Kanada Teil 2

New Brunswick
Mondsüchtig - New Brunswick ist eine Atlantik-Provinz Kanadas mit Grenzen zu Nova Scotia, Quebec und Maine (USA). Die Provinz ist an drei Seiten von Wasser begrenzt (Chaleur Bay im Norden, Northumberland Strait zu den Prince Edward Isl. im Osten, Fundy Bay im Süden). Die Länge beträgt 322 km, die Breite 242 km. Der Norden ist bergig (Mount Carleton, 820 m), die Mitte hügelig bewaldet (84°/c, der Provinz sind Wald), der Norden und Osten sind Flachland, die Landschaft im Süden (Seenlandschaft) ist zerklüftet. Etwa 1/3 der Bevölkerung sprechen französisch (Acadians, Nachkommen der Revolutionsflüchtlinge von 1865 aus den USA). 1784 wurde es kanadische Provinz, zu der Zeit regierte in England das House of Brunswick, daher der Name. New Brunswick teilt sich in 6 Tourismus-Regionen ein. Im Westen liegt das Saint John River Valley. Als der “Rhein von Nordamerika” bezeichnet, brachte der größte Fluß New Brunswicks schon in früheren Zeiten Siedler und Entdecker ins kanadische Inland. Fredericton, Provinzhauptstadt, liegt hier (westlich, Kings Landing, historische Siedlung des 19. Jh.), eindrucksvolle Wasserfälle (Grand Falls / Grand Saults, zweisprachige Stadt) und die längste überdachte Brücke (391 m) bei Hartland laden zu Fotostops ein. An der Fundy Tidal Coast mit ihren vorgelagerten Inseln Deer (Lachszucht), Campobello (kann von Maine aus per Brücke erreicht werden) und Grand Manan Island (für Romantiker) ist Wassersport angesagt (ebenso Wale-Beobachten, in verträumten Fischerdörfern Meeresfrüchte schlemmen). Der Gezeitenunterschied erreicht hier Rekordhöhen von 15 m! (Flowerpot Rocks, Hopewell cave, echo caves, St. Martin). Der “Tidal Trail”, Highway 114, führt am Meer entlang bis Monoton. Die sandige Ostküste bietet etwas unbeschwerteres Badevergnügen. Das zentrale Miramichi Basin hat unzählige Anglerflüsse (Hausboote), Atlantik-Lachse und Kanadas einziges lrish Festival (Chatham). Die nordöstliche Acadian Coast mit den Inseln Lamäque und Miscou zeigt französische Lebensart. Der wilde Norden, Restigouche Uplands, ist etwas für stille Genießer. Wildparks, reißende Flüsse und der Sugarloaf Mountain (Zuckerhut) bei Campbelltown sind die Ziele (Ski im Winter).

