Die Azoren liegen im östlichen Teil des Nordatlantik zwischen 36055‘ und 39H0 nördlicher Breite und zwischen 25°05‘ und 31°15‘ westlicher Länge, 1500 km westlich von Lissabon in Portugal und ca. 4000 km östlich von New York. Sie sind eine Autonome Region Portugals. Es sind von West nach Ost auf einer Länge von 370 km die neun bewohnten Inseln Flores, Corvo, Faial, Pico, Säo Jorge, Graciosa, Terceira, Säo Miguel und Santa Maria. sowie die kleinen, unbewohnten FormigasInselchen nordöstlich von Santa Maria. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs, der letzte Vulkanausbruch fand 1957 auf Faial statt. Die imposanten Vulkane wie der Pico sind vom Typ der Kegelvulkane wie der Fujijama. Eine häufige vulkanische Erscheinung
sind die Caldeiras, ein nach Vulkanausbrüchen entstandener großer, oft mehrere Kilometer langer Krater, aus dem wieder mehrere neue Vulkane erwachsen. Der schönste auf den Azoren ist das Tal der Sete Cidades auf Säo Miguel, mit bewaldeten Hängen, zwei schönen Seen mit Sandstränden und einem einsamen Dorf. Außerdem gibt es auf fast allen Inseln Heißwasserquellen. Bis auf Pico und Terceira sind die Inseln sehr fruchtbar. Die Küsten der Azoren fallen größenteils steil ins Meer ab, höchster Berg ist der Pico (2351 m), damit auch höchster Berg Portugals. Die Azoren sind Bauernland mit Viehhaftung und Milch- produktion. Seit Beginn der Besiedlung wird Tee angepflanzt, seit dem letzten Jahrhundert Ananas. Langsam gewinnt der Tourismus an Bedeutung. Der Atlantik um die Inseln ist sehr fischreich, früher lebten die Inseln vom Walfang in der fairen Form. Vom Segelschiff wurden Ruderboote mit Harpunen ausgeschickt, es war ein unentschiedener Kampf “Mann gegen Mann“, wie in Melvilles Roman “Moby Dick‘. Das Kunsthandwerk des Schnitzens und Bemalens von Walzähnen greift heute auf Ochsenknochen und Kunststoffe zurück. In Europa bekannt sind die Azoren als Wetterküche, in dieser Region liegt das “Azoren-Hoch‘, das im “Kampf“ mit dem ‘Island-Tief‘ für das warme Wetter bei uns sorgt. Das Klima der Azoren ist maritim, zumeist sieht
man dichte Wolkenbänke über den Inseln, aus denen die Spitze des Pico herausragt. Es gibt trockene Inseln wie Graciosa, in der Regel fallen gleichmäßig im Jahr Niederschläge von 1130 mm. Es gibt weder Frost noch Hitze auf den Inseln, die Durchschnittstemperaturen liegen im Winter bei 15°, im Sommer bei 23°. Die Wassertemperaturen liegen im Winter bei 16/17°, im Sommer bei 21/22°, man kann das ganze Jahr über baden. Besonders im Winter weht ein ständiger Wind. Die bis dahin unbewohnten Inseln wurden 1427 vom portugiesischen Seefahrer Diego de Silves entdeckt, der im Auftrag des portugiesischen Prinzen Heinrich der Seefahrer, der selbst nie auf Entdeckungsfahrt war, unterwegs war. Die Besiedlung erfolgte durch Gongalo Velho Cabral im Jahre 1432, nachdem er im Vorjahr die Inseln nicht wiedergefunden hatte. Die Bevölkerung ist katholisch, religiöse Feiern spielen im Brauchtum die größte Rote. Die wichtigsten Feste sind die ‘Heilig-Geist-Feste“ zu Pfingsten, der größte Teil der Kirchen hat den entsprechenden portugiesischen Namen “Espirito Santo‘. Von Lissabon bestehen Flugverbindungen (ca. 2.00 h), die großen Inseln sind mit einem Flugnetz verbunden. Außerdem besteht Fährverkehr.Flores Die im äußersten Westen liegende Insel der Seen, Wasserfälle, Schluchten und Bäche mit intakten Wassermühlen ist, wie der Name sagt, eine Blumeninsel, Hortensienblüten bedecken die Insel. Hier fällt mit 1430 mm die höchste Niederschlagsmenge. Eine