Für Besucher Bangkoks sind das Gebiet um die Sukhumvit Road Soi 1 -39, in der sich viele europäische Restaurants und viele der kleineren und mittleren Hotels befinden, sowie das Gebiet uni die Silom Road am Meisten von Interesse. Nicht etwa weil es hier so viele Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten geben würde, sondern einfach deshalb, weil hier die meisten Hotels und Restaurants mit westlichem Zuschnitt angesiedelt sind. Bangkok ist die Hauptstadt Thailands und mit einer Ausdehnüng von 1600 qkm fast doppelt so groß wie die deutsche Hauptstadt Berlin. Ein eigentliches Stadtzentrum gibt es in Bangkok nicht, vielmehr haben die einzelnen Stadtteile eigene Zentren.Dieses oft als Rotlichtviertel bezeichnete Gebiet Bangkoks macht aber inzwischen nur noch einen kleinen Teil des Angebotes aus, hier trifft man sich abends in kleinen Restaurants und Fußgängerzonen und es ist sowohl für die in Thailand inzwischen recht gut betuchte Mittelschicht, wie auch für die Ausländer ein Am Ende der Silom Road, dem Fluß zugewandt, finden sich eine große Anzahl von Nobelhotels der Stadt, so z.B. das berühmte Oriental Hotel, das Sheraton, Shangri La und einige andere. Dort befindet sich übrigens auch das General Post Office von Bangkok und in den Nebenstraßen der Silom Road ist die berühmt berüchtigte Patpong.Trefflunkt geworden, der mit Bars, Pubs und Restaurantsjedweden Geschmacks die Besucher anzieht. Das zweite, kleinere Rotlichtviertel Bangkoks befindet sich in der Sukhumvit Soi Nana Nua und in einer Nebenstraße der Sukhumvit 23, der sogenannten Soi Cowboy.Das gerade hier viele Deutsche, Österreicher und Schweizer ihre Geschäfte und Restaurants betreiben, mag zwar verwundern, sollte aber trotzdem nicht von einem Besuch abhalten, denn einige dieser Restaurants bieten gute Heimatküche und gemütliche Atmosphäre zu vernünftigen Preisen und gerade tagsüber oder in den frühen Abendstunden ist von einem Rotlichtviertel wenig zu merken. Es gibt dann auch noch Chinatown rund um die Yaowarat Road, die Einkaufszentren am Siam Square auf der Rama 1 Road und das Botschaftsviertel rund um die Sathorn Road. Wenn Sie sich die Sehenswürdigkeiten Bangkoks zu Gemüte führen wollen, werden Sie jedes dieser Gebiete streifen oder durchfahren. So können Sie auch einen guten Eindruck gewinnen, welche Gegend Sie sich einmal genauer ansehen wollen. Die erst 1782 von General Chakri (König Rama der Erste) gegründete Stadt hat inzwischen über 10 Millionen Einwohner und bietet dem Besucher, der zum ersten Mal in die Metropole Thailands kommt, ein verwirrendes Bild. Zugleich wunderschön und abschreckend häßlich zeigt sich dieses Juwel Südostasiens seinen Besuchern. Von glitzernden Hochhausfassaden bis zu fast dörflichem Charakter ist hier alles nebeneinander, untereinander und durcheinander, Dazu kommt ein einzigartiges Verkehrschaos, denn Bangkok verfügt als einziges Massentransportmittel über Busse, die die Straßen natürlich genauso verstopfen wie Tausende von Autofahrern, die täglich nach Bangkok kommen. Eine Stadtbahn bzw. U-Bahn ist zwar seit Jahren geplant aber bisher nur auf einer Strecke verwirklicht worden. Auch wenn Sie geplante Ausflüge nicht mögen, erleichtern diese sogenannten Sightseeing Touren doch am Anfang das Zurechtkommen und -finden in Bangkok erheblich. Auf die Sehenswürdigkeiten gehen wir im gleichnamigen Kapitel noch näher ein. Die Stadt Bangkok hat etwas, was es sonst nirgendwo in der Welt gibt. Strengen Sie sich nicht an, Sie werden nicht darauf kommen. Es ist der längste Städtename der Welt. Es war 1782 als König Rama der Erste seine neue Hauptstadt am Chao Praya River gründen wollte. Er war sehr weise in seiner Entscheidung und suchte einen Platz, der leicht zu verteidigen war, ein altes Fort mit dem Namen Bangmakok oder kurz Bangkok. Bangkok bedeutete übersetzt “Platz der lebenden Pflaumen“ und das war wahrlich kein angemessener Name für eine thailändische Hauptstadt. Als der Grundstein für Bangkok gelegt wurde erhielt die Stadt so auch gleich einen neuen Namen. Der Name war:
KRUNGTHEPMAHANAKHONBOWONR
ATTANAKOSINMAI IINTARAAYUTTH
AYMAI IADILOKPOPNOPPARATRATCH
ATHANIBURIROMUDOMRATCHANIW
ETMAHASHTHANAMONPIMANVATA
NSATHI RSAKKATHATITYAVISNUKAM
PRASIT
Dies ist nun selbst für die Thais schwer auszusprechen und es ist der längste Städtename der Welt. Übersetzt heiß dieser Name in etwa: Große Stadt der Engel, Stadt der Unsterblichen, großartige mit Juwelen besetzte Stadt des Gottes Indra, Sitz des Königs von Ayutthaya, Stadt der schimmemden Tempel, Stadt der schönsten Paläste und Besitzungen des Königs, Heimstatt von Vishnu und allen Göttern. Die Thais und die hier lebenden Ausländer nennen die thailändische Hauptstadt abgekürzt “Krung Thep“, die Stadt der Engel. Und wenn Sie erst einmal 2 Stunden in einem Stau verbracht haben und sich über die Gelassenheit des Fahrers wundem sind, Sie der Wahrheit schon ein Stückchen näher gekommen. Durch Bangkok fließt der Chao Praya, auch als “Menam“, Fluß, bezeichnet und trennt den Stadtteil Thonburi auf der einen Seite des Flusses vom Rest Bangkoks. Thonburi war früher sogar eine eigenständige Stadt in der man heute noch bewundern kann, warum Reisende in früheren Zeiten Bangkok als das Venedig Asiens bezeichnet haben, nämlich das System von Kanälen, das früher ganz Bangkok durchzog. Die erste richtige Straße in Bangkok wurde 1862 gebaut und seit dieser Zeit sind die meisten der ehemaligen Wasserstraßen mit Erde aufgefüllt und zu den mit Autos vollgestopften Asphaltbahnen der Gegenwart geworden. Ein Ausflug in die Klongs, wie die Kanäle von den Thais genannt werden, sei hierbei sehr empfohlen. Trotz all der Hektik und Geschäftigkeit gibt es auch Ruhezonen in der Stadt, wie den Lumpini Park an der Rama IV Road, den Queen Sirikit Park an der Sukhumvit Road oder den großen Rama IX Park in der Sukhumvit Soi 103 mit botanischem Garten, in denen man Ruhe und Entspannung finden kann, wenn einem der Trubel einmal zu groß wird. Die meisten Europäer triffl man im Gebiet um die Sukhumvit Road und Silom Road, hier sind auch die großen Kaufhäuser, die das Einkaufen in Bangkok ähnlich genußvoll verlaufen lassen wie in anderen Großstädten der Welt. Zum anderen gibt es aber auch die lokalen Märkte, von denen der Chatuchak Wochenmarkt mit seinen unzähligen kleinen Ständen wohl der bekannteste sein dürfte.