St. Lawrence Island, St. Matthew Island und Nunivak Island sind Hauptinseln im Beringmeer, mit zugehörigen kleineren Inseln. St. Lawrence, mit der Hauptstadt Savoonga (WalroßFesrival, im Mai), liegt ca. 250 km, St. Mattbew ca. 425 km und Nunivak ca. 35 km vor der Westküste Alaskas. Die Inseln gehören zu Alaska. Die Vegetation ist bestimmt durch Tundragewächse, Flechten, Moose und Gräser, es gibt keine Bäume und Sträucher. Im Winter sind die Inseln nahezu vom Eismeer umschlossen. St. Lawrence und St. Matthews sind, die Pribilof-Inseln eingeschlossen, die größten Refugien der Erde für Pelzrobben, Seehunde, Walroß und Seeotter, einem Verwandten des Fischotters. Daneben gibt es Karibuherden. Auf Nunivak halten Eskimos eine riesige Herde domestizierter Karibus (nordam. Rentier). Beste Verbindungen auf den Inseln sind Wasserflugzeuge . Seit geraumer Zeit ist es nur mit Genehmigung aus Nome (Alaska) und speziell für wissenschaftliche und wirtschaftliche Zwecke (Ankauf von Elfenbeinschnitzereien der Eskimos) möglich, St. Lawrence zu besuchen. Diese Walroßzahn-Schnitzereien haben hier uralte Tradition, z.T. jahrtausendealte Figuren werden im Sommer von den Eskimos am Strand gefunden. St. Lawrence bezeichnet sich als “Elfenbein-Schnitzzentrum der Welt”. Beliebter Zeitvertreib der Eskimos In langen Winternächten: Schier endloses Kartenspiel (Gribbage. “Crib“ genannt) und Kaffee (Alkoholverbot). Die beiden Inseln St.Pierre und Miquelon sind ein sog. französisches Überseedepartement (ColIectivit territoriale), 25km vor der Südküste der kanadischen Atlantikinsel Neufundland. Die Hauptstadt St. Plerre liegt auf der gleichnamigen, kleinen Südinsel. Die Nordinsel, rund zehnmal so groß, besteht aus dem Nordteil Miquelon, mit der Stadt Miquelon, und dem Südteil Langlade mit dem Städtchen Anse du Gouvernement. Beide Teile sind durch “La Dune‘, eine 12km lange, schmale Landzunge, verbunden. Die Inselgruppe wurde 1520 vom Portugiesen Alvarez Faguendez entdeckt und wurde 1604 französisch. Weitere 6 kleine Inseln gehören zum Archipel, die Inseln aux Manns, le Colombier, aun Vainqueurs, aux Pigeons und au Massacre. Schon die Namen, besonders der letztere, drücken den jahrzehntelangen, erbitterten und blutigen Kampf der Franzosen mit den Engländem um die Inseln aus. Als Ergebnis dieses Kampfes gehört die letzte der kleinen Inseln, die Iii Verte, nur mit einem Leuchtturm (seit 1908) bestückt, heute zur Hälfte beiden Ländern. Seit 1916 gehören anderen die Inseln endgültig zu Frankreich. Das Klima ist rauh, da die Inseln dem offenen Atlantik ausgesetzt sind. Es gibt kurze, kühle, nebelreiche Sommer und kalte, schneereiche Winter (durchschnittlich 120 Frosttage). Die Vegetation besteht aus Flechten, Büschen und Moosen, auf Langlade gibt es Tannen, Eiben, Ahorn, Wacholder und Zwergbirken. Für Farbe sorgen die bunten Holzhäuser der Orte und die Fischerboote. Die touristische Saison reicht von Mai-September. In der Zeit finden zahlreiche traditionelle Feste statt. Gute Hotels und Familienpensionen erwarten den Besucher, St. Pierre hat ein Museum mit der Geschichte der Inseln. Neben dem Franc werden auch amerikanische und kanadische Währungen akzepfert. Neben dem Tourismus ist die Fischindustnie (Kabeljau, Fischmehl, Atlantiklachs, Muscheln) Haupterwerbszweig der Einwohner bretonischen, normannischen und baskischen Ursprungs. Gute Flug- und Fährverbindungen (Fortune, auf Neufundland) nach Kanada (Gander, Halifax) und international (Paris über Kanada). Beide Inseln verfügen über einen Airport.
New Brunswick
Mondsüchtig - New Brunswick ist eine Atlantik-Provinz Kanadas mit Grenzen zu Nova Scotia, Quebec und Maine (USA). Die Provinz ist an drei Seiten von Wasser begrenzt (Chaleur Bay im Norden, Northumberland Strait zu den Prince Edward Isl. im Osten, Fundy Bay im Süden). Die Länge beträgt 322 km, die Breite 242 km. Der Norden ist bergig (Mount Carleton, 820 m), die Mitte hügelig bewaldet (84°/c, der Provinz sind Wald), der Norden und Osten sind Flachland, die Landschaft im Süden (Seenlandschaft) ist zerklüftet. Etwa 1/3 der Bevölkerung sprechen französisch (Acadians, Nachkommen der Revolutionsflüchtlinge von 1865 aus den USA). 1784 wurde es kanadische Provinz, zu der Zeit regierte in England das House of Brunswick, daher der Name. New Brunswick teilt sich in 6 Tourismus-Regionen ein. Im Westen liegt das Saint John River Valley. Als der “Rhein von Nordamerika” bezeichnet, brachte der größte Fluß New Brunswicks schon in früheren Zeiten Siedler und Entdecker ins kanadische Inland. Fredericton, Provinzhauptstadt, liegt hier (westlich, Kings Landing, historische Siedlung des 19. Jh.), eindrucksvolle Wasserfälle (Grand Falls / Grand Saults, zweisprachige Stadt) und die längste überdachte Brücke (391 m) bei Hartland laden zu Fotostops ein. An der Fundy Tidal Coast mit ihren vorgelagerten Inseln Deer (Lachszucht), Campobello (kann von Maine aus per Brücke erreicht werden) und Grand Manan Island (für Romantiker) ist Wassersport angesagt (ebenso Wale-Beobachten, in verträumten Fischerdörfern Meeresfrüchte schlemmen). Der Gezeitenunterschied erreicht hier Rekordhöhen von 15 m! (Flowerpot Rocks, Hopewell cave, echo caves, St. Martin). Der “Tidal Trail”, Highway 114, führt am Meer entlang bis Monoton. Die sandige Ostküste bietet etwas unbeschwerteres Badevergnügen. Das zentrale Miramichi Basin hat unzählige Anglerflüsse (Hausboote), Atlantik-Lachse und Kanadas einziges lrish Festival (Chatham). Die nordöstliche Acadian Coast mit den Inseln Lamäque und Miscou zeigt französische Lebensart. Der wilde Norden, Restigouche Uplands, ist etwas für stille Genießer. Wildparks, reißende Flüsse und der Sugarloaf Mountain (Zuckerhut) bei Campbelltown sind die Ziele (Ski im Winter).
