Mai 11

Das Nachtleben Bangkoks ist nicht mit kurzen Worten zu beschreiben. Theater, Konzerte internationaler Stars, zahllose Pubs und Musikkneipen wetteifern um die Gunst der Besucher. Daneben gibt es auch noch das berühmt, berüchtigte Nachtleben in den Bars und Animierlokalen mit Sex Shows und viel nackter Haut. Was immer Sie suchen, in dieser Stadt werden Sie es mit fast hundertprozentiger Sicherheit finden, auch wenn die Suche manchmal etwas länger dauert. Wir haben schon einen kurzen Abstecher im Kapitel Bangkok zu den sogenannten Rotlichtbezirken gemacht und dem eigentlich wenig hinzuzufügen. Wir wollen aber auch die Neugier nicht unbefriedigt lassen und wir wollen auch einige Warnungen für all diejenigen verteilen, die sich in dieses Abenteuer stürzen möchten und keine Erfahrung mit den „wilden“ Vierteln in Bangkok haben.Die ruhigeren Zonen, die auch von den in Bangkok lebenden Ausländern aufgesucht werden, liegen in der Soi Nana Nua, Sukhumvit 3 und in der Soi Cowboy Sukhumvit 23. Hier kann man auch einmal bummeln und sich an eine der zahlreichen Bars setzen ohne sich befremdet vorzukommen, was aber ganz auf Ihre Hemmschwelle ankommt. Hier sind offene Bars, Nachtclubs und Go Go Bars und, obwohl die Prostitution wohl eines der Haupteinnahmequellen in diesen Bezirken ist, gelingt es doch, gemütlich zu sitzen und sich das Ganze einmal anzusehen ohne sich wie in ähnlichen Vierteln europäischer Hauptstädte gleich im Mittelpunkt des Interesses zu befinden. Natürlich wird das eine oder andere Angebot gemacht werden, aber bei einem Nein von Ihrer Seite aus haben Sie schnell Ruhe. Härter geht es dagegen in der Patpong 1 und 2, Beides Querstraßen der Silom Road die zur Rama 1V Road führen, zu. Hier ist das teilweise brutale Umfeld mit Live Shows luden oberen Stockwerken, mit Neppern, Schleppern und Bauernfänger und allem was dazugehört. Es kommt immer wieder zu Schlägereien und vor ein paar Jahren gab es auch ab und zu mal einer Leiche. Obwohl nicht weit davon entfernt das sogenannte normale Nachtleben mit vielen kleinen Restaurants und Pubs stattfindet, sind besonders die oben genannten 2 Straßen nach Einbruch der Dunkelheit und erst recht spät In der Nacht nicht zu empfehlen. Hier kursieren die Geschichten von Touristen, die mit einem Bierpreis von 50 Baht zu einer Liveshow im zweiten Stock gelockt werden und dann 2050 Baht auf Ihrer Rechnung finden. Die Rechnung wird dann vom Kassierer damit begründet, daß nämlich 2000 Baht die Gebühr für die Show sind und dann natürlich noch die 50 Baht für das Bier. Will man dann argumentieren, wird man sich wundern, wie groß und stark manche thailändischen Männer doch sein können, besonders wenn es sich um die Türsteher dieses Lokals handelt. Hier hilft nur, erst einmal zu bezahlen und dann zur Touristenpolizei zu gehen, mit deren Unterstützung man sein Geld meist anstandslos wiederbekommt. Der beste Tip ist allerdings, sich gleich von Anfang an fernzuhalten. Aber für die ganz Unentwegten geben wir die Empfehlung, selbst die Erfahrung zu machen und sich dann später nicht über das böse Thailand zu beklagen. Um negativen Erfahrungen aus dem Weg zu gehen, fragen Sie daher, besonders in der Gegend der Patpong, immer zuerst nach den Preisen und zahlen Sie am besten die Getränke immer gleich dann, wenn sie an den Tisch gebracht werden. So vermeiden Sie Unstimmigkeiten bei der Anzahl der bestellten und verzehrten Getränke. Wie in jedem Rotlichtviertel der Welt sollten Sie einfach den gesunden Menschenverstand walten lassen und sich aus Situationen, die Ihnen nicht ganz geheuer sind, raushalten. Nun wieder zum “normalen“ Nachtleben. Neben exklusiven Clubs in den Nobelhotels, die man nur miteinem Mitglied oder auf Einladung betreten kann, bietet Bangkok das Flair einer modernen Großstadt, mit Diskotheken, gemütlichen Pubs, Szene Kneipen, in den sich die junge thailändische Oberklasse aus Managern, Künstlern und Stars und Sternchen triffl. Sie werden feststellen, daß es in Bangkok für jeden Musik- und Gaumengeschmack ist etwas dabei. Zusätzlich gibt es in den kulturellen Begegnungsstätten verschiedener Länder, so z.B. dem Goethe Institut oder dem französischen oder englischen Gegenstück oftmals Konzerte heimatlicher Künstler, sowie Theaterauffihrungen und Filme. Einen genauen Überblick über das aktuelle Angebot können Sie sich am besten aus den beiden englischsprachigen Tageszeitungen „Bangkok Post“ oder der „Nation“ verschaffen. An den Rezeptionen vieler Hotels liegen oft auch Broschüren zum Thema abendliche Aktivitäten aus oder die Tourcounter der Hotels geben Auskunft.