Attraktion sind die Grotten (Grutas dos Enxaräus) an der Küste bei Santa Cruz, dem Hauptort der Insel, Man kann mit Booten in sie hineinfahren. In der Inselmitte und im Süden liegen die Caldeiras mit den ‘Lagoas“, großen Kraterseen in wildromantischer Landschaft, Fährverbindungen bestehen unregelmäßig nach Faial. Corva CoNo liegt wie Flores weit draußen im Atlantik. Hier ist es einsam und ruhig. Die Insel ist ein großer Fels im Atlantik, die einzige Siedlung im Süden ist das Dorf Vila Nova do Corvo. Mitten in der Einsamkeit des Atlantik verbindet die Bewohner ein großes Gemeinschaftsgefühl, das sich auch auf die wenigen Besucher überträgt, die gastfreundlich empfangen werden, wenn das kleine Boot aus Flores herüberkommt. Bis auf die Südspitze der Insel mit der Ortschaft und einem kleinen Strand gibt es überall Steilküste, in der Mitte befindet sich ein großer Krater, der im Süden von Morro dos Homens (718 m) begrenzt wird, innerhalb der CaIdeira liegen Kraterseen, Falal Faial ist die östlichste der zentralen Inseln des Archipels. Wird vom Pico, dem höchsten Vulkan des Archipels beherrscht, der auch immer im Blickfeld ist, wenn man auf Falal oder Säo Jorge ist. Er gehört zu den schönsten der Welt. An den Hängen des Vulkans wachsen Weinreben, die durch Steinmauern vor dem scharfen Wind geschützt werden. Außerdem gibt es Obstplantagen. Von Lajes, im Süden der Insel, werden auch heute noch gelegentlich Wale gefangen. Madalena liegt direkt gegenüber von Horta auf Faial, wohin Fährverbindung besteht, Die dritte Ortschaft ist Cais do Pico (eine Hauptstadt gibt es nicht, Pico gehört zu Faial) mit Hotels und Restaurants und dem Denkmal für Heinrich den Seefahrer. Auf dem Westhang kann man sich dem Pico auf dar Straße nähern, auf dem weiteren Fußweg zum Gipfel liegen die Höhlen Fuma de Frei Matias. Der Gipfelweg ist durch Betonpfeiler markiert. Der Ausblick vom Gipfel über die Inselwelt der Azoren ist grandios. Säe Jorge Säo Jorge liegt westlich gegenüber von Pico, Grüne Weiden, bewaldete Steilküsten am Nordufer, fruchtbare Landzungen mit Obst- und Weinbau (auf kleinen Oasen mit abgerutschter Erde auf Meereshöhe, ‘Fajas“ genannt), schöne Buchten mit Badeplätzen bestimmen des Bild. Weit über die Grenzen ist der Käse bekannt. Zentral liegt der 1053 m hohe Pico da Esperanca. Hauptort ist Velas, Fähr- und Flughafen zu den anderen Inseln. Sehenswert ist das Kap Morrc Grande in der Nähe der Stadt und die Bauwerke aus dem 17. Jh. (Matriz-Kirche). Auf der Insel stehen noch zahlreiche ausgediente Windmühlen, Graciosa Graciosa im Norden des Archipels, die liebliche hat eine sanfte Hügellandschaft mit fruchtbaren Böden (Weizen, Mais, Bohnen, Knoblauch und Wein). Berühmt ist der Weinbrand Aguardente Velha da Gracicsa“. Die übliche Caldeira der Inseln liegt im Südosten. Die hügelige und grüne Insel mit einer zentralen Caldeira bietet an der um die ganze Insel verlaufenden Küstenstraße kleine verträumte Bauerndörfer und hat in langen Küstenabschnitten eine Steilküste und kleine Sandstrände. Flacher ist es hingegen im Südosten, hier liegt die Hauptstadt Horta, Wo früher die Walfänger zum Proviantnehmen im Hafen festmachten, sind es heute Segler aus aller Welt, die auf ihrer Antlantiküberquerung hier Halt machen. An der alten Kaimauer und den Mauern der neuen Marine haben sich die Segler mit selbstgemalten Bildern verewigt und im “Cafe Sport“ trifft man sich, Sehenswert sind auf Faial die roten Windmühlen, die Kolonialbauten und Kirchen von Horta. Auf Faial gibt es gute Hotels und Restaurants