Guatemala liegt in Mittelamerika, die Nordgrenze bilden Mexiko und Belize, die Südgrenze EI Salvador und Honduras. Nahezu 2/3 des Landes sind gebirgig und vulkanischen Ursprungs. Die Sierra Madre, parallel zur Pazifikküste, erhebt sich bis auf 4220 m (Volcan Tajamulco). 32 weitere Vulkane, tropischer Regenwald, weites Kulturland im Süden, zahlreiche Flüsse und Seen bestimmen die Landschaft Guatemalas. Die Pazifikküste ist etwa 300 km lang, die karibische rund 100. Pazifisches Savannengebiet wechselt über Gebirgstäler mit Hochgebirgswald bis zum Regenwald im flachen Nordosten. 1524 besiegte Hernando Cortez’ Armee, unter Führung des späteren General-Kapitäns Alvarado, den Mayafürsten Tecun Uman. Die Stadt Taysal (das heutige Flores, nahe der mex. Grenze) fiel erst 1697. Zwischen 1524 und 1821 war Guatemala Bestandteil des Vizekönigtums Neu-Spanien, 1821 wurde das Land unabhängig, 1847 Republik.
Die Bevölkerung besteht zur Hälfte aus Indianern (Maya-Nachfahren) der Rest besteht zum Großteil aus Mischlingen von Spaniern und Indianern. Am Golf von Honduras, in Puerto Barrios und Livingston leben Nachfahren von afrikanischen Sklaven. Das Land liegt in der Tropenzone, hat aber wegen sei ner unterschiedlichen Höhenlagen zahlreiche Klimazonen. Die Pazifik- und Karibik-Küsten sind tropisch feuchtheiß, um die Hauptstadt ist es gemäßigt, im Hochland teils kühl. Regenzeit ist von Mai-Oktober. Angebaut werden Kaffee, Baumwolle, Bananen, Zuckerrohr, daneben Rinderzucht. Etwa drei Viertel des nutzbaren Landes gehören der Oberschicht (rund 2,5% der Bevölkerung). Wegen seiner geografischen Lage bietet Guatemala auch eine große Bandbreite an Urlaubsmöglichkeiten. Vögelbeobachten (Petän-Dschungel), Wandern, Kllettern (die 33 Vulkane des Landes), Fischen, zahlreiche Höhlensysteme (Poptün, in Petän, in Alta Verapaz), Wassersport an den Küsten. Um die Atitlän- und Amatitlän-Seen sind jährlich Drachenflieger- und Hanggleiterwettbewerbe. Guatemala ist noch weitgehend von indianischer Tradition bestimmt. Die Webe-Arbeiten der Maya-Kultur lebt fort in den Kleidungsstücken, die von Ort zu Ort eigene Charakteristika haben. Zahlreiche historische Stätten sind im ganzen Land verteilt. Nr. 1 sind die Maya-Tempel von Tikal, 55 (Tempel II und III) bis 65 m (Tempel IV) hohe, extrem steile Stufentempel mitten im Dschungel von Petän, im Nordosten des Landes. Über 3000 Einzelbauwerke wurden bis heute gelistet, der Großteil ist noch vom Urwald bedeckt! Im umliegenden Urwald leben Jaguare, Ozelots, Wild, Kolibris, Papageien und Affen. Tikal wird direkt, oder über Flores am Lago Petän Itza, angeflogen. In der Hochlandregion von Cobän lebt der grün gefiederte Quetzal, einst heiliger Vogel der Mayas. Sehenswert sind die “Fiestas” und Markttage, die jeder Ort eigens hat (Chichicastenango und Huehuetenango feiert die bekanntesten Allerheiligenfeste Ende Okt/Anfang Nov). Berühmt ist der Pilgerort Esquipulas mit seiner 4-türmigen Barock-Basilika. Antigua Guatemala, südwestlich der Hauptstadt Ciudad de Guatemala, war bis zum schweren Erdbeben von 1773 die Hauptstadt. Mittlerweilen restauriert, wurde sie zum UNESCO-Welterbe erklärt. Lohnenswert sind Ausflüge zum Lago de Atitlän mit seinen pittoresken Orten (Fähren, Bademöglichkeiten). Die karibische Küste ist touristisch nicht erschlossen. Vorgelagert liegt der lzabal-See, größter See des Landes (fischreich, Seekühe), an dessen Abfluß das Castillo de San Felipe liegt. Livingston bietet Wasserfälle zum Meer und Ausflüge zu den Tauch- und Badeinseln von Belize. Mietautos empfehlen sich, wer sich nicht scheut, kann auch, inmitten von Marktfrauen und Federvieh, mit dem Bus das Land erkunden. Die Panamericana (Carretera Interamerica) und die Carretera Pacifica durchziehen das Land von Mexiko nach El Salvador bis Panama (tägliche Überlandbusse). Tägliche Bahnverbindungen von Guatemala City nach Mexiko City und Puerto Barrios, dem Überseehafen auch für El Salvador.