Mai 15

Costa Rica liegt im Südteil Mittelamerikas zwischen Panama und Nicaragua. Zugehörig sind landnahe Karibikinseln und noch einige Inseln vor der Westküste, Cano, sowie die Inseln in der Nicoya-Bay, Guayabo, Negritos, Päjaros und die Cocos-Insel, knapp 500 km westlich der Osa-Halbinsel. Das Zentrum Costa Ricas durchlaufen Ausläufer der Zentral-Kordilleren, die die Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik (Karibik) bilden.Die tropisch feuchtheiße Karibikküste (210 km) ist gera de, hat zahlreiche Sandstrände, größter Hafen und Touristenzentrum ist Puerto Limon. Die buchtenreiche, stark gegliederte Pazifikküste (1000 km) ist trockener (Savanne). Zwei Halbinseln, Nicoya (Golf von N. mit Inseln) und Osa (Golfo Dulce), mit der riesigen Bucht von Coronado bestimmen das Bild der Pazifikküste. Schroffe Vulkankegel zeigt die Landschaft im bevölkertsten Teil, Zentral-Costa-Rica, um die Hauptstadt San Josä. Die höchsten der 69 Vulkane stehen in der Cordillera de Talamanca (3819 m). Im Hochland gibt es vorwiegend Weide- und Ackerflächen, Kaffee, Kakao, Hanf, Zuckerrohr, Früchte. 2/3 des Landes sind noch Urwald, dessen Edelhölzer vermarktet werden. In den Dschungeln leben Affen, Jaguare, Wild, eine bunte Vogelwelt, allen voran der Quetzal, der smaragdgrüne, mit roten Brustfedern und meterlangem Schwanz geschmückte, heilige Vogel der Mayas.
1502 von Kolumbus entdeckt, war das Land ab 1540 Teil des Vizekönigtums Neu-Spanien und wurde 1821 unabhängig. Nach einem zwischenzeitlichen Zusammenschluß mit Mexiko und anderen Nachbarstaaten erlangte Costa Rica 1838 volle Unabhängigkeit. Rund 80% der Bevölkerung sind weiß (altspanischer Herkunft). Hauptsächlich landschaftliche Schönheit macht den Reiz Costa Ricas aus (wenige historische Denkmäler, Guayabo, östlich San Josä, indianische Ruinen). Sportmöglichkeiten sind u.a. extreme Wildwasser- Bootsfahrten und Hochseefischen. 7% der Landfläche sind Nationalparks, Nadel-, Regen-, Nebelwald, Mangroven, Savannen, Sümpfe, Moore und Korallenbänke an beiden Meeren beherbergen den Artenreichtum von über 10.000 Pflanzenarten, 250 Säugetierarten, über 2500 Schmetterlingsarten, 900 Vogelarten und über 1500 Orchideen. Im Tortuguero-Nationalpark an der Karibik kommen die größten (Lederrücken-) Schildkröten der Welt zur Eiablage an Land. Der Verkehr läuft auf dem Wasserweg, Tukane, Brüllaffen, Faultiere, Krokodile bevölkern den Urwald. Der südliche Cahuita Park hat Palmenstrände, Korallenriffe. Schildkröten-Brutplätze finden sich auch am Pazifik (Santa Rosa Park). Der absolute Wander-Urwald (mehr als 400 Baumarten!) mit einsamen Stränden liegt auf der Osa-Halbinsel (Corcovado). Auf der Halbinsel Nicoya sind die beliebtesten Ausflugsziele (Fähre vom Seebad Puntarenas), die Grundstücke am Meer sind mittlerweile fest in ausländischer Hand, da Costa Rica als einziger Staat der Region als politisch stabil gilt. Von Puntarenas gibt es Bootsfahrten zu den Inseln im Golf von Nicoya. Wer aktive Vulkane erleben will, ist im Volcano National Park an der richtigen Adresse (Wanderpfade, Kraterseen, Nebelwald, nördlich der Hauptstadt). Hinter der Hauptstadt San Josä erhebt sich der 3432 m hohe tätige Vulkan Imzu. (Nationalpark, an klaren Tagen sieht man vom Kraterrand Karibik und Pazifik). Sehenswert ist der Mercado Central, das Teatro Nacional, ein exaktes Abbild der Pariser Oper, das zu Beginn dieses Jahrhunderts von den Kaffeebaronen erbaut wurde (zahlreiche Museen). Lustig sehen die bemalten Ochsenkarren (Carretas) aus, eine Art folkloristisches Wahrzeichen. Cartago, frühere Hauptstadt, ist eine der ältesten spanisch-gegründeten Städte (koloniale Architektur, Wallfahrts-Basilika). Von San Josä lohnt eine Bahnfahrt zur Karibikküste nach Limon, vorbei an Kaffeeplantagen, Wasserfällen, Palmenwäldern und Bananenplantagen. Die Bahn verbindet die Seehäfen beider Küsten (Limon-San JosäPuntarenas). Über die Panamericana ist das Land mit den Nachbarländern verbunden. Flüge international von San Josä.

