Ionische Inseln Griechenland

Die zu Griechenland gehörenden Ionischen Inseln liegen im gleichnamigen Meer vor der Nordwestküste Griechenlands an der Grenze zu Albanien. Von Nord nach Süd sind es Korfu (Körkira), Päxos (Paxl), Lefkäs (Lefkada), Kefallinla (Ketallcnia), Ithäki, Zäkinthos (Zakynthos) und ihre Nebeninseln. Alle Inseln sind durch Fährschiffsverkehr mit dem Festland verbunden. Korfu Schon Homer besang Korfu als die 1iebliche“ und ‘glückliche‘ Insel der Phäaken. Es war die letzte Station des Odysseus vor seiner Heimkehr nach Ithaka. Kerkira, die Hauptstadt der Insel, liegt auf einer Landzunge an der Ostküste, die die Stadt in die beiden Hatten Garitsa und Agios Nikolaos trennt. Dominierendes Bauwerk ist die venezianische Burg mit dem künstlichen Verteidigungsgraben Kontra-Fossa. Das Stadtbild ist von unterschiedlichen Kulturen geprägt, neapolitanische Gassen, Häuser mit franz. und englischer Tradition, byzantinische Burgen und venezianische Treppen. Schönster Platz ist der ‘Spianada“, der größte Platz Griechenlands, der Strand der Hauptstadt heißt “Mon Repos“. Besuchen sollte man auf Korfu den beliebtesten Badeort, Paleokastritsa mit seinen idyllischen kleinen Buchten, den Hügel Pelekas mit einer wunderbaren Aussicht über die Insel, Kanoni mit der durch einen Steg mit dem Festland verbundenen Klosterinsel Vlacherna und der Insel Pondikonissi mit einer Kapelle aus dem 13. Jh. Von Sidari an der Nordküste können die drei malerischen Inseln mit ihren geschützten Badebuchten Erikoussa, Mathraki und Othoni besucht werden. Päxos ist die kleinste der ionischen Inseln (10km lang, 4km breit, höchster Berg Agios Isavros, 250 m) und bietet zahlreiche Sandstrände und zerklüftete Felsküsle mit Grotten. Hauptort ist Gabs in einer dichtbewaldeten Bucht an der Osrküste. Vor der Einfahrt in den Naturhafen hegen die kleinen Inseln Panagia und Agios Nikolaos mit einer venezianischen Festung und einer allen Windmühle. Die größte Seegrone (lpapanti) liegt ca. 3 km vom Fischerdörfchen Lakka entfernt. Vor der OsrküsIe liegen als Ausflugsziele die Inselchen Mongonissi und Kaltsonissi, im Süden Anlipäxos mit nur 120 Einwohnern und ausgedehnten Weinstöcken und Sand- stränden. Letkös Die gebirgige Insel mit üppiger Vegetation, Lerkäs, kann vom Festland über eine Brücke erreicht werden. Der windgeschützten und sanft ins Meer abfallenden Ostküste sind die Onassis-Inseln Skorpios, Madouri und Sparti, sowie die große Insel Meganissi mit ihren Seegrotten Spilia tou Dämona und Papanikoll vorgelagert. Die Westküste ist schroff mit bewaldeten Meeresbuchten und Sandstränden. Der Hauptort Lefkada, ganz im Norden der Insel, liegt am Rande einer Lagune. wunderschön sind seine buntbemalten Häuser. Einen Besuch lohnen die Fischerdörfchen Agios Nikitas, Ligia, Nikiana und Nich (mykenische Rundbauten), die Festung Santa Maura und der 72 m hohe und steile Leukadische Felsen am Südkap (hier soll sich Sappho, die große Dichterin der Insel, aus Liebeskummer ins Meer gestürzt haben). Kefalllnla Sie ist die größte und abwechslungsreichste der Ionischen Inseln. Zu den Attraktionen gehören dIe vielen Schluchten, Höhlen und Grotten, wie die Grotte von Melisaani, die Tropfsteinhöhle von Drcgorati, die
°Schlünde‘ von Katavothres (hier verschwindet das Meerwasser in tiefen Felsspalten und taucht auf der anderen Seite der Insel in Karavomilos wieder auf) und das Phänomen des Felsen Kounopetra vor Lixouri (er bewegt sich unablässig vor und zurück). Die lnselhauptstadt ist Argostoll, die wie fast alle Dörfer auf der Insel vom Erdbeben 1953 nahezu völlig zerstört ist. Geblieben ist die venezianische Bogenbrücke mit dem darauf- stehenden Obelisk, Sehenswert sind auf der Insel die Panagia-Kirche in der Nähe von Livathou, das Kloster Agios Andreas mit alten Ikonen und Fresken um die Reste des antiken Stadtstaats Krane. Schöne Fischer- dörfer mit Sandstränden sind Katelios, Agia Efimia, Assos und Fiskardo. Lohnendes Ausflugsziel ist der lnselberg Anos (1628 m), dessen Hänge mit der schwarzen Kefallinla-Tanne bewachsen sind. lthakl
Ithaki liegt nur 2km nordöstlich von Kelallinla. Es ist die sagenumwobene Heimat des Odysseus. Sie ist gebirgig, hat versteckte kleine Buchten, die Oslküste ist flach und dichtbewaldet, die westküste steil und schroff. Hauptort ist llhäki (Vathi) am Ende der tief eingeschnittenen Mdos-Bucht. Sehenswert sind die Marmorgrotte, das Taxiarchenkloster bei Perahoh, das Katharonkloster (vom Glockenturm herrlicher Blick über die ganze Insel), der Polis-Hafen (hier startete die Flotte gegen Troja) und die kleinen Fischerorte Frikes und Kioni.

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