New Foundland
Wikinger-Insel - New Foundland and Labrador, so der komplette Name von Kanadas östlichster Provinz, besteht aus der Insel New Foundland und dem Festlandteil Labrador, letzterer ist der Ostabschluß des kanadischen Festlandes (erst 1949 wurde es kanadische Provinz). Die Nordostküsten beider Provinz-Teile sind extrem zerklüftet. Die Landschaft zeigt grandiose Steilküsten (höchster Berg, Mt. Caubvick, 1729 m, Nord-Labr.), Fjorde, tiefe Buchten und Täler, Wälder, reißende Flüsse und von Gletschern geformte Seen (ideal zum Wandern, Kanu-fahren, Fischen, Wintersport). Hauptwirtschaftszweig ist der Fischfang.
Mousse (kan. Elch), Karibu (kan. Rentier), Polarfuchs und eine reiche Vogelwelt trifft man in den weiten Landschaften. Straßen führen hauptsächlich entlang der Küsten (Leuchttürme, Cape Spear, östlichster Punkt Nordamerikas). 1000-jährige Geschichte trifft man in L’Anse aux Meadows an der Nordspitze (einzige historische Wikingersiedlung Amerikas). Vor Twillinggate hat man im Spätfrühling und Frühsommer einen atembefaubenden Ausblick auf vorbeiziehende Eisberge. Die Hauptstadt St. John’s ist östlichste und zugleich älteste Stadt Nordamerikas und liegt an der Ostspitze der Insel New Foundland. Historische Gebäude, Pubs und Folksong-Clubs vermitteln eine Atmosphäre wie in Irland. Skandinavische Fjordlandschaft erwartet Besucher im Gros Morne Nati Park im Westen. Der Burin Peninsula im Süden sind die französischen St. Pierreet Miquelon-Inseln vorgelagert (Fähre von Fortune nach St.-Pierre, Fähre von Port-aux-Basques nach Nova Scotia , 6 Std.). Die dichtbesiedelte, östliche Avalon-Halbinsel hat im Südwesten das St. Mary’s Vogelschutzgebiet (zweit- größte Tölpelpopulation N.-Amerikas). Heute noch nutzen Atlantik-Überquerer Neufundland wegen seiner geografischen Lage für Rekordversuche (Ballon, Kanu, Rennboot, Kleinflugzeug).
Labrador ist der wilde Teil der Provinz. Bis auf die Süd- spitze (Fährhafen L’Anse-au-Clair bis Red Bay) und die Verbindung von der Fjordstadt Goose Bay zum westli- chen Seengebiet um Labrador-City und Schefferville (von hier bis Sept-fies, Quebec, führt die Quebec North Shore and Labrador Railway, mit Passagier- und Auto- transport) fehlen Straßenverbindungen. Die dichtbesie- delte Ostküste ist, außer durch unbefestigte Wege, nur per Fähre oder Flugzeug zu erkunden. Das Inland ist eine der letzten Wildnis-Regionen der Erde. Es war Jahrtausende das Land der Inuit (Eskimos), Museen in Goose Bay, L.-City, Nein zeigen Inuit-Kunst, im Sommer gibt es zahlreiche Festivals. Heute lockt es Abenteurer (Wild-Wasser-Kanu, Fischen, Jagen) und hier lebt die weltgrößte Karibu-Herde.
