San Andres y Providencia ist eine Inselgruppe im westlichen Karibischen Meer, 500 km nördlich des Panama- Kanals, 300 km östlich von Nicaragua und rund 750 km nordwestlich Kolumbiens. Die Inseln gehören zu Kolumbien, drei kleinere Inseln werden von den USA beansprucht. Neben den beiden gebirgigen, mit tropischer Vegetation bestandenen Inseln (Palmen, Obstplantagen) gibt es noch zahlreiche kleinere, weiße Sandstrände, Kalksteinklippen und vorgelagerte Korallenriffe machen die Inseln zum Urlauber- und Taucherparadies (vor allem der Kolumbianer). 1502 entdeckte Kolumbus die Eilande, Spanier besiedelten San Andres ab 1595. Ab 1660 war San Andres Piratenstützpunkt. Noch heute sucht man den Goldschatz des berüchtigten Freibeuters Henry Morgan. San Andres (25.000 E), mit der gleichnamigen Hauptstadt (Hotels, Restaurants, Discos, Geschäfte), ist touristisches Zentrum der Inseln und zollfreier Hafen. An der Küste der länglichen Insel wechseln Sandstrände mit Felsenbuchten, das vorgelagerte Riff bricht die Wellen. Die Rundstraße, ausgehend vom quirligen Hauptort, führt an 30 km Stränden vorbei. Hier liegen Morgan’s Cave (Unterwasserhöhle), die tief eingeschnittene Bucht EI Cove, San Luis, ein ruhiges Fischerdorf, läßt’s gemütlich angehen (ruhiger Strand, nette Lokale). In der Mitte der Insel erhebt sich die La Loma-Hügelkette, von der Emmanuelkirche hat man einen herrlichen Rundblick. Vorgelagert sind die Inseln Johnny Cay (Sand und Palmen, 10 min. Bootsfahrt), Aquario und Haynes Cay (natürliches Aquarium, gute Fischrestaurants).
Typisch für San Andres sind die breitbereiften Mini- Traktoren für Strand und Inselausflüge. Man trinkt “Coco-Loco”, Kokosmilch-Rumpunsch! Providencia (4000 E) liegt 70 km nördlich von San Andres. Die hügelige, nur 17 qkm große Insel kann von San Andres per Boot (8 Std.) oder per Flugzeug (20 min., täglich) erreicht werden. Auf der ruhigen Insel mit zahlreichen Flüssen vom zentralen EI Pico (Wandern) gibt es Obstplantagen (Kokospalmen, Orangen, Mangos etc.) und vor allem Fischwirtschaft (Langusten, Krabben). Wassersport und Tauchen an den teils einsa men Stränden. Providencias Karneval ist im Juni. Santa Catalina (500 E), die nur 1 qkm große Insel vor der Nordküste, hat ebenfalls reiche Vegetation (Obstplantagen, Palmen). Santa Catalina wurde erst im 17. Jh. von Piraten wie Captain Morgan und Co. zur Insel gemacht! Man baute den 100 m breiten Kanal, der jetzt die Inseln trennt, zum Zwecke der besseren Verteidigung. Die Ruinen der Forts und Piratennester sind zu besichtigen. Die Inseln haben ausgezeichnete internationale Flugverbindungen (auch Kombinationen).
Die zu den Niederländischen Antillen gehörende Insel Saba liegt im Norden der Kleinen Antillen, etwa 50 km südlich von Sint Maarten. Die Insel besteht im wesentlichen aus der Spitze des über dem Meer noch 870 m hohen Vulkans Mount Scenery. Einzige ebene Flächen sind die Hauptstadt The Bottom und die, einem Flugzeugträger nicht unähnliche, Landebahn des Airport auf der Landzunge Flatpoint (vorne und hinten geht es 40 m tief senkrecht ins Meer!). Die einzige Hauptstraße durchschneidet die Insel vom Flugplatz durch die malerischen Ortschaften mit ihren weißgetünchten Häusern, vorbei an den typischen Hügeln und bewaldeten Buckeln mit üppiger Blütenpracht, um in Well’s Bay an der Westküste zu enden. Sehenswert sind dabei, neben atemberaubenden Ausblicken, die schindelgedeckten Häuser mit ihrer “West-Indian-gingerbread-Architektur”, den prachtvollen Schnitzereien im Zuckerbäckerstil. Die Bewohner sind wie auf der Nachbarinsel Statia, überwiegend Weiße. In den gemütlichen Restaurants der kleinen Hauptstadt The Bottom findet man schnell Kontakt, touristische Einrichtungen wie Casinos, Nightclubs und Discos gibt es nicht. Eine Besonderheit hat Saba aufzuweisen, auf die man in den Zeiten des Tourismusbooms leicht verzichten könnte: Es hat als einzige Karibikinsel keine Strände! Die ausschließlich felsige Steilküste bietet allerdings hervorragende Tauchgründe (Saba Marine Park, geschützter Unterwasserpark um die ganze Insel, bis 60 m Tiefe, Harpunierverbot! An eigens verankerten Bojen können Boote anlegen, um Taucher ins Wasser zu lassen). Sehenswert das Museum, Familiengräber zwischen den
Häusern (in Saba ist es erlaubt, verstorbene Angehörige im eigenen Garten zu bestatten) sowie die Handarbeiten der Frauen (Spitze, Stickereien). Eine Wanderung zum Mt. Scenery führt durch üppigen Regenwald mit Riesenfarnen, Orchideen, Palmen und Mahagonibäumen.Die Insel liegt abseits vom Touristenstrom und ist eher etwas für ruhesuchende Gemüter. Flugverbindungen nach St. Maarten, Antigua, Statia, St. Christopher and Nevis. St. Eustatius
Sint Eustatius, kurz Statia genannt, liegt rund 70 km südlich von St. Maarten und im Norden der Kleinen Antillen in der Karibik. Statia gehört, wie seine kleinere Nachbarinsel Saba, zu den Niederländischen Antillen. Die langgestreckte Insel besteht im wesentlichen aus zwei erloschenen Vulkanspitzen, durch ein fruchtbares Tal verbunden, der südliche Krater, “The Quill” erreicht gut 600 m (man kann in den über 300 m tiefen Krater steigen, dessen Wände sowie der Boden mit tropischem Regenwald, Farnen, Mahagonibäumen und Orchideen bewachsen sind). Im 17. und 18. Jh. war Oranjestad das bedeutendste Handelszentrum der gesamten Karibik. Zahlreiche Ruinen und prächtige, renovierte Kolonialbauten erinnern noch heute daran. Davon hat Statia auch seinen Beinamen “Historical Gern’ (Kleinod). Nach der Einnahme durch die Briten 1781 und jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um den Besitz zwischen Briten, Franzosen und Holländern, übernahmen letztere seit 1816 die Regierung. Statia betrachtet sich als Oase der Ruhe, außer einigen Bars und Restaurants gibt es kein aufregendes Vergnügungsangebot. Wassersport aller Art ist selbstverständlich (rund um die Küste liegen zahlreiche Schiffswracks aus der Blütezeit der Insel), die Insel ist beliebtes Ausflugsziel für Jachten und Kreuzfahrtschiffe. Sehenswert sind die gut restaurierten Forts Oranje und de Windt, das historische Museum und zahlreiche Ruinen in und um die Hauptstadt, die in Unterstadt (Lower Town, an der Bucht) und Oberstadt (Upper Town, auf dem Kliff) aufgeteilt ist. Die Insel liegt wie Saba abseits vom Touristenstrom. Flugverbindungen nach St. Maarten, Antigua, Saba, St. Christopher and Nevis.