Hongkong, frei übersetzt “Duftender Hafen“ (wohl wegen des Exports von Gewürzen und Duftstoffen), liegt an der Südküste der Volksrepublik China und besteht aus der Insel Hongkong, der Halbinsel Kowloon, den New Territories auf dem Festland und über 200 kleineren Inseln. Bis 1997 ist das Gebiet noch britische Kronkolonie (seit 1841 britisch, 1899 trat die 99- Jahre-Pacht in Kraft), danach fällt es an China zurück. Es soll dann für weitere 50 Jahre als “besondere Verwaltungszone“ das bisherige Wlrtschafts-, Gesellschafts- und Rechtssystem sowie innere Autonomie beibehalten. Das Klima der Kolonie ist subtropisch, Im Sommer feuchtheiß, Im Frühjahr und Herbst gemäßigt, die Winter sind kühl. Hongkong war immer und ist noch weltbekannt für seine BiIligprodukte (Bekleidung, Elektronik, Sportartikel, Spielwaren), die allerdings längst Im Nachbarland China gefertigt werden. Außerdem iles geschäftlich wie touristisch das Tor zu China. Der Stadtstaat ist Einkaufsparadles und Drehscheibe für Reisen von und nach Asien, Amerika, Europa, Australien und den pazifischen Raum. Hongkongs Verkehrsne Ist ausgezeichnet, Hafenrundfahrten und Fähren zu den übrigen Inseln. Hongkong Island, mit seiner dichtbebauten Skyline, ist eines der beiden Zentren der Kronkolonie. Empfehlenswert sind Stadtrundfahrten mit der doppelstöckigen Straßenbahn, der China-Town-Bezirk hat verwinkelte Gassen mit Läden und exotischen Märkten. Hollywood Road und Cat Street sind Tips für antikes und kurioses, in Bonham Strand gibt es Schlangen- läden (Heilmittel: Schlangenblut). Der Stadtteil Victoria City, Central genannt, ist Hongkongs Regierungssitz. Eine Seilbahn geht zur Spitze (“The Peak“, 554 m) des Victoria Park. Von hier aus hat man die beste Aussicht auf die glitzernde Stadtlandschaft zu beiden Seiten des Meereskanals, der Hongkong von Kowloon trennt. Es gibt zahlreiche Museen, Tempel und koloniale Gebäude, die “Bank of China“ ist das höchste Bauwerk Asiens.
In den Hügeln tiegen die Aw Boon Haw Gardens, eine 1935 erbaute chinesische Märchenhöhlenwelt, ebenso Hongkongs “Glückssplelparadies“, die Pferderennbahn. Im Süden der Insel liegen Fischerdörfer, das schwimmende Dorf Aberdeen, mit seinen bekannten schwimmenden Restaurants (kantonesische Küche, Kulissen für James Bond- und 1000 Kung-Fu-Actlonfilme), der Ocean Park, Buchten (Windsurfen) und Strände mit Bars und Restaurants. Die Halbinsel Kowloon (12 qkm, 2,2 MIO, E) wurde erst 1860 an England abgetreten. Hier liegt Hongkongs “Goldene Meile“, die Nathan Road mit ihren neonglitzernden Geschäften, Nightclubs, Hotels und Bars. Schöne Kirchen, Tempel, reizvolle Kolonialbauten, Fischerdörfer (mit hervorragender Küche) bilden einen überraschenden Kontrast. In der Bucht gegenüber Hongkong Island liegt der Igendäre Kai Tak Airport, für den Piloten eine Extraausbildung benötigen (dicht über die Häuser, Piste Ins Meer hinaus). Die New Territorles, das landwirtschaftliche Hinterland der Kolonie, haben reizvolle Dörfer, Fischerhäfen, Entenfarmen und Fischweiher. Der über 100 km lange McLehose Trail, ein Wanderweg, zieht sich, teils durch schwieriges und steiles Gelände, durch die Territories. Die Kowloon Canton Railway verbindet die Dörfer mit Hongkong. Tempel und Klöster bieten kulturelle Sehenswürdigkeiten (“lO.DDD-Buddha-Kloster“, mit über 13.000 kleinen BuddhaStatuetten).
Im Osten liegt eine der größten Marinas, Hebe Haven, im südlich gelegenen Clearwater Golf Club kann man Golf, Tennis, Badminton und Wasserball spielen. Die umliegenden Inseln sind teilweise größer ats Hongkong Island selbst, die meisten sind per Fährboot erreichbar. Fischerdörfer mit Straßencafes und Fischrestaurants, Urlaubsorte mit Sandstränden und Hügellandschaften mit Tempeln, Klöstern, Grotten und Wanderwegen bilden den reizvollen Kontrast zum weltstädtischen Hongkong. An der Nordküste der Insel Lantau wird der neue International Airport gebaut. Lantau Ist doppelt so groß wie Hongkong und hat schöne Strände, Berge, sowie zahlreiche Fischerdörler mit Pfahlbauten, Tempel, Festungen. Lamma, direkt südwestlich Hongkongs, ist berühmt für seine guten Fischrestaurants, andere kleine Inseln sind immer eine Entdeckungsreise wert. Mit Schneilfähren über die Mündung des Pearl River, erreicht man in 1 Stunde das portugiesisch verwaltete Macao, wo die Kurzurlauber aus Hongkong ihr Glück beim Roulette versuchen, Sehenswürdigkeiten Macaos sind die berühmte Ruine der St. Pauls-Kirche, der KunVom-Tempel aus dem 14. Jh. und die Dr. SunYat-Sen Memorial Hall.
