Nicaragua liegt in Mittelamerika und grenzt im Osten an die Karibik, im Westen an den Pazifik. Die Nordgrenze bildet Honduras, die Südgrenze Costa Rica.Die Karibikküste ist spärlich besiedelt, von Regenwald bedeckt und heißt nicht umsonst Moskitoküste (Mangrove, Palmen). Der Norden hat Kiefernwälder, im Westen herrschen Savannen vor. Ihr vorgelagert sind die Islas del Maiz, Urlauberinseln der wohlhabenden Nicaraguaner. Das Klima ist tropisch feuchtwarm, der pazifische Raum ist trockener als die karibische Region (die atlantische Küste nimmt 50% der Fläche des Landes ein). Der Großteil der Bevölkerung lebt in der westlichen Pazifikregion und an der Küste. Auf seiner 4. Reise 1502-04 von Kolumbus entdeckt, wurde das Land 1523 erstmals von Spaniern besiedelt. 1838 wurde das Land unabhängig. Baumwolle, Kaffee, der Managua- und der Nicaraguasee, über 2000 m hohe Berge, Palmenstrände an beiden Küsten geben das Bild des Landes wieder. Nach der politischen Situation (Somoza-Diktatur, Revolution) gibt es noch keine wesentliche touristische Infrastruktur. Die Hauptstadt Managua liegt auf einem Vulkangürtel, der an der Pazifikküste entlang verläuft, bei einem Erdbeben 1972 wurde das Zentrum fast völlig zerstört und gleicht auch heute noch im Zentrum z.T. einer Geisterstadt. Satellitenstädte und Hütten von landflüchtigen Armen sind das neue Bild der Hauptstadt. Einige koloniale Gebäude sind, z.T. als Ruinen, erhalten (Fassade der Kathedrale). Es gibt mittlerweile allerdings wieder Hotels internationalen Standards. Von der Hauptstadt aus werden Tagestouren zu den Kolonialstädten Leön und Granada veranstaltet, nach Masaya (traditionelle Handwerkskunst, wie Hängematten, Stickereien, Masken), sowie an Lagunen und eindrucksvolle Vulkankrater in der Umgebung. Am Managuasee, dem zweitgrößten des Landes, gibt es Bootsfahrten zum aktiven Vulkan Momotombo, zahlreiche Vulkankrater-Seen um die Hauptstadt sind Ausflugsziele. Der größte Süßwassersee, Lago de Nicaragua (Schildkröten, Haie !) hat über 300 Inseln, auf der größten, Isla Ometepe, sind zwei Vulkankegel, sie ist archäologisches und Naturschutzgebiet. Bootsfahrten von Granada und San Jorge zum Haupthafen Moyogalpa, eine 2-stündige Inselrundfahrt führt durch Regenwald, Tabak- und Kaffeplantagen, der Vulkan Concepciön kann leicht bestiegen werden, es gibt auch Reittouren. Die Islas Solentiname, Urwaldinseln mit Affen und Papageien, sind Künstlerkolonie (Maler und Figurenschnitzer). Das Nicao-Volk, dessen Säulenfiguren am See stehen, soll namensgebend für das Land gewesen sein. Auf der Isla Zapatera gibt es ebenfalls präkolumbianische Steinfiguren (Idolos). Am Pazifik gibt es Seebäder mit großartigen Palmenstränden. Montelimar, das Feriendomizil des Diktators Somoza, ist neues Tourismuszentrum am Pazifik (Hotels mit allen Freizeit- und Sporteinrichtungen). San Juan del Sur, 150 km südlich von Managua, ist Wassersportparadies (Baden, Tauchen, Segeln, Hochseefischen). Der Surf-Spot Nicaraguas ist La Boquita, zwischen Montelimar und San Juan. Sehenswert sind die kolonialen Städte Leon und der Hafen von Granada. Von den eindrucksvollen Barockbauten der Plaza fah ren Pferdekutschen zur Küstenpromenade. 