Die Rockall-Felseninsel ein unbewohnter, pyramidenförmiger Felsen von ca. 19 m Höhe und liegt im Nordatlantik, ca. 370 km westlich von Manish Point auf den Außeren Hebriden (Schottland). Rockall ist ein auf allen Seiten steiler Granitfelsen, die über das Wasser ragende Spitze eines Unterwassergebirges, der Rockall-Bank.Am besten erklettert man den Felsen von Westen und Nordwesten, nachdem man an der Südwestecke angelandet ist, Eine Landung mit dem Schiff ist allerdings nur nach langer windloser Wetterperiode möglich, wenn sich die Wellen einigermaßen geglättet haben! eine leichte Brandung steht allerdings immer auf die Insel. Seit 1955 ist Rockav von Großbritannien annektiert worden, als am 18.9.1955 ein Helicopter von HMS ‘Vidal‘ auf der Insel landete und den Union Jack setzte. Damit wurde die Insel Besitz des United Kingdom und wird seitdem vom County of Inverness in Schottland verwaltet. Auch Island und die Republik Irland haben auf den kahlen und nur von Seevögeln bewohnten Felskiotz Besitzansprüche angemeldet. Grund dafür sind die Fischereirechte und die vermuteten Ölquellen im Unterwassersockel. Ein Leuchtfeuer wurde 1972 per Hubschrauber installiert und wird auch mit dem Hubschrauber gewartet, wegen des Windes und der beschränkten Landetläche ein gefährliches Unternehmen. Wer zum Rockav will, sollte sich von der Küstenwache in Stornoway (Äußere Hebriden) oder beim Barkeeper Ken im GoIfclub dort erkundigen. Man kann Yachten und Hubschrauber mieten. Beste Reisezeit ist Mai/Juni. Die HasseIwood Rocks, 200 m nördlich des Rockall, liegen 0,9 m unter dem Wasser und sind nur bei Ebbe sichtbar.
Die zu Brasilien gehörenden Inseln Säo Pedro e PauIo liegen fast in der Mitte des Atlantik zwischen Recife in Brasilien und Dakar In Senegal, 95 km nördlich des Aquators und 900 km östlich der brasilianischen Küste.
Die Inseln liegen auf einem unterseeischen Vulkangebirge, das bis zum Archipel von Fernando de Noronha reicht. Es handelt sich um kleine Felseninseln mit vielen gezackten Felsspitzen. Außer Moosen, Flechter, und kleinem Gestrüpp wächst nichts auf den Inseln. Einzige Bewohner sind Seevögel und Krebse. Die Inseln haben keine Buchten, wegen der vielen Ritte und Felszacken in der Umgebung ist eine Landung mit dem Schiff unmöglich. Lediglich mit Schlauchbooten kann man anlanden, was aber wegen des ständigen Wellengangs und der messerscharfen Felsspitzen gefährlich ist. Einziger Beweis, daß je ein Mensch diese Inseln betreten hat, ist der alte Leuchtturm, der schon lange nicht mehr in Betrieb und schon fast zerfallen ist.
Säo Pedro e Paulo sind so klein, daß sie selbst bei Tage erst auf wenige Kilometer Entfernung zu entdecken sind. Sie erwachsen plötzlich aus mehreren hundert Meter Tiefe aus dem Meer und waren daher für die schiffahrt ohne elektronische Navigationsinstrumente nicht auszumachen. Man vermutet, daß in der Tief. zahlreiche Schiffswracks liegen müssen, zumal die Inseln genau an der alten Segelschiffsroute zwischen Europa, Nordamerika und Südamerika liegen.