Goa mit der Hauptstadt Panall, Ist seit 1961 der kleinste indische Bundesstaat, zusammen mit Daman und Diu. Die ehemals portugiesische Besitzung liegt an der mittleren Westküste des indischen Subkontinerits, am indischen Ozean. Die beiden Exklaven Goas, Daman und Diu, liegen etwa 800 km weiter nördlich.Der Osten Goas wird dominiert durch die Sahadrl-Berge, der Westen durch die Ebene des Mandavi-Flusses. Der äußerste Westen fällt ab in flache Sand- und Felsenstrände mit Kokospalmen. 1510 wurde Goa von den Portugiesen durch Alfonso de Albuquergue in Besitz genommen. Das Klima ist tropisch mit starken Regenfällen zur Monsunzeit (Juni-Sep), die übrige Zeit des Jahres ist es heiß und trocken. Wirtschaftlich wichtig sind Reisanbau und Kokospalmenprodukte, Eisenerz, Mangan und Bauxit werden im Nordosten abgebaut und verschifft. Seit den 70er Jahren ist Goa Touristenziel für Europäer und Devisenquelle für Indien.Panaji ist seit 1843 Hauptstadt Goas, Old Goa die ehemalige Hauptstadt, wurde nach Pestepedemien verlassen. Sehenswert sind die alten portugiesischen Koioniaibauten, Franziskaner-, Jesuiten-, Augustinerorden, alle haben ihre Kirchen hinterlassen. Die Katharina-Kathedrnle ist die größte christliche Kirche Asiens (filigrane Holzschnitzereien). Portugiesischer Barock ist in Espirito Santo zu sehen, die Kirche Bom Jesus birgt den Sllbersarg des Francisco Xavier. Befestigungsanlagen, das Stadttor der Vizekönige von Portugal und das Palasttor des Adli Khan bilden weitere historische Sehenswürdigkeiten in Panajl. Goa hat herrliche Kolonlalbauten, große portugiesische Häuser mit Innenhöfen (die Häuser stehen zum Teil leer und sind teilweise begehrte Immobilien für Ausländer), in jedem Ort steht meist eine weiß getünchte Kirche. Goa ist einer der größten Bierproduzenten im asiatischen Raum und so heißt ein Sprichwort:
“Wirf irgendwo einen Stein hin und er wird eine Kirche oder eine Kneipe treffen“. Reisende fühlen sich in den “Tavernas“ wohl (portugiesisches Erbe). Goa hat auch zahlreiche Hindu-Tempel, der berühmteste ist der Mangeshl-Tempel, Pilger- stätte und erstrangiges Touristenziel. Die kilometerlangen Strände (100 km Küste) sind das Hauptziel der, meist per Charter nach Goa gekommenen Touristen. Eine Attraktion ist der Flohmarkt, einst von den jetzt weniger gewordenen Hippies ins Leben gerufen, eine weitere Attraktion für die sonst prüden Inder sind die halbnackten Touristinnen, die sich ungeniert am Strand grillen lassen (beliebte Fotomotive), die Regierung ist allerdings bemüht, den Nackt-Tourismus von Goas Stränden zu verbannen. Eisenbahnfreunden sei eine Fahrt mit der Dschungeldampflok vom Hauptbahnhof Vasco da Gama nach Londa Junction auf Schmalspur empfohlen. Dort gibt es Anschluß an die Strecke Mirja-Bangalore. Goa hat nationale und internationale Flugverbindungen.
Die beiden Exklaven Goas, Daman und Dlii, liegen etwa 800 km weiter nördlich. Daman liegt in Süd-Gujarat, am Meer (Golf von Cambay), die Insel Diu liegt einige Kilometer vor der Halbinsel von Gujarat.
Beide, Daman und Diu, haben portugiesische Festungen und christliche Kirchen als Zeugen der rund 400-jährigen Kolonialzeit, traumhafte Palmenstrände und Fischerhäfen.
Dainian mißt 546 km² und hat etwa 50.000 Einwohner. Beste Reisezeit ist von Nov-März, im Winter werden sogar leichte Wollsachen empfohlen. Von Vapi aus, an der Hauptstraße nach Bombay, gibt es regelmäßige Bahn-, Bus- und Taxi- verbindungen mit Bombay, Achmedabad, Nasik, Surat. Daman bietet alle Hotelkategorien, von Luxus bis billig, beste Strände sind Devka und Jampore, größte Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale in der Festung Moti Daman, die Festungen Moti und Nani Daman und der Leuchtturm von Moti Daman. Die Insel Diii (36 km‘)war am Ende der portugiesischen Kolonialzeit Strafanstalt, größte Sehenswürdigkeiten ist die St. Pauls-Kirche, sowie die 1547 erbaute Festung. Es gibt derzeit wenig touristische Einrichtungen mit hohem Standard, Nagoa Beach ist der schönste, das Meer ist ansonsten stürmisch, die Klippen gefährlich. Die Bars in der Stadt Diu sind gut. Straßenverbindungen über Bhavnagar und Junagadh.
