Phuket liegt ca. 900 km südlich von Bangkok, der Hauptstadt Thailands, in der Andaman See, dem südöstlichen Teil des Indischen Ozeans. Die Insel selbst hat eine auf den Tourismus bezogene, hoch- entwickelte Infrastruktur. Vom aufregenden Nachtleben bis zu einsamen Buchten und Stränden ist hier alles zu finden, was man mit einem tropischen Paradies verbindet. Die Insel Phuket ist die kleinste Provinz Thailands. Die Hauptinsel hat eine Fläche von 539 qkm und zusammen mit 39 kleinen Inseln beträgt die Gesamtfläche 570 qkm, etwa zwei Drittel der Fläche von gesamt Berlin. Die beiden Hügelketten, die die Insel von Norden nach Süden durchziehen haben höchste Erhebungen von 450 bis 530 Metern. Nach Ranong mit einer Bevölkerung von 120.000 ist die Provinz Phuket die bevölkerungsärmste in Thailand. Von den 200.000 Einwohnern bekennen sich 60 % zum Buddhismus und 35 % zum Islam. Die Provinz ist unterteilt in drei Distrikte: Thailand, die alte Hauptstadt. Phuket, die heutige Hauptstadt, und Kathu. 45 % der Insel sind landwirtschaftlich überwiegend für Kautschukbäume. Kokosnüsse und andere Früchte. 25 % wurden für die Zinngewinnung im Tagebau genutzt, aber seit der Zinnpreis auf dein Weltmarkt die Produktionskosten nicht mehr deckt, sind alle Zinnminen auf Phuket geschlossen. Einige wurden in den letzten Jahre rekultiviert und dienen heute touristischen Einrichtungen und Golfplätzen. Nur 7 % sind noch mit tropischem Regenwald bedeckt, etwa 60% dieser Fläche im Khao Phra Thaew Schutzgebiet. Seit 1967 ist die Insel durch eine Brücke mit dem Festland verbunden, die 1993 durch eine neue ersetzt wurde. Phuket Stadt hat einen bedeutenden Anteil an Lokkien- chinesischen Einwohnern, deren Vorfahren während der letzten 200 Jahre nach Phuket kamen. Hauptgrund für diese Einwanderung war die beständig steigende Nachfrage nach Zinn auf dem Weltmarkt und der daraus resultierende Mangel an Arbeitskräften. So wurden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts chinesische Arbeiter auch in Bangkok und dem damals unter britischer Herrschaft stehenden Penang (heute Malaysia) rekrutiert. Nach verschiedenen Aufständen und Kämpfen zwischen den Minenarbeitern bestand erneut akuter Arbeitskräftemangel, auf den der Gouverneur der Insel in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts mit der mehrfachen Entsendung eines Dampfschiffes nach China reagierte. So war bereits in den Dreißiger Jahren die Mehrzahl der Bewohner von Phuket chinesischer Abstammung und von ihnen wurde auch die Wirtschaft beherrscht. Bis in die Fünfziger Jahre pflegten Sie enge Beziehungen zu ihren nächsten Verwandten auf der Insel Penang, die in etwa 20-stündiger Bootslidia zu erreichen war. Die Bahnfahrt nach Bangkok (über Trang) dauerte bis in diese Zeit etwa 3 Tage. Ihre kulturellen Traditionen haben sich durch Vermischung mit der einheimischen Bevölkerung teilweise verloren, aber die überwiegend aus Stein gebauten Villen haben die Jahre seit ihrer Entstehung genauso überdauert, wie einige Essgewohnheiten und das alljährlich im Herbst stattfindende Vegetarische Festival. Für Urlauber ist Phuket Town allerdings etwas weit vom Schuß und hat weit und breit weder Strand noch größere Sehenswürdigkeiten zu bieten, außer die alten chinesischen Häuser und Straßenzüge die teilweise gut erhalten sind. Die Villen der Zinnbarone zeugen hier seit über einem Jahrhundert vom Reichtum Phukets. Ein Stadtrundgang ist trotzdem die Mühe wert, im Kapitel Sehenswürdigkeiten haben wir Ihnen einen kurzen Rundgang durch das Zentrum von Phuk et Town zusammengestellt. Dichter, tropischer Urwald im Inneren der Insel wechselt ab mit. feinsandigen Stränden und bizarren Kalkstein. Die dem Festland zugewandte Ostseite der Insel ist im wesentlichen vom Tourismus verschont geblieben, hauptsächlich deshalb, weil die meisten Strände dort relativ flach auslaufend sind und sich durch die Nähe zum Festland und der Phang Nga Bucht viel Sand und Schlick abgelagert hat. Das Wasser ist unter Garantie besser als in der Ost- oder Nordsee, jedoch findet man die mit türkisblauern und kristallklaren Wasser in den Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter angepriesenen Strände nicht an der Ostseite der Insel. Dafür Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Das Bild der Tropeninsel verwirklicht sieh aber weitaus mehr auf der Auch an den belebteren Stränden lassen sieh solche Szenen in Ruhe geniessen Westseite Phukets. Schöne Strände, Korallenriffe und Granitfelsen verleihen dieser Seite ihr eigenes Flair. Hier sind auch die meisten Hotels, Restaurants und Bungalowanlagen und natürlich das berühmt, berüchtigte Nachtleben. Am bekanntesten für diese Art des Urlaubsvergnügens ist der Patong Beach. der sich (für den, der es mag) wenig von den Touristenstränden dieser Welt untersiedelt. Das lässt auf die Einkaufsmöglichkeiten, das Nachtleben und die sportlichen Aktivitäten zu, kurz gesagt, hier ist der meiste Trubel. Am Kata oder Karon Beach geht es ein wenig ruhiger zu und wer mag ist in wenigen Minuten ebenfalls mit den Tuk Tuk, einem einheimischen Taxi, an der Patong Beach.Wer es ruhig mag, der ist am Kata Noi Beach, Nai Ihm Beach , Kamala Beach, Nai Yang Beach oder in den Luxus Resorts am Ban Tao Beach am Besten aufgehoben. Für diejenigen, die sieh die totale Ruhe und die einsame Bucht reservieren wollen, sind kleine Bungalowanlagen an einer der vielen schwer zugänglichen kleineren Strände empfohlen, oder ein Ausweichen auf eine der Vorgelagerten Inseln. Das Klima in Phuket läßt sich in drei Klimaphasen einteilen. Von November bis Mitte März kalte Jahreszeit (tagsüber 30 - 33 (Grad, nachts bis 18 Grad) mit Ostwind und herrlichem Wetter. Von Mitte März bis Juli die heiße Jahreszeit (tagsüber 32 -36 Grad, nachts um 28 Grad) mit Sonne. Sonne bis zum Abwinken und in die Monsunzeit mit teilweise heftigen Westwinden und Regengüssen von August bis Oktober (tagsüber ca. 28 - 33 Grad, nachts je nach Regenmenge 24 - 30 Grad). Die Wassertemperaturen liegen das ganze Jahr um die 28 Grad, nur in Januar sinken die Temperaturen um 2-3 Grad. 1988 besuchten ca. 855.000 Touristen die Insel, 1993 waren es schon 1,5 Millionen. Trotz dieser Besuchermengen findet man auf Phuket immer noch sein Plätzchen für sich alleine, wenn man nicht gerade in der absoluten Hochsaison von Mitte Dezember bis Mitte Januar an den Patong Beach geht. Mit einer, Tür von knapp 49 km Länge und 22 km Art an den weitesten Punkten ist genug und genug Vielfalt für jeden zu sehen… und man kann die Insel beim besten Willen nicht als überlaufen bezeichnen.
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