Die Kanarischen Inseln (kurz „Kanaren”, span. Islas Canarias, Heimat der Kanarienvögel), liegen 100 km vor der Nordwestküste Afrikas und gehören zu Spanien. Sie bestehen aus den Inseln Gran Canaria mit der Hauptstadt Las Palmas, Teneriffa mit Santa Cruz, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, Gomera und Hierro. Das Klima ist subtropisch mit Niederschlägen in den Monaten November und Dezember. Gran Canaria ist geprägt vom Zentralmassiv im Norden, tiefen Schluchten, Klippen und besonders im Süden Sandstränden und Dünen. Eine Ringstraße in Küstennähe läuft um die Insel. Im Südwesten verläuft die Straße wegen der Steilküste etwa 10 km nach innen versetzt. Eine Küstenstraße wird hier mit Bulldozern auf Meereshöhe direkt aus dem Fels gebrochen. Lanzarote, 795 qkm, ist die Insel der 300 Vulkane. Hier findet der Besucher Palmenoasen, Grotten, Lavafelder und viele idyllische Dörfer. Die Inselhauptstadt ist Arrecife. Eine Erweiterung des sonst üblichen Urlaubsprogramms sind Kamelritte. La Palma mit 726 qkm ist die nordwestlichste Insel. Sie wird auch die grüne Insel genannt. Ausgedehnte Wälder, Tabak- und Bananenplantagen prägen die Landschaft. Schluchten, Wasserfälle und schwarze Lavastrände runden das Bild dieser Insel für Naturfreunde ab. Das ruhige Hauptstädtchen Santa Cruz de La Palma hat 7000 E. Fuerteventura ist die Insel mit den längsten Sandstränden. Hier findet man weite Ebenen und Wüstenlandschaft mit niedrigen Vulkankegeln. Fuerteventura ist noch sehr ursprünglich. Die Hauptstadt ist Jandia. Teneriffa (Tenerife), 2083 qkm, ist die größte Insel. Sie wird geprägt durch den 3718 m hohen Teide, dem höchsten Berg Spaniens. Teneriffa nennt sich Insel des ewigen Frühlings. Irgendwelche Pflanzen blühen immer während des ganzen Jahres. In der Hauptstadt Puerto de la Cruz ist die koloniale Altstadt sehenswert. Die Küste ist zum großen Teil sehr felsig. Das Meeresschwimmbad lohnt einen Besuch. Ein Vulkanausbruch vor 20 Jahren hat hier Lava bis zum Meer fließen lassen. Zwischen diesen Lavafelsen kann man geschützt vor dem stürmischen Meer baden. Gomera hat weitab vom Tourismus seine Naturlandschaft bewahrt. Gewaltige Schluchten, malerische Orte, üppige Vegetation, tropischer Nebelwald, erstarrte Basaltklippen wie Orgelpfeifen, die sog. Los Organos, bieten sich dem Individualtouristen. Die Pfeifsprache Silbo kann in abgelegenen Dörfern noch gehört werden. Hierro, 278 qkm, ist die westlichste der Kanarischen Inseln, sie hat 7100 E. Der Hauptort ist Valverde mit 5000 E. Lavastrände, Wälder bis an die Südküste, grüne Hügel und Täler, Bananen, Feigen, Mandeln und Pfirsische prägen Hierro als Klein-Teneriffa. Hier findet der Feinschmecker den besten Wein und Ziegenkäse der Kanaren. Zu allen Inseln gibt es gute Flug- und Schiffsverbindungen.
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