New Foundland
Wikinger-Insel - New Foundland and Labrador, so der komplette Name von Kanadas östlichster Provinz, besteht aus der Insel New Foundland und dem Festlandteil Labrador, letzterer ist der Ostabschluß des kanadischen Festlandes (erst 1949 wurde es kanadische Provinz). Die Nordostküsten beider Provinz-Teile sind extrem zerklüftet. Die Landschaft zeigt grandiose Steilküsten (höchster Berg, Mt. Caubvick, 1729 m, Nord-Labr.), Fjorde, tiefe Buchten und Täler, Wälder, reißende Flüsse und von Gletschern geformte Seen (ideal zum Wandern, Kanu-fahren, Fischen, Wintersport). Hauptwirtschaftszweig ist der Fischfang.
Mousse (kan. Elch), Karibu (kan. Rentier), Polarfuchs und eine reiche Vogelwelt trifft man in den weiten Landschaften. Straßen führen hauptsächlich entlang der Küsten (Leuchttürme, Cape Spear, östlichster Punkt Nordamerikas). 1000-jährige Geschichte trifft man in L’Anse aux Meadows an der Nordspitze (einzige historische Wikingersiedlung Amerikas). Vor Twillinggate hat man im Spätfrühling und Frühsommer einen atembefaubenden Ausblick auf vorbeiziehende Eisberge. Die Hauptstadt St. John’s ist östlichste und zugleich älteste Stadt Nordamerikas und liegt an der Ostspitze der Insel New Foundland. Historische Gebäude, Pubs und Folksong-Clubs vermitteln eine Atmosphäre wie in Irland. Skandinavische Fjordlandschaft erwartet Besucher im Gros Morne Nati Park im Westen. Der Burin Peninsula im Süden sind die französischen St. Pierreet Miquelon-Inseln vorgelagert (Fähre von Fortune nach St.-Pierre, Fähre von Port-aux-Basques nach Nova Scotia , 6 Std.). Die dichtbesiedelte, östliche Avalon-Halbinsel hat im Südwesten das St. Mary’s Vogelschutzgebiet (zweit- größte Tölpelpopulation N.-Amerikas). Heute noch nutzen Atlantik-Überquerer Neufundland wegen seiner geografischen Lage für Rekordversuche (Ballon, Kanu, Rennboot, Kleinflugzeug).
Labrador ist der wilde Teil der Provinz. Bis auf die Süd- spitze (Fährhafen L’Anse-au-Clair bis Red Bay) und die Verbindung von der Fjordstadt Goose Bay zum westli- chen Seengebiet um Labrador-City und Schefferville (von hier bis Sept-fies, Quebec, führt die Quebec North Shore and Labrador Railway, mit Passagier- und Auto- transport) fehlen Straßenverbindungen. Die dichtbesie- delte Ostküste ist, außer durch unbefestigte Wege, nur per Fähre oder Flugzeug zu erkunden. Das Inland ist eine der letzten Wildnis-Regionen der Erde. Es war Jahrtausende das Land der Inuit (Eskimos), Museen in Goose Bay, L.-City, Nein zeigen Inuit-Kunst, im Sommer gibt es zahlreiche Festivals. Heute lockt es Abenteurer (Wild-Wasser-Kanu, Fischen, Jagen) und hier lebt die weltgrößte Karibu-Herde.

North-West Territories
Die Nord-West-Territories sind der Nordteil Kanadas samt aller arktischen Inseln westlich Grönlands. Die Südgrenze bildet der 60. Breitengrad, den Westteil zum Yukon Territory begrenzen die Mackenzie Mountains und die Mündung des Mackenzie in die Beaufortsee (Arktisches Meer). Alle Inseln in der Hudson Bay gehören zu den NWT. Die Landschaft besteht aus Gebirgen, Gletschern, unzähligen zum Teil namenlosen Seen und Flüssen, Tundra und arktischer Wüste. Die Ausmaße sind beeindruckend. (Breite/Länge je 3200 km). Zwei der weltgrößten Seen, Great Bear und Great Slave sowie die Virginia Falls (doppelte Höhe der Niagarafälle) und der riesige Mackenzie River liegen hier. Größte Inseln in Küstennähe sind Banks, Victoria, Prin- ce of Wales, King William (mit N-W-Passage Historic Parc), Somerset, Baffin (mit zahlreichen Nati Parks). Arktische Inseln ab 75° Nord (jenseits des Parry Chen nel von Westen) sind Prince Patrick, Melville, Bathurst, hier befindet sich derzeit der magnetische Nordpol (drif- tet jährlich ca 25 km nordwärts und 6 km westwärts), Cornwallis (Resolute Bay) und Devon. Den Nordabschluß bilden Mackenzie King, Rignes, Amund Ringnes, Axel Heiberg und Ellesmere ( mit nördlichster Siedlung Grise Fjord und Nati Park an der Nordspitze). Vier Zeitzonen, 3,3 Mill qkm (die halbe Größe der USA), aber nur 55.000 Einwohner, 4 Nationalparks, zahlreiche Wild- und Vogelparks (über 200 Vogelarten brüten in der arktischen Zone), die größte freilebende Bisonherde (Buffalo National Park, mit Alberte), die größte Karibu- herde, Schwarzbären, Mousse (kan. Elch), Moschus- ochsen, Polarwölfe, Dall-Schafe, Eisbären, Walroßkolo- nien, alle Robben- und Walarten, sind hier zu finden. Dies ist das perfekte Ambiente für “Outdoor”-Abenteuer. Fischen (die größten Fische stehen hier zum Beißen Schlange), Wandern, Klettern, Wildwasser-Kanufahren und Foto-Safaris mit Tundra-Trips, Wal- und Walroß- Beobachtung sind die Hauptattraktionen. Auch Jagen (mit Führer) steht auf dem Programm. Spektakulär sind die Wanderungen der Karibus oder Eisbären-Expeditionen. Siedlungen können hunderte von Kilometern auseinan- der liegen, was das Flugzeug unentbehrlich macht. Außer im Südwesten, von British Columbia und Alberte nach Yellowknife (Hauptstadt) und Fort Good Hope, sowie von Yukon nach lnuvik, gibt es keine Straßen. Der Mackenzie-Highway führt an zahlreichen histori- schen Außenposten vorbei (Fort Good Hope, Franklin, Resolution, Providence und der Hauptstadt Yellowknife). Der Dempster Highway von Yukon endet in Inuvik, Kanadas einziger Arktik-Stadt. Die zahlreichen Fähren in den Territories sind kostenlos. In der Fjordlandschaft bei Bathurst Inlet findet man Moschusochsen-Herden. Von Spence Bay (Inuit/Eski- mo-Schnitzkunst und -Bekleidung) auf der Halbinsel Boothia (nördlichster Punkt des Festlands) gibt es Aus- flüge nach Somerset Island (Wale, Robben, Eisbären). “Heißester” Trip ist sicher, neben einer Kanufahrt um Eisberge, ein Flug zum Nordpol (u.a. von der Resolute Bay). Zahlreiche Eskimo-Volksgruppen haben hier ihre ursprüngliche Lebensart bewahrt. Die Dene leben am gesamten Mackenzie River. Sie sind verwandt mit ame- rikanischen Urvölkern von Mexiko bis Alaska. Sanikiluaq auf den Belcher-Inseln (Hudson Bay, nur von Quebec zu erreichen) ist weltweit für seine Speckstein- Schnitzereien berühmt.

