St. Lawrence - St. Pierre

St. Lawrence Island, St. Matthew Island und Nunivak Island sind Hauptinseln im Beringmeer, mit zugehörigen kleineren Inseln. St. Lawrence, mit der Hauptstadt Savoonga (WalroßFesrival, im Mai), liegt ca. 250 km, St. Mattbew ca. 425 km und Nunivak ca. 35 km vor der Westküste Alaskas. Die Inseln gehören zu Alaska. Die Vegetation ist bestimmt durch Tundragewächse, Flechten, Moose und Gräser, es gibt keine Bäume und Sträucher. Im Winter sind die Inseln nahezu vom Eismeer umschlossen. St. Lawrence und St. Matthews sind, die Pribilof-Inseln eingeschlossen, die größten Refugien der Erde für Pelzrobben, Seehunde, Walroß und Seeotter, einem Verwandten des Fischotters. Daneben gibt es Karibuherden. Auf Nunivak halten Eskimos eine riesige Herde domestizierter Karibus (nordam. Rentier). Beste Verbindungen auf den Inseln sind Wasserflugzeuge . Seit geraumer Zeit ist es nur mit Genehmigung aus Nome (Alaska) und speziell für wissenschaftliche und wirtschaftliche Zwecke (Ankauf von Elfenbeinschnitzereien der Eskimos) möglich, St. Lawrence zu besuchen. Diese Walroßzahn-Schnitzereien haben hier uralte Tradition, z.T. jahrtausendealte Figuren werden im Sommer von den Eskimos am Strand gefunden. St. Lawrence bezeichnet sich als “Elfenbein-Schnitzzentrum der Welt”. Beliebter Zeitvertreib der Eskimos In langen Winternächten: Schier endloses Kartenspiel (Gribbage. “Crib“ genannt) und Kaffee (Alkoholverbot). Die beiden Inseln St.Pierre und Miquelon sind ein sog. französisches Überseedepartement (ColIectivit territoriale), 25km vor der Südküste der kanadischen Atlantikinsel Neufundland. Die Hauptstadt St. Plerre liegt auf der gleichnamigen, kleinen Südinsel. Die Nordinsel, rund zehnmal so groß, besteht aus dem Nordteil Miquelon, mit der Stadt Miquelon, und dem Südteil Langlade mit dem Städtchen Anse du Gouvernement. Beide Teile sind durch “La Dune‘, eine 12km lange, schmale Landzunge, verbunden. Die Inselgruppe wurde 1520 vom Portugiesen Alvarez Faguendez entdeckt und wurde 1604 französisch. Weitere 6 kleine Inseln gehören zum Archipel, die Inseln aux Manns, le Colombier, aun Vainqueurs, aux Pigeons und au Massacre. Schon die Namen, besonders der letztere, drücken den jahrzehntelangen, erbitterten und blutigen Kampf der Franzosen mit den Engländem um die Inseln aus. Als Ergebnis dieses Kampfes gehört die letzte der kleinen Inseln, die Iii Verte, nur mit einem Leuchtturm (seit 1908) bestückt, heute zur Hälfte beiden Ländern. Seit 1916 gehören anderen die Inseln endgültig zu Frankreich. Das Klima ist rauh, da die Inseln dem offenen Atlantik ausgesetzt sind. Es gibt kurze, kühle, nebelreiche Sommer und kalte, schneereiche Winter (durchschnittlich 120 Frosttage). Die Vegetation besteht aus Flechten, Büschen und Moosen, auf Langlade gibt es Tannen, Eiben, Ahorn, Wacholder und Zwergbirken. Für Farbe sorgen die bunten Holzhäuser der Orte und die Fischerboote. Die touristische Saison reicht von Mai-September. In der Zeit finden zahlreiche traditionelle Feste statt. Gute Hotels und Familienpensionen erwarten den Besucher, St. Pierre hat ein Museum mit der Geschichte der Inseln. Neben dem Franc werden auch amerikanische und kanadische Währungen akzepfert. Neben dem Tourismus ist die Fischindustnie (Kabeljau, Fischmehl, Atlantiklachs, Muscheln) Haupterwerbszweig der Einwohner bretonischen, normannischen und baskischen Ursprungs. Gute Flug- und Fährverbindungen (Fortune, auf Neufundland) nach Kanada (Gander, Halifax) und international (Paris über Kanada). Beide Inseln verfügen über einen Airport.

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