerkundliche, archäologische und geschichtliche Sammlungen) und der 1938 angelegte Nationalpark. Die schon erwähnte Avenida Jimnez de Quesada führt in östlicher Richtung zur Quinra de Bolivar, dem in ein Museum umgewandelten einstigen Landhaus Simön Bolivars,
AUSFLÜGE
Medellin liegt eine Flugstunde nordwestlich von Bogota. Die moderne Bergbau- und Industriestadt (3,5 Mill. Einw.) wird ..Orchideenhauptstadt der Erde“ genannt, ist aber durch die Drogenmafia zur „Kapitale des Verbrechens‘ geworden (erhöhte Vorsicht ist geboten).
Manizales liegt eine Flugstunde westlich von Bogota. Die Stadt (420000 Einw.) ist einer der wichtigsten Kaffeehandelsplätze Kolumbiens. Im Januar werden dort die Fcria dcl Cafi und das Festival Jnteramericano del Folclor gefeiert, das große Kaffee Erntefest, an dem Trachten-, Tanz- und Gesangsgruppen aus allen Teilen Latein- amerikas teilnehmen. In der Stadt sind die neugotische Kathedrale und die Fuenre (Brunnen) dc los Fundcsdores sehenswert. Etwa eine Stunde Autofahrt entfernt ist der Nationalpark Nevado del Ruiz (5400 m; Vulkanausbruch 1985).
Popayin liegt 1 1/2 Flugstunden südwestlich von Bogota und ist eine der schönsten alten Städte und eines der wichtigsten religiösen und kulturellen Zentren Kolumbiens. Die Semana Santa (Karwoche) wird hier besonders festlich begangen. Zahlreiche Kirchen, Herrensitze und Bürgerhäuser aus der Kolonialzeit sind erhalten. — Südöstlich von Popayän liegt der 100 ha große Parque Arqueolögico Naciona! San Agustin mit rund 400 Kolossalfiguren, mit megalithischen Grabkammern und Heiligtümen,, die wahrscheinlich aus dem 1. Jahrtausend v.Chr. stammen. Nördlich von San Agustin liegt Tierradenrro. gleichfalls eine präkotumbische Fundstätte, bekannt für die bemalten unterirdischen Grabhöhlen.

Apr 16

Lage: Neuseeland ist ein unabhängiger Staat im Commonwealth. Er besteht aus 2 Hauptinseln. die im südlichen Pazifischen Ozean östlich von Australien liegen. Frei assoziiert mit Neuseeland sind die Cook-InseIn (241 km2 21500 Einw.), die Tokelauinseln (10 km2 1900 Einw.) und die Insel Niue (260 km2 2500 Einw.).
Das Reiseziel Neuseeland bietet auf engem Raum verschiedenartige Landschaften und zahlreiche landschaftliche Schönheiten. Sandstrände und palmenbestandene Meeresbuchten liegen zu Füßen schneebedeckter Berge, Hochgebirge neben tropischen Wäldern, tief ins Land einschneidende und an Skandinavien erinnernde Fjorde wechseln mit immergrünem Weideland; Thermalquellen und isländisch anmutende Geyser, rauschende Gebirgsbäche, zahlreiche Wasserfälle, die größten Gletscher der Welt außerhalb der Polarregion, zauberhaftes Gartenland usw. sind so kontrastreich, daß George Bemnamd Shaw das Land als „Achtes Weltwunder‘ bezeichnete. Beide zum Großteil gebirgige Hauptinseln werden oft als „Schweiz des Pazifiks“ gepriesen.
Als Agrarland mit viel Schaf- und Rinderzucht ist Neuseeland im Export von Molkereiprodukten führend.
Bevölkerung: Erste Bewohner Neuseelands waren die Maoris, die das Land im frühen 10. Jahrhundert besiedelten und heute zum Großteil im Thermal-Seengebiet von Rotorua leben. Viele Orts- und Landschaftsnamen entstammen der Maorisprache. Der Holländer Äbel Tasman entdeckte Neuseeland 1642, dessen Küste aber erst 1769 vom Engländer James Caok erstmals erforscht wurde. Verkehrseinrlchtungen: Die Verkehrsverbindungen im Land sind ausgezeichnet. Im Luftverkehr führen die Air New Zealand und die Monnt Cook Airlines. Das Straßennetz hat eine Länge von rund 93130 km; gute Busverbindungen, Mietwagen.
Klima und Kleidung: Das neuseeländische Klima ist ähnlich dem mitteleuropäisch-alpenländischen, kennt aber keine strengen Winter. Die Jahreszeiten sind den europäischen entgegengesetzt. Der neuseeländische Sommer fällt in die Monate Dezember/Februar. Die Kleidung ist unformell, dem Klima angepaßt.
FeIertag.: 1. Januar, 2. Januar, 22. Januar (nur in Wellington), 29. Januar (nur in Auckland), 6. Februar, 25. April, 25. Dezember, 26. Dezember. Außerdem Karfreitag, Ostermontag, Geburtstag der Königin (1. Montag im Juni) und „Tag der Arbeit“ (4. Montag im Oktober). Wellington (375000 Einw.), an der Südspitze der Nordinsel gelegen, wurde 1865 Hauptstadt Neuseelands. Es besitzt einen der schönsten Häfen der Welt.