Curacao, die Hauptinsel der Niederländischen Kleinen Antillen, liegt nur knapp 65 km vor der Küste Venezuelas. Die ABC-Inseln (ihrer Lage nach ACB) sind die westlichsten der Inseln unter dem Winde, im wesentlichen trockene Inseln, nahe der venezolanischen Karibikküste, Curagao ist die größte und liegt in der Mitte des Dreigespanns. Die Landschaft ähnelt der der beiden anderen ABC- Inseln, hügelig, trocken, Divi-Divi-Bäume, Büsche, Sträucher, Kakteen (der bekannteste ist der Milon di seru, ein Kaktus mit phallischem Auswuchs, der in vielen Arten auf den Inseln vorkommt), kleine Wälder mit Papageien. Wie bei den anderen beiden ABC-Inseln ist die Ostküste felsig, schroff und stets den donnernden Wellen der offenen Karibik ausgesetzt. Die Westküste ist voller traumhafter, ruhiger Sandbuchten mit vorgelagerten Korallenriffen. Der südliche Inselteil ist von Lagunen und Salzwasserseen durchzogen, die Hauptstadt Willemstad liegt an der größten Lagune, dem Schottegat. Alonso de Ojeda, Leutnant unter Kolumbus, entdeckte neben Aruba 1499 auch Curagao. 1634 eroberten die Holländer die Inpl, Peter Stuyvesant war von 1642-46 Gouverneur der holländischen Besitzungen der Neuen Welt, wozu u.a. Curacao gehörte (Neu-Amsterdam, heute New York City, war die damalige Hauptstadt). Zwischen 1666 und 1815 bekriegten sich England, Frankreich und Holland um die Inseln unter dem Winde, die schließlich, im Frieden von Paris, wieder der niederländischen Krone zugesprochen wurden. Schon im 17. Jh fanden europäische Juden hier Zuflucht. Über 1000 Mitglieder sind hier in der ältesten jüdischen Gemeinde der westlichen Hemisphäre. Das trockene, tropische Klima wird durch den Nordost- Passat erträglich. Seinen Reichtum bezieht Curagao durch die Raffinierung venezolanischen Öls und den Tourismus (noch größtenteils aus USA). Es ist das größte Spielcasino-Paradies der Karibik! Die Bevölkerung setzt sich aus fast 50 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Neben Eidechsen, Papageien (Parroquit, s. Aruba. Bonaire) gibt es im nördlich gelegenen Christoffel-Park. neben Höhlen mit Indianerzeichnungen, eine reizvolle Hügellandschaft um den Mount Christoffel, mit Orchideen, Divi-Divis, Sabal-Palmen, Kakteen sowie zahlreichen inseleigenen Pflanzenarten. Neben Leguanen, Karnickeln, Wildeseln und Eulen existiert hier sogar eine kleine Rotwildart. Zu den Attraktionen zählen die drei Königinnen-Brücken von Willemstad. Die berühmte Ponton-Brücke (Königin-Emma-Brücke, seit 1888), die auf keinem Foto fehlen darf, die Königin-Wilhelmina-Zugbrücke, mittlerweile nur noch Denkmal und die neueste, die Königin-JulianaAutobrücke, die in 60 m Höhe die Santa-Ana-Bucht überspannt und nahezu von jedem Punkt Curagaos aus zu sehen ist. Berühmt sind Willemstads koloniale Zuckerbäcker- Fassaden, der schwimmende Markt, zahlreiche Forts, Parks, der Zoo und der botanische Garten. Autoausflüge bieten sich an zum Christoffel-Park und rund um die Insel mit ihren zahlreichen Landhäusern (Landhuis). Die ganze Westküste ist ein einziges Urlauberparadies mit Hotels und allen erdenklichen Möglichkeiten des Über- und Unterwassersports. Besonders beliebt ist das Wrack-Tauchen südlich von Willemstad, hier beginnt auch der Curagao-Unterwasser-Park. Fähr- und Flugverbindungen nach Aruba, Bonaire, Venezuela, Flüge in alle Welt und zur holländischen Insel St. Maarten.