mit ausgezeichneter Küche (besonders Fisch), Plco Attraktion der Insel, der Furna de Enxcfre, der Grotte, die über ein “Kcrkenzieher‘-Treppenhaus bestiegen wird. Wer sich durch den Schwefeldunst hindurchgearbeitet hat, erreicht einen unterirdischen Kratersee, der mit Ruderbooten befahren werden kann, Hauptort ist Santa Cruz da Graciosa mit zahlreichen z.T. noch funktionierenden Windmühlen in der Umgebung. Die als ‘Dritte“ entdeckte Insel hat mit Angra do Herolsmo die schöhste lnselhauptstadt. Sehenswert ist die Kathedrale SÖ (16. Jb.(, der Palast der Bettencourts und der Hauptplatz Praga Velha. Fruchtbare Uferstreifen rund um die Insel und unfruchtbares Land im Innern bestimmen das Bild der felsigen Insel. Auf einer Rundreise entdeckt man das Casteio de Säo Baptista aus dem 17. Jh., die einzige Stierkampfarena der Azoren (ansonsten findet Stierkampf auf den Straßen statt), die Fischerdörfer Säe Mateus da Calheta und Porto dos Boscoitos, der höchste lnselberg Santa Bärbara (1021 m) und die Furnas dö Enxofre. Säe Miguel Säo Miguel ist die wirtschaftlich bedeutendste Insel mit weitem Acker- und Weideland. Hauptstadt der Insel und des Archipels ist Ponte Delgada, hier landen die Flugzeuge aus Lissabon und Madeira. Sehenswert ist die Matriz, die Kathedrale aus dem 16 Jh. und der große Platz Prga Gongalo Velho. Ponta Delgada bietet gegenüber den anderen Inselstädten europäisches, sprich portugiesisches Flair. Die Attraktion der Insel sind die sagenumwobenen Kraterseen ‘Vale das Sete Cidadas‘ im ‚Westen der Insel, mit dem Lagca Azul (blauer See, 2,6 x 2,4 km) und dem Lagoa Verde (grüner See, 1,4 ü,75 km) und zahlreichen Aussichtspunkten wie dem Vista do Rei, dem königlichen Aussichtspunkt. Der gesamte Krater hat einen Durchmesser von 5 km, Der Kraterrand erreicht über den Seen Höhen bis über 800 m. Inmitten der Abgeschiedenheit dieser Kraterlandschaft liegt das kleine Dorf Sete Cidadas. Ein weiterer einsamer Kratersee ist der Lagoa dc Fogo in der Inselmitte und weiter östlich der Lagoa das Furnas mit dem kleinen Dorf Furnas, heißen Quellen und einer Wassermühle. Die grüne Landschaft gilt als das schönste Erholungsgebiet auf der Insel. Santa Maria Die südöstlichste Insel ist Santa Maria mit hellen Sandstränden, in Terrassen angelegten weißen Dörfern und bizarren Steilküsten, Von Santa Maria stammt der Ton für die Töpfereien der Azoren. Auch hier blühen wie auf fast allen anderen Inseln Hortensien neben Ginster und Azaleen, Hauptort ist Vila dc Porto mit schöriem alten Hafen und der Festung Forte Säe Bras (16. Jh.). lnrnitten der Bergtäler liegt malerisch Santa Barbara, das schönste Inseldorf. An den Hängen wächst der bekannte Rotwein Vinho de Cheire“,
Italien liegt in Südeuropa, grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Schweiz und Österreich und im Osten an das ehemals jugoslawische Slowenien. In Richtung Südosten ragt der berühmte ‘Stiefel“ ins Mittelmeer, flankiert von der Adria, dem Ionischen, dem Thyrrenischen und dem Ligurischen Meer. Vor der Stiefelspitze liegt Sizilien, die Westgrenze des Thyrrenischen Meeres bildet Sardinien.Die Landschaft ist geprägt durch die Alpen im Norden, an die sich die Poebene im Süden anschließt. Der Mittelgebirgszug des Apennin zieht sich von der Poebene bis tief in den Süden zur Stiefelspitze. Charakteristisch sind die 3 Vulkane im Süden, der Vesuv, der ständig wieder ausbrechende Ätna auf Sizilien und der seit der Antike ständig tätige Stromboli, auf der gleichnamigen liparischen Insel vor der Nordostspitze Siziliens.