Georgien oder auch Grusinien liegt am Ostrand des Schwarzen Meeres. Es Ist die zweitgrößte der 3 Kaukasusrepubllken der ehemaligen Sowjetunion und gehört, neben den Baltenrepubliken, nicht zur GUS. Die Nordgrenze, der Hauptkamm des Kaukasus, stößt an Russland, der Osten an Aserbaidschan, der Süden an Armenien und die Türkei. Der Nordteil des gebirgigen Landes (80% Gebirge) ist vom Kaukasus geprägt, der Südteil vom Kleinen Kaukasus. Gebirgsflüsse, unwegsame Berge, fruchtbare Täler und Sonnenuntergangs-Strände am blauen Schwarzen Meer prägen die Landschaft. Die zentrale Landwirtschaftsregion ist der mittlere Teil, die Flußtäler des Alazani (Kura-Zufluß im Osten) und des Rioni, der ins Schwarze Meer mündet. Hier stand das griechische, antike Kolchis, wo Jason mit seinen Argonauten nach dem Goldenen Vlies suchte, hier schmachtete der von Zeus bestrafte Prometheus angekettet Im Fels. Eingebettet im Kaukasus, hat Georgien angenehm mediterranes, teils sogar subtropisches Klima.Weit über 200 Weinsorten werden hier produziert, Tee wächst von Meereshöhe bis auf 2000 m, außerdem gedeihen Bananen, Ananas und andere Südfrüchte, Tabak, Fukalyptus, Bambus, Seide (Maulbeerbaum). Die grüne Feigenlimonade “Fechoa“ gilt anerkanntermaßen als die beste weit und breit, weil sie am wenigsten süß ist. Immerhin produziert das kleine Land praktisch 96 % des Tees und 99 % der Zitrusfrüchte der ehemaligen SU. Sehenswert sind die sehr südlich und gar nicht “russisch“ wirkende Hauptstadt rbllssl (TiflIs) und die Stalin-Geburtsstadt Gorl. Uber dem ärmlichen Geburtshaus des Diktators wurde ein Säulenpavillon errichtet. Die Hauptstadt Ist reich an Kunstschätzen (Klöster, Museen, Kirchen, Stadtmauern, denkmaigeschützte Altstadt, Metechikirche aus dem 13, Jh.). Die eindrucksvolle Klosteranlage Ananuri hat georgisch-mittetalterliche Architektur, im alten georgischen Zentrum befindet sich die uralte Dschwari-Kirche. Im Land gibt es zahlreiche Burgen, historische Bauten und Festungen zu sehen (Gori, Kutaisi, Mccheta). Manche Bergdörfer kleben wie Schwalbennester auf den Hügeln, Bergwelden gehen hier bis über 2800 m, es gibt zahlreiche Kurbäder und Mineralguellen, ein Viertet des Mineralwassers der ehemaligen SU kommt von hier. Im Kaukasus entstand in den tetzten Jahren das modernste Skigebiet der ehemaligen SU. Um Gudauri können zahlreiche völlig menschenleere Hänge per Militär-Helikopter angeflogen werden. Mittlerweile gibt es Flüge aus Westeuropa mit Pauschal-Arrangements dorthin. Flüge von Tiflis zu allen wichtigen Städten der ehemaligen SU. Im Nordwesten liegt Abchasien (8600 qkm). Das Gebiet am Schwarzen Meer war das antike — Kolchis, die Küste hat ausgezeichnete Seebäder,die ansteigenden Berge sind dicht bewaldet.
Die ehemals Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Abchasien fordert den Status der Republik Abehasien als souveräner Staat außerhalb Georgiens. Von den 500.000 Einwohnern der Region sind 18% Abchasen, Hauptstadt soll Suchuml sein. Im Südwesten liegt Adscharian (3000 qkm) mit Batumi als Hauptstadt. Die autonome Republik produziert wegen ihres subtropischen Klimas Südfrüchte, Tee, Bambus, Eukalyptus, Wein. Batumi hat eine Raffinerie, der Hafen ist Endpunkt der Ölpipeline aus Baku (Aserbaidschan).Wie Abchasien ist die Küstenregion wegen des subtropischen Klimas und der Flora ein ideales Urlaubsgebiet.
Südossetien (3900 qkm), im Nordwesten Georgiens, mit der Hauptstadt Zehinwali (TskhinvaIi, seit 1992 Zchinval) liegt etwa 100 km nordwestlich Tblissis. Das gebirgige Gebiet produziert Holz, Schafzucht, Getreide. Wein. Das zu Sowjetzeiten autonome Gebiet Südossetien fordert den Status der RepublIk Südossetian als souveräner Staat außerhalb Georgiens. Die urstämmige Bevölkerung sind Osseten. die 66% der 100,000 EInwohner ausmachen. Hauptstadt soll Zchinwali sein.
Bangladesh in Südasien grenzt an Indien und Myanmar (früher Birma) und liegt fast ausschließlich im Mündungsgebiet von Ganges und Jamuna (Brahmaputra). im gesamten flachen Süden des Landes, dem in hunderte von Seitenarmen verzweigten Mündungsgebiet, den Sundarbans, die bis nach Indien reichen, fordern Uberschwemmungen jährlich Tausende von Toten. Nur im Südosten und Nordosten steigt das Land etwas an. Bangladesh ist eines der ärmsten, bevälkerungsreichsten und am dichtesten besiedelten Länder der Erde. Das Land war bis zum Bürgerkrieg und der darauffolgenden Unabhängigkeit 1971 die pakistanische Ostprovinz Ostpakistan, die durch das riesige Indien von Westpakistan abgetrennt war. Die britische Kolonialmacht (1757-1947) hatte seine Kolonie Britisch Indien in das hinduistische Indien und die zwei moslemischen Pakistan-Teile aufgeteilt.Bangladesh ist touristisch nicht erschlossen, Ziele sind die Städte Dacca, Chittagong und Cox‘s Bazar im Südosten, daneben das Natur- gebiet der Sundarbans (Mündungsgebiet von Ganges und Jamuna), mit seiner arlehreichen Pflanzen- und Tierwelt.
im Süden des Landes gibt es Reservate mit einem kleinen Bestand an Tigern.
