Madeira ist eine Autonome Region Portugals und liegt im Oslatlantik, 900 km südwestlich von Lissabon und 710 km westlich vom Kap Beddouza in Marokko. Zum Archipel gehören Porto Santo und die zwei unbewohnten Inselgruppen, Ilhas Desertas (15 qkm), 20km südöstlich von Funchal, und tihas Selvagens (4 qkm), 155 km nördlich von Teneriffa (Kanarische Inseln). Madeira ist eine gebirgige Vulkaninsel mit tiefen Schluchten, Steilküsten und Felsbuchten, Bergplateaus und sanft ansteigenden Hafenbuchten. Manche Küstenabschnitte und Bergschluchten sind so unzugänglich, daß sie nur über beschwerliche Fußmärsche zu erreichen sind. Porto Santo wurde 1418 vom portugiesischen Seefahrar Joäo Gongalves Zarco entdeckt, ein Jahr später Madeira, beide Inseln waren unbewohnt. Wegen ihres Waldreichtums nannte er sie Holzinsel“ (Übersetzung von Ilha da Madeira. Da Holz für den Schiffbau dringend gebraucht wurde, wurde Madeira umgehend besiedelt. Madeira hat ein sehr angenehmes und mildes Klima, die Temperaturen betragen im Winter durchschnittlich 16°, im Sommer 22° die Wasserlemperaturen liegen im Winter bei 17° und im Spätsommer bei 23°. Regen fällt im Durchschnitt anS Tagen im Monat im Winter, im Sommer nur gelegentlich, besonders in den Bergen. Das Gebirge funktioniert als Wetterscheide, wenn es auf der einen Seite regnet, scheint meist auf der anderen die Sonne, Wegen des mildwarmen Klimas bietet Madeira eine üppige Fülle an Pflanzen. Das ganze Jahr über blühen auf dem ‘schwimmenden Garten“ Bougainvirlea und Strelitzien, in den verschiedenen Jahreszeiten Tamarisken, Drachenbaum, Orchideen, Lilien, Jacarandabäume, Flammenbäume, Korallenbäume, Margaritenbäume und Weihnachtssterne, Entsprechend üppig ist auch die Vielfalt an Früchten. Die für den Export wichtigsten sind Wein (berühmt ist der Madeirawein ‘vinho generoso‘, weiß, rot, trocken und süß), Bananen, Avokados. Der Atlantik ist um die Inseln sehr fischreich, Fast ein Viertel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Funchal und der näheren Umgebung. Funchal liegt in einer großen Bucht an der Südküste, die Häuser ziehen sich malerisch entlang der Küste die Hügel hinauf, zum Weiß der Häuser kontrastiert das tiefe Grün der Berge. Sie ist eine der schönsten Hafenstädte der Welt und bietet einen besonders imposanten Eindruck, wenn man sich mit dem Schiff dem Hafen nähert, Sehenswert sind die Festung Fortaleza de Säo Lourengo, der Gouverneurspalast, die Camara Municipam, ein Palast aus dem 18. Jh., die Kirche Igreja do Colögio, Funchals Kathedrale S4(15. Jh., ältestes Gebäude der Stadt), der Hafen mit dem alten Zollhaus und dem Fischerviertel, die bunten Straßen mit ihren Geschäften und Restaurants und die zahlreichen botanischen Gärten, Vom der Quinta das Gruzes hat man einen herrlichen Uberblick über Stadt und Hafen. Nördlich von Funchal liegt in den Bergen der Luftkurort Monte mit der Waltfahrlskirche Igreja de Nossa Senhora dc Monte (Kirche unserer Lieben Frau vom Berg). Eine Attraktion sind die Korbschliflenrutschtahrten (Carros de cesto) auf Pflastersteinen bis hinunter nach Funchal. Vom Aussichtspunkt am Cabo Giräo kann man am 600 m steilen Felsen hinab zum Atlantik blicken, dabei sieht man, daß auch die kleinsten Felsnasen landwirtschaftlich genutzt werden, In eine schmale Bucht gedrängt liegt sehr idyllisch der kleine Fischerort Cämara de Lobos mit buntbemalfen Booten und guten Restaurants, Nach Porto Moniz, auf dem Nordwestkap der Insef, führt eine malerische Küstenstraße durch Tunnels, vorbei an Steilabhängen und oftmals innen an Wasserfällen vorbei. In Porto Moniz haben Lavafelsen zahlreiche vom Meer abgetrennte Schwimmbecken geschaffen, die über Wege an den Felsen vorbei erreicht werden. Bei kräftigen nördlichen Winden werden die Schwimrabecken durch über die Felsen brechende Wellen mit sauberem und frischem Wasser versorgt. Bei Säo Vicente an der Nordküste kreuzt die Bergstraße aus dem Süden die Küstenstraße. Au! der Bergstraße erhält man Einblicke in den grünen und undurchdringlichen Urwald der Insel. Ein lohnenswertes Ziel ist die Ribeira do Inferno (Höllenschlucht). Die Berge Funchals sind ein beliebtes Wandergebiet zwischen Hochebenen und wilden Schluchten, Bananenplantagen und Eukaiyptuswäldern, Höchster Berg ist der Pico Ruivo (1862 m). Weites Gebirgspanorama mit Ausblicken auf den blau‘ en Atlantik und auf eine bizarre Vulkanwelt bieten die Aussichtspunkte beim Encumeada (1007) und beim Picc do Arieirc (1810 m). Der Flugplatz von Madeira liegt an der Südostküste, die Landebahn ist welt ins Meer hlnausgebaut. Von hier bestehen Flugverbindungen nach Europa, Südamerika und Afrika. Nordöstlich von Madeira liegt die Strandinsel Porto Sanfo mit dem malerischen Ferienort und der Hauptstadt Vila Baleira (Fährverbindung mit Funchal, Uberfahrt 1.30 h und Flugverbindung). Da Madeira selbst keine großen Strände besitzt, zumeist gibt es Felsküste, sind die kilometerlangen Strände an der gesamten Südküste der Insel sehr beliebt. Die anderen Küsten sind felsig und beliebt bei Tauchen. Zu den Ilhas Desertas (verlassene Inseln) gehören Chäo, eine flache Insel mit einem Leuchturm, und Bugio, eine gebirgige Insel. Beide sind unbewohnt, können aber mit Ausflugsbooten besucht werden. Im Süden liegen den Kanarischen Inseln vorgelagert die Ilhas Seivageris (wilde Inseln). Es sind kleine Felsenriffe, die unbewohnt sind.
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