Tip: Blue Curacao auf Eis am türkisgrünen Meer.

Mai 15

Die Britischen Jungferninseln (British Virgin Islands, kurz BVI) liegen an der Nordwestspitze des Inselbogens der Kleinen Antillen in der Karibik. Im Westen grenzen die US Virgin Islands an, im Osten liegen St. Martin! St. Maarten und Anguilla mit Sombrero. Die etwa 50 Inseln sind alle hügelig, mit tropischem Regenwald bestanden, mit einer Ausnahme, Anegada, die nördlichste der Kleinen Antillen, ist ein flaches Koralleneiland. Der höchste Berg, Mt. Sage (Nationalpark) mit rund 600 m, liegt auf der Hauptinsel Tortola.Hier liegt auch der schläfrige Hauptort Road Town. Bedingt durch ihre extrem gegliederten Küsten sind die Inseln der ideale Ort für idyllische, verschwiegene Buchten, Strände und Ankerplätze. Nicht umsonst gel- ten die BVI als eine der feinsten Segleradressen der Welt. Zwischen den Inseln herrscht reger Verkehr mit Charter- und Privatschiffen. Entdeckt hat Kolumbus die Inseln 1493 und nach der Märtyrerin St. Ursula mit ihren 11.000 dahingemetzelten Jungfrauen benannt. Zu der Zeit waren die Ureinwohner, friedliche Arawaks, bereits von den kriegerischen Kariben-Indianern ausgerottet worden. Im 17. und 18. Jh. waren die Inseln beliebter Piratenunterschlupf (die Namen der Strände und Buchten bezeugen dies eindrucksvoll: Smuggler’s Cove auf Tortola, Bitter End auf Virgin Gorda), rund 150 Wracks liegen in den Riffen und Sandbänken. Das Klima ist subtropisch gemäßigt, im Sommer (Regenzeit) können Hurricanes auftreten. Heutzutage leben die Einheimischen, zum überwiegen- den Teil kreolischer Herkunft, vom Fischfang und davon, ein Steuerparadies zu sein. Zigtausend Brief- kastenfirmen, Versicherungen und Banken haben hier ihren Sitz, weitab vom heimatlichen Finanzamt. Gute Hotels und Guesthouses gibt es auf allen 15 bewohnten Inseln, die Preise entsprechen gehobenem Standard. Tortola hat herrliche Sandstrand-Buchten im Norden, Virgin Gorda ist mit seinen Felsformationen (The Baths), die denen der Seychellen ähneln, Hauptattraktion. Auf Salt Island kann man bei der Salzgewinnung zuschauen, das Wrack der “Rhone”, Schauplatz des Films “The Deep” ist seit jeher Anziehungspunkt für Taucher. Necker Island, die teuerste Insel, ist auch Urlaubsziel von Prinzessin Di und Prinz Charles.n Die kleineren Inseln sind zum Teil unbewohnt oder mit großzügigen Hotelresorts bestückt (Peter Island). Zahlreiche Inseln werden mit Wasserflugzeugen angeflogen. Das karnevalistische Virgin Gorda Festival findet in der Regel um Ostern statt, mit Umzügen, Calypso- und Schönheitswettbewerben, das BVI Sommerfestival ist im August. Die beste Möglichkeit, die Inseln von San Juan, Puerto Rico aus zu besuchen, besteht darin, nach Charlotte Amalie, St. Thomas, US Virgin Islands, zu fliegen, und von dort mit der 1 1/2-Stunden-Fähre durch die traum- hafte Inselwelt nach Road Town, Tortola zu schippern. Flugplätze gibt es auf Tortola, Virgin Gorda, Anegada und Beet Island.