Wohnen in Bangkok ist ein Problem für sich. Nicht etwa, daß es nicht genügend Wohnmöglichkeiten gäbe, aber durch den starken Verkehr in Bangkok sollte man darauf achten, daß das Hotel in einer Gegend liegt, die man auch gerne besuchen möchte. Sonst kann es unter Umständen Stunden dauern, auch nur in ein 2 oder 3 Kilometerentfemtes Hotel in einem anderen Bezirk zu kommen. Zum Anderen ist die Komfortklasse des Hotels zu wählen, d.h. wollen Sie preisgünstig und mit geringer Ausstattung wohnen oder auf welche Annehmlichkeiten möchten Sie nicht verzichten. Die preisgünstigen Unterkünfte haben meist nur Kaltwasser und Ventilator, bestenfalls einen Fernseher. Preisgünstig bedeutet hier nicht, europäische Maßstäbe anzulegen. Mit 500- 1000 Baht pro Übernachtung für zwei Personen ist es für ein Hotel in einer Großstadt geradezu spottbillig. In der Preisklasse ab 800 Baht finden Sie oft Zimmer mit Klimaanlage, Fernseher, SATAntenne, Warmwasser und Minibar. Von 1400 Baht aufwärts dürfen Sie auch einigen Service erwarten und die Hotels zwischen den Kategorien ab 2500 Baht und ab 3300 Baht unterscheiden sich dann nur noch in der Lage und dem Grad des Luxus. Und nach oben gibt es so gut wie keine Grenze. Der Schlager ist eine Suite im Oriental mit 98.000 Baht pro Übernachtung.

Mai 11

Vor knapp 5 Jahrzehnten war Pattaya ein verschlafenes idyllisches Fischerdörfchen.1959 kamen dann die ersten amerikanischen Soldaten, die sich auf Erholungsurlaub (Rest & Recreation) in Thailand befanden und mieteten ein paar Häuser am Südende des Pattaya Strandes. Zu Ihren Basen zurückgekehrt verbreitete sich die Nachricht vom Liebreiz Pattayas auf den US Stützpunkten in der Region. Das war die Geburt Pattayas als Touristenzentrum an der Thailändischen Ostküste. Das erste Hotel in Pattaya war die Nipa Lodge, hier war auch die erste Bar Pattayas. Das Hotel gibt es heute noch, inzwischen in Nova Lodge umgetauft, und noch mit der gleichen Telefonanlage wie vor 30 Jahren. Während des Vietnam Krieges kamen mehr und mehr Amerikaner vom nahegelegenen Flughafen und Stützpunkt U-Tapao nach Pattaya und die Entwicklung nahm ihren Lauf. Immer mehr Hotels, Bars und Restaurants kamen dazu und heute hat Pattaya über 300 Hotels mit einer Kapazität von über 25.000 Hotelzimmern. Nicht zuletzt trug dazu auch der deutsche Ferntourismus bei, der anfangs mit den berühmt, berüchtigten Neckermännern startete. Und die Deutschen haben Pattaya die Treue gehalten, eine Art Mallorca in Südostasien. Heute noch ist Pattaya der Platz in Thailand mit den meisten hier lebenden deutschsprachigen Farangs (Slangausdruck für Westler). Im Jahre 1983 waren knapp 400.000 Besucher in Pattaya, 1988 waren es über 1,7 Millionen. Dann begann der Abstieg. Obwohl sich die Zahl der Hotels, Bars und Restaurants weiter erhöhte sackten die Besucherzahlen ab. 1992 besuchten gerade noch 1,4 Millionen den dann schon etwas berüchtigt gewordenen Badeort. Die thailändische Regierung