15 Bootsminuten vor der Küste liegt ein Archipel mit rund 350 kleinen tropischen Inseln mit reicher Vogelwelt. Leöns Kathedrale ist eine der eindrucksvollsten Mittelamerikas, Poneloya an der Küste vor Leön, hat herrliche Strände, günstige Unterkünfte und gute Surf- Wellen. Die Kirche von Subtavia soll die älteste Amerikas sein. Das Hochland um Matagalpa bietet angenehm kühle Temperaturen. Sehenswert sind die Flüsse und Seen, die TropenNebelwälder mit reicher Flora und Fauna. Höhlen, Wasserfälle und präkolumbianische Skulpturen gibt es im Gebiet um Esteli. Bluefields an der Atlantik- (Karibik-) Küste bietet Dschungelexpeditionen, einsame Sandstrände (Korallentauchen, Fischen), aber noch keinen wesentlichen Tourismus. Die Stadt kann per Flugzeug von Managua, oder per Schiff, vom rund 100 km entfernten Rama (Ende der Straße) erreicht werden. Von Bluefields gehen Flüge (30 Min.) oder Schiffe (5 Std.) auf die Islas del Maiz (Corn Islands). Als Hauptverkehrsader durchzieht die Panamericana das Land von Norden bis Süden, das Eisenbahnnetz umfaßt nur etwa 500 km. International gute Flugverbindungen. Die les del Maiz (knapp 3000 E), Great Corn (Grande Isla) und Little Corn (Pequena Isla), liegen rund 90 km vor der Ostküste Nicaraguas in der Karibik. Die Inseln wurden erst 1971 von den USA an Nicaragua zurückgegeben. Sie sind beliebte Urlaubsinseln der rei- chen Nicaraguaner (Wassersport, Tauchen, Bergwandern auf den Monte Pleasant, 96 m). Wirtschaftsgrundlage sind Kokospalmen und Fischerei (Langusten). Für den Eigenbedarf werden u.a. Süß- kartoffeln und Bananen angebaut. Ein gutes Hotel und zahlreiche Pensionen stehen für Besucher zur Verfügung. Früher waren die Inseln beliebter Piratenunterschlupf. Flüge von Managua auf die Isla Grande, Flüge (30 min.) und Fähren (5 Std.) von Bluefields, an der Ostküste. Verkehrssprachen sind spanisch und englisch. Die Cayos Mosquitos, im Nordosten gelegen, sind eine Vielzahl unbewohnter, flacher Koralleninseln mit vorge- lagerten Riffen (zwischen 50 und 70 km vor der Moskito- Küste gelegen). Vom Festland aus sind die Inseln vom Hafen Puerto Cabezas zu erreichen.
Montserrat ist eine Insel der Kleinen Antillen in der Karibik, 40 km südwestlich von Antigua und rund 80 km nordwestlich von Guadeloupe. Die britische Kronkolonie (British Caribbean Dependency) wurde 1493 von Kolumbus entdeckt, der sie nach dem gleichnamigen Bergmassiv in Spaniens Nordosten benannte. Die Vulkaninsel ist 17,6 km lang und 11,2 km breit. Sie ist fruchtbar und grün, mit zahlreichen heißen Quellen und über 900 m hoch. Nachdem die Insel 1632 von irischen Einwanderern besiedelt wurde, war sie lange zwischen Franzosen und Engländern umkämpft, bevor sie 1783 britische Kolonie wurde. Das Klima ist subtropisch, durch Passatwinde gemildert, die Sommer sind sehr heiß. Nur 1/3 der gebirgigen Insel ist kultivierbar, Haupterwerbsquellen sind Baumwollproduktion, Pflanzenexport, Lederverarbeitung und Plastiktaschen. Exportiert werden Chili-Pfeffer, exotisches Gemüse und Früchte. Montserrat liegt etwas abseits vom Touristenstrom der Karibik, die Hauptstadt Plymouth vermittelt das Bild einer schläfrigen kolonialen Kleinstadt. Alle Sportarten, einschließlich Golf (11-Löcher-Kurs, der wie zweimal 9 Löcher gespielt wird!) sind möglich, gute Tauchgründe in der Old Road Bay nördlich der Hauptstadt. Weitere Sehenswürdigkeiten auf der ruhigen, zum Wandern einladenden Insel, sind das MontserratMuseum, die alte Rum-Destille, Besuche im Vogelschutzgebiet, der Great-Alps-Wasserfall, das alte Fort auf dem St. Georges Hill hinter der Hauptstadt, die Besichtigung des rauchenden Soufriäre-Kraters und Ruinen von Zuckerrohrmühlen. Vom Guadeloupe-View-Point kann man zur 80 km entfernten, französischen Nachbarinsel sehen. Aufgrund seiner irischen Siedler gibt es hier zahlreiche Familien mit irischen Namen, ein populärer Volkstanz ist der “Heel and Toe”, “Goatwater”, eine Art lrish Stew, ist Nationalspeise. Wenn auch der Union Jack die Nationalflagge der Kolonie ist, so findet man doch im Immigration-Stempel das irische Kleeblatt, außerdem hat die Insel als einzige in der Karibik den St. Patrick’s Day (17.3.) als Nationalfeiertag.
