Lastminute Beli, der einzige bedeutendere Ort im Norden der Insel, liegt malerisch auf Lage einem Hügel hoch über dem Meer, knapp 20 km nördlich von Cres. Das nur noch von wenigen Einwohnern bevölkerte Städtchen war bereits in prähistorischer Zeit ein befestigter Stützpunkt. Später kontrollierten hier römische Legionäre den Schiffsverkehr zwischen Cres und Krk. Auf der Spitze des Hügels beherrscht die Pfarrkirche mit ihrem Glocken- Sehenwertes turm den aussichtsreichen Marktplatz. Glagolitische Inschriften entdeckt man auf einer Steintafel in der linken Wand einer Seitenkapelle der Kirche sowie auf einer Grabplatte im Fußboden. Ein steiler Pfad führt hinunter zur Bootsanlegestelle und zum Strand. Im Pflaster lassen sich tiefe Schleifspuren ausmachen, die einst von den Ochsenfuhrwerken eingeschnitten wurden, die Holz von der Insel zum Verschiffen nach Venedig abwärts transportierten. Da es noch keine Bremsen gab, nahmen die Fuhrleute den Karren die Hinterräder ab. Auf der Fahrt von Porozina (Fähranlegestelle) nach Beli passiert man das Dorf Dragozetiöi, das nur noch von wenigen Menschen bewohnt wird. Der altertümliche Ort mit geduckten Häuschen, Weinlauben und Zisternen breitet sich unterhalb eines Hügels aus, der ihn vor der Bora schützt.
Cres (2300 Einw.) ist der größte Ort auf der Insel und nicht zuletzt auch wegen seiner neuen Marina während der Saison ein lebendiges und vielbesuchtes Städtchen. Hübsch ist nicht nur die geschützte Lage der alten Hafenstadt in einer tiefen Bucht, umgeben von sanft ansteigenden Hügelketten, sondern auch das historische Ortsbild mit Türmen und Toren, verwinkelten Gassen und verschwiegenen Innenhöfen. Cafäs und Restaurants gibt es vor allem am alten Hafenbecken und an der Promenade, die an der Stelle der alten Stadtbefestigung verläuft. Autos haben hier keinen Platz - sie werden an der Promenade und auf den dortigen (gebührenpflichtigen) Parkplätzen abgestellt. Die mittelalterliche Stadtbefestigung legt sich in,der Form eines Fünfecks um das zentrale Hafenbecken. An ihrer Stelle verläuft heute eine Ringstraße um die Altstadt. Teile der Mauer sowie zwei Tore, das Bragadina-Tor (1581) und das Marcella-Tor (1588), sind erhalten geblieben. Dogenwappen und Markuslöwen erinnern an die venezianischen Stadtfürsten, nach denen die Tore benannt wurden. Das von hübschen, farbenfroh getünchten Häuserfassaden umgebene alte Hafenbecken (`Mandracl bildet den Mittelpunkt von Cres. Direkt am Hafenbecken liegt auch der Marktplatz mit der Stadtloggia aus dem 15./16. Jh., vor der heute die Marktfrauen Gemüse und frischen Fisch verkaufen. Daneben, in der Zeile der pastellfarbenen Hafenhäuser, ragt der Uhrturm auf, durch den man zur Pfarrkirche Maria Schnee gelangt.Das dreischiffige, im 15./16. Jh. erbaute Gotteshaus besitzt ein schönes, reich verziertes Portal und einen Campanile, der erst im 17. Jh. fertiggestellt wurde. Geht man an der Längsseite der Kirche Sv. Marija Snjeina vorbei, so steht Sv. Sidar man alsbald vor der Kirche St. Isidor (Sv. Sidar), dem ältesten Gotteshaus der Stadt mit der im 14. Jh. gegossenen ältesten Glocke der Insel. Beachtenswert sind die romanische Apsis der Kirche mit kunstvollem Rundbogenfries und eine Isidor-Plastik aus dem 15. Jahrhundert. Das Stadtmuseum befindet sich im Palast Arsan-Petriö, in dem 1529 der Stadtmuseum Philosoph Frani° Petriö geboren wurde. Die Exponate vermitteln dem Besucher einen Überblick über die Geschichte der beiden Inseln Cres und Loöinj. Auch die Gegenstände, die aus einem gesunkenen Handelsschiff am Kap Pernat geborgen wurden, sind hier ausgestellt. Beim außerhalb der Altstadt gelegenen, um 1300 erbauten Franziskaner- Sv. Franjokloster sollte man die zugehörige Kirche (16. Jh.) besichtigen. Besonders schön ist das holzgeschnitzte Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert. Die drei eingeschnitzten Delphine stellen das Wappen eines Stadtfürsten dar.