Die hier noch lebenden bengalischen Tiger sind teilweise als Menschenfresser gefürchtet. Durch die zahlreichen verheerenden Überschwemmungen mit unzähligen Toten haben sich die Raubkatzen an Menschen! leisch gewöhnt! Die Landschaft ist geprägt von Mangrovesumpfwäidern und tropischem Wald, der aber dem Ackerbau mehr und mehr weichen muß. Asiatisches Großwild (Elefant, Nashorn und Bärenarten) kommt nur mehr in den verbliebenen Bergwäldern östlich Chittagongs vor. Dacca, Hauptstadt und Wlrtschaftszentrum des Landes, hat den Beinamen “Stadt der Moscheen“. Sehenswert sind die vielen turbulenten Basare und das Fort Lalbagh (errichtet von einem Großmogul im 17. Jh.). Chittagong ist zweitgrößte Stadt und Industriezentrum des Landes. In den Chittagong Hill Tracts an der burmesischen Grenze gibt zahlreiche Ausflugsgebiete. In den Wäldern leben buddhistische Bergvölker, tausende burmesischer Flüchtlinge drängen über die Dschungelgrenze. Coxs Bazar, südhchste Stadt an der burmesischen Grenze, wartet mit kilometerweiten Sand- stränden auf (Wassersportparadies). Ubliche Fortbewegungsmittel sind Rikschas den Städten, Mietautos (Chauffeur), Fährschiff- ausflüge. Sehenswert ist die landestypische Mischung aus Islamischer, buddhistischer und hinduistischer Architektur (Tempel, Moscheen) und auch Relikte kolonialer Architektur (Bahnhöfe, Markthallen). Zug- und Busverbindungen sind nicht gut, aber ausreichend im Land vorhanden. Hauptverkehrsstrecken sind 8000 km Wasserstraßen.
Indonesien , nördlich und nordöstlich Australiens und südlich und südöstlich der Hinterlndlschen Halbinsel und der Philippinen. Das Staatsgebiet umfaßt über 13.000 inseln (offiziell 17.508, Stand 1994). rund 6000 davon bewohnt, und zieht sich über 5150 km entlang des Aquators.
Der größte inselstaat der Erde zieht sich vom westlich gelegenen Sumatra über die Happtinsel Java, die Kleinen Sundainseln, ist zum Westteil Neuguineas, irian Jaya. Uber die Molukken, Suiawesl und Kalimantan (auf Borneo) führen die, nördlich gelegenen, insetn in westlicher Richtung nach Sumatra zurück. 5 große Inseln und etwa 30 kleinere Archipei bilden das Inseireich, das sich in 27 Provinzen und spezielle Territorien und 4 900graflsche Gruppen teilt: Die Großen Sunda-insein (Sumatra, Java, Kahmantan, Suiawesi), die Kleinen Sunda-Inseln (Bali bis Timor), die Moiukken (zwischen Sulawesi, irlan Jaya und Timor) und irian Jaya. -
Bis heute ist die 1975 erfolgte Annektion OstTimors international nicht anerkannt, es kommt
dort immer wieder zu Auseinandersetzungen. Mit Kalimantan, Celebes und Irian Jaya umfaßt Indonesien immer noch das drittgrößte Regen- waldgebiet der Erde.
Im niederschiagsärmeren Osten herrschen Savannen und Monsunwälder vor. Sumatra, Java und die Kiemen Sundainseln liegen auf einem ausgesprochen aktiven Vulweitertührt.
im 16. Jh wurde der indonesische Archipel zuerst von den Portugiesen, gefolgt von den Briten, wegen der dort vorkommenden Gewürze (Nelken, Pfeffer ua.) für den Handel entdeckt. Ab 1602 regierte die Niederländische OstindienCompany bis Ende des 18. Jh. das Gebiet, von 1816 bis 1941 war Indonesien niederländischer Besitz und wurde schließlich 1949 endgültIg unabhängig.
Das Klima ist generell tropisch feuchtwarm, mit Temperaturen um die 26°. mit viel Regen über das Jahr verteilt, wobei der Ostteil der jeweiligen Insel regenärmer ist. Da es weder Herbst noch Winter gibt, teilt sich das Klima in “trockene“ und “feuchte“ Jahreszeiten, Von den rund 170 Millionen lndonesiern, vorwiegend Maiayen, im östlichen Teil Melanesier und Polynesier, leben fast 100 Miflhoneri auf der Insel Java, die auch verkehrstechnisch am besten entwickelt ist. Die Aussiedelungspohtik der Regierung, hauptsächlich nach Kahmantan, irian Jaya, bringt große Umwelt- und Anpassungsprobleme mit sich. Weite Teile der Regenwälder Sumatras, Borneos. Celebes und Irlan Jayas fallen mehr und mehr der Abholzung und der Besiedelung zum Opfer.Die artenreiche asiatische Tierwett umfaßt Elefanten. Panzernashörner, Tiger und OrangUtans, neben zahlreichen Papageien- und Affenarten. Vulkangürtel, der über Suiawesi zu den Philippinen Der östliche, australische Teil, der einen Teil der Molukken und Neuguineas umfaßt, beheimatet Lemuren, Beuteltiere, Schnabeltiere und Paradiesvögel.
Indonesiens kulturelle und landschaftliche Vielfalt (zahlreiche, noch tätige Vulkane) machen es zu einem faszinierenden Reiseziel.
