Mai 31

Guinea liegt im Süden Westafrikas am Atlantik. Nachbarstaaten sind im Norden Guinea-Bissau, Senegal und Mali, im Osten Cöte d’Ivoire und im Süden Sierra Leone und Liberia. Die tropisch feuchtwarme und sumpfige Küstenregion mit ihren Inseln im Norden hat Kokospalmen und Mangrovesümpfe. Das anschließende zentrale FoutaDjalon-Hochland (über 1450 m) hat gemäßigtes Klima, allerdings ist der ehemalige Tropenwald mittlerweile fast vollständig abgeholzt oder brandgerodet. Der Südosten ist noch überwiegend mit tropischem Regenwald bedeckt. Das nordöstliche Savannengebiet ist heißer und trockener. Das Bergland des Fouta Djalon (Schluchten, Canyons, Wasserfälle) ist das Quellgebiet der westafrikanischen Flüsse Senegal, Niger und Gambia. Bei Kissidougou (Airport), einem kleinen Ort an der Grenze zu Sierra Leone, liegen die Quellen des Niger. Elefanten, Antilopen und anderes Großwild sowie Schimpansen und Guinea-Paviane bilden die Tierwelt der Savannen, in den Gewässern leben Flußpferde, Krokodile und Seekühe. Wichtige Exportgüter sind Bananen, Palmenprodukte, Ananas, Kaffee, Gold, Diamanten. Guinea ist zweitgrößter Bauxitproduzent der Welt (nach Australien). Der Tourismus ist noch unterentwickelt. Die Hauptstadt Conakry liegt auf der Insel Tumbo vor der Küste, sehenswert sind die Kathedrale, die Moschee und einige Kolonialbauten. Die vorgelagerten Iles de Los haben herrliche Sandstrände und Steilküsten.Touristisch interessant sind das Hochland Fouta Djalon, mit Höhlen, Wasserfällen und dem Luftkurort Dalaba (nahe der Bahnstation Mamou) am 1421 m hohen Mont Kavendou. Sehenswert ist die Tropenwaldregion des Südostens, deren Hauptstadt N’zerekore (per Flugzeug) Ausgang zum Nimba-Reservat ist, mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt (Mont Nimba, 1752 m, höchster Berg Westafrikas). Einen Besuch lohnen die Jamou-Dörfer im Süden des Landes. Das Straßennetz ist teilweise asphaltiert, es besteht eine Flug- und Eisenbahnverbindung von Conakry nach Kankan (im zentralen Osten) und weiteren Orten. Der Verkehr wird mit Bussen und Kleinbussen abgewickelt, Häfen sind Conakry und Kamsar (Bauxit), Conakry hat internationale Flugverbindungen. Matriarchalische Inselwelt

Guinea-Bissau liegt im südlichen Westafrika am Atlantik zwischen Senegal und Guinea. Das vorwiegend flache Hinterland hat Baum- und Strauchsavanne sowie Trocken- und Regenwälder. Das durch Flüsse und Sümpfe stark zergliederte Küstengebiet ist von Mangroven und Schilfwäldern bewachsen (starke Überschwemmungen in der Regenzeit von Juni-Nov). Das Gebiet ist Brutstätte zahlreicher Vogelarten (Pelikane, Flamingos, daneben gibt es Flußpferde, Krokodile und Seekühe). In den Savannen des Inlandes leben noch Afrikas Großwildarten (Elefant, Antilopen, Leoparden, Hyänen, Gazellen). Dem Küstengebiet vorgelagert sind zahlreiche Inseln und der Bissagos-Archipel, eine Inselwelt mit über 50 zum Teil bewohnten Inseln mit herrlichen Sandstränden. 1446 entdeckte der Portugiese Nuno Tistao die Küste, ab 1879 wurde das Land Kolonie, 1973 schließlich unabhängig. Guinea-Bissau ist ein armes Agrarland, produziert werden Erdnüsse, Cashew-Nüsse, Palmenprodukte, Holz, außerdem gibt es Fischfang.Das Klima ist tropisch feuchtheiß, im Norden und Osten, im Bereich der Sahelzone trockener mit Temperaturen über 40°. Hier bläst auch der trockene Wüstenwind Harmattan (Dez-Mai). Von Juni-Nov ist die Regenzeit. Der Tourismus ist weitgehend unterentwickelt, ebenso das Straßenverkehrssystem. Wichtig ist die Boots- und Schiffahrt auf den zahlreichen Wasserstraßen der Küstenregionen. Die Hauptstadt Bissau hat eine koloniale Altstadt, den Hafen überblickt das alte portugiesische Fort Sao Josä (17. Jh.). Bolama, ehemalige Hauptstadt des kolonialen Portugiesisch-Guinea, liegt auf einer küstennahen Insel, die Häuser mit Innenhöfen im portugiesischen Stil gehen teilweise bis ans Wasser, die Insel hat schöne Strände. Cacheu, an der Mündung des gleichnamigen Flusses im Norden, war die erste portugiesische Gründung (Befestigungsanlage). Der Bissagos-Archipel mit den Ilhas de Jeta, Bubaque und de Pecixe stellt in Westafrika eine ethnologische Besonderheit dar. In den matriarchalischen Dorfgemeinschaften haben die Frauen das Erbrecht und das Sagen (Mädchen suchen sich hier ihre heiratsfähigen Partner). Außerhalb der Städte empfiehlt sich ein geländegängiges Fahrzeug, größere Orte haben Flugplätze, Bissau hat Schiffsverbindungen ins Landesinnere (alte Raddampfer).
Internationale Flüge mit den Nachbarländern und vor allem Lissabon.

