Mai 17

Martinique ist französisches Überseedepartement und liegt in der Karibik, etwa in der Mitte des Inselbogens der Kleinen Antillen (Windward Islands). Die hügelige Landschaft steigt vom flacheren Süden zum gebirgigen Norden an, und erreicht mit dem aktiven Vulkan Mt. Pelee (1397 m) den höchsten Punkt. Der Mt. Pelee und der Montague sind immer noch aktiv. Nur im Zentrum, Le Lamentin, gibt es eine Ebene. 1902 brach der Pelee aus (Museum) und begrub 30.000 Menschen der damaligen Hauptstadt Saint Pierre unter sich. Der einzige Überlebende, der eingekerkerte Gefangene Cyparis, war später Zirkusattraktion. Kolumbus bezeichnete die Insel als schönste der Welt. Josephine, die Frau Napoleons, wurde hier geboren (Trois-Islets). Kolumbus entdeckte die Insel 1494, seit 1635 ist sie, mit bri ischen Unterbrechungen, französisch, seit 1946 Departement (der Lebensstandard des EG-Mitglieds ist deutlich höher als der umliegender nicht-französischer Inseln). Die Blumeninsel hat Palmenstrände, weiße Sandbuchten, Wasserfälle, Klippen, Bananen-, Ananas- und Zuckerrohrfelder. Vulkanberge, sanfte Täler und unzählige Buchten bilden den Charakter der Landschaft. Überall sieht man Martiniques Symbolblumen, rote Anthurien und Heliconias. Kolibris. Papageien, Bergfrösche und (auch giftige) Schlangen bilden einen Teil der exotischen Tierwelt.
Hotels und Pensionen (Gites) gibt es für jeden Geschmack, ebenso alle Freizeitmöglichkeiten. Besonders schön sind das Fischerdorf Grand Riviere. zwischen wellengepeitschten Klippen und tropischem Urwald. Vor dem charmanten Ort Diamant im Süden steht der Felsen Rocher du Diamant, der Anfang des 19. Jh. von den Engländern mit Kanonen bestückt und anderthalb Jahre den Rang eines Kriegsschiffs hatte (!).im Wasser (mit Höhlen, per Boot zu erreichen), im Dunst ist Dominica zu erkennen. Vielfach trifft man Einheimische, die auf Gommiers (Einbaum) zum Fischen fahren. Die Ortschaften an der Ostküste und im Inneren sind ursprünglich (hier gibt es noch Hahnenkämpfe), der Süden ist mit seinen malerischen Sandstränden allerdings bereits touristische Hochburg. Mehr und meh Pensionäre und Geldanleger aus Europa kaufen Grundstücke, sodaß sich die Grundstückspreise in wenigen Jahren verzehnfacht haben! Visävis der Bucht von Fort-de-France liegt das Zentrum der Urlauberindustrie Pointe du Bout, Trois Islets und Anse-ä-l’Ane (Marina, Golfplatz).
Die Atlantikküste hat hohe Brandung (gefährlich für Schwimmer). In Turin lebte Gauguin (Museum), das pulsierende Fortde-France ist Kreuzfahrt-Hafen (Segeltörns zu anderen Karibikinseln). Der Caribbean Express (Schnellfähre) verbindet St. Lucia-Martinique-Dominica-Guadeloupe. Passagierfrachter gehen wöchentlich von Le Havre oder Bordeaux (10 Tage). Flüge international und national (auch Frankreich), zu allen wichtigen Inseln.

