Mai 3

Die Hebriden in Grossbritannien auch Western Isles genannt, liegen vor der schottischen Westküste. Sie gehören zu Schottland und damit zum United Kingdom. Die Außeren Hebriden (Outer Hebrides) bilden die Grenze zwischen Schottischer See und Atlantik, die Inneren Hebriden (Inner Hebrides) liegen zwischen der schottischen Küste und den Äußeren Hebriden. Von den über 500 Inseln sind rund 100 bewohnt. Die Inseln sind rauh, gebirgig und werden an den Küsten von tief einschneidenden Fjorden gegliedert, die kleinen Ortschaften liegen in hügeligen Niederungen am Meer, die fruchtbar sind- Zwischendrin liegen malerisch einige Seen, Wälder und einzelne Gehöfte. Nur ein kleiner Teil der Inseln kann landwirtschaftlich (zumeist Kleinbauern, ‘Crofter‘) genutzt werden, große Flächen sind Torfmoore und Heidelandschaft. Haupterwerbszweige sind Landwirtschaft mit Schafszucht, Fischfang Hummer! Krebse und Lachs, zumeist in Lachsfarmen) Wollfabrikation und Tourismus. Auf den Inseln wird wieder verstärkt gälisch gesprochen. Das Klima der Western Isles ist durch den Atlantik bestimmt, die Sommer sind kühl! die Winter mild, ständig bläst ein kräftiger Wind, Regen fällt das ganze Jahr über.Hauptinsel der Inneren Hebriden ist Skye (1665 qkm) mit der Hauptstadt Portreg an der Ostküste, Fährverbindung besteht von Kyle of Lochalsh in Schottland nach Kyleakin auf Skye. Eines der ältesten bewohnten Schlösser Schottlands ist Dunvegan Castle im Nordwesten der Insel! das zum Clan der MacLeods gehört. Der in der Geschichte der Insel stark rivalisierende andere CIan der Insel sind die Mac Donalds mit ihrem Hauptsitz Armadale, im Südosten von Skye. Auf Skye steht auch der höchste Berg der Hebriden, der Sgurr Alasdair mit 993 m, Zu Skye gehört auch der Archipel St. Kilda, ca. 70 km westlich der Äußeren Hebriden. Die Insel St. Kilda ist 424 m hoch und heute Militärbasis. Die anderen Inseln der Highland Region sind Raasay, nördlich von Skye und Canna, Ahum, Eigg und Muck im Süden. Südlich in der Slrathclyde Region liegen die Inseln Arran, Coll und Tiree, Colonsay und Oronsay, lslay, Jura (schönste und einsamste Insel, hier schrieb George
Orwell 1984) und Mull (951 qkm) mit der Hauptstadt Toberrnory. Alle Inseln sind mit Fähren zu erreichen, Skye, Tiree, Null, tslay und Jura haben auch einen Flughafen. Die Äußeren Hebriden sind durch den Meereskanal Minch von den Inneren Hebriden getrennt. Hier ist die gälische Sprache noch stark vertreten. Die Hauptinsel ist Lewis with Harrls (1994 qkm), die Insel ist im Süden eingeschnürt und besteht aus den beiden Halbinseln Lewis und Harris. mil der Hauptstadt der Hebriden, Stornoway im Nordosten von Lewis. Südlich der Hauptinsel liegen North und South Ulst, Benbecula und Barra. Lewis und Benbecula haben einen Flughafen. Es bestehen Fährverbindungen von Stornoway nach Ullapool in Schottland (3.30 h), von Tarbert auf Harris nach Uig auf Skye (1.15 h), von Lochboisdale auf Soutb UisI und von Castlebay auf Barra nach Oban in Schottland (5.00 h), sowie innerhalb der Inselgruppe. Die Äußeren Hebriden sind noch urwüchsiger als die Inneren. Die Bauern haben ihre Felder mit Steinmauern umsäumt, um sie vor den starken Winden und vor Vermoosung zu schützen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der neolithische Tempel von Callanish (westlich von Stornoway), die antike Festungsstadt Carloway Broch, die Ruinen von “Ui‘ Chapel auf der Halbinsel Eye, direkt vor der Hauptstadt. die aus dem 12. Jh. stammende Kirche St. Mofuag (alles auf Lewis), die St. Clement‘s Church auf Harns un der Tempel ot Trinity aus dem frühen 13. Jh. auf South Uist. Auf den Inseln gibt es zahlreiche Buchten mit Sandstränden und schönen Fischerdörfern, die kleinen Städte beherbergen zahlreiche kleine WolImanufakturen. Höchster Berg der Äußeren Hebriden ist der Clisham (800 m). der die Halbinsel Harris beherrscht.

Mai 3

Das britische Dominion Gibraltar, “die letzte britsche Kolonie in Europa“, liegt auf einer Halbinsel östlich von
Tarifa mit dem Kap, das Afrika gegenüberliegt. Von Spanien aus kann Gibraltar über La Linea erreicht werden, außerdem gibt es Flugverbindungen nach London und Tanger in Marokko. Wahrzeichen ist der alles überragende 426 m hohe Felsen, der steil ins Meer abfällt. Es führt eine Seilbahn hinauf, vorbei am englischen Fort. Von oben hat man einen wundervollen Blick auf den Ort und die Straße von Gibraltar. Bei guter Sicht erkennt man im Süden Afrika und die spanische Erklave Ceuta, die nur ca. 25 km entfernt liegt. Sehenswert ist die St. Michaels-Höhle, in dieser Tropfsteinhöhle werden im Sommer Konzerte veranstaltet. Die Stadt am Fuß des berühmten Felsens entwickelt sich derzeit zu einer Oase für Kapitalanleger. Gibraltar bietet ein gemischtes Bild aus britischen und spanischen Elementen, spanischer und englischer Architektur, in der Main Street und in der Little Bay englische Pubs, in den engen Gassen am Berg werden spanische Tapas serviert. Zollfreie Läden säumen die Hauptstraße. Der Felsen von Gibraltar wurde schon 711 von den afrikanischen Mauren unter dem Anführer Tarik erobert und besiedelt (Felsen des Tarik“). 1462 eroberte Spanien das Gebiet, 1704 eroberten die Briten den Felsen. Im Jahre 1967 gab es eine UNO-Resolution, die eine freie Wahl beschloß, ob Gibraltar zu Spanien oder Großbritannien gehören wollte, über 99% stimmten für den status quo. Nach langen Querelen wurde 1985 endlich die Grenze für den freien Verkehr geöffnet.
Das Klima Gibraltars ist mediterran mit sehr heißen Sommern und milden Wintern. Schneefälle sind sehr selten.
Nach der Grenzöffnung 1985 hat sich der Tourismus vervielfacht, über 95 % der Besucher kommen auf dem Landweg.
Attraktion sind nach wie vor die hier einzig in Europa freilebenden Affen (Magots) auf dem Felsen, deren Bestand laufend von Marokko aus ergänzt wird. Nach einer Legende erlischt der Besitzanspruch Englands, wenn die letzten Affen von Gibraltar verschwunden sind. Internationale Flüge bestehen seit 1990 mit Tanger (Marokko), ansotsten bestehen Verbindungen nach England mit mehreren Gesellschaften. Die Landebahn des Flughafens ist weit ins Meer hinaus gebaut. Man hat den Eindruck, man landet im Wasser. Direkt neben der Landebahn befinden sich die beiden Marinas Gibraltars, letzte europäische Stützpunkte vor der Fahrt nach Ubersee. Der Hafen ist wichtiger britischer Militärstützpunkt und wird von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angelaufen.