Vom Alpengebiet wechselt die Landschaftsform in die nördlichen italienischen Voralpen mit ihren bekannten Seen, Lago di Garda, Como, Lugano und Maggiore, um nur die größten zu nennen. Die anschließende Poebene ist Hauptwirtschaftsgebiet, sowohl agrarischer, als auch industrieller Natur. Die Adriaküste weist in der Hauptsache flache Sandstrände, unterbrochen durch kurze Felsküsten auf, Im Süden finden sich Dünenlandachaften. Südlich der Poebene schließt mit dem toskanischen Apennin die weiche Hügellandschaft der Toskana an, deren ideale Landschaft seit dem Mittelalter nicht nur Generationen von Malern angezogen hat. Die Westküsten, mit ihren felsigen Buchten und vorgelagerten Inseln, von Elba bis Capri, sind samt dem Golf von Genua, Italiens reizvollste Sornmerziele, Berühmt ist Italien, nach seiner römischen Geschichte, mit den verbliebenen Kunstschätzen, vor allem durch seine Kunstgeschichte seit dem Mittelalter, Angeführt von Venedig, Florenz, Pisa, Ravenna, Siena, Bologna, Lfrbino und nicht zuletzt Rom, um nur einige zu nennen, deren Stadtkerne zum Teil heute noch von Renaissancearchitektur geprägt sind, trifft man überall auf Zeugnisse des Kunstschaftens seit dem Altertum. Ausgrabungen in der Hauptstadt Rom werden heute meist nicht mehr weiterverfolgt, da das heutige Rom vollständig auf das antike draufgebaut ist und jede Grabung noch ein weiteres Stück Antike hervorbringt. Herausragende Sehenswürdigkeiten in der “Ewigen Stadt‘ sind der Vatikan, die Engelsburg (Castel SantAngelo, Kaiser Hadrian, 1 Jh.n,Chr.), das Forum Romanum (5- Jh.v.Chr., mit antiken Ruinen), das 50000 Besucher fassende Kolosseum (t.Jh. n.Chr.), der Kapitolshügel (1 .Jh.n.Chr.), der Konstantinsbogen (4.Jh.n.Chr.), der zentrale Kuppelbau des Pantheons (1 .Jh,v,Chr.), die Kirche II Gesu (erste Barockkirche, begonnen 1568), sowie eine große Anzahl an Kirchen und Plätzen (sehenswert der architektonisch durchgestaltete Piazza Navona, 17. Jh., einer der beliebtesten Treffpunkte in Rom mit vielen Lokalen und Bars Im Umfeld), Das Klima Ist, von der Alpenregion abgesehen, im wesentlichen mediterran, mit sehr heißen Sommern und Schnee im Apennin bis in den tiefen Süden im Winter. Hauptwirtschaftsregion ist der Norden, man spricht hier vom reichen Norden und armen Süden, Angeblich arbeitet der erfolgreiche Italiener in Milano und lebt in Rom, Rückzugsgebiete einheimischer Wildtiere, wie Wildschweine, Wildschafe und -ziegen sowie zahlreiche Greifvogelarten, sind die Naturparks der Alpen, des Apennin sowie die sizilianischen und sardinischen Berge. In den Wäldern des Apennin gibt es noch Wölfe. Die Hauptrouten des Tourismus führen an die Meeresküsten, die oberitalienischen Seen und in die kulturhistorisch erstrangigen Städte wie Rom, Venedig, Florenz, Pisa und Genua. Der größte Alpenanrainer bietet reichhaltige Möglichkeiten zum Wintersport und Bergtourismus. Triest zeigt seine österreichische Vergangenheit, In Venedig sollte man Sylvester feiern, vor allem, Venedig von der Seeseite “erfahren“ zu haben, heißt erst, es gesehen zu haben. Das Gebiet zwischen Venedig und Verona beherbergt eine Vielzahl von Renaissance-Villen, wie “La Rotonda“ von Palladio, von 1566. Verona bietet seine Open-air Opern in der antiken Arera und den unechten Balkon von Romeo und Julia. Uber die Einkaufsstadt Milano mit ihrem marmornen, gotischen Dom im Zentrum, führt der Weg den Po aufwärts in die Hügelandschaft des Piemont, mit der Hauptstadt Turin, dem Zentrum