Touristisches Haupiziel des Archipels ist nach wie vor die hinduistische Insel Bali (drei Viertel der Bevölkerung Indonesiens sind Moslems), danach Java mit seinen Kulturdenkmälern, sowie Sumatra, Borneos indonesischer Teil, Kalimantan, Sulawesi, die Molukken und Irian Jaya, Inseln mit Regenwäldern, reißenden Flüssen und Eingeborenendörtern. Letztere Inseln entsprechen, abseits der Küstenorte, noch in vielem unseren westlichen Vorstellungen von ursprünglichen, eingeborenen Formen sozialen Zusammenlebens.
Java, Ball und Hauptsiedlungsgebiete Sumatras sind verkehrstechnisch gut erschlossen. Haupt- verkehrsmittel sind neben Taxis und Bussen die Bemos, Kleinbusse für mittlere und Uberlandstrecken. In Jeder Stadt gibt es einen oder mehrere Bemo-Bahnhöfe.
Auf den übrigen Inseln sind, aufgrund geograf 1- scher Gegebenheiten, Flugzeug und Schiff Hauptverkehrsmittel. auf Java auch die Bahn.
Irlan Java (421.981 km‘, 2,3 Mio E)
Irian Jaya, die westliche, feuchthelße Hätfte der Insel Neuguinea, bildet den östlichen Abschluß Indoneslens. Der Inseltell stellt mehr als ein Fünftel der Landfläche der lnselrepubllk, aber nur knapp 1,5 Millionen E.
Der Großteil Westneuguineas besteht aus tropischem Regenwald Mangrovesümpfen, hohen, schneebedeckten Bergen mit Gletscherseen (!). Die noch weitgehend unzugängliche Insel ist reich an Bodenschätzen (di, Gold, Kupfer, Nickel) hat aber, bis auf einige Küstengebiete, wenige fruchtbare Böden.
Neusledlungen gibt es an den Küsten, hier leben auch die melanesischen Urbewohner, während im Hochland Papuastämme leben.
Die Insel wurde 1527 von Portugiesen entdeckt, danach von den Spaniern und schließlich den Niederländern übernommen. 1962 annektierte Indonesien Westneuguinea.
Irian Jaya hat heißes und feuchtes Klima an den Küsten, im Hochland ist es gemäßigt.
Agrarprodukte sind Tee, Kaffee) Palmenprodukte und Kautschuk.
Urbevölkerung sind die Papuas. Wie im Nachbarstaat Papua-Neuguinea gibt es hier noch vereinzelt rituelle Maskentänze, wichtigster Schmuck sind neben Tonmasken Federn der zahlreichen Paradiesvogelarten, die typisch für die Insel sind.
Die Tierwelt ist australisch) mit Beuteltieren, Lemuren, Papageien, Paradiesvögeln, Schnabeltieren.
Touristen benötigen eine Polizeierlaubnis aus DJakarta oder der Hauptstadt Jayapura. Am besten eignen sich Ausflüge mit dem Schneliboot oder Kieinfiugzeugen zu den zahlreichen Sehenswert sind historische Stätten aus dem II. Weltkrieg und Besuche von Eingeborenendörfern (an die 300 Papuastmme leben an den Flüssen und im Hochland). Weitere Sehenswürdigkeiten sind Jayapura (die nordöstliche Hauptstadt liegt auf Hügeln um die Bucht gruppiert), Lake Sentani (westlich von Jayapura liegt der Ausflugssee, hier kann man das traditionelle Leben der Menschen der Region beobachten), Biak (Marinebasis), Manokwarl, Sorong, Merauke.
Wichtigste Verkehrsmittel sind Boote und das Flugzeug. Uberlandstraßen fehlen weitgehend, obwohl sich das Bild an den Küsten in den letzten Jahren dramatisch geändert hat. Aufgrund des Tropenhoizabbaus und der reichen Bodenschätze entstanden zahlreiche Siedlungen mit Häfen und Flugplätzen, Dlemels TIp: Biak, Insel und Stadt in der
großen nördlichen Bucht Westneuguineas, mit seinem Strand, dem Basar und dem Fischmarkt. Jayapuras “Panzerstrand“ zeigt mangroveüberwucherte Landefahrzeuge aus dem Ii. Weltkrieg, die meisten dienen praktischerwelse als Ställe. Die große Moschee und das Museum mit Eingeborenenkunst in Arapura. Sentanisse, südwestlich der Hauptstadt, Java (132.187 km2, 112 Mb E) Java, amtlich Jawa, in der Mitte des indonesischen Archipels gelegen, ist die kleinste der Großen Sundainseln und die Hauptinsel lndonesiens. Hier leben in den größten Städten mehr als 100 der rund 170 Millionen E des Landes , Die Insel ist überwiegend gebirgig (bis 3676 m), mit zahlreichen tätigen und erloschenen Vulkanen. Die Insel ist sehr fruchtbar, was ihr den Beinamen “Garten des Ostens“ einbrachte, allerdings auch zum Problem Uberbevölkerung beitrug. Nach der Kolonisation durch die Niederländer Ende des 18. Jh. sorgte deren Plantagenanbau für ein rasantes Wachstum der Bevölkerung von 3,5 Mio auf rund 3D Mio innerhalb von 1 DO Jahren. Das Klima ist tropisch feuchtwarm. Im Osten gibt es noch lichte Teak- und Monsunwaldbestände sowie Mangroven. Haupterzeugnisse sind Tabak, Kaftee, Tee, Reis und Kautschuk. Traditionelles Handwerk (Silberschmiede-, Batik-, Hoizschnitzkunst) ist weitverbreitet, Begonnen wird ein Java-Aufenthalt In der Regel In der Hauptstadt Ojaliarta, dem ehemaligen Batavla, heute eine Stadt krasser sozialer Gegensätze. Neben zahlreichen Museen lohnt ein Ausflug zu den “Tausend Inseln“ (Pulau Seribu) in der Bucht von DJakarta, dem Urlaubsparadles der Metropole. Zur Hauptstadt Westjavas, Bandung, führt die Straße (Auto, Bus) an Bergen, Reisfeidern und kleinen Ferien- orten vorbei. (Präsldentenpaiast von Bogor, anno 1745, Zoologisches Museum von Bogor). Die große Moschee Bandungs ist ganz aus Holz Wichtigste Eindrücke für Besucher Javas sind darüber hinaus die satten Reisterrassen, Kokos-, Kautschuk- und Teepianta
gen, oft überragt von Tradit. iavanlscfle Schauenrigur qualmenden Vulkankegeln.
