Myanmar, das frühere Burma, liegt in Südostasien. Das Land grenzt Im Westen an Bangladesh und Indien, im Norden an China, im Westen an Laos und im Westen und Süden Thailand. Per Gesetz wurde 1988/89 der Name des Landes von Burma in Myanmar geändert. Grund dafür war, der Name Burma impliziert, die Bewohner seien Birmaner, Birmaner sind aber nur eine der zahlreichen ethnischen Gruppen. Im gleichen Zuge wurde Rangun in Vangon geändert. Im Westen liegt der Golf von Bengalen, im Süden die Andamanensee, der äußerste Süden verläuft auf dem schmalen nördlichen Teil der hinterindischen Halbinsel.
Das zentrale Flußbecken des lrawaddy wird von zwei Gebirgszügen begrenzt, die sich im Norden mit Ausläufern des Himalaya treffen (höchster Berg, Hkakabo Razi 5881 m). Das Land Ist noch zum großen Teil bewaldet, obwohl der Tropenholzeinschlag beträchtlich zunimmt, Burma wird 1886 dem Kolonialreich von Britisch-Indien angegliedert. 1948 wird aus der britischen Kolonie die Union von Burma (Birma), 1974 wird die Sozialistische Republik der Birmanischen Union gegründet, 1989 nennt sich das Land in Myanmar um. In den Wäldern leben noch Tiger, Leoparden, Affen, Wasserbüftel, es gibt Eletanten, Schlangen, Krokodile, Das Klima ist in Küstennähe äquatorial, im Inneren des Landes tropisches Monsunklima, der Norden ist subtropisch mit einer Trocken- zeit von Nov-April, die heiße Periode geht von März-Mai. Myanmar ist ein kulturhistorisch hochinteressantes Land. Zahlreiche buddhistische Tempel und Baudenkmäler lassen dem Besucher, der leider nur über ein 14-Tage-Visum verfügen kann, kaum Zeit, alles zu sehen. Das Land ist buddhistisch geprägt, man sagt, auf jeden Einwohner kommt eine Pagode (aus der Luft betrachtet, mag das stimmen, wenn man die vielen kleinen, weißen Spitzkuppeln um dIe Reisfelder sieht), Die Hauptstadt Rangun (Vangon) ist Anlaufstation für alle Einreisenden. Die Stadt am lrawaddy (Ayeyarwady) hat noch den Flair der britischen Kolonialarchitektur, gemischt mit aslatischer Betriebsamkeit und buddhistischen Bauten. Die 350 km2 große Stadt wird wegen ihrer vielen Parks und Seen auch “Gartenstadt des Ostens‘ genannt. Größte Sehenswürdigkeiten sind die Sule-Pagode und die SchwedagonPagode (eines der größten buddhistischen Bauwerke, mit über 10Cm das höchste), mit ihrer Goldkuppel überragt sie eindrucksvoll die Stadt. Allein 92 weitere Tempel und sogar Kirchen aller Glaubensrichtungen können auf dem Umgang um die Pagode besichtigt werden. Zur Basis der goldenen Kuppel dürfen nur Männer, um dort Blattgold aufzureiben. Die Spitze ist 116 m hoch. Sehenswert ist das Nationalmuseum sowie die Geschäfte und Antiquitätenläden der Innenstadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Pagoden Kaba Aye (Museum und Grotte), die Chaukhtatkyi (70 m lange Buddhatigur), Mai-Lamu, Mahavijaya, das Nationalmuseum (mit Königsthron des letzten Regenten aus dem 19.Jh.) und das Museum für Naturgeschichte (Natural [listory). Eine kuriose Sehenswürdigkeit sind die vielen 30-40 Jahre alten Autos, die als Taxis genutzt werden. Strände vor Rangun sind Ngapali (nordwestlich, 45 Min. Flug, unberührt) und Chaungtha (westlich bei Pathein, 48 km per Fähre und Bus). Im Norden des Landes liegt am Ufer des Irawaddy (Ayeyarwady) die sagenhafte Tempel- stadt Pagan (Bagan), “Stadt der 4 Mb Tempel‘ (1 Std. 20 Min. Flug von Rangun). Von den ehemals 13.000 Tempeln stehen noch über 1000, die meisten aus den 11. und 13. ih. In Mandalay, dem kulturellen Zentrum Myanmars im Norden, steht das größte “Buch“ der Welt. Die Lehrsätze des Buddhismus sind auf 729 Marmortafeln verewigt, jede Tafel steht in einer 5 m hohen, unterschiedlich gestalteten Pagode. Die Pagoden sind im Quadrat angeordnet, In der Mitte steht dIe 730. und mit 30 m größte Pagode.
Berühmt sind die Bambusoper am Fluß sowie zahtreiche Pagoden (eine aus Holz) und Tempel (Tempel auf dem heiligen Mandalay Hill, Shwein-bin-Kloster). Mandalay ist auch das Zentrum der Handwerks- kunst des Landes (Edelsteine, Schnitzereien, Nachtmarkt). Mamyo (Pyin Co Lwin), Sommerresidenz der Kolonialzeit in 110Cm Höhe, ist in 2-3 Stunden mit dem Jeep zu erreichen. Besonderes Verkehrsmittel sind Wildwestkutschen mit 1 PS, sehenswert sind der botanische Garten, der chinesische Tempel, das Aquädukt (Gok Tek, oder Gokhteik bridge) sowie Höhlen und Wasserfälle. Beliebte Ubernachtung: das Kolonialhotel im England-Stil . Aus Prospekten bekannt ist dIe größte einheimische Sehenswürdigkeit, Kyalkhtlyo Pagoda, ein durch Blattgoldauftrag vergoldeter Rundfelsen mit Goldspitze am Rande eines 1100 m hohen Abgrundes. 160 km von Yangon gelegen, fahren Busse bis zum Ausflugshotel (mit Blick auf den Felsen), der Fußmarsch führt allerdings 11km hinauf (Träger möglich). Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der InleLake, mit seinen mit dem Bein rudernden Fischern, schwimmenden Dörfern (Fest Im Okt), eine halbe Flugstunde von Rangun. Im nahen Taunggyi, der Hauptstadt des Shan-Staates (Unabhängigkeitsbestrebungen), gibt es ein Sommer-Resort. Das Flugnetz ist gut ausgebaut. die Kapazität jedoch begrenzt. Wer herumkommen will, sollte fliegen, Abenteuerlicher, aber langsamer Ist eine Zugfahrt (Vor- und Nachkriegsmodelle). Mandalay (11/2 Std. per Flug, 14 Std. per Bahn). Besonders Sehenswert Ist die 300 km lange Strecke von Mandalay nach Lashio, auf 22 Zlckzacks werden hier 1000 Höhenmeter überwunden. Das Viadukt von Gok-Tek überquert der Zug Im Schneckentempo. In Lashio ist, dicht vor der chinesischen Grenze, die Zugstrecke unterbrochen. Beste Souvenirs sind Halbedelsteine (es gibt auch Glasedeisteinet) und Schnitzereien zu günstigen Preisen in den Antiquitätenläden Yangons.
Südostasien - Myanmar
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