Mai 16

Die Republik El Salvador liegt in Mittelamerika an der Pazifikküste und ist das einzige Land, das keinen Zugang zur Karibik hat.Im Norden grenzt das kleinste mittelamerikanische Land an Guatemala, im Osten und Süden an Honduras. Das gebirgige, von über 50 Vulkanen bedeckte Land ist z. T. bewaldet (Tropenwälder in höheren Lagen), die ursprüngliche Vegetation aber durch Plantagen (Kaffee, Bananen) und Agrarland zurückgedrängt, das Küstengebiet lagunenreich (Sumpf-, Mangrove). Der Spanier Alvarado eroberte das Gebiet 1525 und verleibte es in das Generalkapitanat Guatemala ein. 1821 wurde El Salvador von Spanien unabhängig. 1839 wurde der mittelamerikanische Staatenbund aufgelöst (Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica) und das Land erklärte sich 1841 endgültig hängig. Seit 1979 herrscht im Lande Bürgerkrieg. Vor Reiseantritt sollte man sich bei beiden Botschaften über die Situation in El Salvador erkundigen. Das Klima kann, trotz der Äquatornähe, kühle Nächte bringen, tagsüber subtropisch feuchtwarm. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören, neben Landschaft (Vulkane, Seen), historische Bauten aus präkolumbiani- scher Zeit (Pyramiden von El Tazumal, bei Santa Ana). Der nahegelegene Lago de Coatepeque mit seinen urwaldbewachsenen Ufern unterhalb des Santa-Ana- Vulkans ist der schönste Badesee. Der Pazifikküste vorgelagert sind einige landnahe Inseln, ideale Bade- und Anglerparadiese.
Die 1525 gegründete Hauptstadt San Salvador liegt unter dem gleichnamigen Vulkan und war schon oft von Erdbeben zerstört. Die Ufer des llopango-Sees, östlich von San Salvador, säumen die Villen der Reichen, ein Vergleich mit Pompeij drängt sich auf. Das Straßennetz des dichtbevölkertsten Staates der Region ist gut, die Panamericana und die Küstenstraße La Litone verlaufen in Ost-West-Richtung. Die Hafenstädte La Uniön und Acajutla sind mit der Hauptstadt per Eisenbahn verbunden, ebenso gibt es Bahn-verbindungen mit Puerto Barrios, Guatemala, an der Karibik. Der internationale Airport Cuscatlän hat 1979 den Militärflugplatz Ilopango ersetzt. Verbindungen nach Europa via Miami.

Die Inselrepublik Grenada bildet den südlichen Abschluß der Kleinen Antillen in der Karibik. Die Drei- Insel-Nation umfaßt, neben vielen Inselchen, noch Carriacou (8000 E) und Petit Martinique (600 E), wobei die beiden Grenadinen-Inseln 34 der insgesamt 344 qkm Fläche haben.Die Bewohner sind afrikanischer, indischer und europäischer Herkunft. Grenada liegt nur 160 km nördlich vor Venezuelas Küste, 145 km nördlich von Trinidad und 250 km südwestlich von Barbados. Die Insel ist etwas über 33 km lang, 19 km breit und vul- kanischen Ursprungs. Das Innere ist gebirgig, dicht bewaldet, mit zahlreichen Flüssen und Wasserfällen, Das zentrale Bergmassiv weist eine Reihe von Vulkankratern mit Kraterseen auf, die, wenn auch müh- selig, bestiegen werden können. Die Hauptsiedlungsgebiete sind an den Küsten, besonders im Süden. Durch die Insel gibt es zwei Verbindungsstraßen. Carriacou und Petit Martinique liegen nördlich von Grenada und sind ebenfalls vulkanische Regenwaldinseln. Kolumbus entdeckte Grenada auf seiner dritten Reise 1498, fuhr allerdings nur vorbei und nannte es Conception. 1609 etablierten die Briten den ersten Stützpunkt auf der Insel, wurden aber bald von den Ureinwohnern, den kriegerischen und kannibalischen Cariben, verjagt. In den Kolonialkriegen des 18. Jh. wogte der Kampf um die Insel zwischen Briten und Franzosen, bis es 1783 unter britische Herrschaft kam. Am 7. Februar 1974 wurde Grenada unabhängig. Am 19. Oktober 1983 führ- te die Regierungsübernahme des Militärs zur US- geführten Invasion Grenadas, am 15. Nov. desselben Jahres setzte eine Interimsregierung die Geschäfte fort, seit 1984 gibt es wieder freie Wahlen. Grenada hat tropisches Klima, durch Passatwinde gemildert. Heißeste Jahreszeit ist der Sommer (Regen- zeit), im Winter kann es schon mal kühler werden. Durch seine Nähe zum südamerikanischen Kontinent liegt es außerhalb des Haupt-Hurrikan-Gürtels. Hauptwirtschaftszweig, neben dem jetzt aufkommenden Tourismus (die malerische Hauptstadt St. George’s ist beliebter Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe), ist der Anbau von Gewürzen, besonders Muskat (1/3 des Weltbedarfs). Die Flora umfaßt alle tropischen Pflanzenarten wie Orchideen, Hibiskus usw., die Tierwelt Vögel (Papa- geien) und Kleintiere.
Die beste Zeit Grenada zu besuchen ist zum Karneval - im August. Ansonsten bietet die Insel alle Karibikklischees wie Regenwälder, Mangroven, Blütenbäume, herrliche Palmenstrände, wobei Grande Anse, da stische Zentrum südlich St. Georges, einer der schön- sten Strände der Karibik ist. Die zahlreichen Hotels und Resorts sowie Appartmentanlagen sind im Süden der Insel angesiedelt. Die touristische Infrastruktur wird weiter ausgebaut, kein Gebäude darf allerdings höher als Palmen gebaut werden. Großer Wert wird auf die Entwicklung der Nationalparks und den Schutz der Regenwälder und Korallenriffe gelegt. Carriacou mit seiner Hauptstadt Hillsborough, die malerisch an der gleichnamigen Bucht liegt, hat bezaubernde Strände, lichte Wälder und zahlreiche Sehenswürdigkeiten (alter Indianerbrunnen, Zuckermühle, historisches Museum und zahlreiche Ruinen alter Harrenhäuser). Die Insel ist das Jacht- und Tauchzentrum der kleinen Republik. Es gibt den traditionellen Bootsbau, ebenso wie einen Jachthafen in der südwestlichen Tyrrel Bay, wo Schiffe auch professionell überholt werden. Hier ist auch das touristische Zentrum der Insel. Petit Martinique ist nicht touristisch erschlossen, es kann von Carriacou aus per Boot erreicht werden. Das ganze Jahr hindurch bietet Grenada Feste wie Regatten (Carriacou), Bootstaufen zur Fisherman’s Birthday Celebration (in Gouyave), die Rund-um-die- Insel-Regatta zum Unabhängigkeitstag am 7. Februar usw. Heiratswillige Ausländer müssen drei volle Tage in Grenada gewohnt haben, die Gebühr beträgt knapp 30 EC. Busse und die in der Karibik üblichen Minibusse, die bei Bedarf halten sowie Mietautos empfehlen sich für den Nahverkehr. Ausflüge können in den Hotels gebucht werden. Die malerische auf zahlreichen Hügeln angelegte Hauptstadt St. George’s eignet sich hervorragend für Spaziergänge.