North-West Territories
Die Nord-West-Territories sind der Nordteil Kanadas samt aller arktischen Inseln westlich Grönlands. Die Südgrenze bildet der 60. Breitengrad, den Westteil zum Yukon Territory begrenzen die Mackenzie Mountains und die Mündung des Mackenzie in die Beaufortsee (Arktisches Meer). Alle Inseln in der Hudson Bay gehören zu den NWT. Die Landschaft besteht aus Gebirgen, Gletschern, unzähligen zum Teil namenlosen Seen und Flüssen, Tundra und arktischer Wüste. Die Ausmaße sind beeindruckend. (Breite/Länge je 3200 km). Zwei der weltgrößten Seen, Great Bear und Great Slave sowie die Virginia Falls (doppelte Höhe der Niagarafälle) und der riesige Mackenzie River liegen hier. Größte Inseln in Küstennähe sind Banks, Victoria, Prin- ce of Wales, King William (mit N-W-Passage Historic Parc), Somerset, Baffin (mit zahlreichen Nati Parks). Arktische Inseln ab 75° Nord (jenseits des Parry Chen nel von Westen) sind Prince Patrick, Melville, Bathurst, hier befindet sich derzeit der magnetische Nordpol (drif- tet jährlich ca 25 km nordwärts und 6 km westwärts), Cornwallis (Resolute Bay) und Devon. Den Nordabschluß bilden Mackenzie King, Rignes, Amund Ringnes, Axel Heiberg und Ellesmere ( mit nördlichster Siedlung Grise Fjord und Nati Park an der Nordspitze). Vier Zeitzonen, 3,3 Mill qkm (die halbe Größe der USA), aber nur 55.000 Einwohner, 4 Nationalparks, zahlreiche Wild- und Vogelparks (über 200 Vogelarten brüten in der arktischen Zone), die größte freilebende Bisonherde (Buffalo National Park, mit Alberte), die größte Karibu- herde, Schwarzbären, Mousse (kan. Elch), Moschus- ochsen, Polarwölfe, Dall-Schafe, Eisbären, Walroßkolo- nien, alle Robben- und Walarten, sind hier zu finden. Dies ist das perfekte Ambiente für “Outdoor”-Abenteuer. Fischen (die größten Fische stehen hier zum Beißen Schlange), Wandern, Klettern, Wildwasser-Kanufahren und Foto-Safaris mit Tundra-Trips, Wal- und Walroß- Beobachtung sind die Hauptattraktionen. Auch Jagen (mit Führer) steht auf dem Programm. Spektakulär sind die Wanderungen der Karibus oder Eisbären-Expeditionen. Siedlungen können hunderte von Kilometern auseinan- der liegen, was das Flugzeug unentbehrlich macht. Außer im Südwesten, von British Columbia und Alberte nach Yellowknife (Hauptstadt) und Fort Good Hope, sowie von Yukon nach lnuvik, gibt es keine Straßen. Der Mackenzie-Highway führt an zahlreichen histori- schen Außenposten vorbei (Fort Good Hope, Franklin, Resolution, Providence und der Hauptstadt Yellowknife). Der Dempster Highway von Yukon endet in Inuvik, Kanadas einziger Arktik-Stadt. Die zahlreichen Fähren in den Territories sind kostenlos. In der Fjordlandschaft bei Bathurst Inlet findet man Moschusochsen-Herden. Von Spence Bay (Inuit/Eski- mo-Schnitzkunst und -Bekleidung) auf der Halbinsel Boothia (nördlichster Punkt des Festlands) gibt es Aus- flüge nach Somerset Island (Wale, Robben, Eisbären). “Heißester” Trip ist sicher, neben einer Kanufahrt um Eisberge, ein Flug zum Nordpol (u.a. von der Resolute Bay). Zahlreiche Eskimo-Volksgruppen haben hier ihre ursprüngliche Lebensart bewahrt. Die Dene leben am gesamten Mackenzie River. Sie sind verwandt mit ame- rikanischen Urvölkern von Mexiko bis Alaska. Sanikiluaq auf den Belcher-Inseln (Hudson Bay, nur von Quebec zu erreichen) ist weltweit für seine Speckstein- Schnitzereien berühmt.
Nova Scotia
So much to sea
Nova Scotia liegt im Südosten Kanadas und grenzt im Westen an New Brunswick. Die Provinz besteht aus der Halbinsel Nova Scotia und der Insel Cape Breton. Mehr als die Hälfte der Bewohner sind schottischer Abstam- mung, auf Cape Breton Island wird in einigen Orten noch gälisch gesprochen. Hochlandmoore, Heidelandschaft und felsige schroffe Küsten charakterisieren die Landschaft. Die Hauptstadt Hallfax hat nach Sydney (Australien) den weltgrößten Naturhafen. Fährverbindungen mit Meine (Portland, Bar Harbour), New Brunswick (Saint John), Prince Edward Island und New Foundland. Freizeitmöglichkeiten wie Wassersport, Wandern, Fischen, sowie zahlreiche “Travelways” (Routen um Teile der Provinz, mit Hinweisen zu Campgrounds, Landgasthäusern, Hotels, Museen, historischen Plät- zen) machen Nova Scotia zum beliebten Ziel (Kanadas “Festival Province”). Im südlichen Yarmouth beginnt der “Evangeline Trail”. In St. Mary’s Bay beginnt die “französische Küste” (Wale-Beobachten auf Brier Island, historische Forts). Der “Glooscap Trail” (Gott der Micmac-Indianer) führt entlang der Fundy Bay, mit ihren Gezeiten-Felsformatio- nen (höchster Tidenhub der Welt, 16 m, Gezeiten-Raf- ting am Shubenacadie River!). Der “Sunrise Trail” hat ruhige Strände und Parks, hier ist schottische Kultur zu spüren (Antigonish ist das Zen- trum der Highland Games). Der “Marine Drive” führt an die zerklüftete Atlantikküste (geräucherter Lachs und Muscheln in Sherbrooke Villa- ge, einem historischen Ort des 19. Jh., am Lachsfluß St. Mary’s River). Das sichelförmige Sable Island (Erdöl, Erdgas), 30 km lang, 285 km vor Halifax, wird “Friedhof des Atlantiks” genannt (Schiffs-Wrack-Tauchen an der Atlantikküste). Schottische Pubs, Museen, Theater und die sternförmi- ge Zitadelle (1856) erwarten den Besucher in Halifax (Maritime Museum). Die “Lighthouse Route” führt an der südlichen Westkü- ste an alten Häfen vorbei (Lunenburg, Fischerfest im September). Chester mit 365 vorgelagerten Inseln ist Segler-Dorado. Am Nordufer des Bras d’Or-Salzsees liegt Baddeck, der Ausgangspunkt für die schönste Route, “Gebot Trail” (der Franzose Gebot landete hier 1497), die um den Cape Breton Highlands National Park führt. In Beinn Bhreagh erfand Alexander Graham Bell 1876 das Tele- fon. Der “Ceilidh Trail” führt an ruhigen Sandbuchten und gälischen Ortschaften (Mabou) vorbei. Auf der Atlantikseite von Cape Breton Island liegt der “Fleur-de-lis Trail” (Acadian County), das Land der fran- zösischen Einwanderer, mit der ’sie Madame und dem Fort von Louisbourg (18. Jh.). “Marconi Trail” markiert die erste Transatlantik-Funkver- bindung durch Marconi.
