Apr 30

Die Rockall-Felseninsel ein unbewohnter, pyramidenförmiger Felsen von ca. 19 m Höhe und liegt im Nordatlantik, ca. 370 km westlich von Manish Point auf den Außeren Hebriden (Schottland). Rockall ist ein auf allen Seiten steiler Granitfelsen, die über das Wasser ragende Spitze eines Unterwassergebirges, der Rockall-Bank.Am besten erklettert man den Felsen von Westen und Nordwesten, nachdem man an der Südwestecke angelandet ist, Eine Landung mit dem Schiff ist allerdings nur nach langer windloser Wetterperiode möglich, wenn sich die Wellen einigermaßen geglättet haben! eine leichte Brandung steht allerdings immer auf die Insel. Seit 1955 ist Rockav von Großbritannien annektiert worden, als am 18.9.1955 ein Helicopter von HMS ‘Vidal‘ auf der Insel landete und den Union Jack setzte. Damit wurde die Insel Besitz des United Kingdom und wird seitdem vom County of Inverness in Schottland verwaltet. Auch Island und die Republik Irland haben auf den kahlen und nur von Seevögeln bewohnten Felskiotz Besitzansprüche angemeldet. Grund dafür sind die Fischereirechte und die vermuteten Ölquellen im Unterwassersockel. Ein Leuchtfeuer wurde 1972 per Hubschrauber installiert und wird auch mit dem Hubschrauber gewartet, wegen des Windes und der beschränkten Landetläche ein gefährliches Unternehmen. Wer zum Rockav will, sollte sich von der Küstenwache in Stornoway (Äußere Hebriden) oder beim Barkeeper Ken im GoIfclub dort erkundigen. Man kann Yachten und Hubschrauber mieten. Beste Reisezeit ist Mai/Juni. Die HasseIwood Rocks, 200 m nördlich des Rockall, liegen 0,9 m unter dem Wasser und sind nur bei Ebbe sichtbar.

Die zu Brasilien gehörenden Inseln Säo Pedro e PauIo liegen fast in der Mitte des Atlantik zwischen Recife in Brasilien und Dakar In Senegal, 95 km nördlich des Aquators und 900 km östlich der brasilianischen Küste.
Die Inseln liegen auf einem unterseeischen Vulkangebirge, das bis zum Archipel von Fernando de Noronha reicht. Es handelt sich um kleine Felseninseln mit vielen gezackten Felsspitzen. Außer Moosen, Flechter, und kleinem Gestrüpp wächst nichts auf den Inseln. Einzige Bewohner sind Seevögel und Krebse. Die Inseln haben keine Buchten, wegen der vielen Ritte und Felszacken in der Umgebung ist eine Landung mit dem Schiff unmöglich. Lediglich mit Schlauchbooten kann man anlanden, was aber wegen des ständigen Wellengangs und der messerscharfen Felsspitzen gefährlich ist. Einziger Beweis, daß je ein Mensch diese Inseln betreten hat, ist der alte Leuchtturm, der schon lange nicht mehr in Betrieb und schon fast zerfallen ist.
Säo Pedro e Paulo sind so klein, daß sie selbst bei Tage erst auf wenige Kilometer Entfernung zu entdecken sind. Sie erwachsen plötzlich aus mehreren hundert Meter Tiefe aus dem Meer und waren daher für die schiffahrt ohne elektronische Navigationsinstrumente nicht auszumachen. Man vermutet, daß in der Tief. zahlreiche Schiffswracks liegen müssen, zumal die Inseln genau an der alten Segelschiffsroute zwischen Europa, Nordamerika und Südamerika liegen.

