Mai 7

Koh Samui liegt circa 490 km südlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok und ist die größte Insel aus einer Gruppe von mehreren Dutzend Inseln im Golf von Thailand. Mit Ihren 246 km² ist sie die drittgrößte Insel innerhalb der Landesgrenzen und eine der Hauptziele für Thailandreisende. Nur ein paar Kilometer Richtung Süden liegen die Inseln Koh Pha Ngan und Koh Tao, deren Namen eigentlich immer im gleichen Atemzug mit Koh Samui fallen. Bis zum Bau des Flughafens im Jahr 1988 wurde die Insel hauptsächlich von Rucksackreisenden mir geringem Budget besucht, die geringe Ansprüche an Komfort und Service stellten. Die damals einzige Verbindung nach Koh Samui war die Autofähre in Donsak und die Personenfähre von Suratthani, die auch heute noch die Hauptverbindung zum Festland darstellen. Nach der Inbetriebnahme des Flughafens und dem Bau größerer Hotels ist Samui auch das Ziel von Touristen mit höheren Ansprüchen geworden, die heute ohne Probleme befriedigt werden können. Die Zahl der Besucher ist seitdem ständig gestiegen und soll noch weiter steigen wenn der nationale Flughafen von Samui, nach Plänen von Bangkok Airways, zum internationalen Landeplatz ausgebaut wird. Trotz allem hat Samui sich seinen Inselcharakter bewahrt und bietet dem Besucher genügend Möglichkeiten, seine Reserven im Urlaub wieder aufzufüllen. Um die Insel führt in Küstennähe eine Ringstraße mit einer Gesamtstrecke von 50 km. Von einsamen Stränden und Buchten bis hin zum aktiven Nachtleben ist hier alles zu finden, was zu einem tropischen Inselparadies gehört. Die Infrastruktur Koh Samuis ist auf den Tourismus bezogen und gut entwickelt und bietet so auch dem Reisenden mit höheren Ansprüchen eine gute Auswahl an Hotels, Restaurants und aller möglicher Aktivitäten, sei es nun Sport oder Nachtleben. Viele der Strände sind sehr flach und erlauben das Baden im Meer zu fast jeder Jahreszeit. Die meisten Hotels, Bungalowanlagen und Restaurants finden Sie an der Ostküste der Insel, am Chaweng und Lamai Beach und hier ist auch das Nachtleben mit seinen Bars und Diskotheken am aktivsten. Wer in seinem Urlaub nur Ruhe haben will, kann auf die weniger stark besuchten Strände im Westen der Insel ausweichen. Bis in die späten 70er Jahre basierte die Wirtschaft in Koh Samui auf Fischfang und den Handel mit Kokosnüssen. Wer die ersten Bewohner waren ist unsicher, möglicherweise Fischer auf der Suche nach neuen Fängen. Später lag die Insel am Rande einer Haupthandelsroute zwischen Indien und China, wobei beide Völker, zumindest zeitweise, sich in dieser Gegend niedergelassen haben, um ihre Boote zu reparieren und Proviant aufzunehmen. Vor ungefähr 150- 200 Jahren wurden dann chinesische Emmigranten von der Insel Hainan hier seßhaft und wahrscheinlich zum gleichen Zeitpunkt begann der kommerzielle Anbau von Kokosnüssen. Heute gibt es auf Samui mehr als 3 Millionen Kokosnußpalmen, die die thailändische Hauptstadt Bangkok monatlich mit über 2 Millionen Nüssen versorgt. Muslimische Einwanderer, welche ihre Heimat Pattani verließen, siedelten vor nicht all zu langer Zeit in einen kleinen Dorf auf Samui und leben dort nach ihren althergebrachten Traditionen. All diese Menschen und Einwanderer aus anderen Ländern haben ihre Elemente traditioneller Lebensweise einfließen lassen und so das Samui geschaffen, wie wir es heute kennen. Wenn wir von der natürlichen Schönheit der Insel sprechen, so ist dies das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Eingriffe. Lange bevor die ersten Touristen Koh Samui als Ferienparadies