Mai 22

Ägypten liegt im äußersten Nordosten des afrikanischen Kontinents. Die Hauptstadt Kairo ist die größte Stadt Afrikas. Im Westen liegt Libyen, im Süden der Sudan, im Osten das Rote Meer, die Sinai-Halbinsel grenzt an Israel. Im wesentlichen ist Ägypten um den Nil (Gesamtlänge über 6600 km) besiedelt, der das Land von der Südgrenze bis zu seinem Mündungsdelta be. Alexandria durchzieht. Im Norden ist das Klima mediterran, im Süden wechsel es von subtropisch bis zum Wüstenklima mit ganzjährig sehr heißen Temperaturen. Über 90 % des Landes sind Wüste mit vereinzelten Oasen wie Siwa und Dhakla. Etwa 200-600 km parallel zum Nil ziehen sich eine Vielzahl von Oasen von Nord nach Süd. Hier finden sich auch Zeugnisse altägyptischer Vergangenheit (Pyramiden, Tempel, Brunnen, Kirchen, Festungen). Der “Garten Ägyptens” ist die Oasenlandschaft des Faijum, südlich von Kairo gelegen, Lieferant für Obst, Gemüse, Blumen und die Grundstoffe für Parfüm. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Ägyptens Landschaft bietet überreichlich Zeugnisse der 5000-jährigen Kulturgeschichte, für die zahlreichen historischen Stätten entlang der Lebensader Nil und den Oasen der Westlichen Wüste bräuchte der interessierte Studienreisende schon ein halbes Leben. Sehenswürdigkeiten ersten Ranges sind die Pyramiden von Gizeh mit der Sphinx, das Tal der Könige, Luxor, die Tempelanlage von Abu Simbel, sowie zahlreiche Tempel und Pyramiden verschiedener Zeit- und Stilepochen (es gibt etwa 70 Pyramiden im Land). Ebenso die Oasenstädte und zahlreichen Klöster (Sinai, Küste des Roten Meeres). Das Ensemble der 3 Pyramiden der Könige Cheops (137 m hoch, einst 146 m), Chefren (143 m hoch) und Mykerinos (62 m hoch, einst 67 m) ist mit der Sphinx (74 m Länge, 20 m Höhe), der Löwenfigur mit dem Pharaokopf, das wohl weltweit berühmteste antike Monument. Um 2690 v. Chr. entstand die CheopsPyramide als Grabmal für den gleichnamigen Pharao. Das Tal der Könige, Grabstätte von über 60 Pharaonen (1520-1080 v. Chr.) und das Tal der Königinnen (über 80) sind legendär, einzig Tut-ench-Amuns Grab war von Grabräubern verschont geblieben. Am ägyptischen Ende des Nasserstausees (über 500 km Länge) liegt die monumentale, 1964-69 knapp 70 m höher versetzte, Tempelanlage Abu Simbel (Ramses II, um 1290-24 v. Chr.). Vier 22 m hohe Sitzfiguren bewachen den Tempeleingang. Der Sinai, die dreiecksförmige Halbinsel im Osten Nordägyptens, ist einsames Wüstengebirgsland, mit Sandstränden und Ferienorten im Nordteil (Mittelmeer) und historischen Stätten, sowie Strände mit Korallenriffen im Süden (Rotes Meer). Berühmteste Orte sind das sagenhafte, festungsartige Katharinenkloster aus dem 6. Jh. und der Berg des Moses, Jabal Musa (Berg Sinai, 2285 m). Den Sinai verbindet ein Straßentunnel unter dem Suez-Kanal (nördlich von Suez). Sharm el-Sheik, in einer Bucht an der Südspitze des Sinai gelegen, ist Winter- und Sommerferienort (Tauchgründe), der Touristenort Taba wurde Ägypten laut Vertrag von Israel zurückgegeben (nach dem 6-Tage-Krieg von 1967 israelisch besetzt). Hurghada, an der Westküste des Roten Meeres, ist Ägyptens Touristen- und Taucherparadies. Kairo, größte Stadt Afrikas bietet pulsierendes westliches Leben, neben dem Zauber orientalischer Viertel und Basars. Markanteste historische Stätten sind Moscheen, wie die Al-Azhar-Moschee (971), älteste islamische Universität, die Kathedrale des HI. Markus mit dessen Gebeinen und die Zitadelle. Alexandria, wichtigster Hafen am Mittelmeer, hat hervorragende Sandstrände. Hier stand der legendäre Leuchtturm von Pharos, eines der 7 Weltwunder der Antike (weitere Sehenswürdigkeiten sind Moscheen, Kirchen, die Qa’itbay-Festung aus dem 15. Jh.). Der 173 km lange Suez-Kanal, die schleusenlose Verbindung vom Roten Meer zum Mittelmeer, wurde 1859-69 vom Franzosen Ferdinand de Lesseps (1805- 94) konzipiert und gebaut. Später scheiterte er am Panamakanal mit dieser Bauweise . Schon zu Zeiten der Pharaonen und der Römer (um 2000 v. Chr. - 100 n. Chr) waren Kanal- anlagen gebaut worden, Überreste können im Norden des großen Bittersees besichtigt werden. Eisenbahn und Straße führen den Nil entlang, wobei der Strom selbst wichtigster und ältester Verkehrsweg ist. Beliebt sind Fahrten mit Feluken (Holzboote mit Dreieckssegeln) und auf luxuriösen Ausflugsbooten zu den Hauptsehenswürdigkeiten. Es gibt über 4000 km Eisenbahnstrecken, von Alexandria über Kairo verläuft die transkontinentale Bahnstrecke nach Assuan. Der Assuan-Stausee (Nasserstausee) stellt die südliche Verkehrsverbindung (für Auto- und Zugreisende in Richtung Südafrika) nach Wadi Haifa in den Sudan dar. Kairo ist Drehscheibe für nationale und internationale Flüge.