Der Kulturtourist erfreut sich an Gamelan- und Kecapimusik sowie Theater-, Scherenschnitt- und Holzpuppenauftührungen.
Ostjava besitzt ebenfalls eine Reihe von Tempeln, Seen, Vulkanen sowie malerische Strände. Berühmt ist der Zoo von Surabaya, die Stierrennen auf der vorgelagerten Insel Madura (Aug.Dkt.), die mitternächtliche Opferzeremonie auf dem Krater des Bromo (3 Std. von Surabaya, Eselsritt zum Kraterrand).
Weitere Sehenswürdigkeiten sind Sangiran, bei Surakarta (Fossillenfunde des prähistorischen Java-Menschen und 4 m hoher Elefanten), Tempel am Mt. Ungaran (8. Jh., Gedong Songo Tempel, mit herrlicher Aussicht), die Tropfsteinhöhlen von JatiJajar (20 km von Gombong), das Dieng Plateau (4 Std. von Semarang, älteste Hindutempel Javas) und der Karimunjava Archipel (vor Semarang an der Nordküste), ein Korallenparadies mit herrlichen Stränden.
Yogyjakarta an der zentralen Südküste ist Ausgangspunkt nach Borobudur. In der Stadt selbst gibt es zahlreiche Tempel und Paläste (Hadiningrat Palace, Water Castle, Prambanan (Javas schönster Hindutempei, 17 km außerhalb), Kalasan und San (buddhistische Tempel, 16 km außerhalb), Kasongann ist ein Künstler- dorf (Töpferei), Im Osten der Stadt liegt das Batik Research Centre. Am Parang Tritis Beach feiern die Sultane der Stadt Jährlich das Labuhan-Fest. Die Tempeifestung Borobudur wurde in den 80er Jahren mit deutscher Hilfe restauriert, sie ist die drittgrößte Buddha-Tempelaniage nach Angkor Wat (Kambodscha) und Schwedagon (Myanmar).
Von Djakarta aus bestehen Zug- und Busverbindungen über Vogyjakarta bis zur Ostküste (Fähre nach Bali). Die Hauptstadt und Surabaya im Osten sind Indonesiens wichtigste Häfen mit Fährverbindungen zu allen anderen Inseln.
Kalimantan (539.460 km², 9,7 Mio E)
Die zu Schottland gehörenden Shetland-Inseln liegen im Nordatlantik, etwa 200 km nordöstlich der schottischen Küste. Von den über 100 Inseln und Inselchen sind 17 ständig bewohnt. Die größte ist Mainland mit der Hauptstadt Lerwick, eine bizarre Insel mit zahlreichen Buchten und Fjorden. Im Norden liegen YeII, Fetlar und Unst, im Osten Whalsay, Out Skerries, Bressay, Noss und Mousa, im Süden Fair Isle und im Westen Burra, Fouls, Papa Stour und Muckle Roe. Alle Inseln sind so schmal, daß man nirgends mehr als 5km vom Meer entfernt ist. Die nördlichste britische Insel ist das unbewohnte Out Stack. Die Landschaft wechselt von fruchtbaren Tälern, Torfmooren, sanften unbewaldeten Hügeln, es gibt nur
einige wenige Wäldchen auf den Inseln, Fjcrden (voes‘), kleinen Buchten mit Sandstränden zu sturmgepeitschten Felsenküsten.
Das Klima ist ozeanisch, durch den Golfstrom ist der Winter mild, ebenso wie der Sommer, dafür gibt es auch keine Mücken, Die trockensten Monate sind April bis Juni, im September und Oktober kann das Nordlicht beobachtet werden.
Die Shetland-Inseln sind schon vor 5000 Jahren besiedelt gewesen. Vor 2000 Jahren wurden die sog. Piktenburgen (Brochs) gebaut, die es nur in Nord Schottland, Orkney und Shetland gibt. Es sind 20 m hohe Gebäude mit zwei ineinanderstehenden kreisrunden Mauern. Zwischen den beiden Mauern betand sich die Treppe zu den innerhalb der inneren Mauer befindlichen Wohnräumen, Gut erhalten ist eine Anlage auf der Inset Mousa. In den Sitten und Gebräuchen (Midsommerfest, Wintersonnenwende, Feuernituale) ist noch viel vom alten Wikingertum erhalten. Shetland gehörte bis 1469 zum Dänischen Königreich. Da heiratete die dänische Prinzessin Margaret den schottischen König James II., und die Inseln wurden als Heiratsgut an Schottland übergeben. Haupterwerbszweige sind Fischfang, Landwirtschaft mit Schafszucht und Wollverarbeitung, berühmt ist das Fair Isle-Strickmuster mit vielleicht keltischem Ursprung. Öl- und Erdgasgewinnung in der Nordsee und im Atlanik.