entdeckten, mußte der einheimische Regenwald den Kokosnußplantagen, dem Früchte- und Reisanbau und den immer zahlreicher werdenden Ortschaften weichen. Bis auf Vögel, Eidechsen und einigen Wildschweinen ist die einheimische Tierwelt immer mehr durch Jagd, Kultivierung und Rodung in ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt worden. Einige kleine Reste des ehemaligen Regenwaldes sind noch im abgelegenen Insel innern vorhanden und die Flüsse sind von einem Dschungel aus Bambus und Rattan eingesäumt, doch die idyllische Szenerie der Strände und Hügel ist zum großen Teil durch menschliche Hand geformt worden. Die einzige wirkliche Stadt der Insel ist Nathon Town an der Westküste. Im Jahr 1905-6 zog die Verwaltung der Insel Samui nach Nathon und seitdem hat sich die Stadt zum Zentrum für den Einkaufsbummel, Bankgeschäfte und Telekommunikation entwickelt. Sie ist natürlich der Knotenpunkt für alle Ankommenden oder Abreisenden, welche nicht die Direktverbindung per Flugzeug wählen. Ein Bummel durch die Seitenstraßen läßt noch etwas vom alten, von chinesischen Einwanderern geprägten Flair der Stadt verspüren, doch unter dem Einfluß des immer stärker werdenden Tourismus ändert sich das Stadtbild schnell. Das Klima in Koh Samui läßt sich in zwei Klimaphasen einteilen. Von Mitte Januar bis Mitte Oktober trockene Jahreszeit (tagsüber 30 - 36 Grad, nachts von 22 - 28 Grad) mit Ostwind und herrlichem Wetter und in die Monsunzeit mit teilweise heftigen Westwinden und Regengüssen von Mitte Oktober bis Januar (tagsüber 28-33 Grad, nachts je nach Regenmenge 24-30 Grad).

Mai 7

Mittelamerika und die Karibik (mit den Bahamas) liegen etwa zwischen 27° (Bahamas) und 7 ° (Panama) nördlicher Breite sowie 59° (Barbados) und 92° (Guatemala) westlicher Länge. Den Grundstein zur Entdeckung dieser Region für Europa legte Christoph Kolumbus, Italiener in Diensten der Spanischen Krone (Ferdinand und Isabella). Am 12. Oktober 1492 entdeckte die Dreiertlotte Pinta, Niöc und Sta. Maria die Bahama-Inseln (früher glaubte man, die erste Landung geschah in San Salvador oder Watling Island, heute glaubt man eher an Samana Cay). In Mittelamerika traten die Eroberer auf Ureinwohner vom Stamme der Azteken und Mayas, in der Karibik und Nord-Südamerika auf die kriegerischen caribe-Indianer (Koptjäger) und die friedlichen Arawaks. Während die Indianerbevölkerung in Mittel- und Südamerika zum Teil in der heutigen Bevölkerung aufgegangen oder mit ihr vermischt ist, sind die Verhältnisse auf den Antillen- Inseln anders. Nahezu alle Arawaks und Kariben (Ausnahme: Dominica) wurden ausgerottet, da afrikanische Negersklaven für die Zuckerrohrernte geeigneter waren. Die Nachfahren dieser Schwarzen sind nun die Hauptbevölkerung der Antillen-Inseln (Ausnahmen: Kuba, Dorn, Rep., Mittelamerika, außer Belize, einige französische und südamerikanische Inseln). 2-3 % beträgt der Anteil der weißen, europäischen, ‘Urbevölkerung“ durchschnittlich auf den Inseln. Im 16. Jh. waren die Spanier in dieser Region sozusagen unter sich, die Franzosen waren weiter nördlich (Golf von Mexiko, USA, Kanada) zu Gange, die Portugiesen südöstlich (östliches Brasilien, nach dem Vertrag von Tordesillas, 1494, der in etwa den 50. Längengrad als Trennungslinie Spanien/Portugal bestimmte). Erst ab dem 17. Jh. traten die Engländer und Franzosen in der Karibik verstärkt auf den Plan. Die meisten Befestigungsanlagen, die es praktisch auf jeder Insel gibt, stammen aus der Zeit der kriegerischen Auseinandersetzungen der beiden Seemächte (plus der Holländer).