Mai 30

Die Republik Ciskei liegt als Enklave an der östlichen Südküste der Republik Südafrika. Das Land wurde 1981 als viertes Homeland von Südafrika unabhängig. Ciskei ist ein von Südafrika faktisch abhängiges Bantu- Homeland und sieht sich als jüngstes Steuerparadies Afrikas. Der 65 km lange Strand am Indischen Ozean, die Wild Coast, hat goldsandige Strände, die mit markanten Felsformationen (Gibraltar Rock, im Süden) abwechseln. Über die Amatola Mountains im Osten bis zum Tsolvana Wildreservat im Nordwesten wird das Land gebirgiges Wander- und Fischerparadies. Das Klima des Landes ist gemäßigt subtropisch mit heißen Sommern an der Küste (Dez-März). Exportgüter sind landwirtschaftliche Produkte (Kaffee, Ananas) und Holz, die nach Südafrika ausgeführt werden. Das Land ist ein prosperierendes Urlauberparadies mit einer Mischung aus westlichem und afrikanischem Ambiente und bezeichnet sich selbst als “Africa’s own Switzerland”. Hauptattraktionen sind die Wild Coast und die Amatola Mountains. Für Wassersportler, Angler und Flitterwöchner ist die Küste mit ihren Hotels, Caravanparks und Resorts der ideale Ort, südlich der Stadt Hamburg ist der Shipwreck Hiking Trail (Schiffswrack-Wanderweg). Zahlreiche Wanderwege sind übers Land verteilt, im touristischen Angebot. In der Hauptstadt Bisho gibt es das Amatola Sun Casino, der Amatola Hiking Trail ist für die, die ihr Auto beim Glücksspiel verloren haben und zu Fuß weitermüssen. In den Amatola Mountains werden für Touristen Stammestänze aufgeführt (2 Std. Fahrt oder 50 min. Helikopter von Bisho aus). Das Hochland mit seinen Tierreservaten zeigt den ganzen Artenreichtum der afrikanischen Tierwelt (Tsolwana, Mpofu, Dr. Lennox Sebe Game Reserves). Die Verkehrsverbindungen nach Südafrika sind gut, im Süden der Ciskei gibt es zwei Eisenbahnlinien. Internationale Airports sind Bulembu, nahe Bisho sowie East London, in Südafrika.