Apr 30

Die Falkland-Inseln liegen im Südatlantik, etwa 600 km östlich der Südspitze Argentiniens, 1600 km von der Antarktis und 12.800km vom Mutledand Großbritannien entlernt, Die Inseln sind Britische Kronkolonie (die südlichste, ständig besiedelte Kolonie der Briten überhaupt), dazu gehören auch die unbewohnten Süd-Sandwich-Inseln und Süd-Georgien. 1690 landete als erster der britische Kapitän Strong auf den damals unbewohnten Inseln. Die ersten britischen Siedlungen entstanden 1766. Die Inseln erhielten ihren Namen zu Ehren des damaligen First Lord of the Admiralty, im spanischen Sprachgebrauch heißen sie Islas Malvinas, das geht auf den Namen Malouines zurück, den französische Seeleute nach ihrem Heimathafen St. Mab gegeben haben, Bis 1833 gab es einige Konfusionen um die Inseln, da sie jeweils für kurze Zeit von Engländern, Franzosen, Spaniern und Argentiniern besiedelt wurden- 1833 erzwangen die Briten die Kontrolle über die Inseln und machten sie zur Kolonie, seitdem sind sie von Engländern permanent besiedelt. Der Anspruch Argentiniens blieb aber bis heute bestehen. Die letzte große Auseinandersetzung um die Inseln war 1982 Invasion der argentinischen Streitkräfte am 2, April, Landung der brit. Streitkräfte am 21. Mai und Rückeroberung am 14.Juni).Die Falkiand-Inseln umfassen die zwei großen Inseln Fast und West Falkland und über 400 kleinere, zumeist unbewohnte Inseln. Vorherrschend sind Moorgebiete, Heidelandschaft und Büffetgrasfluren auf den fast baumlosen Inseln, Sie erinnern stark an die Shetland- Inseln. Die Küstenlinie ist stark gegliedert, es gibt keine Seen und Flüsse. Die Landschaft ist hügelig, höchster Punkt ist der Mount Usborne mit 705 min Fast Falkland. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 19° im Januar und 2° im Juli. Üblich sind starke Winde, die Regenfälle sind geringer als im Mutterland, ca. 625 mm im Jahr. Die Winter sind nicht sehr streng, oft fällt Schnee, der aber nicht lange liegen bleibt. Die Bewohner sind zu 96% britisch. Von den über 2000 Einwohnern der Inseln leben etwa die Hälfte in der
Hauptstadt Stanley, die anderen im “Camp“, d,h, auf dem Land, Auf den Inseln ist außerdem ein britisches Truppenkontingent stationiert. Die Anzahl ist nicht bekannt, man kann jedoch davon ausgehen, daß es mehr als 80 Soldaten sind (soviel Soldaten waren z.Zt. der argentinischen Invasion stationiert). Wirtschaftliche Grundlage der Inseln war von je her die Landwirtschaft, besonders Schafzucht mit Wollexport, Heute kommen die Haupteinnahmen aus der Fischerei, besonders seit 1987 die Fischereigrenzen seewärts auf 150 Meilen erweitert wurden (d.h. in diesem Bereich dürfen nur Fischer ihrer Arbeit nachgehen, die auf den Falklands registriert sind). Jetzt fischen in diesem Gebiet etwa 200 falkländische Boote, während vorher 600 Schiffe verschiedenster Nationalität unterwegs waren. Es gibt eine eigene Währung, die sich nur im Design vom British Pound unterscheidet, ansonsten voll tauschbar ist. Englische, amerikanische und die großen europäischen Währungen werden in Banknoten oder Travebler-Schecks akzeptiert, Auf den Inseln brüten 64 Seevogelarten, besonders bemerkenswert sind die Königspinguine mit ihrer orangefarbenen Halskrause und dem orangen Schnabel und die mächtigen Albatrosse. Außerdem leben hier Pelzrobben, Seelöwen und See-Elefanten. Von den Ufern können oft Tümmler, Delphine und Wale beobachtet werden, Der Tourismus hält sich auf den Inseln noch In Grenzen. Im Südsommer 1989/90 besuchten zwischen November und April ca. 2500 Touristen die Inseln, Es stehen Insgesamt zehn Hotels bzw. Gasthäuser zur Verfügung. Wanderer werden darauf hingewiesen, sich die aktuelle Minenfeldkarte zu besorgen, Die Minenfelder sind überdies durch Warnsignale gekennzeichnet, Es gibt ein eigenes Flugnetz auf den Inseln, das regelmäßig die etwa 40 Pisten anfliegt. Zweimal die Woche (Montag und Donnerstag um 23.45 h) kann man mit der Royal Air Force für £ 1,130 (Tourist Fare) von Brize Norton in Oxfordsbire )GB( mit einem Stopover auf Ascension nach Mount Pleasant Airport auf East Faikland fliegen. Ankunft ist am nächsten Tag, Ortszeit 14.00 h, Rückflüge zwischen Juni und September sofort, sonst Mittwoch und Samstag (Information: Falkland Island Government Office, Falkrand House, 14 Broadway, Westminster, London, . Nach Brize Norton kommt man mit dem Zug von London-Paddington nach Swindon (ca. 1 Std.), von dort mit dem RAF-Stützpunkt-Bus. Rückflugverzögerungen werden über die lokale Radiostation der Falkland-Inseln bekanntgegeben, Weil es sich um einen regulären Militärflug handelt, müssen auch Zivilflieger folgende Anordnungen beachten: Rauchen auf dem Flug ist streng untersagt. Passagiere müssen gegen Gelbfieber geimptt sein, für den Fall einer Notlandung in gefährdetem Gebiet. Passagiere, die aus gesundheitlichen Gründen im Notfall nicht aus dem Flugzeug abspringen können, müssen das vorher anmelden (Information des Falkiand Island Govemment Office 1992).