Ontario
Land der großen Seen
Ontario ist Kanadas zweitgrößte Provinz, Sie reicht von der südlichen Hudson Bay und James Bay im Norden bis zu den Grenzen von New York, Pennsylvania, Ohio, Michigan, Wisconsin, Minnesota und zum Lake Ontario, Lake Erie, Lake Huron und Lake Superior im Süden. Die Westgrenze markiert Manitoba, die Ostgrenze Quebec. Die Landschaft besteht aus Wald, fruchtbarem Farm- land und tausenden von Seen und Flüssen (höchster Berg, Tip Top Mt. am Lake Superior, 640 m). Die Provinz ist zweisprachig, französisch und englisch, welches überwiegt. Festivalzeit ist immer in Ontario. Die Niagara-Fälle beginnen die Saison mit dem Blossom Festival, Ottawa (Hauptstadt Kanadas) mit Tulpen, überall gibt’s Maple- Sirup-Feste (mit Pancake Breakfast). Musikfestivals in Elora (mittelalterlich, Renaissance), Fiddler’s Contest in Shelburne und schottische High- land Games in Fergus. Indianerfeste (pow-wows) in Manitoulin, Walpole Island, Six Nations Reserve. In Kitchener und Waterloo gibt es das zweitgrößte Oktoberfest der Welt, im nahen Niagara, das Grape and Wine Festival. Im Winter finden Winterfeste und Carnivals statt (Otta- was Winterlude, Sault Ste. Maries Bon-Soo-Karneval). Ontario ist riesig und denkt auch in solchen Dimensio- nen! Der SkyDome, Torontos (Provinzhauptstadt) Sportarena ist 31 Stockwerke hoch, hat ein zurückfahr- bares Dach, Hotel, Kino, 25 Fast-Food-Shops und eine 90 m lange Bar. Der CN-Tower, Torontos dreibeiniger Fernsehturm ist 553 m hoch. Torontos Küche ist international, Ottawa hat seine “ethnic restaurants” und Cafös beim Byward Markt. Der Ouimet Canyon, nahe Thunder Bay, fällt 152 m in die Tiefe. Nicht nur um die Großen Seen (Ontario hat mehr als 250.000 Seen) laden gemütliche Country Inns oder luxuriöse Resort-Hotels zum Sommer-, wie Winter- sport ein. Das Kanu (Indianer- und Trappertransportmit- tel) gehört hier zur Standard-Freizeitausrüstung. Kunstliebhaber versäumen nicht das Shaw and Strat- ford Festival (Mai-Nov, Dramas, Komödien, Musicals) in Süd-Ontario, oder eines der zahlreichen “Straw hat”- Sommertheater (Open-Air) überall im Umland.
Manitoulin Island, im Huronsee, ist die größte Süßwasserinsel der Welt (Sandstrände, Seen, verträumte Dör- fer). Am Lake of the Woods, im Westen, an der Grenze zu Manitoba, findet die größte Inlandregatta Nordamerikas statt (LOWISA; die meisten Camps sind nur per Wasserflugzeug erreichbar). Der Nordosten, James Bay Frontier, ist Entdeckerland. Eine Eisenbahn (Polar Bear Express) führt bis an die Bay nach Moosonee und vermittelt transsibirische Gefühle. Für den, nur per Flugzeug erreichbaren, Polar Bear Provincial Park, 480 km nordwestlich, braucht man eine Erlaubnis vom District Manager. Der Trent-Severn-Waterway, ein 385 km langes Kanalsystem, mit 44 Schleusen, verbindet den Ontariosee mit der Georgian Bay. In einer Woche kann man per Hausboot, Segelboot oder Kanu die Fluß- und Seenlandschaft Süd-Ontarios durchfahren (überall Marinas, Restaurants, Ausrüster-Shops). Von Ottawa aus führt der Rideau Canal nach Kingston zum Ontario-
see (Grenze zu den USA).