Die Cayman-Inseln sind Britische Kronkolonie und lie- gen im nordwestlichen Karibischen Meer, rund 300 km westlich Jamaikas, 300 km südlich Kubas und rund 770 km südlich von Miami, Florida. Grand Cayman ist die größte und am dichtesten bevöl- kerte Insel, die zwei kleineren (Schwester-Inseln genannt), Cayman-Brac und Little Cayman, liegen 150 km nordöstlich der Hauptinsel. Grand Cayman und Little Cayman sind flache, zerklüfte- te Koralleninseln mit unregelmäßigen, felsigen Küstenlinien, zahlreichen Höhlen und Grotten. Die Inseln wurden 1503 von Kolumbus entdeckt und “Schildkröteninseln” (Las Tortugas) genannt. 1530 änderte man den Namen in “Caymanas”, nach den Leguanen, die die Inseln besiedelten. 1670 wurden die Inseln britisch, 1734 erst wurde Grand Cayman besiedelt, 1833 die anderen beiden. 1959 wurden sie Kronkolonie unter dem Gouverneur von Jamaika, 1962 gab es einen Volksentscheid über den Verbleib bei der Britischen Krone, seit 1972 gibt es einen Gouverneur. Die Sommer sind heiß mit Tropenregen in den Wintermonaten, von November bis April, empfiehlt sich abends ein Pullover. Die Bedeutung der Inseln als steuergünstiger Finanzplatz spiegelt sich in folgenden Zahlen wieder: Knapp 500 Banken, 400 Versicherungsgesellschaften und knapp 20.000 Briefkastenfirmen! Für Vogelbeobachter gibt es zahlreiche Arten in den Wäldern und Feuchtgebieten zu sehen. Schildkröten und Leguane gaben den Inseln ihren Namen. Cayman Brac, auch “The Brac” genannt, hat im Nordosten mit “The Bluff” ein Kalksteinplateau mit etwa 50 m Höhe (höchste Erhebung auf den Inseln), das in einer Steilküste gen Norden und Süden abfällt (”Brac” bedeu- tet “Felsenklippe”). Etwa 1400 Menschen leben auf Brac, einer ruhigen Urlauberinsel. Little Cayman ist die stille Variante der drei, eher etwas für Aussteiger. Nur noch etwa 40 Einheimische teilen die Insel mit wenigen Touristen, die sich an der Ruhe, der Natur (Tarpon Lake) und den Tauchgründen der Nordküste (von Philippe Cousteau mit denen des Roten Meeres und des Great Barrier Reefs in Australien verglichen) erfreuen. Great Cayman, mit der Hauptstadt Georgetown, bietet dagegen alles, was das Herz des weltläufigen Urlaubers begehrt. Hotels und Resorts der Spitzenklasse, alle Sportarten sowie Tauchgründe, die in der Karibik ihres- gleichen suchen. Berühmt sind die Wettbewerbe im Hochseefischen (Million Dollar Month Tournament, jedes Jahr im Juni). Weitere Sehenswürdigkeiten sind Unterwassertrips mit speziellen U-Booten, die Schildkrötenfarm, das Conch Shell House (Muscheln), Piratenhöhlen, der 7-Mile- Beach im Westen, das Schatz-Museum, das Cayman- Island-Museum und die Blow-Holes (wo die Brandung fontänenartig hochspritzt) im Osten. Das “Wappentier” der Caymans ist “Sir Turtle”, ein Schildkrötenpirat mit Holzbein, der auf die Vergan- genheit der Inseln als Piratenunterschlupf hinweist. Über 300 korallenbewachsene Schiffswracks, zumeist aus Seeräuberzeiten sind heute lohnende Ziele für Taucher. Eine Heiratslizenz kann für Ausländer vom Gouverneur gewährt werden, wenn ein Partner mindestens 3 Tage auf einer der Inseln gewohnt hat, außerdem Geburts- urkunde, Paß, Aus- und Einreiseformulare und evtl. Scheidungspapiere (Gebühren ca. 160 Cl $ ). Das Verkehrssystem hat US-Standard, regelmäßige Flüge zwischen den Inseln. Internationale Flüge hauptsächlich nach USA (Miami, New York), Jamaika und England.
Tip: Der “Batabano”, der jährliche Karneval. Für Taucher und Hochseefischer! “The Brac” für Aussteiger. Als Mitbringsel bietet sich ein “waurie board” an, ein aus Afrika eingeführtes Brettspiel.