Apr 30

Ascension (Himmelfahrtsinsel, weil an diesem Tag 1501 entdeckt) gehört zum Britischen Territorium im Südatlantik und wird von St. Helena verwaltet. Es liegt 1100 km nordwestlich von St. Helena mitten im Atlantik zwischen Salvador in Brasilien und Pointe Noire in der Republik Kongo. Die felsige Insel vulkanischen Ursprungs mit üppiger Vegetation ist berühmt für ihre Schildkröten, die in der Zeit von Januar bis Mai am Strand ihre Eier ablegen. Außerdem leben hier u.a. wilde Esel, Katzen, Hasen und Rebhühner. Außer Hasen und Katzen sind alle Tiere geschützt.Ascension ist eine wichtige Relaisstation für die Untersee-Telefonkabel zwischen Südafrika, Südamerika und Portugal (für Europa).Außerdem ist es Beobachtungsposten für amerikanische Weltraumraketen. Die Einwohner sind zumeist Angestellte mit Familien sowie Angehörige der British Forces, der US Air Force und der NASA. Im Falklandkrieg war Ascension der wichtigste Stützpunkt für Großbritannien auf dem Flug zu den Falklandinseln. Flugverbindungen bestehen nach England und zu den Falkland-Inseln. Fährverbindungen bestehen nach England, St. Helena und Südafrika. Die Gough-Insel gehört seit 1874 zu St. Helena und damit zum United Kingdom. Sie wurde 1506 von portugiesischen Seefahrern entdeckt, aber nie besiedelt. 1731 erhielt sie ihren Namen nach dem britischen Kapitän Gough. Sie liegt 400 km südöstlich von Tristan da Cunha und 2400 km südlich von St. Helena im Südatlantik. Nächstes Festland ist Südafrika, 2500 km im Nordosten. Gough ist die aus dem Wasser ragende Spitze der größten Bergkette unter Wasser, die von den Azoren im Norden über die Inseln Säo Pedro e Paulo, Ascension, St. Helena, Tristan da Cunha bis zur Gough-Insel reicht.
In der Umgebung liegen die Inseln und Ritte Lot‘s Wife Island, Round Island, Isolda Rock, Tristania Rock, Saddle Island, South West Island, Admiral Island und Penguin Island. Nach guter alter Seemannstradition sind dabei einige Riffe nach den dort gestrandeten Schiffen benannt worden. Die Insel ist 13 km lang und 6,5 km breit, vulkanischen Ursprungs und nicht vergletschert. Sie liegt auf 61 ‘Süd und 100 West. Höchster Berg ist der Expedition Peak (909 m).Nackte, braune und vom Wasser zerfurchte Berge und bizarre Felsen wechseln ab mit grünen Hügeln, die von Moosen, Flechten, Gras und kleinen Büschen bewachsen sind. Der starke Wind läßt alle Vegetation nur geduckt wachsen. Zahlreiche kleine Flüßchen, Wasserfälle und Moore machen das Inselinnere fast dschungel-artig, die gleichmäßige Temperatur läßt sogar Baumfarne wachsen, Gough Island ist unbewohnt bis auf eine bemannte meteorologische Station an der Küste im Südosten, die von der Republik Südafrika verwaltet wird. Die Insel bietet Gelegenheit zur Uberwinterung für Fischer und Robbentänger. Gough Island ist Zufluchtsort und Brutstätte für Pinguine, Robben, See-Elefanten und Seevögel, wie Albatrosse, und hat wertvolle Guano-Lager.