Prince Edward Island
One of the world’s great islands
Prince Edward Island, die kleinste Ost-Provinz Kana- das, liegt im Süden des Golfs von St. Lorenz. Die Länge der Insel beträgt 224 km, die Breite maximal 64 km, höchster Punkt ist bei Springton mit 152 m. Sanfte Hügel, Wälder, Felder und Wildblumen, dazwi- schen immer wieder ziegelrote, gewundene Wege, cha- rakterisieren die Landschaft. Die rote Erde ist allgegen- wärtig, neben weißen Sandstränden gibt es ebensoviele Rote. Dutzende historischer Leuchttürme stehen an der Küste. Von 1770 bis 1860 strömten tausende Einwanderer aus Schottland und Irland hierher, sodaß PEI der “keltisch- ste” Platz Nordamerikas ist (1/3 haben schottische, 1/3 irische Vorfahren). Benannt wurde PEI nach Prince Edward of Kent, der die britischen Truppen 1798 in Halifax (Nova Scotia) befeh- ligte. 1873 wurde PEI Provinz Kanadas, Hauptstadt ist Charlotte-Town. Im Sommer ist Bade-und Wassersportsaison (Tiefseefischen) an der über 800 km langen Küste, im Winter läuft man Ski (Langlauf) oder fährt Snowmobil. Zwei Fähren gehen von Borden nach Cape Tormentine (New Brunswick) und von Wood Islands nach Caribou (Nova Scotia). Von Souris fährt ein Auto-Dampfer zu den nördlichen Magdalen Islands (Quebec). Flüge gehen meist von Halifax aus. Es gibt drei Rundstraßen, auf PEI. Der “Lady Slipper Drive” befährt das westliche “Prince County”, der “Blue Heron Drive” das zentrale “Queens County” und der “Kings Byway Drive” das östliche “Kings County”. Die Routen führen an historischen- und Natursehenswürdig keiten vorbei. Lady Slipper Drive führt vorbei an Kartoffelfeldern und alten Farmhäusern. In der Malpeque Bay werden die weltberühmten Austern gezüchtet, um Alberton stehen historische “Fox Houses”, elegante Häuser der Pelzzüchter aus dem 19. Jh., Irisch Moos wird mit Pfer- den aus der See geerntet (die halbe Weltproduktion kommt von PEI, Verwendung für Eiskrem, Zahnpasta, Hustensaft, Parfüm). Hier ist auch die Rögion Evangäline, die französische (Acadian) Region der Insel, mit ihrer Kultur und Küche! Der Blue Heron Drive führt über das hügelige Zentrum der Insel. Kleine, weiße, meist gotische Holzkirchen ste- hen in den kleinen Tälern. In Charlotte-Town spielt jeden Sommer das Waisenmädchen-Musical “Anne of Green Gables” seit der Premiere 1965 (die Autorin Lucy Maud Montgomery wurde 1874 auf PEI geboren). Pittoreske Fischerdörfer bestimmen das Bild des Ostteils von PEI. Point Prims Leuchtturm ist der älteste der Insel. Der Sommer bietet zahlreiche Festivals (Tignish, lrish Moss Fest., Summerside Lobster Carnival).
Quebec
La Belle Provence
Quebec, größte Provinz Kanadas, nimmt den Ostteil des Landes östlich der James Bay (Südbucht der Hud- son Bay) ein, ausschließlich der Teilprovinz Labrador (zu Neufundland, wurde bisher von 0. nicht anerkannt). Dazu gehört noch ein Großteil des rechten Ufers des St.-Lorenz-Stroms und die Inseln D’Anticosti (Vogel- schutzgebiete) und Madeleine (Fähre von Prince Edward Isl.) im Golf von St.-Lorenz. Der Südteil entlang des Stromes,ist dicht besiedelt. Die hügeligen, stark bewaldeten und von Flüssen und Seen durchzogenen nördlichen drei Viertel sind dünn besie- deltes Inuit- (Eskimo-) land. Im Norden beginnt die baumlose Tundra. Zahlreiche Indianer-Reservate (u.a. im Westen und am St-Lorenz-Strom). In den zentral gelegenen, riesigen Naturparks (Reserve des Laurentides, nördlich von 0., Vörendrye, Park der 1000 Seen, im Westen) sind Mousse (Kanada-Elch), Karibu (nordamerikan. Rentier), Bär und Wolf zu Hause. Eisbären kommen manchmal bis an die südliche James Bay (Hudson Bay). Höchster Berg ist der Mont D’Ibervil- le, 1652 m, im Nordosten, an der Grenze zu Labrador. In Quebec wird französisch gesprochen, englisch aber überall verstanden. Hauptstadt ist Quebec (älteste Festungsstadt Nordame- rikas, mit ihrem berühmten Wahrzeichen, dem Schloß Frontenac; die Wachablösung der Bärenfell-bemützten findet im Sommer täglich um 10 Uhr statt). Stromab- wärts führt die Straße vorbei an Klippen, Ahornwäldern, kleinen Dörfern. Der mächtige Montmorency-Wasserfall stürzt 85 m in die Tiefe. An der Mündung des Saguenay in den St. Lawrence kann man von Juni bis Okt Wale beobachten. Vor der Halbinsel Gaspösie (mit zahlreichen Naturparks, Mt. Jacques-Cartier, 1268 m) liegen der Perce- Felsen (450 m lang, 90 m hoch, Schiffstouren) und die Vogelinsel Bonaventure. Etwa 250 km ördlich der Stadt Baie-Comeau liegt das Reservoir Manicouagan, ein kreisrunder See (70 km Durchm.) mit Bergkegel (Mt. de Babel, 957 m) in der Mitte. Man vermutet einen Meteoriteneinschlag vor 200 Mill. Jahren. Die größte Stadt, Montreal (auf der Ile de Montröal, im St.Lorenz), ist die größte französischsprachige Stadt außerhalb Frankreichs. Montröal bietet Kultur, moder- nes und historisches, vor allem aber französische Lebensart! Die nördlich gelegenen Laurentides, sind Ausflugsgebiet (Ski, Wassersport). Ski- und Erholungsgebiete für Wassersportarten aller Art sind vor allem 50-100 km nördlich der Städte am Strom (auch im Süden). Von Trois-Rividres führt eine Straße zum Ausflugssee Lac St.-Jean (mit Ski, Wasser- sport, Naturparks).