Heute sind die Inselsprachen neben dem Pidgin-English und Patois (Französisch-Kreolisch) Englisch, Französisch, Spanisch, Holländisch. Die französischen Inseln, British Virgin Islands und Montserrat (engl.) sind EG-Mitglieder. Das Klima der Region ist allgemein subtropisdi bis tropisch feuchtheiß, an den Küsten durch Passatwinde gemildert. Beste Reisezeit im Winter, die Sommer sind drückend schwül und feuchtheiß. Einige der berühmtesten Strände der Welt gehören zur Karibik. Noch in den 70er Jahren ausschließlich Refugium des Jet-Set und von Amerikanern, werden die Kahbik und Mittelamerika mehr und mehr Ziele europäischer Touristen. Wer Wassersport jeder Art sucht, ist bestens beraten, die besten Segelreviere und das zweitgrößte Korallenriff der Welt (Belize) sind hier. Regenwälder, Urwälder und aktive Vulkane (in St. Lucia befahrbar), sowie Wasserfälle sind herausragende Naturschauspiele. Sowohl pauschal als auch auf gut Glück ist die Karibik zu empfehlen. Die kleineren Inseln haben trinkbares Wasser und bergen keine Malaria-Gefahr, das Leben ist europäisiert (Kolonialzeit). Berühmt sind die bunten Festivals In der Karibik, nahezu das ganze Jahr ist irgendwo Karneval (teils Tradition, teils touristisch bedingt, anfragen). Die Karibik ist auch ein beliebtes Heirataparadles. Ursprünglich von den Amerikanern schon in den 40ern und 50ern entdeckt, werden Karibikinseln als Hochzeitsplätze auch bei Europäern immer beliebter. Grund: die Inseln sind ein Honeymoon-Paradies. Die Hotellerie auf vielen Inseln ist darauf eingerichtet und die Werbung entsprechend danach ausgerichtet. In den nachfolgenden Inselbeschreibungen wurde, wo möglich, darauf hingewiesen. Das Flugnetz ist mittlerweile lückenlos und wird jedem Wunsch gerecht.

Anguilla - die aalförmige Koralleninsel

Anguilla, die aalförmige“ Koralleninsel, auch Snake Island genannt, ist die nördlichste Insel des Kleinen Antillen-Bogens. Noch nördlicher liegt allerdings ihre zugehörige Kleininsel Sombrero (wichtiges Leuchtfeuer). Weitere Inselchen und cays (Flachinseln, Ritte) sind vorgelagert. Die Insel ist flach und besteht aus Kalksandstein, mit zahlreichen Salzseen und Lagunen, bei einer Länge von 26 km und einer Breite von durchschnittlich 6,5 km. Die höchste Erhebung ist der Grocus Hill, mit 65 m, den man leicht zu Fuß oder per Auto erreichen kann. Die buchtenreiche Insel hat über 30 Strände aus tiefem, weichem Korallensand, ist hügelig und in der Hauptsache mit Büschen bestanden. Hauptstadt ist das verschlafene Städtchen ‘Th. ValIey.1650 wurde die Insel von Briten besiedelt und war bis 1825 selbständig. Danach erfolgte die Verwaltung vom nahen St. Kitts and Nevis, bis der Kronkolonie St. KittsNevis-Anguilla 1967 eine Teil-Unabhängigkeit gewährt wurde. Erst nach einem politischen Geplänkel (einseihge Unabhängigkeitserklärung, Fallschirmjägereinsatz der Red Devils‘, danach Aufbau einer ersehnten Infrastruktur) wurde Anguilla am Separation Day, am 19,12.1980, von St. Kitts-Nevis getrennt.
Das Klima ist trocken und mild, keine großen jahreszeitlichen Unterschiede. Der Tourismus beschränkt sich mittlerweile nicht mehr nur auf Tagesausflügler vom nahen St. Martin (Schnellfähren von Mahgot, sogar nachts). Die weißgelben Sandstrände Anguillas sind einmalig in dieser Region (Wassersport aller Art), die beschaulichen Strandbars (Shoal Bay ist beliebtester Platz für Tagesgäste und -restaurants vermitteln eine lockere °away-trom-it-aII“-Atmosphäre. Gelegenheiten zum Riff- und Wracktauchen (Sandy IsI., Dog IsI.). Auf Dog Island leben Vögel und Wildziegen, Sandy Island, 3km vor Road Bay, ist eine typische Inselwitz-Insel (Sand, Kokospalmen), ideal für Ausflüge (können gebucht werden). Wer aus der Ruhe kurz ausbrechen will, fährt mal eben nach St. Marfin/Sint Maarten zum Shopping oder Roulette. Ublicherweise findet der Karneval im Juli/August mit Umzügen, Bootsrennen statt (Hotels geben bis 40% Karnevals-Rabatt). Segler steuern für Formalitäten Blowing Point, den Fährhafen an, Flugverbindungen nach Puerto Rico, Antigua, St. Kitts, St. Mearten, US Virgin Islands (WINAIR, Anguilla). Wer hier heiraten will, muß sich mindestens 2 Tage (beide Parteien) auf Anguilla aufgehalten haben (210 US - Dollar, Geburtsurkunde, Pass, evtl. Scheidungspapiere.