Apr 30

Die Nansei-Inseln, auch Ryukyu-Inseln, ziehen sich von der Südspitze der japanischen Südinsel Kyushu über 1300 km bis vor den Nordosten Taiwans. Die über 70 Inseln bilden die Ostgrenze des Ostchinesischen Meeres zum Pazifischen Ozean. Nahezu alle Inseln der Gruppe liegen in der subtropischen Zone. Die Inseln teilen sich in die südliche Okinawa- Gruppe und die nördliche Satsunan-Gruppe. Hauptanbau auf den Satsunans (Kuchinomlshlma, Osumi lsiands, Tokara isiands, Amaml lslands) sind Bananen, Ananas und Zuckerrohr. Größte und Hauptinsel ist die Insel Okinawa, nördlichste des gleichnamigen Archipeis. Rund 500 km östlich liegen einsam Im Meer die Palmeninsein Kita-, Minami- und Okino-DaitoJima. Außer auf der Insel Myako südlich Okinawas ist die Landschaft der vulkanIschen Inseln bergig. mit buchtenreicher Küste, mit gelben Sand- stränden und Korallenriffen. An den Küsten findet man Mangroven, Kokospalmen, PandanusBüsche, an den Hängen sutropischen Wald mit Castanopsls- Bäumen.
Die Inseln wurden nach dem Königreich Ryukyu benannt, das von 1429-1879 hier residierte und Shurl. jetzt Vorort der Hauptstadt Nahe, zur Hauptstadt hatte. Das ShurelmonTor, eines der erhaltenen Tore des ShurlSchlosses, Ist das besterhaitene Bauwerk der Ryukyu-Epoche. Okinawa war bis 1972 In amerikanischem Besitz. Das Klima Ist subtropisch mit konstanten Jahrestemperaturen und häufigen Regenfällen. Die Taifun- und Monsunzeit Ist von Sep-Okt. Die Wirtschaft ist neben dem Tourismus agrarisch mit großer Reisproduktion, Zuckerrohr- und Ananasanbau. Die Inseln sind z.T. japanische Militärbasen. Die gesamte Westküste von Okinawa ist zum Nationalpark erklärt worden (traumhafte Sand- strände). Aufgrund der langen Präsenz der Amerikaner sind die Inseln touristisch bestens erschlossen. Sehenswürdigkeiten sind die Tropisfeinhöhien von Naha und Gyokusendo, der Himeyuri-Kaktus-Park, mit 1000-jährigen Kakteen, zahlreiche Ocean Parks, den botanischen Garten sowie Aquapohs, eine futuristische, schwimmende Stadt. Kriegerdenkmai ist das Hauptquartier der kaiserlichen japanischen Marine aus dem ii. Weltkrieg, südlich von Naha, daneben gibt es den OId Battlefield National Park auf der im II. Weltkrieg schwer umkämpften Insel. Okinawa ist die zweitgrößte Stadt der Insel und zur Hälfte in amerikanischer Hand (Militärflughafen Kadena), mit Bars, Cafes, Hotels etc. in Gushikawa gibt es japanische Stierkämpfe (2 Bullen gegeneinander). Sehenswert sind die auf den inseln fabrizierten bunten Baumwollstoffe, Bingata genannt. Das Wappentier Okinawas ist eine endemische Witdkatze, die trlomote-Katze (im Chlidrens Land). Der innerinselverkehr wird hauptsächlich mit Bussen abgewickelt. Von Naha führt ein Expressway (Autobahn) In den Norden. Auf der Zuckerrohrinsel Myako kann der sogenannte “Tax Stone“ bewundert werden. Bürger der Insel, die dessen Größe (140 cm) erreichten, mußten Steuern bezahlen. Myako ist umgeben von weißen Sandstränden und gilt als tropische Trauminsel (Tauchen und Baden). Am Ostende der Insel fällt das Higashi Henna Cape 90 m steil ab (herrlicher Panoramablick). ebenso steil ist das Muiga Cliff. Sightseeing per Bus, Taxi, Mietwagen, Motorrad oder Rad. im April findet auf der Insel ein internationaler Triathlon statt. lshigaki, 120 km südlich davon, ist bekannt für seine Ananas und einmaligen schwarzen Perlen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Okinawas einziges Samurai-Haus Miyara Donchi. historische Ruinen aus der Zeit des Ryukyu-Königreichs, Kabira Bays Perlenzucht und der Mangrovenwaid im Süden, nahe des Flugplatzes (1 1/2 Std. Flug bis Naha, 13 Std. per Schiff). Auf der kleinen Nachbarinsei Taketemi gibt es noch Ochsenkarren (von Wasserbüffeln gezogen), die Atmosphäre ist wie aus vergangenen Tagen. 