Saskatchewan
Getreide-Provinz
Saskatchewan liegt im westlichen Zentralkanada zwi- schen Manitoba (im Osten) und Alberta (im Westen) und ist die Getreide-Provinz Kanadas (über 60%). Die Hälfte des Landes sind Waldgebiete, ein Drittel Farmland und ein Achtel Wasser (praktisch ist die Nord- hälfte ein Fluß- und Seengebiet, Abflüsse in die Hudson Bay). Die Ausdehnung beträgt von Süden nach Norden 1300 km, von Osten nach Westen knapp 700 km. Hauptstadt ist Regina, Saskatoon ist die größte Stadt (Theater, Museen, Symphonie-Orchester, Festivals). Saskatche- wans Einwohner haben die höchste Lebenserwartung Kanadas (Frauen 78,6 J. / Männer 71,1 J. ). Cowboy Country nennt man die sehr flachen Great Plains des Südens, anschließend liegt das Getreide- land, hügelig sind die Cypress Hills im Südwesten (höchster Berg 1392 m.). Weitere “Highlands” im Süden sind die Duck und Moose Mountains. Berühmt ist das Qu’Appelle Valley, ein Naturpark mit Seen, unterirdi- schen Höhlen, Gesteinsformationen und zahlreichen Erholungsgebieten.
Der Süden bietet mit den “Big Muddy” genannten Bad- lands sogar eine Wüste.
Kanada ist der zweitgrößte Flächenstaat der Erde, das Riesenland ist dünn besiedelt und umfaßt den Großteil des nördlichen Kontinents. Im Westen liegt der Pazifik, im Norden das Nordpolarmeer, im Osten der Atlantik, die Südgrenze bilden die USA. Über 5500 km beträgt die größte Ost-West-Ausdehnung, von Norden nach Süden sind es maximal 4700 km. Drei Landschaftsformen bilden die geografischen Hauptmerkmale: Östlich des St.-Lorenz-Stroms liegen die Nordausläufer der Appalachen und die Inseln Nova Scotia, Prinz-Edward sowie New Foundland. Bis zu den Rocky Mountains, dem dritten Teil, reicht der Kanadische Schild mit der großen Seenplatte (ehemalige Gletscherbecken) und weiten Prärien (Great Plains). Das westliche Küstengebirge (Coast Mountains) hat mit dem Mount Logan, 5951 m, den höchsten kanadischen und zweithöchsten nordamerikanischen Berg. Kanada ist reich an Bodenschätzen, Erze, Mineralien, Öl, Ölschiefer, Erdgas, Kohle. Es ist umgeben von Inseln, von den pazifischen (Hochgebirgsgipfel, Fortsetzung der Rockies) über die Polarmeerinseln (deren größte Baffin ist), bis zu den Inseln im Golf von St. Lorenz (New Foundland, Nova Scotia, Prince Edward, D’Anticosti, Magdalen). Dazu kommen noch zahlreiche in der riesigen Hudson Bay (Belcher, Akimiski u.a.). Kanada hat 6 Zeitzonen (Standard Time Zones), beginnend im Osten mit der Newfoundland Standard Time Zone, zur Atlantic, Eastern, Central, Mountain und Pacific Standard Time Zone.Das Klima ist vorwiegend kontinental mild mit teils heißen Sommern und kalten Wintern, regenreich sind nur die westlichen Gebirge. Das südliche Kanada hat hauptsächlich Nadel-, Laub- und Mischwälder. Im Osten Mischwald, östlich der Rockies findet man weite Prärien (Grasland). Im Norden der südlichen Provinzen (die alle zum Breitengrad reichen, Ausnahmen: Ontario, Quebec, New Foundland) beginnt die Waldtundra, mit teilweisem Dauerfrost. Der Norden und die polaren Inseln sind Permafrostgebiet (Auftauen an der Oberfläche nur bis in etwa 1 m Tiefe). Typische Vertreter der kanadischen Tierwelt sind Bären (Schwarzbär, Grizzly), Rotwild (Wapiti), Schakale und Wölfe, Rentiere (Karibu) sowie Bisons und Elche (Mousse, amerikanischer Großelch). Daneben gibt es die Vertreter der Gebirgsregionen wie Wildschafe und -ziegen, Pelztierarten und Pumas. Eisbären verschlägt es bisweilen bis in die südliche James Bay der Hudson Bay: Auf einigen Nordinseln gibt es die wetterfesten Moschusochsen. Touristisch bietet Kanada vor allem Naturerlebnisse in weiten Landschaftsräumen. Ausgangspunkte für Touristen sind meist die großen Städte des Ostens (Montreal, Toronto, Ottawa, Quebec), von hier aus erreicht man die Großen Seen, St. Lawrence, die Ostküste und die Ostküsteninseln. Kanadas Hauptstadt Ottawa liegt am rechten Ufer des Riviäre des Outaouais (Ottawa River) innerhalb der englischsprachigen Provinz Ontario und an der Grenze der französischsprachigen Provinz Quebec. Die Hauptstadt wurde erst 1857 gegründet. Sehenswert ist das neugotische Ensemble der Regierungsgebäude auf dem Pa’rlamentshügel. Weitere touristische Attraktionen sind zahlreiche Museen und Galerien sowie der malerische Rideau-Kanal (Uferpromenaden, Wassersport, Schiffstouren, Eislauf im Winter). Kanada hat zahlreiche Nationalparks und Naturparks (Wald- und Wasserwildnis Zentralkanadas Bergregionen des Westens). An Sportmöglichkeiten besteht kein Mangel (Wassersport überall, Fischen und Jagen im Westen und Norden). Die nördlichen Gebiete des Landes sind z.Teil nur mit Flugzeugen (oder Boot) erreichbar. Die Wintersportgebiete sind mittlerweile auch in Europa kein Geheimtip mehr (Heli-Skiing, Alpin-Ski, Langlaufen, Snowmobil fahren). In Kanada wie in den USA gibt es unzählige Festivals, Paraden, sportliche und kulturelle Veranstaltungen rund ums Jahr. Kanada erfährt man am besten per Auto oder Camping- Mobil (größere Strecken per Flugzeug). Wer Zeit hat, kann eine der Eisenbahnrouten nehmen (im Osten dich- tes Bahnnetz, Trans-Kanada, von Quebec, über den Knotenpunkt Osten bis Vancouver am Pazifik). Die nachstehenden Provinzen und Territorien haben als Überschrift den jeweiligen Spitznamen oder einen Slo- gan (auch meist auf den Autoschildern zu finden). In den USA und Kanada wartet man gewöhnlich in Restaurants, bis man plaziert wird (Schild: Wait to be seatet), Trinkgelder (15-20% des Betrags vor der “State Tax”) sind unerläßlich, sonst wird’s peinlich! Zum WC sagt man “Restroom”. Die längste Autoroute (Trans Canada, Nr.1, ca. 7700 km) im Süden, führt quer durchs Land, beginnend in St. John’s auf Neufundland bis nach Victoria, der Hauptstadt British Columbias, auf Vancouver Island am Pazifik.