Mai 15

Belize, das frühere Britisch-Honduras, liegt in Zentralamerika am Karibischen Meer, südlich von Mexiko, nördlich und östlich von Guatemala. Die Landschaft ist im Norden flach und sumpfig, im Süden erheben sich die Maya Mountains mit Regenwäldern und zahlreichen, großartigen Wasserfällen. Der karibischen Küste vorgelagert liegen eine Vielzahl von Inseln, deren nördlichste, Ambergris Caye, an Yukatan anschließt. Von Ambergris Caye zieht sich parallel zur Küste das Barrier Reef, nach Australiens Great Barrier Reef das größte der Welt. Weitere drei Inselgruppen, Turneffe Islands, Glover’s Reef und einige Inseln und Riffe um das berühmte, von Cousteau erst in den 60er Jahren entdeckte, Blue Hole. Ein 140 Meter tiefes, kreisrundes Loch mit Tropfsteinbildungen liegt hier in der Lagune des Half Moon Bay genannten Naturparks.Rund 600 bedeutende Mayakulturdenkmäler, viele noch nicht vollständig erforscht und ausgegraben, zeugen von der präkolumbianischen Vergangenheit Belizes. Auf der “Ruta Maya”, einem von den Mayas angelegten Verkehrsweg, kann man heute noch bis in die benachbarten Länder Mexiko, Honduras, Guatemala und El Salvador wandern. Die Pyramiden von Xunantunich und Altun sowie der Tempelbezirk von Caracol, nahe der guatemaltekischen Grenze, einst Rivalenreiche Tikals (Guatemala), sind noch wenig restauriert und vom Dschungel überwuchert. Das Klima ist subtropisch, im Süden und im Dschungel tropisch. Trockenzeiten gibt es von März bis Mai und im August/September. Die Küste hat ständig Seewind, im Spätsommer treten immer wieder Hurricanes auf. Hauptindustriezweige sind der Anbau von Zuckerrohr, Bananen, Zitrusfrüchten, Mais, Reis und Bohnen. Die Forstwirtschaft erbringt Mahagony und andere Edelhölzer, der Fischfang vor allem Seemuscheln und Hummer. Die Bevölkerung besteht aus einem Gemisch von Abkömmlingen der spanischen Eroberer, früheren afrikanischen Sklaven sowie Ureinwohnern. Neben englisch werden hier deshalb auch noch Spanisch, Kreolisch, Garifuna und sogar die Sprache der Mayas gesprochen. Am Barrier Reef und den weiteren, vorgelagerten Inseln zeigt sich die noch weitgehend unberührte Unterwasserwelt der Karibik mit Korallenbänken und Unterwasser-Tropfsteinhöhlen. Die Flüsse, Regenwälder, Savannen und Mangrovewälder des Landes sind Heimat von Brüllaffen, Jaguaren, exotischen Schmetterlingen und über 500 Vogelarten. In den Dschungeln hat man bis heute weit über 250 Orchideenarten gezählt. Der Tourismus hat Belize erst in jüngster Zeit entdeckt. Vielerorts gilt dieses kleine mittelamerikanische Land, das als einziges eine überwiegend schwarze Bevölkerung hat, deshalb als Geheimtip. Ähnlich wie Costa Rica betreibt Belize eine vorbildliche und vorausschauende Politik bezüglich der Erhaltung seiner Naturreservate und -schätze. Tauch- und Wassersportmöglichkeiten bieten die vielen Inseln und Riffe, die alle mit Schiffen oder Kleinflugzeugen gut zu erreichen sind. Das Landesinnere lädt ein zur Besichtigung von Mayakultstätten, Grotten, Wasserfällen und Dschungeltrips zu Fuß oder per Pferd. Informationen über die Nationalparks und Mayaausgrabungen sind, mehrsprachig, beim Belize Tourist Board zu erhalten. Ob Flußexpeditionen, Jeepfahrten zu den zahllosen Grotten und Höhlen oder Strandurlaub an der Küste oder auf den Inseln, der hektische Hauch der karibischen Touristikzentren hat Belize bis jetzt noch nicht erreicht. Vorerst sind es in der Mehrzahl US-Amerikaner, die das Land schon vor längerer Zeit für sich entdeckt haben, aber langsam machen sich auch die Europäer auf. Belize-City (war vor Belmopan Hauptstadt des ehemaligen British Honduras) kann man sich getrost sparen. Armut, Kriminalität und zerstörerische Hurricanes haben hier ein wenig ansprechendes Klima für neugierige Touristen kreiert. Belize-City hat internationalen Flugverkehr, Inlandflüge und auf die Inseln werden mit Maya Air auf Kleinflugzeugen abgewickelt. Das Busnetz ist gut, ebenso der Schiffs- und Fährverkehr.