Lerwick ist eine Hafenstadt, die von holländischen Heringsfischern im 15, Jh. gegründet wurde (Altstadt und Rathaus aus dem 19. Jhj- Jede der Inseln hat ihre Besonderheiten. Papa Stcur ist bekannt für seine bunten Blumenwiesen. Nach der Legende sollen die Fischer ihre Insel am Geruch erkannt haben. Die Vogelinseln sind Noss, Hermaness, Fair Isle und Fetlar mit dem bekanntesten Vogel der Shetlands, dem Papageientaucher mit seinem orangefarbenen Schnabel. Die besten Shetland-Ponies sollen von der Insel Fetlar kommen. Mousa wird von Seehunden bevorzugt. Die größte Klippe, Kame, liegt auf der Insel Foula, sie stürzt 372 m steil ins Meer. Yeti ist bekannt für seine Seehunde, Noss für über 150.000 brütende Seevögel.
Shetland ist ein sehr gutes Angelrevier, nicht nur auf den über 300 Binnenseen mit ihren Shetland-Forellen, sondern auch für Seeangler auf Glattrochen, Haie und Heilbutt. Auf den großen Inseln gibt es ein gut ausgebautes Straßennetz mit Fährverbindungen, Fähr- und Flug- verbindungen bestehen nach Aberdeen in Schottland, zu den Färöer- und Orkney-Inseln und nach Norwegen.
Polen liegt im Osten Mitteleuropas. Im Norden liegt die Ostsee, im Osten Litauen, Rußland und die Ukraine, im Süden Tschechien und im Westen Deutschland. Die Landschaft im Norden ist Flachland und wird beherrscht durch die Pommersche (Pojezierze Pomorskie) und die Masurische Seenplatte (Pojezierze Mazurskie) und die Haftgebiete der Pommerschen (Zatoka Pomorska) und Danziger Bucht (Zatoka Gdanska), im Süden gibt es Hügelgebiete und an der Grenze zu Tschechien die Mittelgebirge Sudeten (Sudety) und Beskiden (Beskidy). Seit dem frühen Mittelalter siedelten polnische Stämme im heutigen Staatsgebiet. Großmacht wurde es vom 14.- 16. Jh., danach war es bis zum 20. Jh. Spielball von Preußen, Österreich und Rußland, die es nach Belieben untereinander aufteilten. 1918 wurde die Unabhängigkeit Polens ausgerufen, in 2, Weltkrieg wurde es von Deutschland besetzt. Die heutigen Staatsgrenzen mit der Oder-Neiße-Grenze nach Deutschland entstanden nach dem 2. Weltkrieg und wurden durch Staatsverträge mit den Nachbarn besiegelt. Polen hat kontinentales Klima mit strengen Wintem, Die Durchschnittstemperaturen liegen Im Winter/Sommer in Warschau bei -4°/1 9° (Regen 550 mm), in Gdansk bei 2°/17° (Regen 560 mm) und in Kraköw bei -3°/2D° (Regen 730 mm). Die Siaatssprache ist Polnisch. 90% der Bevölkerung sind Katholiken. Die Wirtschaft Polens stützt sich auf die Kohlenindustrig und die Landwirtschaft. Exportschlager sind Gefügel, besonders die polnischen Gänse. Die Hauptstadt Polens ist Warschau (Warszawa) an der Weichsel (Wista). Das alte Warschau mit den bunten Bürgerbäusern wurde nach dem Krieg nach Canaletto-Skizzen wieder aufgebaut. in der Stadt mischen sich alle Baustile, Glaspaläste neben Kathedralen, mondäne Hotels neben den sozialistischen Wohnsilos, Mächtigstes Bauwerk ist der Kulturpalast. Spuren polnischer Aristokratie findet man mit dem Palast von Wilanöw bei Warschau und das im maurischen Stil im vorletzten Jahrhundert gebaute Schloß in Osiek bei Krakau. Krakau (Kroköw) ist auch das Zentrum der Industrie im Süden des Landes, Wunderschön ist der Marktplatz mit der Marienkirche aus Backsteinen und den Renaissance-Tuchhaten, sie steht in der UNESCO- Liste des Weltkulturerbes: Im Hintergrund von Krakau zählt man Wälder von Schornsteinen der Stahlstadt Nowa Huta. im Westen liegt die Kohiestadt Kattowitz (Katowice). Die zweitgrößte Stadt Polens, Lödz, ist Zentrum der Textilindusrtrie. Wahrzeichen der Stadt ist die Hauptgeschäftsstraße Piotrkowska, die wahrscheinlich ängste Straße Polens. Sehenswerte Städte sind außerdem Breslau (Wrociaw) mit der Johannes-Kathedrale aus dem 13. Jh., Sandomierz mit den Dominikanerkirche (l3.Jh.), Posen (Poznan( mit der gotischen Peter- und Paul-Kathedrale, Bromberg (Bydgoszcz) und Frauenburg (Frombork), die Stadt von Nikolaus Kopernikus. Die größten Hafenstädte sind die alten Hansestädte Danzig (Gdansk) mit den Prachtbauten aus dem 15.- 1 7,Jh., der Langen Gasse und dem Langen Markt, der Marienkirche aus den 14, Jh., einer der größten Kirchen Europas, und den Speicherhäusern (Königsspeicher) an Fluß Motiawa und Stettin (Szczecin) ein Stettiner Haff (wichtigster polnischer Hafen) mit der gotischen St. Jakob-Kirche, dem Hafentor und dem Schloß der Herzöge von Pommern. Die landschaftlichen Höhepunkte Polens sind die Hohe Tatra mit dem Wintersportort Zakopane. Die zahllosen Seen der Kaschubischen Schweiz südwestlich von Danzig, die mit Flüssen untereinander verbunden sind, macht sie zu einem Paradies für Kajaktouren. Masuren ist eine weitgehend unberührt gebliebene Waldlandschaft mit Seen, alten Herrenhäusern und Alleen. Es riecht überall nach Harz und Pilzen. Es ist das ideale Urlaubsrevier für Pferdesportler, hier liegt auch das größte polnische Gestüt, das Trakehner Gestüt Liski. Ausdruck der Frömmigkeit der Polen ist der Wallfahrtsort Tschenstochau (Czestochowa) mit dem Klester aus dem 14, Jh. und der wundertätigen Ikone der Schwarzen Madonna aus dem 14. Jh, Fürchterliche deutsche Geschichte schrieben die Orte Auschwitz und Majdanek bei Lublin mit den Konzentrationslagern der Nazis, Von den 6 Millionen ermordeter Juden waren 3 Millionen Polen.