1 1/2 Stunden per Boot von lshigaki, hat Japans größtes Korallenriff. Von hier kommt auch die lriomote-Wildkatze. Die Insel ist touristisch relativ unberührt. Ausflüge In die tropische Oschungetwelt werden von lshlgaki aus organisiert (kein Flugplatz). Auf allen obengenannten Inseln gibt es gute Unterkünfte. Die Inseln (hauptsächlich Okinawa) werden von japanischen Großstädten angeflogen. Die Inseln sind untereinander per Flugzeug und Fähren verbunden, ebenso gibt es von dort Schiffsverbindungen nach Tokio (Schiffsüberfahrt NahaTokio, 45 Std.).

Apr 30

Myanmar, das frühere Burma, liegt in Südostasien. Das Land grenzt Im Westen an Bangladesh und Indien, im Norden an China, im Westen an Laos und im Westen und Süden Thailand. Per Gesetz wurde 1988/89 der Name des Landes von Burma in Myanmar geändert. Grund dafür war, der Name Burma impliziert, die Bewohner seien Birmaner, Birmaner sind aber nur eine der zahlreichen ethnischen Gruppen. Im gleichen Zuge wurde Rangun in Vangon geändert. Im Westen liegt der Golf von Bengalen, im Süden die Andamanensee, der äußerste Süden verläuft auf dem schmalen nördlichen Teil der hinterindischen Halbinsel.
Das zentrale Flußbecken des lrawaddy wird von zwei Gebirgszügen begrenzt, die sich im Norden mit Ausläufern des Himalaya treffen (höchster Berg, Hkakabo Razi 5881 m). Das Land Ist noch zum großen Teil bewaldet, obwohl der Tropenholzeinschlag beträchtlich zunimmt, Burma wird 1886 dem Kolonialreich von Britisch-Indien angegliedert. 1948 wird aus der britischen Kolonie die Union von Burma (Birma), 1974 wird die Sozialistische Republik der Birmanischen Union gegründet, 1989 nennt sich das Land in Myanmar um. In den Wäldern leben noch Tiger, Leoparden, Affen, Wasserbüftel, es gibt Eletanten, Schlangen, Krokodile, Das Klima ist in Küstennähe äquatorial, im Inneren des Landes tropisches Monsunklima, der Norden ist subtropisch mit einer Trocken- zeit von Nov-April, die heiße Periode geht von März-Mai. Myanmar ist ein kulturhistorisch hochinteressantes Land. Zahlreiche buddhistische Tempel und Baudenkmäler lassen dem Besucher, der leider nur über ein 14-Tage-Visum verfügen kann, kaum Zeit, alles zu sehen. Das Land ist buddhistisch geprägt, man sagt, auf jeden Einwohner kommt eine Pagode (aus der Luft betrachtet, mag das stimmen, wenn man die vielen kleinen, weißen Spitzkuppeln um dIe Reisfelder sieht), Die Hauptstadt Rangun (Vangon) ist Anlaufstation für alle Einreisenden. Die Stadt am lrawaddy (Ayeyarwady) hat noch den Flair der britischen Kolonialarchitektur, gemischt mit aslatischer Betriebsamkeit und buddhistischen Bauten. Die 350 km2 große Stadt wird wegen ihrer vielen Parks und Seen auch “Gartenstadt des Ostens‘ genannt. Größte Sehenswürdigkeiten sind die Sule-Pagode und die SchwedagonPagode (eines der größten buddhistischen Bauwerke, mit über 10Cm das höchste), mit ihrer Goldkuppel überragt sie eindrucksvoll die