Nova Scotia
So much to sea
Nova Scotia liegt im Südosten Kanadas und grenzt im Westen an New Brunswick. Die Provinz besteht aus der Halbinsel Nova Scotia und der Insel Cape Breton. Mehr als die Hälfte der Bewohner sind schottischer Abstam- mung, auf Cape Breton Island wird in einigen Orten noch gälisch gesprochen. Hochlandmoore, Heidelandschaft und felsige schroffe Küsten charakterisieren die Landschaft. Die Hauptstadt Hallfax hat nach Sydney (Australien) den weltgrößten Naturhafen. Fährverbindungen mit Meine (Portland, Bar Harbour), New Brunswick (Saint John), Prince Edward Island und New Foundland. Freizeitmöglichkeiten wie Wassersport, Wandern, Fischen, sowie zahlreiche “Travelways” (Routen um Teile der Provinz, mit Hinweisen zu Campgrounds, Landgasthäusern, Hotels, Museen, historischen Plät- zen) machen Nova Scotia zum beliebten Ziel (Kanadas “Festival Province”). Im südlichen Yarmouth beginnt der “Evangeline Trail”. In St. Mary’s Bay beginnt die “französische Küste” (Wale-Beobachten auf Brier Island, historische Forts). Der “Glooscap Trail” (Gott der Micmac-Indianer) führt entlang der Fundy Bay, mit ihren Gezeiten-Felsformatio- nen (höchster Tidenhub der Welt, 16 m, Gezeiten-Raf- ting am Shubenacadie River!). Der “Sunrise Trail” hat ruhige Strände und Parks, hier ist schottische Kultur zu spüren (Antigonish ist das Zen- trum der Highland Games). Der “Marine Drive” führt an die zerklüftete Atlantikküste (geräucherter Lachs und Muscheln in Sherbrooke Villa- ge, einem historischen Ort des 19. Jh., am Lachsfluß St. Mary’s River). Das sichelförmige Sable Island (Erdöl, Erdgas), 30 km lang, 285 km vor Halifax, wird “Friedhof des Atlantiks” genannt (Schiffs-Wrack-Tauchen an der Atlantikküste). Schottische Pubs, Museen, Theater und die sternförmi- ge Zitadelle (1856) erwarten den Besucher in Halifax (Maritime Museum). Die “Lighthouse Route” führt an der südlichen Westkü- ste an alten Häfen vorbei (Lunenburg, Fischerfest im September). Chester mit 365 vorgelagerten Inseln ist Segler-Dorado. Am Nordufer des Bras d’Or-Salzsees liegt Baddeck, der Ausgangspunkt für die schönste Route, “Gebot Trail” (der Franzose Gebot landete hier 1497), die um den Cape Breton Highlands National Park führt. In Beinn Bhreagh erfand Alexander Graham Bell 1876 das Tele- fon. Der “Ceilidh Trail” führt an ruhigen Sandbuchten und gälischen Ortschaften (Mabou) vorbei. Auf der Atlantikseite von Cape Breton Island liegt der “Fleur-de-lis Trail” (Acadian County), das Land der fran- zösischen Einwanderer, mit der ’sie Madame und dem Fort von Louisbourg (18. Jh.). “Marconi Trail” markiert die erste Transatlantik-Funkver- bindung durch Marconi.

