Shetland Inseln

Die zu Schottland gehörenden Shetland-Inseln liegen im Nordatlantik, etwa 200 km nordöstlich der schottischen Küste. Von den über 100 Inseln und Inselchen sind 17 ständig bewohnt. Die größte ist Mainland mit der Hauptstadt Lerwick, eine bizarre Insel mit zahlreichen Buchten und Fjorden. Im Norden liegen YeII, Fetlar und Unst, im Osten Whalsay, Out Skerries, Bressay, Noss und Mousa, im Süden Fair Isle und im Westen Burra, Fouls, Papa Stour und Muckle Roe. Alle Inseln sind so schmal, daß man nirgends mehr als 5km vom Meer entfernt ist. Die nördlichste britische Insel ist das unbewohnte Out Stack. Die Landschaft wechselt von fruchtbaren Tälern, Torfmooren, sanften unbewaldeten Hügeln, es gibt nur
einige wenige Wäldchen auf den Inseln, Fjcrden (voes‘), kleinen Buchten mit Sandstränden zu sturmgepeitschten Felsenküsten.
Das Klima ist ozeanisch, durch den Golfstrom ist der Winter mild, ebenso wie der Sommer, dafür gibt es auch keine Mücken, Die trockensten Monate sind April bis Juni, im September und Oktober kann das Nordlicht beobachtet werden.
Die Shetland-Inseln sind schon vor 5000 Jahren besiedelt gewesen. Vor 2000 Jahren wurden die sog. Piktenburgen (Brochs) gebaut, die es nur in Nord Schottland, Orkney und Shetland gibt. Es sind 20 m hohe Gebäude mit zwei ineinanderstehenden kreisrunden Mauern. Zwischen den beiden Mauern betand sich die Treppe zu den innerhalb der inneren Mauer befindlichen Wohnräumen, Gut erhalten ist eine Anlage auf der Inset Mousa. In den Sitten und Gebräuchen (Midsommerfest, Wintersonnenwende, Feuernituale) ist noch viel vom alten Wikingertum erhalten. Shetland gehörte bis 1469 zum Dänischen Königreich. Da heiratete die dänische Prinzessin Margaret den schottischen König James II., und die Inseln wurden als Heiratsgut an Schottland übergeben. Haupterwerbszweige sind Fischfang, Landwirtschaft mit Schafszucht und Wollverarbeitung, berühmt ist das Fair Isle-Strickmuster mit vielleicht keltischem Ursprung. Öl- und Erdgasgewinnung in der Nordsee und im Atlanik.
Lerwick ist eine Hafenstadt, die von holländischen Heringsfischern im 15, Jh. gegründet wurde (Altstadt und Rathaus aus dem 19. Jhj- Jede der Inseln hat ihre Besonderheiten. Papa Stcur ist bekannt für seine bunten Blumenwiesen. Nach der Legende sollen die Fischer ihre Insel am Geruch erkannt haben. Die Vogelinseln sind Noss, Hermaness, Fair Isle und Fetlar mit dem bekanntesten Vogel der Shetlands, dem Papageientaucher mit seinem orangefarbenen Schnabel. Die besten Shetland-Ponies sollen von der Insel Fetlar kommen. Mousa wird von Seehunden bevorzugt. Die größte Klippe, Kame, liegt auf der Insel Foula, sie stürzt 372 m steil ins Meer. Yeti ist bekannt für seine Seehunde, Noss für über 150.000 brütende Seevögel.
Shetland ist ein sehr gutes Angelrevier, nicht nur auf den über 300 Binnenseen mit ihren Shetland-Forellen, sondern auch für Seeangler auf Glattrochen, Haie und Heilbutt. Auf den großen Inseln gibt es ein gut ausgebautes Straßennetz mit Fährverbindungen, Fähr- und Flug- verbindungen bestehen nach Aberdeen in Schottland, zu den Färöer- und Orkney-Inseln und nach Norwegen.

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