Stadt. Allein 92 weitere Tempel und sogar Kirchen aller Glaubensrichtungen können auf dem Umgang um die Pagode besichtigt werden. Zur Basis der goldenen Kuppel dürfen nur Männer, um dort Blattgold aufzureiben. Die Spitze ist 116 m hoch. Sehenswert ist das Nationalmuseum sowie die Geschäfte und Antiquitätenläden der Innenstadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Pagoden Kaba Aye (Museum und Grotte), die Chaukhtatkyi (70 m lange Buddhatigur), Mai-Lamu, Mahavijaya, das Nationalmuseum (mit Königsthron des letzten Regenten aus dem 19.Jh.) und das Museum für Naturgeschichte (Natural [listory). Eine kuriose Sehenswürdigkeit sind die vielen 30-40 Jahre alten Autos, die als Taxis genutzt werden. Strände vor Rangun sind Ngapali (nordwestlich, 45 Min. Flug, unberührt) und Chaungtha (westlich bei Pathein, 48 km per Fähre und Bus). Im Norden des Landes liegt am Ufer des Irawaddy (Ayeyarwady) die sagenhafte Tempel- stadt Pagan (Bagan), “Stadt der 4 Mb Tempel‘ (1 Std. 20 Min. Flug von Rangun). Von den ehemals 13.000 Tempeln stehen noch über 1000, die meisten aus den 11. und 13. ih. In Mandalay, dem kulturellen Zentrum Myanmars im Norden, steht das größte “Buch“ der Welt. Die Lehrsätze des Buddhismus sind auf 729 Marmortafeln verewigt, jede Tafel steht in einer 5 m hohen, unterschiedlich gestalteten Pagode. Die Pagoden sind im Quadrat angeordnet, In der Mitte steht dIe 730. und mit 30 m größte Pagode.
Berühmt sind die Bambusoper am Fluß sowie zahtreiche Pagoden (eine aus Holz) und Tempel (Tempel auf dem heiligen Mandalay Hill, Shwein-bin-Kloster). Mandalay ist auch das Zentrum der Handwerks- kunst des Landes (Edelsteine, Schnitzereien, Nachtmarkt). Mamyo (Pyin Co Lwin), Sommerresidenz der Kolonialzeit in 110Cm Höhe, ist in 2-3 Stunden mit dem Jeep zu erreichen. Besonderes Verkehrsmittel sind Wildwestkutschen mit 1 PS, sehenswert sind der botanische Garten, der chinesische Tempel, das Aquädukt (Gok Tek, oder Gokhteik bridge) sowie Höhlen und Wasserfälle. Beliebte Ubernachtung: das Kolonialhotel im England-Stil . Aus Prospekten bekannt ist dIe größte einheimische Sehenswürdigkeit, Kyalkhtlyo Pagoda, ein durch Blattgoldauftrag vergoldeter Rundfelsen mit Goldspitze am Rande eines 1100 m hohen Abgrundes. 160 km von Yangon gelegen, fahren Busse bis zum Ausflugshotel (mit Blick auf den Felsen), der Fußmarsch führt allerdings 11km hinauf (Träger möglich). Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der InleLake, mit seinen mit dem Bein rudernden Fischern, schwimmenden Dörfern (Fest Im Okt), eine halbe Flugstunde von Rangun. Im nahen Taunggyi, der Hauptstadt des Shan-Staates (Unabhängigkeitsbestrebungen), gibt es ein Sommer-Resort. Das Flugnetz ist gut ausgebaut. die Kapazität jedoch begrenzt. Wer herumkommen will, sollte fliegen, Abenteuerlicher, aber langsamer Ist eine Zugfahrt (Vor- und Nachkriegsmodelle). Mandalay (11/2 Std. per Flug, 14 Std. per Bahn). Besonders Sehenswert Ist die 300 km lange Strecke von Mandalay nach Lashio, auf 22 Zlckzacks werden hier 1000 Höhenmeter überwunden. Das Viadukt von Gok-Tek überquert der Zug Im Schneckentempo. In Lashio ist, dicht vor der chinesischen Grenze, die Zugstrecke unterbrochen. Beste Souvenirs sind Halbedelsteine (es gibt auch Glasedeisteinet) und Schnitzereien zu günstigen Preisen in den Antiquitätenläden Yangons.