Mai 30

Gambia ist Afrikas kleinster Festlandstaat und einer der ärmsten des Kontinents. Das Land liegt in Westafrika entlang des gleichnamigen Flusses und streckt sich knapp 400 km tief in das Land Senegal hinein, von dem es völlig umschlossen ist. Seit 1982 bildet es eine Konföderation mit dem Nachbarland, "Senägambia". Das Land um den Fluß hat eine maximale Breite von rund 50 km, zu beiden Flußufern erstreckt sich Savan- nenlandschaft, teils von Galeriewäldern gesäumt. Zur Küste hin wird auf Grund des feuchteren Klimas der Wald dichter, mit Plantagen (Erdnüsse), Bambus und Palmenwäldern. An manchen Küstengebieten gibt es Mangroven (südlich Banjuls). Die Küstenregion hat abwechselnd felsige und feinsan- dige Strände. Der Fluß kann nur mit Fähren überquert werden. In den Mangrovegebieten des Flusses kommen Krokodile, Flußpferde und eine reichhaltige Vogelwelt vor. In den Wäldern findet man Affen, Vögel, in den Savannen und Schutzgebieten teils Leoparden, Hyänen, Schakale, Antilopen, Gazellen. Sehenswert ist der Baboon-Nationalpark (Pavian-), der auf einer Insel im Fluß liegt. Gambia wurde 1447 von portugiesischen Seefahrern entdeckt. Bis zu seiner Unabhängigkeit 1965 war das Land größtenteils britische Kronkolonie. Das Klima Gambias ist tropisch, an der Küste feuchter und weniger heiß. als im Landesinneren. Trockenzeit herrscht von Nov-Mai, während der Zeit weht der Wüstenwind Harmattan. Gambias Tourismus und Infrastruktur sind gut entwickelt, was natürlich von der Größe des Landes und vor allem der der Küstenregion abhängig ist (hier liegen praktisch alle Urlauberhotels). Die Hauptstadt Banjul, das frühere Bathurst, liegt auf der Insel St. Mary’s, am Südufer des hier über 5 km breiten Gambia. Sehenswert sind die kolonialen Gebäude, der Albert Market in der Altstadt, die Moschee und das National Museum, das Kunst- und Kunstgewerbegegenstände zeigt (Masken, Plastiken, Schmuck). Nach Banjul gibt es Kurztrips oder Tagesausflüge von den Kanarischen Inseln aus (mit Hotelaufenthalt und Sightseeing-Tour). Sehenswert sind die Nationalparks und die Flußinsel James, mit Resten einer von Deutschen im 17. Jh. errichteten Festung.
Östlich des Baboon National Parks liegt die zweitwichtigste Stadt, Georgetown, die zu Kolonialzeiten gegründet wurde. Im Landesinneren sieht man die traditionellen strohgedeckten Rundhütten Schwarzafrikas. Hauptverkehrsader ist die südlich des Gambia verlaufende Straße nach Basse Santa Su, an der Grenze (Busse). Der internationale Verkehr verläuft über Banjul (Verbindung zu Senegals Südprovinz Casamance, Schiffsverkehr mit Rotterdam, Hamburg, Antwerpen).

Mai 29

Dschibuti liegt im Osten Afrikas am Ausgang des Roten Meeres in den Golf von Aden und hat Grenzen zu Äthiopien und Somalia (im Südosten). Das Land besteht nahezu vollständig aus Geröll- und Sandwüsten mit spärlicher Vegetation. Das kleine Land umschließt bogenförmig die Bucht von Tadjourah, an deren Nordküste die gleichnamige Hafenstadt liegt. In der Bucht liegen die Inseln Musha und Maskali, im Süden der Bab-el-Mandeb-Archipel. Die Koralleninsel mit ihren z.T. Mangroveküsten sind ausgezeichnete Tauchgründe, es gibt Fähren. Anschließend liegt der Lac Assal, ein Salzsee, 155 m unter dem Meeresspiegel mit verkrusteten Ufern und von Vulkanen umgeben. Der Lac Abbä an der Grenze zu Äthiopien ist in starken Trockenzeiten an manchen Stellen nahezu völlig ausgetrocknet und bietet mit seinen verkrusteten Kalksteinfelsen das Bild einer bizarren Mondlandschaft. An beiden Seen und einigen weiteren gibt es jedoch Vogelbrutgebiete (Flamingos, Pelikane). In den nördlichen Danakilbergen (bis 2063 m hoch, Mousä Ali) findet man in höheren Lagen Olivenbäume, Akazien und Wachholderbäume, neben Dornbüschen. Afrikas Wüsten- und Steppentierwelt (Kamele, Gazellen, Antilopen, Zebras, Hyänen, Schakale, Wüstenfüchse, Kleinechsen, Schlangen) ist außerhalb der Naturreservate (im Süden) spärlich vertreten. Dschibuti gehört zu den heißesten Regionen der Erde mit sehr wenig Regen und Spitzentemperaturen bis über 50 Dschibuti ist kein ausgesprochenes Reiseland, Transit- Touristen in Richtung Ostafrika legen höchstens einen kurzen Zwischenstop ein. Dschibuti-Stadt liegt am Südausgang des Golfs von Tagjourah. Die Hauptstadt ist Freihafen und Bahnstation der Eisenbahn aus Addis (Äthiopien). Neben orientalischen Bauwerken (große Moschee) hat die Stadt vor allem kolonialen französischen Flair zu bieten (Cafes) und einen orientalischen Markt. Eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielt der Hafen auch für den Seehandel Äthiopiens sowie als strategischer Punkt am Ausgang des Roten Meeres. Tadjoura, die weiße Stadt und ehemalige Sultansresidenz, hat zahlreiche Moscheen. Die vorgela- gerten Korallenriffe sind hervorragende Tauchgründe. Die Oasenstadt Dikhil ist Ausgangspunkt für die Wüsten-Nationalparks und hat eine Fremdenlegionärs- Festung. Die Inlandfluggesellschaften Obock und Tadjoura betreiben außer Fluglinien auch den Fährverkehr. Das Hauptstraßennetz ist gut ausgebaut, in den Wüsten gibt es Pisten. Flug- und Straßenverbindungen zu den Nachbarstaaten und international.