der Autoindustrie. Südlich der Poebene liegen die Regionen Emilia Romana, Toskana Umbrien und Marcha, mit ihren weichen Hügeln, die die Hintergründe der berühmten Renaissancemalereien des 15. und 16. Jh. bildeten. Florenz mit seinem Dom, sowie Pisa mit dem schiefen Turm sind Hauptaftraktionen, wegen ihrer Baudenkmäler und Museen, neben einer Vielzahl weiterer Städte. Genua, mit seiner verwinkelten Altstadt ist Fährhafen zu allen Mittelmeerhafenstädten. Südlich von Genua liegen Rapallo, Portotino, der schönste kleine Naturhafen der Welt und die Cinque Terre, ein leider überlaufenes Ausflugsgebiet mit zahlreichen Buchten. Piombinc ist Fährhafen nach Elba, der beliebtesten Urlaubsinsel Italiens- Verschwiegene Buchten, Heerscharen von Windsurfern, Seglern und Sonnenanbetern bevölkern die hügelige Insel in den warmen Monaten. Macchien, Kastanienwälder und Weinberge bedecken das Inselinnere, seit Generationen ist Elba eine Insel für Bergwanderer gewesen. Die kleineren Inseln des Toskanischen Archipels sind Capraia und Pianosa, zum Tail Sträflingsinseln, Montecristo, ein Naturpark, der auch nicht mit Schiffen angelandet werden darf sowie Giglio und Giannutri. Beliebte Ziele sind die Seen zwisten Perugia und Rom, deren größter der Trasimener See ist. Rom steht gewiß bei jedem Italienbesucher auf der Liste, ebenso das quirlige und laute Neapel. Unbekannter sind die auf gleicher Höhe gelegenen Tremiti-Inseln, nördlich des Stiefelsporns, des Gargano Kalksteingebirges, mit seinen pittoresken Feisformen an der Küste der Adria. Die drei Inseln San Nicola, San Domono und Caprala liegen, mit Fähr- und Helikopter dienst verbunden, etwa 20km vor der Küste. Die Inseln haben sich vom Piratennest und Mussölinis Strafkolonie auf der Kiosterburg von San Nicola zum Ausflugsziel und Unterwasser-Naturpail gemausert. In der Bucht von Neapel liegen Italiens wohl bekannteste Inseln, lschia und Capri, nördlich davon, die Pontinischen Inseln, ebenfalls beliebte Ausflugsziele. Vor der bergigen Stiefelspitze Kalabriens liegt Sizilien mit seinen nördlichen Lipari-lnseln und den westlichen Agadischen Inseln. Südlich von Sizilien liegen die Pelagischen Inseln und Pantelleria. Von Mitteleuropa wird Italien allgemein per Auto oder Bahn besucht, zu allen Inseln besteht sehr guter Fähr-und gegebenenfalls Flugverkehr. Größte Fährhafen zu den Mittelmeeranrainern sind Genua, Venedig, Ancona und Brindisi. Im Winter nach Venedig, von dort am Naviglio-Kanal entlang in Richtung Padua auf der “Straße der Villen“ entlangfahren, deren wohl beeindruckendste, die Villa Pisani in Stra ist. An Ostern empfehlen sich die Cinque Terre, wie Seeräubernester sitzen einige Küstenorte auf steilen Felsklippen. Die Toskana hat neben Kunstschätzen viel zauberhafte Landschaft zu bieten, Thermalquellen, von denen es über 200 in Italien gibt. Umbrien, einzige Region ohne Zugang zum Meer, bietet kulinarische Perspektiven in teils noch mittelalterlichem Ambiente. Selbst Norditaliener fühlen sich in Lecce, südlich von Brindisi, am Ende der Welt. Spürbar sind die griechischen Traditionen in den kleinen Dörfem des Umlandes. Die Kirche am Cap Leuca (griech.: Licht), dem Zusammenprall der adriatischen und ionischen Wellen, ist Wallfahrtsort. Sehenswert in dieser Region sind die TruIli genannten Häuser, deren Dächer kegelförmig aus Tuffstein gebaut sind. Je weiter man gen Süden und Südosten strebt, desto mehr entfernt man sich von der Hauptroute des europäischen Tourismus.
