Costa Rica liegt im Südteil Mittelamerikas zwischen Panama und Nicaragua. Zugehörig sind landnahe Karibikinseln und noch einige Inseln vor der Westküste, Cano, sowie die Inseln in der Nicoya-Bay, Guayabo, Negritos, Päjaros und die Cocos-Insel, knapp 500 km westlich der Osa-Halbinsel. Das Zentrum Costa Ricas durchlaufen Ausläufer der Zentral-Kordilleren, die die Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik (Karibik) bilden.Die tropisch feuchtheiße Karibikküste (210 km) ist gera de, hat zahlreiche Sandstrände, größter Hafen und Touristenzentrum ist Puerto Limon. Die buchtenreiche, stark gegliederte Pazifikküste (1000 km) ist trockener (Savanne). Zwei Halbinseln, Nicoya (Golf von N. mit Inseln) und Osa (Golfo Dulce), mit der riesigen Bucht von Coronado bestimmen das Bild der Pazifikküste. Schroffe Vulkankegel zeigt die Landschaft im bevölkertsten Teil, Zentral-Costa-Rica, um die Hauptstadt San Josä. Die höchsten der 69 Vulkane stehen in der Cordillera de Talamanca (3819 m). Im Hochland gibt es vorwiegend Weide- und Ackerflächen, Kaffee, Kakao, Hanf, Zuckerrohr, Früchte. 2/3 des Landes sind noch Urwald, dessen Edelhölzer vermarktet werden. In den Dschungeln leben Affen, Jaguare, Wild, eine bunte Vogelwelt, allen voran der Quetzal, der smaragdgrüne, mit roten Brustfedern und meterlangem Schwanz geschmückte, heilige Vogel der Mayas.
1502 von Kolumbus entdeckt, war das Land ab 1540 Teil des Vizekönigtums Neu-Spanien und wurde 1821 unabhängig. Nach einem zwischenzeitlichen Zusammenschluß mit Mexiko und anderen Nachbarstaaten erlangte Costa Rica 1838 volle Unabhängigkeit. Rund 80% der Bevölkerung sind weiß (altspanischer Herkunft). Hauptsächlich landschaftliche Schönheit macht den Reiz Costa Ricas aus (wenige historische Denkmäler, Guayabo, östlich San Josä, indianische Ruinen). Sportmöglichkeiten sind u.a. extreme Wildwasser- Bootsfahrten und Hochseefischen. 7% der Landfläche sind Nationalparks, Nadel-, Regen-, Nebelwald, Mangroven, Savannen, Sümpfe, Moore und Korallenbänke an beiden Meeren beherbergen den Artenreichtum von über 10.000 Pflanzenarten, 250 Säugetierarten, über 2500 Schmetterlingsarten, 900 Vogelarten und über 1500 Orchideen. Im Tortuguero-Nationalpark an der Karibik kommen die größten (Lederrücken-) Schildkröten der Welt zur Eiablage an Land. Der Verkehr läuft auf dem Wasserweg, Tukane, Brüllaffen, Faultiere, Krokodile bevölkern den Urwald. Der südliche Cahuita Park hat Palmenstrände, Korallenriffe. Schildkröten-Brutplätze finden sich auch am Pazifik (Santa Rosa Park). Der absolute Wander-Urwald (mehr als 400 Baumarten!) mit einsamen Stränden liegt auf der Osa-Halbinsel (Corcovado). Auf der Halbinsel Nicoya sind die beliebtesten Ausflugsziele (Fähre vom Seebad Puntarenas), die Grundstücke am Meer sind mittlerweile fest in ausländischer Hand, da Costa Rica als einziger Staat der Region als politisch stabil gilt. Von Puntarenas gibt es Bootsfahrten zu den Inseln im Golf von Nicoya. Wer aktive Vulkane erleben will, ist im Volcano National Park an der richtigen Adresse (Wanderpfade, Kraterseen, Nebelwald, nördlich der Hauptstadt). Hinter der Hauptstadt San Josä erhebt sich der 3432 m hohe tätige Vulkan Imzu. (Nationalpark, an klaren Tagen sieht man vom Kraterrand Karibik und Pazifik). Sehenswert ist der Mercado Central, das Teatro Nacional, ein exaktes Abbild der Pariser Oper, das zu Beginn dieses Jahrhunderts von den Kaffeebaronen erbaut wurde (zahlreiche Museen). Lustig sehen die bemalten Ochsenkarren (Carretas) aus, eine Art folkloristisches Wahrzeichen. Cartago, frühere Hauptstadt, ist eine der ältesten spanisch-gegründeten Städte (koloniale Architektur, Wallfahrts-Basilika). Von San Josä lohnt eine Bahnfahrt zur Karibikküste nach Limon, vorbei an Kaffeeplantagen, Wasserfällen, Palmenwäldern und Bananenplantagen. Die Bahn verbindet die Seehäfen beider Küsten (Limon-San JosäPuntarenas). Über die Panamericana ist das Land mit den Nachbarländern verbunden. Flüge international von San Josä.