Alberta
Welcome to the Majesty - Alberta, die viertgrößte kanadische Provinz, liegt im Westen am Fuße der Rocky Mountains. Das Landschaftsbild prägen die majestätischen bis knapp 4000 m ansteigenden Rockies, die Südwestgren- ze zu British Columbia, weite Prärien im Osten und große Wald- und Seengebiete im Norden. Zahlreiche National- und Naturparks wie der Rocky Mountains Forest mit den Banff und Jasper National Parks (höchster Berg der kanadischen Rockies, Mt. Robson, 3954 m), dem Kananaskis Park sowie der nördliche Wood Buffalo N.P. Sie zeigen die landschaftliche Schönheit dieser Gebirgs-, Wald- und Prärieprovinz. Die Tierwelt reicht von Rotwild, Bergziegen, Pumas, Bären bis zu Bisons, Mousse (kan. Elch) und Wölfen im Norden. Das Klima ist mitteleuropäisch (heiße Sommer), das ganzjährige Urlaubsangebot umfaßt Sommer-, wie Wintersport (Ski- und Erholungsgebiete in Banff und Lake Louise, westlich von Calgary, Wassersport überall, Wildwasser-Flüsse und Seen für Sportfischer). Banff und Lake Louise haben zwei der wohl eindrucks- vollsten, burgenähnlichen Hotels in malerischer Gebirgskulisse (der 27-Loch-Golfkurs von Banff zählt zu den schönsten der Welt). Der 230 km lange lcefields Parkway von Lake Louise nach Jasper führt an Gletschern und Wasserfällen vor- bei. Die Gondel zum Whistler Mountain in Jasper bietet Top-Aussicht auf 2464 m. Bei Europäern immer beliebter werden die eleganten und schneesicheren Skigebiete um Banff, Lake Louise, Jasper mit ihren Hotels, Chalets, Blockhäusern und Berghütten. In Drumheller, nordöstlich von Calgary steht das Tyrrell- Museum (größtes Saurier-Museum der Welt), das seine Funde aus den umliegenden “Badlands” im Red Deer River-Gebiet bezieht. Bei Fort Macleod, südlich von Calgary, liegt die unter UNESCO-Denkmalschutz stehende “Head-Smashed- In”, eine Felsklippe, über die die Indianer Bisons jagten. Calgary hat mit der “Stampede” (Juli), das größte Rodeo Kanadas, sowie zahlreiche Museen und Ausstel- lungen (”Heritage Park”, das Wild-West-Museum). Albertas Hauptstadt Edmonton hat mit der West Edmonton Mail das größte Einkaufszentrum der Welt (44 ha, 800 Läden, 11 Kaufhäuser, 110 Lokalitäten, 19 Kinos, Hotel und Vergnügungspark). Die Stadt heißt auch “Festival City” (im Sommer steigen Jazz-, Kunst-, Klondyke Days-, Sommer- und Volksfeste). Im Novem- ber findet das jährliche kanadische Rodeo-Finale statt. Behebt sind Reitausflüge nach Cowboy-Art im Ranchge- biet der Prärien und Vorgebirge der Rockies.
British Columbia
Fjordland - British-Columbia ist die westlichste und drittgrößte Provinz Kanadas.
Die Landschaftsformen reichen von rauher Hochge- birgsgegend über geschützte Täler, bis zur stark gegliederten, buchten- und fjordreichen Küste am Pazifik. Fruchtbares Farmland wechselt immer wieder mit riesigen Wäldern, tausenden von Seen und Flüssen und einsamen Stränden. B.C. hat 6 Nationalparks und zahlreiche Historic Sites. Das Fährensystem von B.C.ist eines der umfassend- sten der Welt (38 Schiffe laufen auf 25 Routen 42 Häfen an. Meistbefahrene Route ist Vancouver nach Vancouver-Island).
