Koh Samui liegt circa 490 km südlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok und ist die größte Insel aus einer Gruppe von mehreren Dutzend Inseln im Golf von Thailand. Mit Ihren 246 km² ist sie die drittgrößte Insel innerhalb der Landesgrenzen und eine der Hauptziele für Thailandreisende. Nur ein paar Kilometer Richtung Süden liegen die Inseln Koh Pha Ngan und Koh Tao, deren Namen eigentlich immer im gleichen Atemzug mit Koh Samui fallen. Bis zum Bau des Flughafens im Jahr 1988 wurde die Insel hauptsächlich von Rucksackreisenden mir geringem Budget besucht, die geringe Ansprüche an Komfort und Service stellten. Die damals einzige Verbindung nach Koh Samui war die Autofähre in Donsak und die Personenfähre von Suratthani, die auch heute noch die Hauptverbindung zum Festland darstellen. Nach der Inbetriebnahme des Flughafens und dem Bau größerer Hotels ist Samui auch das Ziel von Touristen mit höheren Ansprüchen geworden, die heute ohne Probleme befriedigt werden können. Die Zahl der Besucher ist seitdem ständig gestiegen und soll noch weiter steigen wenn der nationale Flughafen von Samui, nach Plänen von Bangkok Airways, zum internationalen Landeplatz ausgebaut wird. Trotz allem hat Samui sich seinen Inselcharakter bewahrt und bietet dem Besucher genügend Möglichkeiten, seine Reserven im Urlaub wieder aufzufüllen. Um die Insel führt in Küstennähe eine Ringstraße mit einer Gesamtstrecke von 50 km. Von einsamen Stränden und Buchten bis hin zum aktiven Nachtleben ist hier alles zu finden, was zu einem tropischen Inselparadies gehört. Die Infrastruktur Koh Samuis ist auf den Tourismus bezogen und gut entwickelt und bietet so auch dem Reisenden mit höheren Ansprüchen eine gute Auswahl an Hotels, Restaurants und aller möglicher Aktivitäten, sei es nun Sport oder Nachtleben. Viele der Strände sind sehr flach und erlauben das Baden im Meer zu fast jeder Jahreszeit. Die meisten Hotels, Bungalowanlagen und Restaurants finden Sie an der Ostküste der Insel, am Chaweng und Lamai Beach und hier ist auch das Nachtleben mit seinen Bars und Diskotheken am aktivsten. Wer in seinem Urlaub nur Ruhe haben will, kann auf die weniger stark besuchten Strände im Westen der Insel ausweichen. Bis in die späten 70er Jahre basierte die Wirtschaft in Koh Samui auf Fischfang und den Handel mit Kokosnüssen. Wer die ersten Bewohner waren ist unsicher, möglicherweise Fischer auf der Suche nach neuen Fängen. Später lag die Insel am Rande einer Haupthandelsroute zwischen Indien und China, wobei beide Völker, zumindest zeitweise, sich in dieser Gegend niedergelassen haben, um ihre Boote zu reparieren und Proviant aufzunehmen. Vor ungefähr 150- 200 Jahren wurden dann chinesische Emmigranten von der Insel Hainan hier seßhaft und wahrscheinlich zum gleichen Zeitpunkt begann der kommerzielle Anbau von Kokosnüssen. Heute gibt es auf Samui mehr als 3 Millionen Kokosnußpalmen, die die thailändische Hauptstadt Bangkok monatlich mit über 2 Millionen Nüssen versorgt. Muslimische Einwanderer, welche ihre Heimat Pattani verließen, siedelten vor nicht all zu langer Zeit in einen kleinen Dorf auf Samui und leben dort nach ihren althergebrachten Traditionen. All diese Menschen und Einwanderer aus anderen Ländern haben ihre Elemente traditioneller Lebensweise einfließen lassen und so das Samui geschaffen, wie wir es heute kennen. Wenn wir von der natürlichen Schönheit der Insel sprechen, so ist dies das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Eingriffe. Lange bevor die ersten Touristen Koh Samui als Ferienparadies entdeckten, mußte der einheimische Regenwald den Kokosnußplantagen, dem Früchte- und Reisanbau und den immer zahlreicher werdenden Ortschaften weichen. Bis auf Vögel, Eidechsen und einigen Wildschweinen ist die einheimische Tierwelt immer mehr durch Jagd, Kultivierung und Rodung in ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt worden. Einige kleine Reste des ehemaligen Regenwaldes sind noch im abgelegenen Insel innern vorhanden und die Flüsse sind von einem Dschungel aus Bambus und Rattan eingesäumt, doch die idyllische Szenerie der Strände und Hügel ist zum großen Teil durch menschliche Hand geformt worden. Die einzige wirkliche Stadt der Insel ist Nathon Town an der Westküste. Im Jahr 1905-6 zog die Verwaltung der Insel Samui nach Nathon und seitdem hat sich die Stadt zum Zentrum für den Einkaufsbummel, Bankgeschäfte und Telekommunikation entwickelt. Sie ist natürlich der Knotenpunkt für alle Ankommenden oder Abreisenden, welche nicht die Direktverbindung per Flugzeug wählen. Ein Bummel durch die Seitenstraßen läßt noch etwas vom alten, von chinesischen Einwanderern geprägten Flair der Stadt verspüren, doch unter dem Einfluß des immer stärker werdenden Tourismus ändert sich das Stadtbild schnell. Das Klima in Koh Samui läßt sich in zwei Klimaphasen einteilen. Von Mitte Januar bis Mitte Oktober trockene Jahreszeit (tagsüber 30 - 36 Grad, nachts von 22 - 28 Grad) mit Ostwind und herrlichem Wetter und in die Monsunzeit mit teilweise heftigen Westwinden und Regengüssen von Mitte Oktober bis Januar (tagsüber 28-33 Grad, nachts je nach Regenmenge 24-30 Grad).
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