Mai 22

Panama ist der südlichste Staat Mittelamerikas. Hier verengt sich das Land zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifik auf 54 km Breite. Panama ist vorwiegend gebirgig und stark bewaldet. Im Norden und Osten, zur kolumbianischen Grenze hin, mit tropischem Regenwald, an der Pazifikküste mit Trockenwald und Savanne. Der pazifischen Küste sind eine Reihe von Inseln vorgelagert, die Isla del Coiba und, im Golf von Panama, der Las-Perlas-Archipelago mit der Isla del Rey. Im westlichen Moskito-Golf der Karibik liegt der Archipel Bocas del Toro, vor der östli- chen Karibikküste die Islas de San Blas. 1501 wurde die Landenge von den Spaniern entdeckt, Balboa überquerte 1513 als erster Europäer das Land und entdeckte den Pazifik. Bis 1821 gehörte das Land zum Vizekönigtum Neu-Spanien und schließt sich dann Neu-Kolumbien an. Eine Revolution, unterstützt von den USA, führte dazu, daß sich Panama von den Vereinigten Staaten von Kolumbien lösen und am 3.11.1903 seine Unabhängigkeit erklären konnte. Kolumbien erkannte dies erst 1924 an. Am 1.10.1979 erhielt Panama die Souveränität über die Kanal-Zone, die ab dato Canal Area hieß. Die USA hatten sich für die Unabhängigkeits-Unterstützungen das Recht auf die Kanalverwaltung bis 1999 gesichert . Das ganzjährige feuchtheiße Tropenklima bringt eine kurze Trockenzeit von Jan-April. Wichtigste Wirtschaftsgüter sind neben dem Kanal, Erdölproduktion, Bananen, Kaffee, Kakao. Die Tierwelt umfaßt neben einer reichen Vogelwelt Jaguare, Ozelots, Affen, Schlangen und Krokodile. Panama-City ist zollfreier Hafen, in der modernen Einkaufsstadt gibt es allerdings auch Slums. 1519 wurde das alte Panama gegründet (Panama- Viejo), Ruinen sind Zeitzeugen der 1670 zerstörten Stadt (10 km nördlich). Die Perlas-Inseln im Pazifik sind Urlaubsinseln der Städter (Hotels, Wassersport, Fischen) und können per Flugzeug und Fähre erreicht werden. Früher waren die Inseln berüchtigte Piratenstützpunkte und sind heute noch einer jener Plätze, wo sagenhafte Piratenschätze vermutet werden. Beliebte Anlaufziele für Kreuzfahrtschiffe sind die fla- chen San-Blas-Inseln (über 600) vor der karibischen Küste, mit ihren mittlerweile geschäftstüchtigen, indiani- schen Ureinwohnern. Bemerkenswert ist auch die matriarchalische Sozialstruktur der Cuna-Indios, die es verstanden haben, sich seit der Conquista ihre Eigenständigkeit weitgehend zu erhalten. Nur eine Handvoll der Korallen-Inseln (kleine Hotels) können von Touristen besucht werden, das Indio-Territorium umfaßt auch Teile des Festlandes. Städte: Colon 60.000 E David 50.000 E Nationalfeiertag: 3.11. Volcan Barru 3478 m. Zwischen Panama-City und Colon gibt es eine Eisenbahnverbindung entlang des Kanals. Busse zwi- schen größeren Städten, die Panamericana kommt von Costa Rica und endet ca. 100 km südlich der Hauptstadt. Nach Kolumbien besteht aufgrund des sumpfigen Urwaldgebietes keine Straßenverbindung. Im Bergland fehlen 100 Meilen der knapp 25.000 km langen Transkontinentale, nur Fußmärsche und Boote bieten eine Möglichkeit zum Durchkommen (Dschungel für Moskitos und Schmuggler). Immer wieder versuchen Abenteurer, die Strecke zu überwinden, nachdem es in den siebziger Jahren eine britische Militärexpedition mit Landrovern geschafft hat, das Darien-Bergland (Nationalpark der Cuna-Indios) bis Kolumbien zu durchqueren. Aeroperlas besorgt den nationalen Flugverkehr, Charters im Land, internationale Verbindungen sind gut.