Der Südosten ist Rocky-Mountains-Gebiet (mit dem typischen Bavarian village Kimberley und der größten Kuckucksuhr der Welt!), Fort Steele bietet “living history” mit restauriertem Jahrhundertwende-Ambiente. Kooten- ay Country, mit den westlich gelegenen Selkirk (der Gla- cier National Park hat über 400 Gletscher) und Monas- hee Mountains, bietet international berühmtes Heli-ski- ing. Im Slocan Valley gibt es Ghost Towns, Nelson hat historische Architektur (Silber-Rausch von 1890). Das Okanagan-Lake-Gebiet hat im Oktober seine Weinfeste. Das nördlich anschließende High Country hat die Rockies, die Monashees (heli-skiing, Wildwasser-Raf- ting) sowie einen der schönsten Hausboot-Seen (Shus- wap). Südwest-B.C. hat malerische Gebirgs- und Küstenland- schaften (höchster Berg, Mt. Waddington, 4016 m). Im Garibaldi Prov. Park liegt das berühmte Ferien-Resort Whistler. Von North Vancouver nach Squamish führt der “Royal Hudson” (Dampflok) den Fjord hinauf (malerische Strecke).Die moderne, internationale Stadt Vancouver hat auch malerische Winkel (historic Gastown, Galerien, Shops, Cafes, Restaurants). Die Stadt hat auch einen der welt- größten Häfen für Kreuzfahrtschiffe. Vancouver Island mit der Provinzhauptstadt Victoria (seit 1871, enge Sträßchen im Zentrum, historische Gebäude am kleinen Hafen, Royal B.C. Museum mit Indianer-Totem-Pfählen) ist eine Mischung von rauher Abenteurer-Landschaft und gemütlichen Hafenstädt- chen. Wale-beobachten in der Robson Bight (im Nordo- sten) und Oak Bay (bei Victoria, Killer-Wale, Seelöwen). Ruhige Sandstrände hat die Ostküste, hier stehen 600- jährige Douglas-Fichten (Cathedral Grove, MacMillan Prov. Park). Der Campbell River und Port Aberni, auf der Westseite, bezeichnen sich beide als “Salmon Fishing Capital of the World”. Die Gulf Islands vor der Südwestküste, sind Urlaubsin- seln, die mit dem Rad “erfahren” werden wollen.Im historischen “Friendly Cove” ankerte Captain Cook 1778. Im Süden der nördlichen Queen Charlotte Islands findet man Totem-Pfähle von einem Meister der Haida (Indianer), die unter UNESCO-Schutz stehen, außerdem primären, nichttropischen Regenwald. Klassisches Cowboy Country ist Cariboo Chilcotin Coast. Nördlich von Williams Lake liegt der Historic Park von Barkerville (1870).
Der Nordosten, Peace River und Alaska Highway, hat die majestätischen Stone Mountains und Muncho Lake Park. Hier kann man bereits das Naturphänomen “Polarlichter” sehen. Mt. Fairweather, mit 4663 m höchster Berg der Provinz, trohnt in der Nordwestecke über dem Glacier Bay National Park, der bereits zu Alaska gehört. In Hazelton und Kitwanga findet man die ältesten stehenden Totems und rekonstruierte Langhäuser. In Victoria endet der 7700 km lange Trans-CanadaHighway (längster der Welt).
Manitoba
Canada’s Heartland
Manitoba liegt in Zentralkanada und ist knapp zweimal so groß, wie Deutschland. Ein Blick auf die Landkarte zeigt die Dominanz der beiden großen Seengebiete im Süden, Lake Winnipeg und die Seenplatte vom Lake Manitoba, Lake Winnipegosis. Der gesamte Nordteil besteht aus Flüssen, Seen und Wäldern (z.T. Tundra), der Nordosten grenzt an die Hudson Bay. Die Zentralregion ist hügeliges Wald-, Busch- und Grasland, der Süden rechtfertigt den Namen Prärie-Provinz (Getreide), es gibt sogar wüstenartige Gebiete mit Kakteen und seltenen Reptilien (Spruce Woods Park im Südwesten).Im Süden finden sich die meisten Urlaubsgebiete (Seen für Wassersport, Skigebiete). Überall im Staat verteilt gibt es Indianerreservate (im Norden nur per Flugzeug zu erreichen), Nationalparks und -Forests. Nur 2 Straßen führen in den Norden, Lynn Lake (im NW) und Amery (im NO) sind die nördlichste, per Straße erreichbaren Orte. Churchill, an der Hudson Bay, ist Endpunkt der Canadian National Railway, die den Norden Manitobas, aus Saskatchewan kommend, durchquert. (Churchills Müllhalden werden regelmäßig von Eisbären durchstöbert!). Die Hälfte der Bewohner leben in und um Winnipeg (Hauptstadt), neben Briten und Deutschen (auch Mennoniten) bilden Ukrainer die drittgrößte Volksgruppe. St. Boniface( Winnipeg) ist die größte französische Gemeinde westlich Quebec. Hier findet das Winterfest “Festival du Voyageur” statt mit Schneeskulpturen, Kanurennen, Straßentanz, Kostümbällen. Winnipeg empfängt seine Besucher mit Drei-SterneLokalen, Musik-, Theater-, Ballettangeboten und restaurierten, historischen Gebäuden. Der Lake Winnipeg hat .sehenswerte, weiße Bade-Sandstrände.
Im Morris, südlich von Winnipeg, findet Kanadas zweitgrößtes Rodeo statt (nach Calgary, Alberta), die Manitoba Stampede. Die Central Plains, südlich des Lake Manitoba, sind, neben fruchtbarstem Ackerland, weltberühmte Jagd- und Fischgründe sowie Wassersportgebiete (Assiniboine River). Die Ostregion, das Parkland (3 große National- und Provinz-Parks) westlich des Lake Manitoba und Lake Winnipegosis und das Gebiet zwischen den großen Seen sind Natur- und Freizeitgebiet (Wassersport, Camping, Ski, Golf, Jagen, Fischen). Das Ukrainische National Festival findet im August südlich von Dauphin (Selo Ukraina) statt.
Die Nordregion hat in The Pas Kanadas ältestes Winterfest (N. Manitobas Trapper Fest., im Februar), u.a. mit dem World Champ. Dog Sled Race. Im August ist das Opasquia-Indianer-Fest. Überall finden hier Angelmeisterschaften, Kanu- und Schlittenhunderennen statt (Snow Lake, Flin Flon).Kanadas einziger arktischer Seehafen Churchill, “Polar Bear Capital of the World”, an der Hudson Bay (in 3,60 m hohen Tundra Buggys können je 28 Pers. auf Eisbärentour fahren), bietet arktische Flora und Fauna (200 Vogelarten, weiße Belugawale, Robbenarten, Karibus).