Mai 7

Die auf einem zum Meer hin abfallenden Felsplateau liegende malerische Hafenstadt Antalya ist Zentrum des Fremdenverkehrs dieser Region. Wahrzeichen der Stadt ist das kannelierte Minarett aus der Zeit der Seldschuken. Westlich von Antalya liegen die Orte Kemer, die Ruinen des antiken Hafens Phaselis, Kekova und Kas, ostwärts von Antalya findet man Side, Alanya (Festung aus dem 13. Jh.) und am südlichsten Punkt Kleinasiens am Kap Anamur die mittelalterliche Kreuzritterfestung. Die Küstenstraße nach Silifke Ist beeindruckend (bei gutem Wetter kann man sogar Zypern erahnen). Auf dem Weg nach Mersin (typische Mittelmeerstadt, Fährdienst nach Magosa, Türk. Nordzypern( finden sich die römischen Städte Kanytelis und Pompeiopolis, weiter östlich liegt das Zentrum der türkischen Baumwollindustrie Adana (unter Hadrian erbaute und unter Justinian restaurierte Steinbrücke über den Seyhan). Das Gebiet weiter östlich war in der Antike als Ebene von Issos bekannt, wo Alexander der Große den Perserkönig Dahus besiegte (dreidreidrei-bei Issos Keilerei). Hier gründete Alexander die Hafenstadt Alexandretta, das heutige Iskenderun, Südlich von Iskenderun in Richtung Syrien liegt Antakya (Hatay), das biblische Antiochla, wo der Apostel Petrus die erste christliche Gemeinde gründete. In der Grotte außerhalb der Stadt wurden die ersten Predigten gehalten (heute Pilgerstätte). Das Hatay-Museum beherbergt die schönsten römischen Mosaiken der Türkei. Mittelanatolien ist das Herz des Landes, geographisch und politisch. Mustafa Kemal gründete als Atatürk (Vater der Türken) am 13. Oktober 1923 die Türkische Republik und machte Ankara wegen seiner zentralen Lage zur neuen Hauptstadt. Die Stadt macht einen modernen nach westlichem Vorbild geprägten Eindruck, ihr Ursprung geht aber weit zurück (die Hethiter herrschten im 2. Jahrtausend v.Chr., die Phryger, aus Thrakien kommend, im 1. Jahrtausend v.chr., die Galater, ein indogermanischer Volksstamm, gaben ihrer Hauptstadt im 3. Jh. v.chr den Namen Ancyra • Anker). Sehenswert sind Anit-Kabir (Atatürk-Mausoleum), Ankara Kalesi (Zitadelle von Ankara), Tempel des Augustus, die Moscheen Haci Bayram Camisi (15. Jh.), Aslanhane Camisi (13. Jh.) und Yeni Cami (die größte und schönste der osmanischen Moscheen aus dem 16. Jh.). Historische Stätten in der Umgebung von Ankara sind Hattusas. die Hethiterhauptstadt bei Bogazkale. Alacahöyük mit dem monumentalen Sphinxtor, bei Polati die phrygische Hauptstadt Gordion (nach der Weissagung würde Alexander der Große die Herrschaft über Asien erlangen nach Lösen des Gordischen Knotens(, Catalhöyük bei Cumra, eine der ältesten Städte der Welt (Lehmhäuser aus dem 8. Jahrtausend) und Beysehir (seldschukisches Zentrum). Die Landschaft der Anatollschen Hochebene ist von gelbbrauner Farbe, durch Schluchten zerklüftet und von vulkanischen Kegeln übersäht. Das Steppenland bedecken Weizenfelder, die Flußläufe sind von Pappeln umsäumt. Ein Naturwunder ist Göreme, eine einzigartige Landschaft mit steilen Schluchten, bizarren Pyramiden und Kegeln aus Fels, ockerfarbenen Fresken in byzantinischen Felskirchen. Die von Menschen geschaffenen Häuser und Kirchen In den Felskegeln harmonisieren