Mai 29

Gabun liegt im westlichen Äquatorialafrika am Atlantik, zwischen Kamerun, der Republik Kongo und dem Festlandteil Rio Muni von Äquatorial-Guinea. Das Land teilt sich in zwei Regionen, die schmale und leicht wellige Küstenebene und die Mittelgebirgslandschaft des Binnenlandes mit dem weitverzweigten Flußsystem des Ogowe. Das Land ist dünn besiedelt und eines der reichsten Afrikas. Der Name geht auf das portugiesische Wort "Gabäo" zurück, das die Kapuzenform der Flußmündung des Ogowe (Ogoouä) beschreiben soll. Das Klima ist tropisch mit hoher Luftfeuchtigkeit. Hauptregenzeit ist von Feb-Mai. Das Land lebt von Erdöl, Holz (vor allem Okoumä und Ozigo), Uran- und Manganerzförderung. Aufgrund der starken Holznutzung sind große Teile des ursprünglichen tropischen Urwalds heute zerstört und jetzt wieder aufgeforsteter Sekundärwald. Die touristische Infrastruktur ist wenig entwickelt. Attraktionen sind die Nationalparks des Landes mit afrikatypischer Tierwelt (einschließlich Schimpansen und Gorillas in Okanda, bei Booue) im Landesinneren und an der Küste (Woanga nördlich Port-Gentil, Petit- Loango an der Südküste).
Die Hauptstadt Libreville wurde 1849 von den Franzosen als "freie Stadt" gegründet, die befreite Sklaven aus dem Kongo aufnahm. Sehenswert das Nationalmuseum mit Holzschnitzarbeiten (Masken, Figuren). Nördlich der Hauptstadt liegen malerische Buchten und Strände. Port-Gentil ist das Erdölzentrum des Landes. Berühmt ist die Stadt Lambarene im Ogowe, an dessen Ufer das Urwaldhospital des Dr. Albert Schweitzer (1875-1965) liegt. Verkehrstechnisch ist das Land unzureichend erschlossen (während der Regenzeit empfiehlt sich der Verzicht auf das Auto), nicht einmal zwischen den beiden wichtigsten Städten Libreville und Port-Gentil gibt es eine ganzjährig befahrbare Straße. Wichtige Verkehrsadern sind das Flußsystem des Ogowe, nationale Flugverbindungen und die "Transgabonais"-Eisenbahn Libreville (Owendo)-Boouö-Franceville (Masuku, im Südosten). Die Eisenbahn wurde hauptsächlich für den Holz- und Erztransport gebaut. Von Marseille aus kann Gabun per Frachter erreicht werden (Owendo nahe Libreville, Port-Gentil und Mayumba, im Süden). Viele Landesteile sind nur mit dem Flußschiff zu erreichen, lohnend sind die sehr billigen Sammeltaxis, auch bei Fahrten ins Umland. Gabun hat 3 internationale Airports, Libreville, Port- Gentil und Masuku (ehemals Franceville).