Curacao, die Hauptinsel der Niederländischen Kleinen Antillen, liegt nur knapp 65 km vor der Küste Venezuelas. Die ABC-Inseln (ihrer Lage nach ACB) sind die westlichsten der Inseln unter dem Winde, im wesentlichen trockene Inseln, nahe der venezolanischen Karibikküste, Curagao ist die größte und liegt in der Mitte des Dreigespanns. Die Landschaft ähnelt der der beiden anderen ABC- Inseln, hügelig, trocken, Divi-Divi-Bäume, Büsche, Sträucher, Kakteen (der bekannteste ist der Milon di seru, ein Kaktus mit phallischem Auswuchs, der in vielen Arten auf den Inseln vorkommt), kleine Wälder mit Papageien. Wie bei den anderen beiden ABC-Inseln ist die Ostküste felsig, schroff und stets den donnernden Wellen der offenen Karibik ausgesetzt. Die Westküste ist voller traumhafter, ruhiger Sandbuchten mit vorgelagerten Korallenriffen. Der südliche Inselteil ist von Lagunen und Salzwasserseen durchzogen, die Hauptstadt Willemstad liegt an der größten Lagune, dem Schottegat. Alonso de Ojeda, Leutnant unter Kolumbus, entdeckte neben Aruba 1499 auch Curagao. 1634 eroberten die Holländer die Inpl, Peter Stuyvesant war von 1642-46 Gouverneur der holländischen Besitzungen der Neuen Welt, wozu u.a. Curacao gehörte (Neu-Amsterdam, heute New York City, war die damalige Hauptstadt). Zwischen 1666 und 1815 bekriegten sich England, Frankreich und Holland um die Inseln unter dem Winde, die schließlich, im Frieden von Paris, wieder der niederländischen Krone zugesprochen wurden. Schon im 17. Jh fanden europäische Juden hier Zuflucht. Über 1000 Mitglieder sind hier in der ältesten jüdischen Gemeinde der westlichen Hemisphäre. Das trockene, tropische Klima wird durch den Nordost- Passat erträglich. Seinen Reichtum bezieht Curagao durch die Raffinierung venezolanischen Öls und den Tourismus (noch größtenteils aus USA). Es ist das größte Spielcasino-Paradies der Karibik! Die Bevölkerung setzt sich aus fast 50 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Neben Eidechsen, Papageien (Parroquit, s. Aruba. Bonaire) gibt es im nördlich gelegenen Christoffel-Park. neben Höhlen mit Indianerzeichnungen, eine reizvolle Hügellandschaft um den Mount Christoffel, mit Orchideen, Divi-Divis, Sabal-Palmen, Kakteen sowie zahlreichen inseleigenen Pflanzenarten. Neben Leguanen, Karnickeln, Wildeseln und Eulen existiert hier sogar eine kleine Rotwildart. Zu den Attraktionen zählen die drei Königinnen-Brücken von Willemstad. Die berühmte Ponton-Brücke (Königin-Emma-Brücke, seit 1888), die auf keinem Foto fehlen darf, die Königin-Wilhelmina-Zugbrücke, mittlerweile nur noch Denkmal und die neueste, die Königin-JulianaAutobrücke, die in 60 m Höhe die Santa-Ana-Bucht überspannt und nahezu von jedem Punkt Curagaos aus zu sehen ist. Berühmt sind Willemstads koloniale Zuckerbäcker- Fassaden, der schwimmende Markt, zahlreiche Forts, Parks, der Zoo und der botanische Garten. Autoausflüge bieten sich an zum Christoffel-Park und rund um die Insel mit ihren zahlreichen Landhäusern (Landhuis). Die ganze Westküste ist ein einziges Urlauberparadies mit Hotels und allen erdenklichen Möglichkeiten des Über- und Unterwassersports. Besonders beliebt ist das Wrack-Tauchen südlich von Willemstad, hier beginnt auch der Curagao-Unterwasser-Park. Fähr- und Flugverbindungen nach Aruba, Bonaire, Venezuela, Flüge in alle Welt und zur holländischen Insel St. Maarten.
Tip: Blue Curacao auf Eis am türkisgrünen Meer.