Die Republik El Salvador liegt in Mittelamerika an der Pazifikküste und ist das einzige Land, das keinen Zugang zur Karibik hat.Im Norden grenzt das kleinste mittelamerikanische Land an Guatemala, im Osten und Süden an Honduras. Das gebirgige, von über 50 Vulkanen bedeckte Land ist z. T. bewaldet (Tropenwälder in höheren Lagen), die ursprüngliche Vegetation aber durch Plantagen (Kaffee, Bananen) und Agrarland zurückgedrängt, das Küstengebiet lagunenreich (Sumpf-, Mangrove). Der Spanier Alvarado eroberte das Gebiet 1525 und verleibte es in das Generalkapitanat Guatemala ein. 1821 wurde El Salvador von Spanien unabhängig. 1839 wurde der mittelamerikanische Staatenbund aufgelöst (Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica) und das Land erklärte sich 1841 endgültig hängig. Seit 1979 herrscht im Lande Bürgerkrieg. Vor Reiseantritt sollte man sich bei beiden Botschaften über die Situation in El Salvador erkundigen. Das Klima kann, trotz der Äquatornähe, kühle Nächte bringen, tagsüber subtropisch feuchtwarm. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören, neben Landschaft (Vulkane, Seen), historische Bauten aus präkolumbiani- scher Zeit (Pyramiden von El Tazumal, bei Santa Ana). Der nahegelegene Lago de Coatepeque mit seinen urwaldbewachsenen Ufern unterhalb des Santa-Ana- Vulkans ist der schönste Badesee. Der Pazifikküste vorgelagert sind einige landnahe Inseln, ideale Bade- und Anglerparadiese.
Die 1525 gegründete Hauptstadt San Salvador liegt unter dem gleichnamigen Vulkan und war schon oft von Erdbeben zerstört. Die Ufer des llopango-Sees, östlich von San Salvador, säumen die Villen der Reichen, ein Vergleich mit Pompeij drängt sich auf. Das Straßennetz des dichtbevölkertsten Staates der Region ist gut, die Panamericana und die Küstenstraße La Litone verlaufen in Ost-West-Richtung. Die Hafenstädte La Uniön und Acajutla sind mit der Hauptstadt per Eisenbahn verbunden, ebenso gibt es Bahn-verbindungen mit Puerto Barrios, Guatemala, an der Karibik. Der internationale Airport Cuscatlän hat 1979 den Militärflugplatz Ilopango ersetzt. Verbindungen nach Europa via Miami.
Die Inselrepublik Grenada bildet den südlichen Abschluß der Kleinen Antillen in der Karibik. Die Drei- Insel-Nation umfaßt, neben vielen Inselchen, noch Carriacou (8000 E) und Petit Martinique (600 E), wobei die beiden Grenadinen-Inseln 34 der insgesamt 344 qkm Fläche haben.Die Bewohner sind afrikanischer, indischer und europäischer Herkunft. Grenada liegt nur 160 km nördlich vor Venezuelas Küste, 145 km nördlich von Trinidad und 250 km südwestlich von Barbados. Die Insel ist etwas über 33 km lang, 19 km breit und vul- kanischen Ursprungs. Das Innere ist gebirgig, dicht bewaldet, mit zahlreichen Flüssen und Wasserfällen, Das zentrale Bergmassiv weist eine Reihe von Vulkankratern mit Kraterseen auf, die, wenn auch müh- selig, bestiegen werden können. Die Hauptsiedlungsgebiete sind an den Küsten, besonders im Süden. Durch die Insel gibt es zwei Verbindungsstraßen. Carriacou und Petit Martinique liegen nördlich von Grenada und sind ebenfalls vulkanische Regenwaldinseln. Kolumbus entdeckte Grenada auf seiner dritten Reise 1498, fuhr allerdings nur vorbei und nannte es Conception. 1609 etablierten die Briten den ersten Stützpunkt auf der Insel, wurden aber bald von den Ureinwohnern, den kriegerischen und kannibalischen Cariben, verjagt. In den Kolonialkriegen des 18. Jh. wogte der Kampf um die Insel zwischen Briten und Franzosen, bis es 1783 unter britische Herrschaft kam. Am 7. Februar 1974 wurde Grenada unabhängig. Am 19. Oktober 1983 führ- te die Regierungsübernahme des Militärs zur US- geführten Invasion Grenadas, am 15. Nov. desselben Jahres setzte eine Interimsregierung die Geschäfte fort, seit 1984 gibt es wieder freie Wahlen. Grenada hat tropisches Klima, durch Passatwinde gemildert. Heißeste Jahreszeit ist der Sommer (Regen- zeit), im Winter kann es schon mal kühler werden. Durch seine Nähe zum südamerikanischen Kontinent liegt es außerhalb des Haupt-Hurrikan-Gürtels. Hauptwirtschaftszweig, neben dem jetzt aufkommenden Tourismus (die malerische Hauptstadt St. George’s ist beliebter Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe), ist der Anbau von Gewürzen, besonders Muskat (1/3 des Weltbedarfs). Die Flora umfaßt alle tropischen Pflanzenarten wie Orchideen, Hibiskus usw., die Tierwelt Vögel (Papa- geien) und Kleintiere.
Die beste Zeit Grenada zu besuchen ist zum Karneval - im August. Ansonsten bietet die Insel alle Karibikklischees wie Regenwälder, Mangroven, Blütenbäume, herrliche Palmenstrände, wobei Grande Anse, da stische Zentrum südlich St. Georges, einer der schön- sten Strände der Karibik ist. Die zahlreichen Hotels und Resorts sowie Appartmentanlagen sind im Süden der Insel angesiedelt. Die touristische Infrastruktur wird weiter ausgebaut, kein Gebäude darf allerdings höher als Palmen gebaut werden. Großer Wert wird auf die Entwicklung der Nationalparks und den Schutz der Regenwälder und Korallenriffe gelegt. Carriacou mit seiner Hauptstadt Hillsborough, die malerisch an der gleichnamigen Bucht liegt, hat bezaubernde Strände, lichte Wälder und zahlreiche Sehenswürdigkeiten (alter Indianerbrunnen, Zuckermühle, historisches Museum und zahlreiche Ruinen alter Harrenhäuser). Die Insel ist das Jacht- und Tauchzentrum der kleinen Republik. Es gibt den traditionellen Bootsbau, ebenso wie einen Jachthafen in der südwestlichen Tyrrel Bay, wo Schiffe auch professionell überholt werden. Hier ist auch das touristische Zentrum der Insel. Petit Martinique ist nicht touristisch erschlossen, es kann von Carriacou aus per Boot erreicht werden. Das ganze Jahr hindurch bietet Grenada Feste wie Regatten (Carriacou), Bootstaufen zur Fisherman’s Birthday Celebration (in Gouyave), die Rund-um-die- Insel-Regatta zum Unabhängigkeitstag am 7. Februar usw. Heiratswillige Ausländer müssen drei volle Tage in Grenada gewohnt haben, die Gebühr beträgt knapp 30 EC. Busse und die in der Karibik üblichen Minibusse, die bei Bedarf halten sowie Mietautos empfehlen sich für den Nahverkehr. Ausflüge können in den Hotels gebucht werden. Die malerische auf zahlreichen Hügeln angelegte Hauptstadt St. George’s eignet sich hervorragend für Spaziergänge.