Ontario
Land der großen Seen
Ontario ist Kanadas zweitgrößte Provinz, Sie reicht von der südlichen Hudson Bay und James Bay im Norden bis zu den Grenzen von New York, Pennsylvania, Ohio, Michigan, Wisconsin, Minnesota und zum Lake Ontario, Lake Erie, Lake Huron und Lake Superior im Süden. Die Westgrenze markiert Manitoba, die Ostgrenze Quebec. Die Landschaft besteht aus Wald, fruchtbarem Farm- land und tausenden von Seen und Flüssen (höchster Berg, Tip Top Mt. am Lake Superior, 640 m). Die Provinz ist zweisprachig, französisch und englisch, welches überwiegt. Festivalzeit ist immer in Ontario. Die Niagara-Fälle beginnen die Saison mit dem Blossom Festival, Ottawa (Hauptstadt Kanadas) mit Tulpen, überall gibt’s Maple- Sirup-Feste (mit Pancake Breakfast). Musikfestivals in Elora (mittelalterlich, Renaissance), Fiddler’s Contest in Shelburne und schottische High- land Games in Fergus. Indianerfeste (pow-wows) in Manitoulin, Walpole Island, Six Nations Reserve. In Kitchener und Waterloo gibt es das zweitgrößte Oktoberfest der Welt, im nahen Niagara, das Grape and Wine Festival.  Im Winter finden Winterfeste und Carnivals statt (Otta- was Winterlude, Sault Ste. Maries Bon-Soo-Karneval). Ontario ist riesig und denkt auch in solchen Dimensio- nen! Der SkyDome, Torontos (Provinzhauptstadt) Sportarena ist 31 Stockwerke hoch, hat ein zurückfahr- bares Dach, Hotel, Kino, 25 Fast-Food-Shops und eine 90 m lange Bar. Der CN-Tower, Torontos dreibeiniger Fernsehturm ist 553 m hoch. Torontos Küche ist international, Ottawa hat seine “ethnic restaurants” und Cafös beim Byward Markt. Der Ouimet Canyon, nahe Thunder Bay, fällt 152 m in die Tiefe. Nicht nur um die Großen Seen (Ontario hat mehr als 250.000 Seen) laden gemütliche Country Inns oder luxuriöse Resort-Hotels zum Sommer-, wie Winter- sport ein. Das Kanu (Indianer- und Trappertransportmit- tel) gehört hier zur Standard-Freizeitausrüstung. Kunstliebhaber versäumen nicht das Shaw and Strat- ford Festival (Mai-Nov, Dramas, Komödien, Musicals) in Süd-Ontario, oder eines der zahlreichen “Straw hat”- Sommertheater (Open-Air) überall im Umland.

Manitoulin Island, im Huronsee, ist die größte Süßwasserinsel der Welt (Sandstrände, Seen, verträumte Dör- fer). Am Lake of the Woods, im Westen, an der Grenze zu Manitoba, findet die größte Inlandregatta Nordamerikas statt (LOWISA; die meisten Camps sind nur per Wasserflugzeug erreichbar). Der Nordosten, James Bay Frontier, ist Entdeckerland. Eine Eisenbahn (Polar Bear Express) führt bis an die Bay nach Moosonee und vermittelt transsibirische Gefühle. Für den, nur per Flugzeug erreichbaren, Polar Bear Provincial Park, 480 km nordwestlich, braucht man eine Erlaubnis vom District Manager. Der Trent-Severn-Waterway, ein 385 km langes Kanalsystem, mit 44 Schleusen, verbindet den Ontariosee mit der Georgian Bay. In einer Woche kann man per Hausboot, Segelboot oder Kanu die Fluß- und Seenlandschaft Süd-Ontarios durchfahren (überall Marinas, Restaurants, Ausrüster-Shops). Von Ottawa aus führt der Rideau Canal nach Kingston zum Ontario-
see (Grenze zu den USA).