Mai 28

Burundi liegt in Zentralafrika am östlichen Rand des großen Ostafrikanischen Grabenbruchs und an der Nordostspitze des Tanganjikasees. Eines der kleinsten Länder Afrikas hat Grenzen mit Tansania im Osten, Ruanda im Norden und Zaire im Westen. Von 1890 bis zum Ende des I. Weltkriegs war es Teil des deutschen Protektorats “Deutsch-Ostafrika”. Von 1919 an unter belgischer Hoheit, bildete sich der Verbund Ruanda-Urundi, woraus 1962 die unabhängigen Staaten Ruanda und Burundi wurden. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Burundi ist auch eines der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Der östliche Landesteil ist ein Hochplateau mit Feuchtsavanne, der Norden bildet die seenreiche Sumpflandschaft an der ruandischen Grenze. Im Westen steigen Vulkanberge bis über 2500 m an (Heha Peak, 2670 m), um in den 770 m über dem Meeresspiegel liegenden Tanganyikasee abzufallen. Das Klima ist wegen der Höhenlage gemäßigt, das Seeufer hat tropisches Klima. Die wenigen Exportgüter sind Kaffee, Tee und Baumwolle, dazu kommt die Fischerei am Tanganjikasee. Wegen seiner Bergen, Seen, Flüsse, Wälder, Schafherden und Kühe (Büffel) erhielt Burundi auch den Beinamen “Afrikanische Schweiz”. Die Hauptstadt Bujumbura wurde 1899 unter deutscher Kolonialverwaltung am See gegründet und ist heute einziges Wirtschaftszentrum des Landes. Die Wassersportmöglichkeiten (Schwimmen, Wasserski, Bootfahren) werden durch die allabendliche “Hippo- Show” (Anwesenheit der Flußpferde im “Nautical Club”) zum Ereignis. Das Verkehrssystem im Land ist wenig entwickelt, außerhalb der Stadt ist man auf Mietfahrzeuge angewiesen. Das Land verfügt nur über zwei Nationalparks, bei Bujumbura (tropischer Nebelwald, hier leben noch Berggorillas) und bei Gitega (tropisches Flußgebiet mit Feuchtsavanne, Rückzugsgebiete von Flußpferden, Krokodilen und Vögeln). Trotz des Vordringens der Siedlungsgebiete leben in den Savannen noch in geringem Maße eine Vielzahl von Afrikas Großwildarten (Elefanten, Leoparden, Gazellen, Antilopen, Büffel). Gitega, im Zentrum des Landes gelegen und frühere Königsstadt, ist das kulturelle Herz des Landes. Das Nationalmuseum präsentiert die Geschichte Burundis (die kunstvollen Flechtarbeiten des Tussi-, oder Watussi-Volkes sind auf den Märkten beliebte Souvenirs), sehenswert sind Vorführungen von Musik- und Tanzgruppen (Massai). Vom südlichen Nyanzasee kann man per Boot ins benachbarte Tansania zum Gombe-Nationalpark. Im Norden liegt der Urwald von Kibira. In den schwer zugänglichen Dschungelgebieten mit ihrem artenreichen Wildbestand, an der Grenze zu Zaire leben noch vereinzelt Pygmäenstämme. In der Nähe von Gitega liegt eine der legendären Quellen des Nils (Ruvubu River). Um diese Ehre werden sich die Westanrainer des Viktoriasees wohl ewig streiten. Das Straßennetz ist nur teilweise asphaltiert, Verbindungen zu den Nachbarländern auf der Straße, per Flugzeug und per Schiff. Exportgüter werden über Tansanias Hafen Kigoma und von dort per Bahn nach Dar es Salaam abgewickelt.