war alarmiert und es wurde ein Pattaya Rettungskonzept erarbeitet und über 300 Millionen Mark zur Sanierung Pattayas zur Verfügung gestellt. Durch den mangelnden Umweltschutz, das Sexgewerbe und die hohe Kriminalität gingen viele europäische Reiseveranstalter dazu über, Pattaya aus ihren Katalogen zu streichen. Wasserversorgung, Kanalisation und Kläranlagen wurden endlich in Angriff genommen, die Strandstraße erhielt eine neue Promenade und sogar eine Strandreinigungsmaschine amerikanischer Bauart wurde angeschafft. 1996 sind die neuen Kläranlagen in Betrieb gegangen. Damit ist Pattaya der erste Ferienort in Thailand mit einem kompletten Abwassersystem. Der Rückgang der Besucherzahlen hat natürlich auch sein gutes. So sind z.B. die Hotelpreise wesentlich niedriger als im Rest des Königreiches. Auch hier regiert Angebot und Nachfrage. Doch, wie Settapan Putthanee von der thailändischen Touristenbehörde verkündet, soll Pattaya in Zukunft zum Messe und Konferenzzentrum werden und vor allem mit Familien- und Sporturlaub glänzen. Es gibt in Pattaya erscheinende deutschsprachige Zeitungen und Bücher, unzählige Restaurants und sogar einen deutschen Zahnarzt. Durch die von den Amerikanern auf Fronturlaub geprägte Atmosphäre ist Pattaya heute der Platz in Thailand wenn man an Sport, Freizeit, Fun, Nachtleben und Unterhaltung denkt. Auch wenn Pattaya in den letzten Jahren durch Berichte über Kinderprostitution und ein freizügiges Nachtleben oft in die Schlagzeilen geraten ist, so ist dies beileibe nicht auf den ganzen Ferienort Pattaya zu beziehen. In Hinsicht auf Sex mit Minderjährigen greift die thailändische Regierung inzwischen scharf durch und es wurden in den letzten Monaten auch diverse Verhaftungen mit großem Medieninteresse durchgeführt. Der Badeort Pattaya hat seinen eigenen Reiz für den, der Unterhaltung total möchte. Discos, Go Kart Bahnen, Vergnügungszentren, Golfplätze, für jede Art von Unterhaltung bis in den frühen Morgen ist gesorgt. Auch kulturell und im Sportbereich hat Pattaya viel zu bieten und als Badeort ist natürlich auch der Strand vorhanden, wenngleich er sich nicht mit dem Badedestinationen von Phuket, Ko Samui oder Hua Hin messen kann. Baden am Hauptstrand ist weniger empfehlenswert, die Einheimischen weichen zum Jomtien Beach aus. In Pattaya kann man Einkaufen, unzählige Ausflüge untemehmen und sich allgemein die Zeitvertreiben, sozusagen der Platz für Aktivurlaub in Thailand. Und wenn man will, gibt es auch Natur auf einer der vorgelagerten Inseln oder etwas abseits vom Trubel Pattaya Citys. Fährt man z.B. die Küste noch etwas weiter Richtung Süden so kommt man an kleine Buchten mit kristallklarem Wasser (Chong Same San), oder auf die Insel Koh Pai, einem Marine Schutzgebiet. Also doch, für jeden Geschmack etwas. Genauer informieren wir Sie in den jeweiligen Kapiteln, von Ausflügen bis zu Nachtleben und wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt in Pattaya.