Prince Edward Island
One of the world’s great islands
Prince Edward Island, die kleinste Ost-Provinz Kana- das, liegt im Süden des Golfs von St. Lorenz. Die Länge der Insel beträgt 224 km, die Breite maximal 64 km, höchster Punkt ist bei Springton mit 152 m. Sanfte Hügel, Wälder, Felder und Wildblumen, dazwi- schen immer wieder ziegelrote, gewundene Wege, cha- rakterisieren die Landschaft. Die rote Erde ist allgegen- wärtig, neben weißen Sandstränden gibt es ebensoviele Rote. Dutzende historischer Leuchttürme stehen an der Küste. Von 1770 bis 1860 strömten tausende Einwanderer aus Schottland und Irland hierher, sodaß PEI der “keltisch- ste” Platz Nordamerikas ist (1/3 haben schottische, 1/3 irische Vorfahren). Benannt wurde PEI nach Prince Edward of Kent, der die britischen Truppen 1798 in Halifax (Nova Scotia) befeh- ligte. 1873 wurde PEI Provinz Kanadas, Hauptstadt ist Charlotte-Town. Im Sommer ist Bade-und Wassersportsaison (Tiefseefischen) an der über 800 km langen Küste, im Winter läuft man Ski (Langlauf) oder fährt Snowmobil. Zwei Fähren gehen von Borden nach Cape Tormentine (New Brunswick) und von Wood Islands nach Caribou (Nova Scotia). Von Souris fährt ein Auto-Dampfer zu den nördlichen Magdalen Islands (Quebec). Flüge gehen meist von Halifax aus. Es gibt drei Rundstraßen, auf PEI. Der “Lady Slipper Drive” befährt das westliche “Prince County”, der “Blue Heron Drive” das zentrale “Queens County” und der “Kings Byway Drive” das östliche “Kings County”. Die Routen führen an historischen- und Natursehenswürdig keiten vorbei. Lady Slipper Drive führt vorbei an Kartoffelfeldern und alten Farmhäusern. In der Malpeque Bay werden die weltberühmten Austern gezüchtet, um Alberton stehen historische “Fox Houses”, elegante Häuser der Pelzzüchter aus dem 19. Jh., Irisch Moos wird mit Pfer- den aus der See geerntet (die halbe Weltproduktion kommt von PEI, Verwendung für Eiskrem, Zahnpasta, Hustensaft, Parfüm). Hier ist auch die Rögion Evangäline, die französische (Acadian) Region der Insel, mit ihrer Kultur und Küche! Der Blue Heron Drive führt über das hügelige Zentrum der Insel. Kleine, weiße, meist gotische Holzkirchen ste- hen in den kleinen Tälern. In Charlotte-Town spielt jeden Sommer das Waisenmädchen-Musical “Anne of Green Gables” seit der Premiere 1965 (die Autorin Lucy Maud Montgomery wurde 1874 auf PEI geboren). Pittoreske Fischerdörfer bestimmen das Bild des Ostteils von PEI. Point Prims Leuchtturm ist der älteste der Insel. Der Sommer bietet zahlreiche Festivals (Tignish, lrish Moss Fest., Summerside Lobster Carnival).

