Mai 20

Die Panama-Kanalzone ist der ca. 16 km breite Landstreifen um den Panama-Kanal. Er teilt Panama in 2 Teile. Die Zone ist seit 1903 bis 1999 Hoheitsgebiet der USA, seit dem 1.4.1982 steht sie aber unter juristischer Hoheitsgewalt Panamas.Balboa Heights ist der Hauptort der Kanalzone, Verwaltungssitz der pazifischen Zone und Sitz der Panama Canal Company. Verwaltungssitz der atlantischen Zone ist Cristöbal. Der Kanalbau wurde 1879 unter der Leitung des Suez- Kanal-Erbauers Ferdinand de Lesseps begonnen. 1899 wurde er eingestellt, die Todesrate unter den Arbeitern war zu hoch. 23.000 Arbeiter starben an Malaria und dem damals noch unbekannten Gelbfieber. Mit US-Hilfe trennte sich Panama von Kolumbien und wurde 1903 selbständig. Als Gegenleistung für die Garantie der Selbständigkeit Panamas zahlten die USA 10 Mill. US$ und eine jährliche Unterstützung von einer viertel Million und erhielten so das Recht, den Kanalbau zu beenden und bis 1999 zu verwalten. Zusätzlich kauf- ten die USA Frankreich Rechte und bereits geleistete Arbeiten für weitere 40 Mill. US$ ab, ebenso wurden Landeigner ausbezahlt. Mit der bis dahin teuersten und aufwendigsten Gesundheitskampagne der Geschichte wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Im Gegensatz zu Lesseps baute der amerikanische Konstrukteur Stevens den Kanal nicht mehr auf Meereshöhe, sondern mit Schleusen, die ohne Pumpen funktionieren, nur mit der Schwerkraft des Meeres. Zum Abtransport der Erdmassen wurde ein riesiges Eisenbahnnetz gebaut, Spezialwaggons ohne Seitenwände wurden mit Pflügen entleert, mit den Erdmassen wurde ein Damm für den wilden Charpes- Fluß gebaut. Zur Besichtigung des Baus, hier arbeiteten inzwischen 24.000 Amerikaner, verließ mit Roosevelt 1906 zum ersten Mal ein amtierender Präsident die USA. Als am 15.8.1914 die Eröffnung des Kanals gefeiert wurde, hatte kein Bauwerk bisher soviel Beton verbraucht (fast 2 Mill. Kubikmeter). Die Schleusenkammern waren berechnet für Schiffe von der Größe der “Titanic”. Der eigentliche Kanal hat eine Gesamtlänge von 82 km, mit 6 Schleusenpaaren und 2 Stauseen. Die Schiffe werden innerhalb der Schleusen von Lokomotiven gezogen. Rund 12.000 Schiffe passieren jährlich den Kanal. Rund 30.000 Menschen leben in der Zone (US-Militärs und Angehörige), weiße Holzhäuser in gartenähnlicher Landschaft erinnern an die amerikanischen Südstaaten, Balboa hat koloniales Gepräge. Ein Schiff benötigt für die Durchquerung der Landenge etwa 14-16 Stunden, davon 8 Stunden für den eigentlichen Schleusenkanal.

Mai 20

Puerto Rico ist die östlichste und kleinste (viertgrößte) Insel der Großen Antillen in der nordöstlichen Karibik. Die Insel ist mit den USA assoziiert, die Bewohner sind US-Bürger, jedoch ohne Stimmrecht bei US-Wahlen. Die rund 180 km lange und etwa 60 km breite, nahezu rechteckige Insel wird im Süden von West nach Ost von der bis 1338 m hohen (Cerro de Punta) Cordillera Central durchzogen. Dazugehörig sind die Insel de Mona im Westen und die beiden östlichen Inseln Vieques (8000 E) und Culebra (1300 E). 1493 von Kolumbus entdeckt, fiel die Insel 1898 von Spanien an die USA. Der Name Porto Rico wurde 1932 in Puerto Rico umgewandelt, 1952 entstand der heutige Commonwealth of Puerto Rico. Das Klima ist tropisch, an den Küsten teils gemäßigt, im Landesinneren teils mild. Die Sommer sind feuchtheiß (Regenzeit, Hurricanes).
Puerto Rico ist die am stärksten frequentierte Urlaubsinsel der Karibik, die Infrastruktur ist entsprechend ausgebaut. Vor allem in den Touristenzentren der Küste herrschen amerikanische Eindrücke vor, Verkehrsverbindungen haben US-Standard, ebenso Hotels, Motels, Fast-Food und andere touristische Einrichtungen. Staatssprache dieses “51 sten” US-Bundesstaats ist spanisch (englisch ist zweite offizielle Landessprache), man tankt Liter statt Galionen und man mißt Entfernungen in km statt miles. Natürlich hat die Insel die erwarteten, herrlichen Sandstrände. Das Fort der Hauptstadt San Juan (die auch schon mal Porto Rico hieß, und das Land San Juan), El Morro, ist das Wahrzeichen des Landes. Neben dem Fort bietet die koloniale Altstadt (unzerstörtes    spanisches    Kolonial-Ensemble    aus    4 Jahrhunderten) die größte Sehenswürdigkeit der Insel. Man findet spanische Innenhöfe, schmiedeeiserne Balkone und Geländer, Kopfsteinpflaster, urige Stadthotels und Bodegas. Im “Canto Gallo” und “Club Gallisto” treffen sich Einheimische beim Hahnenkampf. Dagegen stehen die Hotels und Spielcasinos am Strand von Condado und Isla Verde sowie Metropolitan San Juan mit seiner “Suburbian-USA-” Kulisse. Wer karibischen Flair sucht, ist an den Stränden im Osten von Isla Verde gut beraten (einheimisches Ambiente). Sehenswert sind die über die ganze Insel verteilten Kolonialbauten, vor allem Barockkirchen, die landschaftlich traumhaft gelegenen Städtchen und Dörfer außerhalb der Touristengebiete (üppige Vegetation, Seen, Flüsse). Der Regenwald von El Yunque wird von den zahlreichen    Kreuzfahrt-Passagieren als Tagesausflug genutzt. Des weiteren die restaurierte Hacienda Buena Vista bei Ponce im Süden, sowie die Indianersiedlungen Tibes und Caguana und zahlreiche Rumfabriken. San Juan ist Drehscheibe internationalen Flugverkehrs zwischen USA/Europa und den übrigen Karibik-Inseln. Es gelten die gleichen Einreisebestimmungen und -prozeduren wie für die USA. Heiratswillige müssen sich einem Bluttest unterziehen, für Hochzeitszeremonien sind eine Reihe romantischer Szenerien vorgesehen (Health Dep.).