Mai 17

Das französische Übersee-Departement Guadeloupe liegt in der Karibik nördlich von Dominica und ist die südlichste Leeward-Insel der Kleinen Antillen. Zugehörig sind die vorgelagerten Inseln La Desirade, Marie Galante, Les Saintes, sowie die 200 km nördlicheren St. Barts und St. Martin, dazu noch einige kleinere.Guadeloupe hat die Form eines Schmetterlings, der rechte Flügel (Nordteil) ist Grande-Terre, der flachere Hauptsiedlungsraum, der Südteil, Basse-Terre (gleichnamige Hauptstadt), ist im Küstengebiet stark besiedelt, das Innere ist Regenwald (Nationalpark). Die geschäftige Hauptstadt Pointe-ä-Pitre (P-ä-P) liegt an der Verbindungsstelle der Inseln auf Grande-Terre. 1493 entdeckte Kolumbus die Insel, erst 1635 besiedelten Franzosen Guadeloupe, das 1674 von Frankreich annektiert wurde. Nach schweren Kämpfen mit den Engländern (vor den Inseln tobte 1782 die legendäre “Battle of the Saints” zwischen Franzosen und Eng- ländern, woraus letztere siegreich hervorgingen), wur- den die Inseln 1815 französisches Territorium, 1946 Departement. Von allen Karibikinseln ist Guadeloupe eine der am besten erschlossenen, Hotels und Pensionen (Gites) gibt es für jeden Geschmack, ebenso alle Freizeit- möglichkeiten. Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art sind die Friedhöfe mit ihren gekachelten Grabkammern. Pointe-ä-Pitre hat Museen, die Innenstadt hält jeden Vergleich mit europäischen Einkaufsstädten aus, der Hauptplatz, zum Markt am Hafen hin, lädt zum Verweilen in Cafes und Restaurants ein. Der zentrale Busbahnhof verbindet alle Orte der Insel, Sehenswert sind Pointe des Chäteaux, die Felsenküste im Osten, auf dem Weg dorthin kommt man an den meisten Hotelstränden vorbei (St. Anne, Caravelle Beach), vor Gosier liegt die gleichnamige Badeinsel. Im Nordosten steht die gespaltene Felswand der Porte d’Enfer (Höllentor) an der Küste (Badebucht in der Nähe). Auf einer Rundfahrt kommt man durch Zuckerrohr- und Gemüseanbaugebiete (alte Zuckermühlen).Die Südinsel Basse-Terre, deren Vulkanberge man vom Hauptplatz von P-ä-P vor sich sieht, ist großteils von undurchdringlichem Dschungel bedeckt (Papageien, Kolibris, Waschbären, keine Giftschlangen und -spinnen auf Guadeluope). Der Küstenbereich ist dicht besiedelt, uni die Insel führt eine Ringstraße, in der Mitte durch- schneidet die Route de la Traversäe das Bergland. Direkt an der Straße kann man in einem der schönsten Wasserfälle baden, dem kleinen Ecrevisses-Fall. Die dreistufigen Wasserfälle, Chutes du Carbet im Süden, sind auch für Einheimische die größte Sehenswürdigkeit. Vom verschlafenen Basseterre (altes Fort) aus, beginnt die Anfahrt durch den Regenwald zum Soufriäre- Vulkan. Das letzte Stück ist allerdings ein 2 1/2-stündi- ger Aufstieg, doch dann lohnt der Ausblick! Ruhige Traumstrände und Buchten liegen auf der karibischen Seite der Insel. Vor Bouillante ist die Cousteau Reserve (Tieftauchschule). Die Iles des Saintes, 15 km südlich von Basse-Terre (Fähre von Trois Riviäres, Flüge von P-ä-P und Basseterre), sind 2 kleine bewohnte (Terre-de-Bas und Terre-de-Haut) und mehrere unbewohnte Eilande. Südseehaft liegen die Inseln von Guadeloupe aus gese- hen im Meer. Die Einwohner der trockenen Inseln (Leguane, Kakteen), Nachfahren bretonischer und normannischer Fischer, sind überwiegend weiß, es gibt allerdings auch blonde Kreolen darunter! Das Tagesausflugsziel Terre-de-Haut (die Ostinsel, 309 m hoch) wartet mit dem Fort Napoleon und zahlrei- chen Stränden auf (der Atlantikstrand hat teils gefährli- che Brecher). Tagsüber quillt die Hauptstadt über (Restaurants und Souvenirshops). Flug- und Schiffsverbindungen. Marie Galante, ebenfalls trocken und fast kreisrund, liegt 30 km südöstlich vor Guadeloupe. Wenige ruhesuchende Touristen verirren sich bislang hierher. Berühmt ist der Rum der Zuckerrohrinsel mit ihren Ochsenkarren. Atemberaubende Klippen stehen am Atlantik an der Nordostküste. Flug- und Schiffsverbindungen. La Desirade, eine ebenfalls trockene Kaktus-Insel, 8 km vor der Ostspitze Grande-Terres. Hasen und Leguane teilen sich das Hochplateau-Eiland (275 m) mit den wenigen Touristen (an der Grande Anse). Flug- und Schiffsverbindungen. - Die Iles de la Petite-Terre, südlich der Ostspitze Guadeloupes, sind nur buschbestandene Sandinseln (Leuchtturm auf Terre de Bas). Von Guadeloupe sind alle umliegenden und zugehörigen Inseln per Fähre oder Flugzeug erreichbar, gute nationale (u.a. Paris!) und internationale Verbindungen. Guantanamo Bay, US-Militärbasis im Südosten Kubas und die kleine Navassa-Insel, zwischen der Ostspitze Jamaikas und der Südostspitze Haitis, sind Pachtge- biete der USA, die beide von Kuba beansprucht werden. Guantanamo Bay, von Kolumbus Puerto Grande genannt, ist eine der bestgeschützten Naturbuchten, das Ankergebiet umfaßt 9 x 17 km. Das Klima des Gebietes ist trocken, das südliche Bergland Kubas schützt die Bucht auch vor Hurricanes. Im wesentlichen besteht das Gebiet aus hügeligem Buschland (etwa 120 m Höhe), Salzseen und der Riesenbucht. Militärs und Angehörige dürfen nicht nach Kuba, wohl aber dürfen kubanische Arbeiter und Händler hinein. Die knapp 4000 kubanischen Arbeiter auf der Nava! Base müssen sich 2 Grenzkontrollen unterziehen (US und kubanische Diebstahl- und Schmuggelkontrolle). An Freizeiteinrichtungen mangelt es nicht (Bowling, Baseball, Tennis, Golf, Swimmingpools, Reitställe), sie sind aber dem Militärpersonal vorbehalten. Die strategische Bedeutung liegt in der Nähe zur Windward Passage zwischen Kuba und Haiti, die den Atlantik mit der Karibik und dem Panama-Kanal verbindet. Dies war auch der Grund, daß die Bay - heute wichtiger Flottenstützpunkt - 1898 von den USA bsetzt wurde. Haitianische Boat-People werden nach ihrem Aufgreifen auf den Stützpunkt gebracht, um dann wieder in ihr Heimatland abgeschoben zu werden. Die Navassa-Insel (5 qkm) ist unbewohnt, hat aber als Leuchtturm-Insel für die Schiffahrt in der Meerenge Kuba-Haiti Bedeutung. Die Navassa-Insel gehört nicht zum US-Pachtgebiet Guantanamo Bay und wird darum von Kuba beansprucht.