Die Bahamas sind ein rund 1200 km langer Inselarchipel, der südöstlich von Florida und nördlich von Kuba im Atlantik liegt.Die Bahamas sind die nördlichste karibische Inselgruppe. Die Inseln sind flach, gelegentlich mit Edelhölzern, Kasuarineh und Kiefern bewachsen, es gibt keine Flüsse, allerdings zahlreiche Seen, Salzseen und Lagunen, höchste Erhebung, Mt. Alvernia, 63 m, auf Cat Island.Von den rund 700 Inseln und 2400 Riffen (Cays) sind 29 bewohnt. Auf einer der kleinsten Inseln, New Providence, liegt die Hauptstadt Nassau, hier leben die meisten Einwohner des Inselstaates. Auf Samana Cay, früher dachte man auf San Salvador (Watling Island), landete am 14. 10. 1492 Kolumbus mit seiner Dreierflotte Pinta, Niha, Sta. Maria. Später nannten die Spanier die Insel “bajamar”, was soviel wie seicht, flach bedeutet. 1647 besiedelten Engländer Eleuthera, dazwischen waren die Inseln Piratenunterschlupf, 1718 wurden sie englisch und 1973 selbstständig. Das Klima ist tropisch, durch Passatwinde gemäßigt Regen fällt vorwiegend im Sommer, gelegentlich treten Hurricanes auf (Aug-Sept). Haupterwerbsquelle ist der Tourismus (2/3 der Bevölkerung leben davon), daneben sind die Inseln Steuerparadies und Finanzzentrum (Banken, Versicherungen, Briefkastenfirmen). Feine Sandstrände und Mangroven sind das vorherrschende Bild der Küsten. Die Inseln sind schon Jahrzehnte auf ihre amerikanische Hauptklientel eingespielt, die touristische Infrastruktur ist perfekt (15 Golfplätze, Tennis, Wassersport, Hochseefischen, Bootsverleih). Wegen der Nähe der Inseln zueinander bietet sich Inselhüpfen sowohl für Boote als auch Flugzeug an (dichtes und preisgünstiges Netz).
Nassau, historisches Herz der Inseln, hat kolonialen Charme (Kutschen, Strohmarkt) und Luxushotels (Casino auf Paradise Island per Brücke erreichbar). Freeport/Lucaya und West End, auf Grand Bahama (2 intern. Airports), sind besonders für ihre Luxushotels und internationales Entertainment bekannt (größtes Casino der westlichen Welt). Die “Out Islands” (Family Islands) sind die Inseln, weit weg vom perfekten Tourismus Nassaus und Freeports, mit relaxter Atmosphäre und endlosen Stränden. Von Norden beginnend:
Die Bimini Islands, mit Alicetown, liegen Miami am nächsten (80 km) und sind Zentrum für Hochseeangler In South Bimini suchte Ponce de Leon 1513 nach dem Brunnen der Ewigen Jugend. Die nordöstlichen Abaco Islands bieten Luxushotels und ein koloniales Dorf. Andros, die größte, ist durchsetzt von Grundwasser- flüssen und -bächen und hat das drittgrößte Barriere-Riff der Welt (nach dem Great Barrier Reef Australiens und dem Riff vor Belize). Die Berry Islands sind beliebter Seglerstopp (Chub Cay, Great Harbour Cay) zwischen Nassau und Miami. Eleuthera, älteste Siedlung der Inseln, hat rosa Strände, Kalksteinklippen und unterirdische Höhlen. Harbour Island, im Norden, hat kolonialen Charme und pinkfarbige Strände, Spanish Wells auf St. Georges Cay ist beliebter, pittoresker Segler- und Fischertreff. Die Exuma-Inseln sind idyllisches Segel- und Tauch- revier (Out-Island-Regatta im April). Cat Island hat sanfte Hügel und zwei hervorragend geschützte Häfen (The Bight, Old Bight). Auf San Salvador, Kolumbus’ angeblicher Landungs- stelle, stehen 3 Monumente des Italieners in Spaniens Diensten. Das Inselinnere hat klare Seen, die Küste säumen Sandstrände. Long Island hat riesige (200 m tiefe) Höhlensysteme. Great Inagua ist flach und hat Weideland mit Wildrindern und tausende rosa Flamingos. Berühmtestes Fest ist das Goombay Festival (Jun-Aug) mit Umzügen, Volksfest, Live Bands, Straßentanz. “Junkanoo”, die Bahama-Version des Karneval, findet in der Weihnachtswoche statt (malerischste Parade auf der historischen Bay Street von Nassau). Das Verkehrssystem ist gut, auf den kleineren Inseln im Ausbau. Neben dem Großflughafen Nassau gibt es zahllose Airports und Airstrips (über 60), die meisten Inseln können auch per Postboot erreicht werden.