ideal mit der Landschaft. Sehenswert sind außerdem Amasya (Felsengräber), Tokat (28-türmige Burg), Sivas (Kreuzungspunkt der Karawanenstraßen von Persien und Bagdad) und Kayseh (das antike Cesarea am Fuße des erloschenen Vulkans Erciyes, 3916 m, heute beliebtes Skizentrum). Bei Ürgup gibt es zwei Quadratkilometer große, unterirdische Katakomben (bis 8 Stockwerke), die ältesten sind 2000 Jahre alt. An der Schwerzmeerküste wechselt die Landschaft von dichten Pinienwäldern im Gebirge zu mit Tee bepflanzten Terrassen, Haselnußhainen und Tabakplantagen. Die Landschaft fällt zur See hin steil ab, Klippen und Vorgebirge wechseln mit sandigen Buchten. Die schönsten Ferienorte sind Kilyos, Silo, Agva, Akcakoca, das malerische Städtchen Alnasra, Sinop (Geburtsort von Diogenes). Um Samsun und Trabzon wachsen die meisten Haselnußbüsche (Türkei ist größtes Exportland für Haselnüsse). Überreste aus byzantinischer Zeit sind überall zu finden. Östlich von Trabzon liegt das türkische Teegebiet um das Zentrum Rize. Die Ost- und Südosttürkei reicht schließlich bis zu den schneebedeckten GipfeIn an den östlichen Grenzen. Die Entfernungen zwischen einzelnen Ortschaften sind groß. Man begegnet nur selten Menschen. Die Metropole ist des 1950 m hoch gelegene Erzurum (UIuMosche, 12. Jh., mit ihrem von zwei Minaretten flankierten Portal). Die Grenzstadt Kars wird von einer Zitadelle beherrscht. An der Grenze zur GUS (Armenien und Aserbeidschan) liegt Ani mit Ruinen seiner imposanten Stadtmauer und einigen Kirchen aus dem 1O. Jh. Wichtig für die Geschichte dieser Gegend ist der höchste Berg der Türkei, der Agri Dag (Ararat) mit 5137 m. Hier soll der Überlieferung nach die Arche Noah gelandet sein. Im Gebiet des Euphrat und Tigris, dem früheren Obermesopotamien, liegen die Städte Diyarbakir (massive Stadtmauer aus schwarzen Basaltsteinen und Altstadt mit mittelaltertichen Charakter), Mardin (traditionell helle Sandsteinhäuser schmiegen sich terrassenförmig an den Berg, Zitadelle und Ulu-Moschee) und Sanliurfa (Geburtsstadt Abrahams, Hehl RahmanKomplex mit dem reich der “Heiligen Karpfen‘). Nördlich von Adriyaman liegt eines der spektakulärsten Monumente der Türkei: das vor 2000 Jahren für den Kommagenekönig Antiochus 1. auf dem Nemrut Dag errichtete Grabmal, Riesenstatuen schmückten einst diese Stätte und ihre verstreut herumliegenden Häupter vermitteln noch heute einen Eindruck von der Größe und Bedeutung dieses Heiligtums.
Die Verkehrsverbindungen innerhalb der Türkei sind gut, die Frequenz nimmt natürlich nach Osten zu ab. Hauptzugverbindungen sind der Mavi Tren (Blauer Zug) von Istanbul zu den anatolischen Zentren und der Fatih Express zwischen Istanbul und Ankara. Private Buslinien verkehren überall im Land, ebenso wie Taxis und Dolmusch (Sammeltaxis). Es gibt Fährverbindungen zu allen griechischen Nachbarinseln, große Autofähren verkehren zwischen lstanbul Izmir und Piräus Nenedig, ebenso wie zwischen Mersin und Magosa (Türk. Nord- zypern). Regelmäßige Flugverbindungen bestehen zwischen der Türkei und Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz in Westrichtung, nach Süden und Südosten zum Irak, Iran, Jordanien, Syrien und Saudi- Arabien.