Mai 28

Burkina Faso (”Land der ehrbaren Männer”), das frühere Obervolta, liegt in Westafrika zwischen der Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Niger und Mali. Das Binnenland liegt am Oberlauf der Schwarzen, Roten und Weißen Volta-Flüsse und gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Burkina ist zum Großteil Sahelgebiet, deshalb sind die Ernteerträge Jahr für Jahr durch Dürreperioden aufs Neue gefährdet. Die Trockensavannen im Norden (Provinz Sahel) haben Dornengestrüpp und Wüstencharakter. Der Südwesten und Süden sind fruchtbarer, mit Feuchtsavannen und landwirtschaftlichenm Anbau (Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Korn, Erdnüsse). Das Land ist größtenteils flach, einzige wesentliche Flüsse sind der Schwarze Volta, im Westen und der Weiße, im Zentrum, um Ouagadougou. Das Hochland westlich der Wirtschaftsmetropole BoboDioulasso erreicht gerade 747 m Höhe (Tena Kourou). Das Klima ist tropisch mit einer Regenzeit von Mai-Nov, die gegen Norden an Intensität stark nachläßt. Trockenzeit ist von Dez-April. Der Tourismus des Landes ist nicht stark entwickelt, außerhalb der Städte fehlt es an Unterbringungsmöglichkeiten westlichen Standards. Die Hauptstadt Ouagadougou zeigt im Musee Nationale Masken und Figuren der verschiedenen Stämme des Landes, sehenswert sind die Kathedrale und der Palast des Fürsten der Mossi (amtierendes Oberhaupt der Region). Sehenswert sind die aus Lehm gebaute Altstadt und die mit Lehmtürmen versehene Moschee von Bobo Dioulasso. Hier kreuzen sich die Handelswege zwischen Mali, Ghana und der Elfenbeinküste (Cöte d’Ivoire). Bemerkenswert sind die bunten Märkte, auf denen die Stämme des Sahel ihre Ton-, Holz- und Flechtarbeiten anbieten. Ebenso finden in zahlreichen Orten Maskenfeste statt (Bobo-Dioulasso, April/Mai). Das Land unterhält einige Nationalparks im Süden (de Pö), Südwesten (Deux Bale) und Südosten (Arly), in den Savannen lebt die für diese Trockengebiete typische Tierwelt Afrikas (Elefanten, Löwen, Antilopen, Gazellen, Büffel). Am Schwarzen Volta leben Krokodile, Nilpferde (Bootsausflüge mit Pirogen). Die Stadt Bani, in der nördlichen Sahelprovinz nahe der Niger-Grenze gelegen, verfügt über zahlreiche sehenswerte Lehmmoscheen. Wichtigste Verkehrsverbindungen im Land sind die Eisenbahnlinie Ouagadougou-Bobo-Dioulasso-Abidjan (Cöte d’Ivoire) und die Straße nach Lome, in Togo. Internationale Flüge über Ouagadougou und BoboDioulasso, ebenso nationale, zu den knapp 50 Flugplätzen des Landes.

Mai 27

Ceuta
Ceuta ist eine spanische Exklave und Hafenstadt an der Nordküste Afrikas. Das ganz von Marokko und dem Mittelmeer umgebene Gebiet wird von der spanischen Provinz Cädiz verwaltet. Ceuta liegt an der Straße von Gibraltar gegenüber dem spanischen Fährhafen von Algeciras. Die Stadt liegt zum Großteil auf einer Landzunge, den westlichen Abschluß zu Marokko bilden über 600 m hohe Berge. Das Klima ist mediterran, im Sommer sehr heiß. ausschließlich diese Bus- und Autofährverbindung. Der Monte Hacho (203 m) auf der Landzunge im Osten, stellt eine der mythologischen “Säulen des Herakles” dar. Höchste Erhebung ist der Yebel Chinder, über 600 m, an der marokkanischen Grenze. Im Süden und Nordwesten der Landzunge lie- gen die Sand- strände Ceutas. Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale, Kirchen, die Yamaaquivir-Moschee, der Burggraben San Felipe und die königliche Mauer, die archäologische Ausstellung mit unterirdischen Galerien sowie die Festung mit der Schutzmauer. Außer dem Fracht- und Fährhafen hat Ceuta auch eine Marina für Sportboote und Jachten. Fährverbindungen nach Algeciras und Melilla.