Mai 16

Dominica, Inselrepublik im British Commonwealth, gehört zu den Kleinen Antillen (nördlichste und größte der Windward Islands) und liegt in der Karibik zwischen Guadeloupe (nördlich) und Martinique (südlich). Unzugängliche Buchten, mit Regenwald bedeckte Vulkanberge, Wasserfälle (angeblich 365 !), Flüsse, heiße Quellen, Kraterseen, kochender See Lake), Emerald Pool und aus schwarzem Vulkansand bestehende Strände bestimmen das Bild der Insel. Im Nordosten gibt es ein Reservat mit den (3000) letzten gelben Caribe-Indianern. Man sagt, Kolumbus (er entdeckte die Insel 1493, an einem Sonntag) würde als einzige seiner entdeckten Inseln heute nur noch Dominica wiedererkennen, weil sie so ursprünglich geblieben ist. 1805, nach langem hin und her zwischen Franzosen und Briten, wurde die Insel britisch, 1967 teilabhängig und 1978 unabhängiger Staat. Der französische Einfluß zeigt sich in der kreolischen Sprache sowie französischen Namen. Ursprünglich mehr als exotischer Tagestrip von den beiden französischen Nachbarinseln aus genutzt, entwickelt Dominica mehr und mehr eigenen Tourismus. Neben den überwiegend schwarzen Vulkansandstränden gibt es im Norden auch die gewohnten weißen Strände.
Liebenswert die kleine Hauptstadt Roseau, mit ihren bunten Holzhäusern, der Kathedrale, Straßen und Gassen, wie der ehemalige Garten eines Heimatdichters ist Restaurant (”World of Food”) mit Guesthouse. Von hier startet man zu den größten Wasserfällen, den Trafalgar Falls (unterhalb liegt das Wilderness-Restaurant Papillote mit Steinfiguren und Heißwasserbecken). Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Morne Trois Pitons National Park östlich von Roseau (Seen in 1000 m Höhe, Boiling Lake, größter kochender See der Welt, im “Valley of Desolation” findet man Schwefelquellen und kochenden Schlamm), der Northern Forest Reserve (wilde Küsten, einsame Buchten, Regenwald, Papageien, Morne Diablotin, höchster Berg, 1447 m). Der Cabrits National Park im Nordwesten bei Portsmouth (Fort Shirley), hat Dominicas größtes Sumpfgebiet und vorgelagerte Korallenriffe. Dominica hat 35 verschiedene Voge arten, wovon der “Sisserou”, der einheimische Papagei, der Wappenvogel ist. Ein Nationalgericht, das “Mountain Chicken”, ist allerdings kein Vogel, sondern ein Frosch! Der mit dem europäischen zeitgleiche Karneval wird als der urwüchsigste und spontanste bezeichnet. Weitere Festivals mit Straßenmusik finden u.a. im Okt/Nov (3. Nov, Independence Day) statt sowie das Musik- und Kunstfestival “Domfesta”. Canefield Airport, 5 Minuten von Roseau, ist innerkaribisch, Melville, 1 Std. nördlich der Hauptstadt, ist der internationale Flughafen.
Es gibt einige Schiffsverbindungen nach England.

