Kolumbien & Bogota

Last Minute Bogota Die Landeshauptstadt von Kolumbien (ca. 6 Millionen Einw.) liegt in 2645 m Höhe am Fuß der Ostkordillere (Monserrate und Guadalupe) und am Rande einer bis zu 40 km breiten Savanne. Sie wurde 1536 von den Spaniern gegründet und spielte als Verwaltungssitz während der spanischen Kolonialzeit eine wichtige Rolle. Das Aussehen einer Kolonialstadt bewahrte sich Bogotä weitgehend bis 1948. Der Bürgerkrieg von 1948 brachte in der Stadt so starke Zerstörungen mit sich, daß besonders das Zentrum fast ganz neu errichtet werden mußte. Die Modernisierung der Stadt schreitet heute noch immer weiter voran.
Sehenswürdigkeiten: Die bedeutendste Straße der Stadt ist die Carrera 7, die sich von Süden nach Norden durch die langgestreckte Stadt hinzieht. Sie berührt die Plaza dc Dolivar. den Mittelpunkt der Stadt (Denkmal Simön Bolivars; Capitolio Nacional; Kathedrale mit sehenswertem Kirchenschatz; Capilla de Sagrario, 17. u. 19. Jh.; Rathaus). In der Nähe des
Platzes liegen der Palacio dc San Carlos (16. Jh.; Sitz des Staatspräsidenten). das Museo de Arte Colonial und das Museo del! 20 de Julio (Kunstsammlungen; geschichtliche Sammlungen). An der Kreuzung
Carrera 7/Avenida Jimnez de Quesada steht das Hochhaus der Banco de la Repöblica und im nahen Parque de Saniander das zur Bank gehörende Museo del Oro (Goldinuseum; großartige indianische Arbeiten aus vorspanischer Zeit), ferner die Kirche San Francisco (1550; künstlerisch bedeutendste Kirche Bogotks).
Weiter nördlich liegen an oder in der Nähe der Carrera 7 Kirche und Kloster San Diego (16. u. 17. Jh.), die Stierkampfarena. das Museo Nacional (reiche völkerkundliche, archäologische und geschichtliche Sammlungen) und der 1938 angelegte Nationalpark. Die schon erwähnte Avenida Jimnez de Quesada führt in östlicher Richtung zur Quinra de Bolivar, dem in ein Museum umgewandelten einstigen Landhaus Simön Bolivars,
AUSFLÜGE
Medellin liegt eine Flugstunde nordwestlich von Bogota. Die moderne Bergbau- und Industriestadt (3,5 Mill. Einw.) wird ..Orchideenhauptstadt der Erde“ genannt, ist aber durch die Drogenmafia zur „Kapitale des Verbrechens‘ geworden (erhöhte Vorsicht ist geboten).
Manizales liegt eine Flugstunde westlich von Bogota. Die Stadt (420000 Einw.) ist einer der wichtigsten Kaffeehandelsplätze Kolumbiens. Im Januar werden dort die Fcria dcl Cafi und das Festival Jnteramericano del Folclor gefeiert, das große Kaffee Erntefest, an dem Trachten-, Tanz- und Gesangsgruppen aus allen Teilen Latein- amerikas teilnehmen. In der Stadt sind die neugotische Kathedrale und die Fuenre (Brunnen) dc los Fundcsdores sehenswert. Etwa eine Stunde Autofahrt entfernt ist der Nationalpark Nevado del Ruiz (5400 m; Vulkanausbruch 1985).
Popayin liegt 1 1/2 Flugstunden südwestlich von Bogota und ist eine der schönsten alten Städte und eines der wichtigsten religiösen und kulturellen Zentren Kolumbiens. Die Semana Santa (Karwoche) wird hier besonders festlich begangen. Zahlreiche Kirchen, Herrensitze und Bürgerhäuser aus der Kolonialzeit sind erhalten. — Südöstlich von Popayän liegt der 100 ha große Parque Arqueolögico Naciona! San Agustin mit rund 400 Kolossalfiguren, mit megalithischen Grabkammern und Heiligtümen,, die wahrscheinlich aus dem 1. Jahrtausend v.Chr. stammen. Nördlich von San Agustin liegt Tierradenrro. gleichfalls eine präkotumbische Fundstätte, bekannt für die bemalten unterirdischen Grabhöhlen.

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