Barbados ist die östlichste Karibikinsel, etwa 170 km östlich von St. Vincent gelegen und unabhängiger Staat im British Commonwealth. Die Insel liegt außerhalb des Kleinen-Antillen-Bogens, sie ist auch keine Vulkan-, sondern eine Koralleninsel. Die birnenförmige Insel hat sanfte Hügel mit dem Mt. Hillaby (340 m), im Norden, als höchster Erhebung. Weite Zuckerrohrfelder bestimmen das Inselinnere, Höhlen (Harrison’s Caves), in den wenigen Wäldern gibt es noch einige Affen (grüne Meerkatzen). Nahezu das gesamte Küstengebiet ist mit Ortschaften und Hotelanlagen bebaut. Los Barbados, nach den “gebarteten” Feigenbäumen, tauften die ersten Europäer, Portugiesen, im Jahre 1537 die von einigen Indianern bewohnte Insel. Als die Engländer 1625 von Barbados Besitz ergriffen, war sie unbewohnt. Rasch entwickelte sich die Insel zu “Little England” mit dem drittältesten Commonwealth- Parlament 1639. Britische Namen dominieren, bis auf den südlichsten Landkreis Christchurch, haben alle übrigen 10 Heiligennamen, (St. Andrew, u.a.). Zahlreiche Bauten aus dem 17. und 18. Jh. zeugen noch heute davon. 1966 wurde die Insel unabhängig, die Hauptstadt ist Bridgetown. Das Klima ist subtropisch, gemildert durch Passatwinde, mit milden Wintern und feuchtheißen Sommern. Tabak und Zuckerrohr (Rumproduktion) werden hier angebaut. Barbados hat in den letzten 15 Jahren den größten Tourismus-Boom der Welt erlebt. Von allen Karibikinseln hat es sich den Urlaubswünschen der, vor allem neu hinzugekommenen Europa-Klientel, am besten angepaßt. Die Hotel- und Freizeit-Infrastruktur ist bestens ausgebaut (Tennis, Golf, Cricket, jeder Wassersport). Berühmt sind die Pferderennen in Garrison (Jan-April, Mai-Okt), die es seit 1845 (!) gibt (ein echtes Fest) Sehenswert sind das Wildlife Reserve (Farley Hill), ein Wald mit Wildtieren, die dramatischen östlichen Atlantikklippen, im Zentrum der Insel findet man Tropfsteinhöhlen, kochende Seen, Wasserfälle. Im Westen und Südwesten findet man die schönsten Strände (hier sind alle Strandhotels). Im Februar findet das Holetown Festival mit mittelalterli- cher (in Kirchen) und Straßenmusik statt. Im April steigt das Oistins Fisch Fest, mit Bootsrennen, Steelbands und Volksfest (Fischbratereien). Die Küche lst überwiegend kreolisch, aber dem internationalen Standard angepaßt. Wer hier heiraten möchte, muß (beide) seit mindestens 3 Tagen auf Barbados wohnen (übliche Papiere, Kosten ca. 70 US$). Die Insel hat ein gut funktionierendes Bus-, Taxi- und Sammeltaxisystem. Barbados wird von allen großen Flug- und Chartergesellschaften sowie innerkaribisch angeflogen. Von Bridgetown fährt sogar wöchentlich ein Frachtpassagierschiff nach Barry, England.