Island liegt im Nordatlantik, 800 km nördlich von Schottland und 1000 km westlich von Norwegen. Von Grönland wird es durch die 300 km breite Dänemark-Straße getrennt. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs. sie hat die größten Gletscher Europas. Der größte, der Vatnajökull, Ist der größte Gletscher außerhalb Grönlands und der Antarktis und ist auch vom Mond aus zu sehen. Im Südwesten liegen die Vestmannaeyjar-lnseln, Islands Fischereihochburg, im nordwestlichen Breidatjord, die Insel Flatey und direkt am Polarkreis die Insel Grimsey. Zu den beiden letzteren gibt es ständige Fährverbindungen. 27 der über 140 nacheiszeitlichen Vulkane sind noch tätig. So entstand erst 1963 vor den Westmänner-Inseln (Vestmannaeyjar) die Insel Surtsey, auf der sich mittlerweile bescheidener Ptlanzenwuchs gebildet hat und wo Vögel nisten. 1973 mußte die Stadt Heimaey auf der gleichen Inselgruppe, wegen eines Vulkanausbruchs, der die halbe Stadt mit schwarzer Lava zudeckte, evakuiert werden. Die gebirgige Landschaft ist durch Fjorde stark gegliedert, Es gibt nur wenige fruchtbare Täler, der Bewuchs beschränkt sich auf Gräser, Gestrüpp und Moose, Wegen des ständig starken Windes gibt es auf der ganzen Insel keinen freistehenden Baum, an der Ostküste gibt es einen kleinen Wald. Berühmt sind lslands Geysire, heiße und Schwefelquellen. Die Farbskala des Vulkangesteins reicht von leuchtendem schwefelgelb über tannengrün und burgunderrot bis hin zu glänzendem, glasartigem schwarz. Die Isländer betrachten sich als Nachfahren der Wikinger, tatsächlich sind sie Nachkommen der Wikinger und eingewanderter Kelten. Um 930 wird lslands bis heute existentes Padament, der Althing gegründet, der Nationalpark Thingvellir zeigt den historischen Schauplatz. Island hat ozeanisches Klima, mit wechselhaften Temperaturen, durch den Golfstrom gemildert. In mittleren Höhenlagen kann es auch im Juni schneien. Es ist prakfisch nie windstilt.
Islands bedeutendste Wirtschaftszweige sind die Fischerei, Schaf-, Rinder- und Pterdezucht. In den durch heiße Quellen beheizten Treibhäusern werden Obst, Gemüse und Blumen gezogen. lslands Tier- und Pflanzenwelt ist spärlich vertreten, mit Polarfüchsen, eingetührten Rentieren, Pferden (Island- ponys) und Nagern. Die Meerestauna ist reichhaltig mit Walen, Robben, ebenso die Vogelwelt. An lslands Südküste, In Dyrholaey, bei Vik, wurden Autnahmen für den Hitchcock-FiIm Die Vögel“ gedreht.
Von Ende Mai bis Anfang August herrscht fast 24 Stunden Tageslicht, in dieser Zeit lohnt sich eine Islandrundfahrt mit dem Auto besonders, Des gesamte nördliche Küstengebiet besteht aus Fjorden. Heiße Quellen, Wasserfälle, Lavafelder und Vulkankegel bestimmen weitgehend das Landschaftsbild. Es fehlen nur die Saurier, um sich in ein anderes Erdzeitalter zurückversetzt zu fühlen. Im Südwestteil der Insel, in der Hauptstadt und im Umland, leben die Hälfte der Isländer. Hier ist auch das wenige Kulturland der Insel, Westlich Reykjaviks legt, eingebettet zwischen den zweit- und drittgrößten Gletschern der Insel, der Geysir Strokkur, namengebend für alle heißen Quellen mit Fontänen. Island hat keine Eisenbahn, Flugverkehr zu allen wichtigen Städten, Reykjavik wird von Europa und Amerika aus direkt angeflogen. Das Innere der Insel ist praktisch unbewohnt, die Ringstraße, außerorts Piste, führt In knapp 1500 km einmal um Island herum, links- oder rechtsgedreht. Fährverbindungen von Schottland über die Orkneys, Shetlands und Färöer-lnseln, Letztere werden auch von Dänemark und Norwegen (Bergen) angefahren. Island ist ideal zum Angeln, Berg- und Gletschersteigen, Skifahren, Radfahren, Reiten, Wildwasserfahren und zur Naturbeobachtung.