Quebec
La Belle Provence
Quebec, größte Provinz Kanadas, nimmt den Ostteil des Landes östlich der James Bay (Südbucht der Hud- son Bay) ein, ausschließlich der Teilprovinz Labrador (zu Neufundland, wurde bisher von 0. nicht anerkannt). Dazu gehört noch ein Großteil des rechten Ufers des St.-Lorenz-Stroms und die Inseln D’Anticosti (Vogel- schutzgebiete) und Madeleine (Fähre von Prince Edward Isl.) im Golf von St.-Lorenz. Der Südteil entlang des Stromes,ist dicht besiedelt. Die hügeligen, stark bewaldeten und von Flüssen und Seen durchzogenen nördlichen drei Viertel sind dünn besie- deltes Inuit- (Eskimo-) land. Im Norden beginnt die baumlose Tundra. Zahlreiche Indianer-Reservate (u.a. im Westen und am St-Lorenz-Strom). In den zentral gelegenen, riesigen Naturparks (Reserve des Laurentides, nördlich von 0., Vörendrye, Park der 1000 Seen, im Westen) sind Mousse (Kanada-Elch), Karibu (nordamerikan. Rentier), Bär und Wolf zu Hause. Eisbären kommen manchmal bis an die südliche James Bay (Hudson Bay). Höchster Berg ist der Mont D’Ibervil- le, 1652 m, im Nordosten, an der Grenze zu Labrador. In Quebec wird französisch gesprochen, englisch aber überall verstanden. Hauptstadt ist Quebec (älteste Festungsstadt Nordame- rikas, mit ihrem berühmten Wahrzeichen, dem Schloß Frontenac; die Wachablösung der Bärenfell-bemützten findet im Sommer täglich um 10 Uhr statt). Stromab- wärts führt die Straße vorbei an Klippen, Ahornwäldern, kleinen Dörfern. Der mächtige Montmorency-Wasserfall stürzt 85 m in die Tiefe. An der Mündung des Saguenay in den St. Lawrence kann man von Juni bis Okt Wale beobachten. Vor der Halbinsel Gaspösie (mit zahlreichen Naturparks, Mt. Jacques-Cartier, 1268 m) liegen der Perce- Felsen (450 m lang, 90 m hoch, Schiffstouren) und die Vogelinsel Bonaventure. Etwa 250 km ördlich der Stadt Baie-Comeau liegt das Reservoir Manicouagan, ein kreisrunder See (70 km Durchm.) mit Bergkegel (Mt. de Babel, 957 m) in der Mitte. Man vermutet einen Meteoriteneinschlag vor 200 Mill. Jahren. Die größte Stadt, Montreal (auf der Ile de Montröal, im St.Lorenz), ist die größte französischsprachige Stadt außerhalb Frankreichs. Montröal bietet Kultur, moder- nes und historisches, vor allem aber französische Lebensart! Die nördlich gelegenen Laurentides, sind Ausflugsgebiet (Ski, Wassersport). Ski- und Erholungsgebiete für Wassersportarten aller Art sind vor allem 50-100 km nördlich der Städte am Strom (auch im Süden). Von Trois-Rividres führt eine Straße zum Ausflugssee Lac St.-Jean (mit Ski, Wasser- sport, Naturparks).

Saskatchewan
Getreide-Provinz
Saskatchewan liegt im westlichen Zentralkanada zwi- schen Manitoba (im Osten) und Alberta (im Westen) und ist die Getreide-Provinz Kanadas (über 60%). Die Hälfte des Landes sind Waldgebiete, ein Drittel Farmland und ein Achtel Wasser (praktisch ist die Nord- hälfte ein Fluß- und Seengebiet, Abflüsse in die Hudson Bay). Die Ausdehnung beträgt von Süden nach Norden 1300 km, von Osten nach Westen knapp 700 km. Hauptstadt ist Regina, Saskatoon ist die größte Stadt (Theater, Museen, Symphonie-Orchester, Festivals). Saskatche- wans Einwohner haben die höchste Lebenserwartung Kanadas (Frauen 78,6 J. / Männer 71,1 J. ). Cowboy Country nennt man die sehr flachen Great Plains des Südens, anschließend liegt das Getreide- land, hügelig sind die Cypress Hills im Südwesten (höchster Berg 1392 m.). Weitere “Highlands” im Süden sind die Duck und Moose Mountains. Berühmt ist das Qu’Appelle Valley, ein Naturpark mit Seen, unterirdi- schen Höhlen, Gesteinsformationen und zahlreichen Erholungsgebieten.
Der Süden bietet mit den “Big Muddy” genannten Bad- lands sogar eine Wüste.

Leave a Comment

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.