Bonaire mit der vorgelagerten Insel Klein-Bonaire ist die östlichste der sogenannten ABC-Inseln und gehört zu den Niederländischen Kleinen Antillen. Bonaire ist die am wenigsten dicht besiedelte ABC- Insel. Autorundfahrten empfehlen sich über die karge, buschlandbestandene Kakteenlandschaft mit ihren Korallenfelsen, in denen zahlreiche Höhlen und Grotten indianische Felszeichnungen bergen. Entdeckt wurde die Insel 1499 vom Namensgeber des Neuen Kontinents, dem Italiener Amerigo Vespucci, der die flache, nur im Norden hügelige Insel “Bonah” (Tiefland) nannte. Die Spanier wurden 1639 als Besitzer von den Holländern abgelöst, die die Insel wiederum 1805 an die Briten verloren. Nach wilden Zeiten als Piratennest von französischen und englischen Freibeutern eroberten die Holländer Bonaire 1816 zurück. 1954 wurde Bonaire autonomes Gebiet als Teil der Niederländischen Antillen. Das tropische und trockene Klima ist durch die ständig wehenden Passatwinde erträglich. Bonaire ist vom größten Touristenrummel noch weitgehend verschont geblieben, mehr und mehr wird die Infrastruktur jedoch dahingehend ausgebaut. Der in der Karibik besonders bunte Karneval orientiert sich zeitlich am europäischen. Trotz der geringen Größe der Insel und ihrer rund 100 km Entfernung zu Südamerika, gibt es hier eine Vielzahl von Vögeln und Echsen, die nur hier vorkommen. Beispielsweise hat der Parroquet, eine kleine Papageienart, auf Bonaire leuchtend orange gefärbte Brust- und Kopffedern, auf Curagao ist er überwiegend gelb gefärbt, auf Aruba ist sein Kopf, auf dem nahen Kontinent seine Kehle gelb. Ähnliche Eigenheiten zeigen einige Eidechsen- und Leguanarten.
Der nördliche Zipfel der Insel beherbergt den Washington-Nationalpark, mit dem höchsten Berg, dem Brandaris Hill und dem Flamingo-Schutzgebiet im am Goto-Meer. Zum Teil ist der Park auf einer Straße und Pisten befahrbar. Die Küste vor dem Park sowie die gesamte Westküste, hat hervorragende Tauchgründe.
Die gesamte felsige Ostküste ist ständig peitschenden Wellen ausgesetzt, außer im Norden in der Lagoen und in der Mangrove-Lagune Lac Bay (mit einem Beach Resort und einer Windsurfing-Schule) ist das Baden gefährlich. Im Süden führt der Weg zu den Sklavenhütten, deren Türen und lichte Höhe kein aufrechtes Stehen erlaubten, vorbei an den Salzfeldern der Antilles Salt Company am Pekel-Meer, dem zweiten FlamingoSchutzgebiet der Insel. Mit der Kamera bekommt man blaues Meer, türkisfarbenes Meer, rosafarbenes Pekel-Meer, schneeweiße Salzkegelberge und pinkfarbene Flamingos auf ein einziges Bild.
Die Hauptstadt Kralendijk (”Korallendeich”) ist ein noch verschlafenes Nest mit etwas Kolonialarchitektur und einigen schönen Restaurants (Hafenbar). Beste Verkehrsmittel auf Bonaire sind Taxi, Busse sowie Mietwagen für kleine Ausflüge. Flüge zu den anderen Inseln, international hauptsächlich über Aruba und Curacao. Tip: Schnorcheln an der gesamten Westküste und der vorgelagerten Insel Klein-Bonaire (heißt wirklich “Klein-Bonaire”). Wenn man an den herrlichen Sandstränden bis zu den Hüften im Wasser steht, kann man die zutraulichen Fische streicheln!