Melilla
Melilla ist eine spanische Exklave an der östlichen Mittelmeerküste von Marokko, vollständig von Marokko umschlossen. Es ist, neben Ceuta, eine der spanischen Presidios, das sind nicht eigenständige Provinzen.
Melilla gehört zur Provinz Malaga. Als spanische Presidios (Plazas de Soberania) zählen auch die Inselchen, die der marokkanischen Küste vorgelagert sind: Penon de Velez, Alhucemas und Chafarinas mit zusammen 1 qkm Fläche und 329 E. Marokko erhebt Ansprüche auf die Presidios. Melilla ist seit 17. September 1497 spanische Hafenstadt. Es liegt auf der Tres-Forcas-Halbinsel und war schon von den Phöniziern besiedelt (Rusadir). Drei Kulturen leben hier seit Jahrhunderten friedlich nebeneinander, die christliche, arabische und jüdische. Melilla besteht aus Altstadt (Pueblo) und der neuen Stadt außerhalb der Mauern. Sehenswert sind Stadtmauern, Stadttor (Puerta la Marina) und die histori- sche Altstadt mit Bau- werken (Plät- ze, Stadt- graben) aus der Zeit Karls V. (1500-58), die farben- prächtigen Märkte mit orientalischen wie afrikanischen Angeboten sowie Strände und alle Spielarten von Wassersportmöglichkeiten. Das Leben in Melilla verläuft ruhig, man genießt den Wind und die Wellen und die hervorragende Küche (Meeresfrüchte). Die Stadt hat eine Stierkampfarena, Ausflügsziele sind die Pinienwälder von Rostrogordo, auf der Küstenstraße zu erreichen (Strände), im Süden sind von Pinienwäldern umgebene Sandstrände. Von Spanien kann Melilla direkt mit Flugzeug (40 min. von Almeria) und luxuriösen Schiffen (1 Std.) erreicht

Mai 27

Botswana liegt nördlich von Südafrika, östlich von Namibia und westlich von Simbabwe im Süden Afrikas. Das Land wird geografisch geprägt von der Kalahariwüste im Süden und Osten (mehr als drei Viertel der Fläche des Landes), ausgedehnten Sumpfgebieten, mit dem Okawangodelta und der Makgadikgadi-Salzpfanne im Norden und Nordosten. Um die Okawangosümpfe im Norden wächst Tropenwald, der Westen ist Trockensavanne. Das Klima ist vorwiegend subtropisch, im Norden teils tropisch, mit Regenzeiten von Okt-April. Die Sommer sind tagsüber angenehm temperiert, nachts kann es Frost geben. Wirtschaftsgüter sind Bergbau (Diamanten, Gold, Kupfer, Nickel, Steinkohle) sowie Fleisch- und Viehzuchtprodukte. Das Land ist trotz seiner Naturschätze touristisch noch wenig erschlossen. Sehenswert sind die teilweise noch sehr arten- und tierbestandreichen Nationalparks des Landes. Die staubige Stadt Maun, mitten im Delta, ist Ausgangspunkt für Touren durch die angrenzenden Nationalparks (Moremi, mit guten Lodges und Camping und Makgadikgadi Pans). Das Okawangodelta, wo der gleichnamige Fluß in einer Senke versickert, hat etwa die Größe Bayerns, und ist nahezu vollständig von Wüste umgeben. Der Tierreichtum ist in der Trockenzeit (!) sagenhaft, da die Wasser des Okawango einige Monate brauchen, um das Gebiet zu fluten und fruchtbar zu machen. Das Delta trochnet jedoch nie aus. Undurchdringliches Schilf- und Papyrusdickicht wächst auf den Inseln, die das sich verzweigende Fluß-System bildet. Am besten erkundet man das Gebiet mit dem Flugzeug oder dem traditionellen Einbaum, um die artenreiche Vogelwelt inmitten seerosenbedeckter Flußarme zu erkunden. Größter Naturpark ist die, mitten im Land liegende Central Kalahari Garne Reserve. Die Kalahari ist eine Wüstensteppe, die während der Regenzeit mit überraschendem Pflanzenbewuchs und Blütenreichtum aufwartet. Das Ganze dauert jedoch nicht lange, da es keine Flüsse gibt, ist die Kalahari eines der lebensfeindlichsten Gebiete der Erde. Sie wird noch von vereinzelten Buschmänner-Stämmen bewohnt, deren zahlreiche Felsenzeichnungen zeugen von jahrtausendealter Kultur. Der Chobe-Nationalpark im Norden zeigt den Artenreichtum von Afrikas Großwild, sowie eine reichhaltige Vogelwelt. Der Eisenbahnknotenpunkt südlich der Hauptstadt Gaborone ist Anziehungspunkt für Eisenbahnfans aus aller Welt. Hier findet man eine Vielzahl alter Dampfloks, z.T. noch aus kolonialer Vergangenheit. Gaborone liegt an der Eisenbahnstrecke Kapstadt-Bulawayo, in Simbabwe, die das Land ca. 600 km durchläuft (Trans- afrikanische Eisenbahn Alexandria-Kapstadt, mit Unterbrechungen).
Von Gaborone gibt es nationale und internationale Flüge, das Straßennetz ist wenig ausgebaut, Geländefahrzeuge sind empfehlenswert.