Berühmte Popgruppen wie die Rolling Stones und Kassav (Top-Band der Karibik) produzieren in den Air- Studios ihre Musik, Elton John hat seine deutsche Frau hier geheiratet. Flüge nach Montserrat mit Liat, Montserrat Aviation, Windward, Air Caribe, Air Guadeloupe (innerkaribisch), international vorwiegend über Antigua.
Honduras liegt in Mittelamerika, nordwestlich von Nicaragua, nördlich von EI Salvador und östlich von Guatemala. Der Hauptteil des Landes ist gebirgig, ein Drittel bewaldet, im Nordwesten Kiefernwälder, im Nordosten Tropenwälder. In Naturschutzgebieten leben Jaguare, Ozelots, Affen, Krokodile, Tapire, eine reiche Vogelwelt, außerdem sind über 2000 Orchideenarten hier heimisch. Der Nordosten hat große Flüsse, Lagunen und Sümpfe (Moskito-Küste der Karibik). Zugehörig sind die Islas de la Bahia, etwa 55 km vor der Karibikküste, die Santanilla-Inseln (180 km entfernt) und die pazifische Isla del Tigre. Seit 1838 ist das von Kolumbus entdeckte Land unabhängig. Bei Cap Honduras, nördlich von Trujillo, betrat Kolumbus am 14. August 1502 zum ersten Mal das Festland. Seit 1525 spanische Provinz, gehörte das Land von 1539-1821 zum Spanischen General-Kapitanat von Guatemala (Vizekönigtum Neu-Spanien). Das Küstenklima ist tropisch, im mittleren und südlichen Landesteil gemäßigter, Regenzeit von Mai-Oktober. Das Tiefland der Moskito-Küste ist malaria- und gelbfieberverseucht. Das Land lebt hauptsächlich vom Bananen- und Kaffee- Export, die Abhängigkeit von der amerikanischen United Fruit Company führte dazu, daß man von Honduras als der Bananenrepublik sprach. Reste der Maya-Kultur finden sich in Copän (Airstrip), im Bergdschungel an der Grenze zu Guatemala. Tempel, Paläste, Skulpturen und vor allem einen sakralen Ballspielplatz umfaßt das Gebiet, in dem wohl eine viertel Million Menschen gelebt haben. Die Hauptstadt Tegucigalga hat zahlreiche Kirchen aus kolonialer Zeit. Die Karibikküste bietet Sandstrände und zahlreiche Badeorte (Puerto Cortäs, La Ceiba, Trujillo, Puerto Castilla). Das Busnetz ist weitverzweigt, für europäische Touristen hat es manchmal Abenteuer-Charakter. Das Inlandflugnetz ist gut ausgebaut, internationale Flüge meist via Miami. Das Eisenbahnnetz an der karibischen Küste dient dem Bananentransport. Die Islas de la Bahia, deren größte Utila, Roatän und Gunaja sind, liegen vor der Nordküste in der Karibik. Riesige Korallenriffe umgeben die Inseln (hervorragen- de Tauchgründe). Zur ersten Überraschung haben die Insel eine für Karibik-Inseln untypische Vegetation, Nadelholz (Kiefern, Zedern). Strände und Felsenbuchten machen die Inseln zu einem lohnenden Ausflugsziel. Die Bewohner sind zum Großteil Siedler von der südostkaribischen Insel St. Vincent. Das mag auch die “Landessprache”, eine Art englisch, erklären. Im 16. und 17. Jh. waren es berüchtigte Pirateninseln (Henry Morgan, Blackbeard), 1861 kamen die Inseln zu Honduras, zuvor waren sie in englischem Besitz (St. Vincent ebenso, was die Zuwanderung einsichtig macht). Gute Flugverbindungen nach Honduras.