Die Insel Pantelleria liegt rund 100 km südwestiich von Sizilien, auf halbem Weg zur tunesischen Küste. Sie
gehört zur italienischen Provinz Trapani. Sie ist vulkanisch mit wild zerklüfteter Küste, schroffen Lavagestein und Lavaklippen, hat Kraterseen, Grollen und Sandstrände. Der höchste Berg ist der Montagna Grande mit 836 m, Die sanften Berghänge sind durch Terrassen geghedeit, alte Steinmauern begrenzen Weingärten, auf Lavagestein wachsen Macchiabüsche und Lavendel und dazwischen stehen immer wieder Pinien und mächtige Feigenkakteen. Pantelbria hat ein der geografischen Lage entsprechen des warmes Klima, das durch fast ständig wehende Winde gemäßigt wird, Die schönsten Jahreszeiten sind
das Frühjahr und der Herbst bis weit in den November, der Winter ist teuchtkalt und stürmisch, der Sommer
trocken und heiß. Die Wirtschaft der Insel beruht hauptsächlich darauf, was Boden und Wasser zu bieten haben. Es gibt ausgezeichnete Weine (Spezialität ist der 16 % schwere Likörwein “Moscato passito”, von hier werden Kapern
exportiert, es werden Feigen und Gemüse geerntet, Dazu kommt der Fischfang. Es ist seit Jahren ein interessantes Urlaubsgebiet, speziell für Italiener. Der Hauptort der Insel heißt auch Pantelienla, Hier steht noch die mittelalterliche Festung, die düster den Hafen beherrscht, Typisch sind auf der Insei die °dammusi“, aus handbehauenen Lavasteinen mit dicken Mauern gebaute Wohnhäuser mit einem Kuppeldach, das Regen in Zisternen leitet, Der afrikanische Einschlag ist unverkennbar, Pantelleria ist die Insel für Genießer, speziell wenn es um das Baden geht. Da stehen von der Natur geschaffene Steinbadewannen, gefüllt mit vom Vulkan erwärmtem, leicht schwefeligen Wasser, direkt neben dem Meer, das zur Erlitschung hin und wieder ein paar kalte, salzige Wellen in die Badewanne schickt. Das größte Warmbad der Insel ist der Kratersee Bagno dell‘Aqua an der Nordküste, unterhalb vom Dorf Bugeber, der zum Teil von feinem, weißen Sandstrand, Lavendelbüschen und Weingärten umgeben ist. Sein anderer Name “Specctiio di Venere“, Spiegel der Venus, bekommt an windstillen Tagen Bedeutung, wenn sich die Berge, das Dorf und die Dorfschönheit darin spiegeln. Schon zur Römerzeit waren die heißen Schwefelbäder der Insel beliebt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die 5000 Jahre alten neolithischen Dörfer mit ihren Rundbauten. Es gibt fahrplanmäßige Schiffsverbindungen nach Trapani, Sizilien, einmal tgl. außer sonntags, Trapani ab 01,00 h nachts, an Panteileria 05.45 h, ab Panteileria 10,00 h, an Trapani 14.45 h, Flugverbindungen bestehen tgl. von Palermo und Trapani (00,35 h), sowie von Rom in der Hauptsaison (01.15 h( und sonntags von Mailand (02.55 h) nach Pantellerla. Pelagische Inseln
Die Pelagischen Inseln liegen rund 200 km südwestlich von Sizilien und rund 100 km östlich der tunesischen Ostküste, Die Inseln gehören politisch zur sizilianischen Provinz Agrigento und damit zu Italien.
Die Inselgruppe besteht aus der Hauptinsel Lampedusa und den kleineren Inseln Linosa und Lampione.
Sie sind vulkanischen Ursprungs und sehr fruchtbar. Hier gedeihen Südfrüchte und Wein. Haupterwerbszweige sind jedoch Fischfang und Tourismus. Das Klima ist mediterran mit milden Wintern und afrikanisch heißen Sommern. Fährverbindungen bestehen zwischen Lampedusa, Linosa und Porto Empedocle, dem Hafen von Aghgento auf Sizilien. Die Fähren fahren einmal tgl. außer Montag, Abfahrt Porto Empedocle 00.01 h, Ankunft Linosa 05.45 h, Abfahrl Linosa 06.30 h, Ankunft Lampedusa 08.15 h, Rückfahrt von Lampedusa um 10.15 h, Ankunft Linosa 12.00 h, Abfahrt 12.15 hund Ankunft Porto Empedocle 18.00h. Nach Lampione bestehen keine fahrplanmäßigen Verbindungen.