Apr 16

Die Niederländischen Antillen, die zu den Kleinen Antillen gehören, bestehen aus zwei Gruppen von je drei Inseln: die Aruba, Curagao und Banaire umfassende Gruppe liegt in der Karibischen See vor der venezolanischen Küste, die andere Dreiergruppe — mit Samt Martin bzw. Sint Maarten (im Nordteil französisch, im Süden holländisch), Saba und Sint Eusiai lus (zwischen Puerto Ricou. Guadeloupe).
Das Reiseziel Niederländische Antillen
— Aruba ist in seinen Städtebildern und in der Lebensweise seiner Bewohner ein in die Tropen versetztes Stück der Niederlande. Was aber die Niederlande an Wasser zuviel haben, das haben diese Inseln zu wenig. Die südlichen Inseln sind ausgesprochen trocken und haben daher nur eine spärliche Vegetation (Ausnahme Bonaire).
Die wirtschaftliche Basis der südlichen Inseln bilden eine noch im Aufbau begriffene Verbrauchsgüterindustrie sowie der Tourismus, der an die Stelle der Erdölraffinerien tritt. Von touristischer Bedeutung sind die herrlichen Strände und die ausgezeichneten Einkaufsmöglichkeiten (zollbegünstigte Waren).
Staatsform: Aruba und daneben die übrigen Niederl. Antillen bilden zwei selbständige Teile des Königreichs der Niederlande, die in inneren Angelegenheiten autonom sind (eigenes Parlament); die Regierung besteht aus dem Ministerrat und dem Gouverneur (Vertreter der Königin).
Bevölkerung: Menschen aus 40—50 Nationen (Afrika, Indien, Europa, Lateinamerika) bilden die kosmopolitische Bevölkerung der Inseln. Die Landessprache ist Niederländisch, aber Englisch und Spanisch werden kaum weniger gesprochen. Als Umgangssprache dient auf den ABC-Inseln das Papiamento, ein Gemisch aus verschiedenen Sprachen. Katholiken, Protestanten, Moslems und Juden bilden die relig. Hauptgruppen.
Speisen und Getranke: Die Küche ist international; das bekannteste einheimische Getränk ist der Curafao.
Kleidung: Leichte und sportliche Kleidung ist angebracht; Regenschutz sollte auf den nördlichen Inseln zur Regenzeit nicht
fehlen. Dem Standard eines Hotels entsprechend wird von den Herren abends u. U. Jackett und Krawatte erwartet. In den Städten ist Strandkleidung verpönt.
CURAkAO. Die Inselhauptstadt Willemstad (rund 150000 Einw.) liegt an der Südküste und wird durch eine kanalartige Einfahrt in die natürliche Hafenbucht in die Stadtteile Punda (mit Pietermaai und Scharloo) im Osten und Otrabanda im Westen geteilt. Die beiden Teile sind durch die Ponton-Brücke ‚)Cönigin Emma“, die für jedes ein- und auslaufende Schiff geöffnet werden muß, miteinander verbunden. Im Stadtteil Punda sind das Fort Amsterdam, das Einkaufsviertel um die Heerenstraat, die Mikve Israel Synagoge und die altniederländischen bunten Häuser in Scharloo sehenswert; auch die Curafao-Destillerie Senior Liqueur Factory in Chobolobo lohnt einen Besuch.BONAIRE (10000 Einw.) ist die Insel der Flamingos und anderer Wasservögel
(Nationalparks) und ein Paradies tür Wassersportler (Unterwassernationalpark) und Fischer.
SINT MAARTEN — SABA — SINT aSTATIUS: Die erste Insel, die sich Niederländer und Franzosen friedlich teilen, bietet ausgezeichnete Bade- und Wassersport- möglichkeiten, während das kleine Saba (ohne Strände) die Taucher begeistern wird (Unterwassernationalpark). Die Vulkaninsel Statia (St. Eustatius) wird erst rür den Fremdenverkehr erschlossen.
ARUBA (70000 Einw.), Die innerhalb der Niederlande autonome Insel entwickelte sich der Strände und seiner Hotelspielcasinos wegen zu einer touristischen Attraktion.