Mai 26

Ghana liegt am Golf von Guinea in Westafrika zwischen Elfenbeinküste, Burkina Faso und Togo. Während der Kolonialzeit wurde es Goldküste genannt. Es ist Mitglied des British Commonwealth. Das Landesinnere ist bedeckt von Wald und Feucht- savanne mit dem größten Stausee der Erde, dem Voltasee, Stausee der Weißen Volta. Das Voltagebiet umfaßt nahezu den gesamten Norden des Landes. Tropischer Regenwald bedeckt den Südwesten des Landes, die Küste ist wegen der dichten Strand- und Lagunenvegetation oft undurchdringlich.
Das Land wurde 1960 unabhängig und benannte sich nach einem Königtum, das vom 4. bis zum 13. Jh. über die Region des mittleren Niger herrschte. Das Klima reicht von feuchtheiß an der Küste bis zu subtropisch im Landesinneren, mit Regenzeiten zwischen März und August im Norden und zwischen März und Oktober in Zentral-Ghana. Kakaoprodukte bestreiten über 50% des Exports, daneben gibt es Gold- und Diamantenförderung. In Tierreservaten leben noch Afrikas Großwildarten. Touristischer Fremdenverkehr ist im Land noch nicht entwickelt, der Tourist Board bemüht sich zusehends, es fehlen jedoch ausgebaute, auch während der Regen- zeit nutzbare Straßen und vor allem Hotels. Das Verkehrsnetz ist weitgehend auf den Süden beschränkt. Die Hauptstadt Accra, ein Konglomerat aus mehreren ehemaligen kolonialen Stützpunkten, hat ihr Geschäfts- zentrum an der Strandpromenade, die kolonialen Viertel sind zuneh- mend am verfallen. Sehenswert sind die teilweise mäch- tigen Befestigungs- anlagen entlang der Küste. Schloß Christiansborg, “The Castle”, 1659 von Dänen errichtet, ist heute Regierungssitz. Portugiesen, Holländer, Engländer, Schweden, Dänen und sogar die Brandenburger unter Kurfürst Friedrich Wilhelm (Ende 17. Jh.) bauten hier ihre Stützpunkte. Die Veste Großfriedrichsburg (in Princess Town, im Westen), Cape Coast Castle, Elumia Castle und das größte und zuerst erbaute Fort Sao Jorge da Mina (1482 von Portugiesen erbaut) sind einige der 15 von ursprünglich über 60 verbliebenen Wehranlagen und Schlösser an der Küste. Sie alle dienten der Sicherung des Handelsmonopols auf Gold und Sklaven. 150 km westlich von Accra liegt der Ort Elumia, mit der St. Georgs-Burg. Dieses Kastell, heute Gedenkstätte der Sklaverei, diente als Kulisse für den Film “Cobra Verde” mit Klaus Kinski. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Kumasi (Palast des amtierenden Ashanti-Königs, Museum), mit seinem Theater für die Feste der Ashanti, Tamale, in Zentral- Ghana ist Ausgangspunkt zum Voltasee und Mole- Nationalpark. Häfen, letztere Stadt wird auch von der Eisenbahn Accra-Kumasi angelaufen. Internationale Flüge über Accra, nationale Flüge hauptsächlich nach Kumasi, Tamale, Sunyani. Die wichtig- sten Städte sind mit Bussen zu erreichen.

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