Apr 30

Der hinterindische Binnenstaat Laos grenzt im Osten an Vietnam, im Norden an China, im Westen an Thailand, im Süden an Kambodscha und im Nordosten an Myanmar (Burma) - hier befindet sich das berüchtigte “Goldene Dreieck“, das größte Opiumanbaugebiet der Erde. Laos ist ein dichtbewaldetes, subtropisches Bergland. dessen Lebensader der Mekongfluß bildet.Der Norden ist unwegsam gebirgig (höchster Berg, Phou Bia, 2820 m), mit tiefen Tälern und Schluchten sowie zahlreichen Hochplateaus. 50% des Landes bestehen aus Wald, mit wertvollen Edelhölzern (u.a. Teak). Der Süden und Südwesten wird vom MekongTiefland gebildet. Hier befinden sich die fruchtbaren Anbauflächen des armen Agrarstaates. Laos hat tropisches Monsunklima, mit ganzjährig hohen Temperaturen und schweren Regenfällen von Mai-Oktober. Die reiche Tierwelt besteht aus Elefanten (“Reich der Millionen Elefanten“), Tigern, Wasserbüffeln, Leoparden, Schlangen, Reptilien, Wildrindern (Gaurs), Affen, Krokodilen und einer vielfältigen Vogelwelt. Hauptprodukte der Landwirtschaft sind Reis, Mais, Tabak, Kaffee, Tee, Gewürze (Kardamom). Laos ist kein ausgesprochenes Urlaubsland. lndividualreisende haben Schwierigkeiten im Land herumzukommen (Infrastruktur, Bürokratismus), es empfehlen sich Gruppenreisen von Bangkok aus, Immerhin stieg das Touristenaufkommen von 1992 (87.500) auf 1993 (103.000) deutlich an. Die Hauptreligion des Landes ist der Buddhismus, dies zeigen schon die zahlreichen Pagoden und Tempelanlagen im Umland. Beliebt bei Laoten sind Bootsrennen (Vientiane, Savannakhet, Luang . Vientiane, die Hauptstadt am Mekong und nahe der nordöstlichen Grenze zu Thailand, ist wichtiges Verkehrszentrum des Landes. Zahlreiche Tempelbauten zeigen eindrucksvoll die buddhistische Baukunst. Im Zentrum der kleinstädtisch wirkenden Hauptstadt sieht man den kolonialen Einfluß der Franzosen, die seit der Jahrhundertwende (1893) Indochina verwalteten. Seit 1994 ist Vientiane durch eine von Australien gesponsorte, 1200 m lange Mekong-Brücke mit Thailand verbunden. Wenn das restliche Straßensystem in den Norden, zur chinesischen Grenze hin, asphaltiert sein wird, gibt es eine Straßenverbindung von Peking (Beijing) bis über Bangkok nach Singapur. Das würde den wirtschaftlichen Aufschwung für das kleine Laos bedeuten. Seit einiger Zelt schon haben sich hauptsächlich Thal-Investoren im Land etabliert, um erste beim ‘Start“ in die marktwirtschaftliche Zukunft zu sein.
Luang Prabaiiq, die einstige Königsstadt im Zentrum von Nord- Laos beeindruckt ebenfalls mit buddhistischen Tempel- anlagen. Die Stadt am Mekong ist Zentrum des landwirtschaftlich geprägten Nordens. Das Straßennetz (80% ungeteert) ist außerhalb der Hauptstadt Vlentiane für Ausländer nur mit Sondergenehmigung zu befahren. Es gibt keine Eisenbahn in Laos, die thailändische Bahn ist allerdings per Brücke 12 km südlich von Vientiane zu erreichen. Bangkok ist Uberseehafen für Laos (per Bahn nach Nong Khai, Thailand und per Mekong-Brücke nach Vientiane). Der Mekong wird für den Schiffsverkehr genutzt, Stromschnellen erschweren den Transportfluß allerdings erheblich. Vientiane ist internationaler Flughafen (hauptsächlich Nachbarländer, Moskau), nationale Verbindungen nach Luang Prabang, Pakxe.