Bangkok bei Nacht

Das Nachtleben Bangkoks ist nicht mit kurzen Worten zu beschreiben. Theater, Konzerte internationaler Stars, zahllose Pubs und Musikkneipen wetteifern um die Gunst der Besucher. Daneben gibt es auch noch das berühmt, berüchtigte Nachtleben in den Bars und Animierlokalen mit Sex Shows und viel nackter Haut. Was immer Sie suchen, in dieser Stadt werden Sie es mit fast hundertprozentiger Sicherheit finden, auch wenn die Suche manchmal etwas länger dauert. Wir haben schon einen kurzen Abstecher im Kapitel Bangkok zu den sogenannten Rotlichtbezirken gemacht und dem eigentlich wenig hinzuzufügen. Wir wollen aber auch die Neugier nicht unbefriedigt lassen und wir wollen auch einige Warnungen für all diejenigen verteilen, die sich in dieses Abenteuer stürzen möchten und keine Erfahrung mit den „wilden“ Vierteln in Bangkok haben.Die ruhigeren Zonen, die auch von den in Bangkok lebenden Ausländern aufgesucht werden, liegen in der Soi Nana Nua, Sukhumvit 3 und in der Soi Cowboy Sukhumvit 23. Hier kann man auch einmal bummeln und sich an eine der zahlreichen Bars setzen ohne sich befremdet vorzukommen, was aber ganz auf Ihre Hemmschwelle ankommt. Hier sind offene Bars, Nachtclubs und Go Go Bars und, obwohl die Prostitution wohl eines der Haupteinnahmequellen in diesen Bezirken ist, gelingt es doch, gemütlich zu sitzen und sich das Ganze einmal anzusehen ohne sich wie in ähnlichen Vierteln europäischer Hauptstädte gleich im Mittelpunkt des Interesses zu befinden. Natürlich wird das eine oder andere Angebot gemacht werden, aber bei einem Nein von Ihrer Seite aus haben Sie schnell Ruhe. Härter geht es dagegen in der Patpong 1 und 2, Beides Querstraßen der Silom Road die zur Rama 1V Road führen, zu. Hier ist das teilweise brutale Umfeld mit Live Shows luden oberen Stockwerken, mit Neppern, Schleppern und Bauernfänger und allem was dazugehört. Es kommt immer wieder zu Schlägereien und vor ein paar Jahren gab es auch ab und zu mal einer Leiche. Obwohl nicht weit davon entfernt das sogenannte normale Nachtleben mit vielen kleinen Restaurants und Pubs stattfindet, sind besonders die oben genannten 2 Straßen nach Einbruch der Dunkelheit und erst recht spät In der Nacht nicht zu empfehlen. Hier kursieren die Geschichten von Touristen, die mit einem Bierpreis von 50 Baht zu einer Liveshow im zweiten Stock gelockt werden und dann 2050 Baht auf Ihrer Rechnung finden. Die Rechnung wird dann vom Kassierer damit begründet, daß nämlich 2000 Baht die Gebühr für die Show sind und dann natürlich noch die 50 Baht für das Bier. Will man dann argumentieren, wird man sich wundern, wie groß und stark manche thailändischen Männer doch sein können, besonders wenn es sich um die Türsteher dieses Lokals handelt. Hier hilft nur, erst einmal zu bezahlen und dann zur Touristenpolizei zu gehen, mit deren Unterstützung man sein Geld meist anstandslos wiederbekommt. Der beste Tip ist allerdings, sich gleich von Anfang an fernzuhalten. Aber für die ganz Unentwegten geben wir die Empfehlung, selbst die Erfahrung zu machen und sich dann später nicht über das böse Thailand zu beklagen. Um negativen Erfahrungen aus dem Weg zu gehen, fragen Sie daher, besonders in der Gegend der Patpong, immer zuerst nach den Preisen und zahlen Sie am besten die Getränke immer gleich dann, wenn sie an den Tisch gebracht werden. So vermeiden Sie Unstimmigkeiten bei der Anzahl der bestellten und verzehrten Getränke. Wie in jedem Rotlichtviertel der Welt sollten Sie einfach den gesunden Menschenverstand walten lassen und sich aus Situationen, die Ihnen nicht ganz geheuer sind, raushalten. Nun wieder zum “normalen“ Nachtleben. Neben exklusiven Clubs in den Nobelhotels, die man nur miteinem Mitglied oder auf Einladung betreten kann, bietet Bangkok das Flair einer modernen Großstadt, mit Diskotheken, gemütlichen Pubs, Szene Kneipen, in den sich die junge thailändische Oberklasse aus Managern, Künstlern und Stars und Sternchen triffl. Sie werden feststellen, daß es in Bangkok für jeden Musik- und Gaumengeschmack ist etwas dabei. Zusätzlich gibt es in den kulturellen Begegnungsstätten verschiedener Länder, so z.B. dem Goethe Institut oder dem französischen oder englischen Gegenstück oftmals Konzerte heimatlicher Künstler, sowie Theaterauffihrungen und Filme. Einen genauen Überblick über das aktuelle Angebot können Sie sich am besten aus den beiden englischsprachigen Tageszeitungen „Bangkok Post“ oder der „Nation“ verschaffen. An den Rezeptionen vieler Hotels liegen oft auch Broschüren zum Thema abendliche Aktivitäten aus oder die Tourcounter der Hotels geben Auskunft.

Wohnen in Bangkok ist ein Problem für sich. Nicht etwa, daß es nicht genügend Wohnmöglichkeiten gäbe, aber durch den starken Verkehr in Bangkok sollte man darauf achten, daß das Hotel in einer Gegend liegt, die man auch gerne besuchen möchte. Sonst kann es unter Umständen Stunden dauern, auch nur in ein 2 oder 3 Kilometerentfemtes Hotel in einem anderen Bezirk zu kommen. Zum Anderen ist die Komfortklasse des Hotels zu wählen, d.h. wollen Sie preisgünstig und mit geringer Ausstattung wohnen oder auf welche Annehmlichkeiten möchten Sie nicht verzichten. Die preisgünstigen Unterkünfte haben meist nur Kaltwasser und Ventilator, bestenfalls einen Fernseher. Preisgünstig bedeutet hier nicht, europäische Maßstäbe anzulegen. Mit 500- 1000 Baht pro Übernachtung für zwei Personen ist es für ein Hotel in einer Großstadt geradezu spottbillig. In der Preisklasse ab 800 Baht finden Sie oft Zimmer mit Klimaanlage, Fernseher, SATAntenne, Warmwasser und Minibar. Von 1400 Baht aufwärts dürfen Sie auch einigen Service erwarten und die Hotels zwischen den Kategorien ab 2500 Baht und ab 3300 Baht unterscheiden sich dann nur noch in der Lage und dem Grad des Luxus. Und nach oben gibt es so gut wie keine Grenze. Der Schlager ist eine Suite im Oriental mit 98.000 Baht pro Übernachtung.

Leave a Comment

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.