Die Dominikanische Republik umfaßt die östlichen zwei Drittel der karibischen Insel Hispaniola, der zweitgrößten Großen-Antillen-Insel. Die Insel liegt an der Grenze zwischen Atlantik und Karibik, im Norden badet man im Atlantik, im Süden im Karibischen Meer, im Westen grenzt Haiti an. Die Cordillera Central mit dem höchsten Berg der Karibik, Pico Duarte 3175 m (Nationalpark), durchzieht den zentralen Westteil der Republik, im Norden liegt die Cordillera Septentrional, im Süden die Sierra de Neiba und de Baoruco. Bis auf den trockenen, teils wüstenhaften Süden (Lago Enriqillo, 50 m unter dem Meeresspiegel, Naturpark), sind die fruchtbaren Täler dazwischen dicht besiedelt. Der Ostteil ist hügelig (bis 760 m). 1492 entdeckte Kolumbus Hispaniola, bereits 1496 gründete sein Bruder, Bartolomeo die Hauptstadt Santo Domingo, älteste Stadt Amerikas. Nachdem später der Westteil der Insel von Frankreich besetzt wurde, wurde 1795 sogar die Kolonie Santo Domingo französisch. Nach der Befreiung von französischer Besatzung, mit Hilfe der Engländer, wurde Santo Domingo wieder spanisch und 1821 unabhängig. Von 1822-44 dauerte die haitianische Besetzung. 1844 wurde das Land endgültig unabhängig. Von 1916-24 besetzten US-Marines das Land, zwischen 1936 und 1961 hieß die Hauptstadt Santo Domingo Ciudad Trujillo, nach dem damaligen (und 1961 ermordeten) Diktator. Das tropisch maritime Klima bringt Regenzeiten im Sommer, Hurricanes treten von Juni-Nov auf. Die Bevölkerung, ursprünglich spanisch, ist mittlerweile mit den Nachkommen afrikanischer Sklaven vermischt. Empfehlenswert sind Rundfahrten, um die abwechslungsreiche Landschaft (vom Urwald bis zur Kakteen- Wüste) und die teils alten spanischen Siedlungen und Städte zu sehen. Wer’s will, überall im Land gibt’s die in südamerikanischen Regionen beliebten Hahnenkämpfe, bei denen natürlich immer gewettet wird. Mororräder sind das gebräuchlichste Transportmittel auf der Insel. Das merkt schon der Individualtourist, wenn er am Airport “Las Americas” ankommt und nach Taxis Ausschau hält. Irgendwo lauern sie und bringen einen für billiges Geld zum nahen Busstop oder nach Boca Chica (Santo Domingos Weekend-Strand-Dorado). Santo Domingos historische Altstadt wurde in den achtziger Jahren restauriert. In neuem Glanz erstrahlen die älteste Kathedrale (Santa Maria la Menor birgt den Sarkophag von Kolumbus, ob er drin liegt, ist nicht geklärt), Universität (1538), das älteste Hospital und die älteste Festungsanlage der Neuen Welt. Zur 500-Jahresfeier der Entdeckung Amerikas wurden Armensiedlungen für das großmannssüchtige Denkmal zu Kolumbus’ Ehren wegplaniert (größtes Bauwerk auf der Insel). Der “Merengue”, sozusagen der “hispanische” Reggae des Landes, dröhnt aus den Häusern und Autos. Samstagabend tanzt man dazu am “MalecönBoulevard” der Hauptstadt, trinkt Bier “El Präsidente” dazu und schaut den aufgemotzten Autos auf der “heißen Meile” zu. La Romana, an der östlichen Südküste, ist umgeben von Zuckerrohrfeldern, Weideland mit echten Gauchos und bietet mit seinen Palmenstränden und dem vorgelagerten Riff, alles was das Urlauberherz in der Karibik erwartet (Wassersport, Tennis, Golf, Polo). Puerto Plata, an der Nordküste, das zweite der beiden Touristenzentren steht La Romana in nichts nach. Dazu ist die Stadt wichtigster Hafen im Norden (eine Seilbahn zum Rundblick führt auf den Pico Isabel, 793 m). Die Halbinsel Samanä, im Nordosten gilt als neues Ziel (Palmenstrände, Urwald, ursprünglicheres Ambiente). Weitere Urlauberplätze sind Bavaro Beach (Club an der Ostküste) und Goleta, östlich Puertd Platas, ein hervorragendes Surf-Revier. Der Lago Enriquillo, ein Salzsee, mit der Kakteen-Insel Isla Cabritos, hat Salzwasser-Krokodile und 2 Arten von Großechsen (wie auf Galapagos). Das Schutzgebiet (Nationalpark) erstreckt sich bis auf die vorgelagerten Inseln.
Santo Domingo und Puerto Plata haben internationale Flughäfen.