Algerien liegt im Norwesten Afrikas und ist nach dem Sudan der flächengrößte afrikanische Staat. Im Westen liegt Marokko, im Osten Tunesien und Libyen, der Norden grenzt an das Mittelmeer, der Süden grenzt an Mauretanien, Mali und Niger und reicht bis tief in die Sahara. Die Gebirge hinter der Mittelmeerküste haben fruchtbares Ackerland in den Tälern und an den Hängen sowie Zedernwälder. Im Winter ist der Sahara-Atlas schneebedeckt. An der Küsten, an der über 90% der Bevölkerung leben und die von der Sahara durch das Atlasgebirge getrennt ist, herrscht angenehmes Mittelmeerklima. Südlich des Gebirges ist es ganzjährig heiß und trocken mit Ausnahme des Hoggar-Massivs. Algerien ist Ausgangspunkt für Oasenrundfahrten, Wüstentouren und Reisen bis nach Schwarzafrika. Touristische Hauptzielpunkte sind eine Rundfahrt von Algier aus über die Oasenstädte und Tamanrasset (Hoggar) und Djanet (Tassili), für die beiden letzteren eignen sich Anflüge und abschließend gebuchte Touren. In Algerien finden sich die wichtigsten Straßen (im Süden Pisten) und Transportwege durch die Sahara nach Süden (Tamanrasset- und Tanezrouft-Pisten). Sehenswert neben zahlreichen Zeugnissen aus römischer Vergangenheit sind die Oasenstädte El Oued, Touggourt, Ouargla, El Golea, Ghardaia, Timimoun sowie Tamanrasset, der Ausgangspunkt für Touren ins Hoggar-Gebirge und nach Niger. Im bizarr geformten Hoggar-Massiv, einer Vulkanlandschaft bis 2900 m Höhe, schneit es auch mal nachts und man erlebt die eindrucksvollsten Sonnenauf- und -untergänge. Berühmt ist In Salah, die rote Stadt (wegen der roten Häuser), angeblich heißeste Stadt der Erde (gemessene 59° Celsius). Die Hauptroute in den Süden, von Algier in den Hoggar, führt zwischen den beiden großen Sandwüsten (Erg Occidental und Griente!) in Zentral-Algerien hindurch. Der überwiegende Teil ist Geröll- und Steinwüste. Tamanrasset ist ein Begriff für alle Trans-SaharaFahrer. Die Wüstenstadt im Süden des HoggarGebirges, an der Kreuzung alter Karawanenstraßen aus Mali und Niger, ist letzte große Station vor dem Weg nach Schwarzafrika und Ausgangspunkt für Expeditionen ins Hoggar. Djanet ist Ausgangspunkt für Bergtouren ins TassiliGebirge. Dort gibt es jahrtausendealte Felsmalereien (von Giraffen, Elefanten, Antilopen), auf einer Hochebene (Sefar), die als “steinerne Bibliothek” bezeichnet wird. In der Nähe liegt das sagenhafte “Tal der Zypressen” (1000-jährige Bäume), umgeben von abenteuerlichen Felsformationen. Für alle nicht ganz wüstenfesten Saharafahrer empfiehlt sich die Route am Nordrand der Sahara. Ausgehend von El Oued, nahe der tunesischen Grenze, verläuft die gute Straße über die sehenswerten Oasenstädte (gute Unterkünfte) Ouargla, Ghardaia, El Golea, Timimoun, Beni Abbes, Becher, ab dann durch das Atlasgebirge nach Oran. Teile dieser Route gibt es auch als Bustouren im Land. Bei allen Wüstenreisen im eigenen Auto sind die algerischen Vorschriften zu beachten, wie die Mitnehme von genügend Kraftstoff und Trinkwasser und das Fahren im Konvoi. Algier, Hauptstadt des Landes, liegt an der gleichnamigen großen Bucht. Die Altstadt an der Küste ist nur noch zum Teil erhalten, europäische Bauten prägen das Stadtbild. Um die Stadt liegen zahlreiche Urlaubsorte und Seebäder. Sehenswert ist die Große Moschee, die älteste Algeriens, zahlreiche weitere Moscheen und Kirchen, sowie Museen. Oran, im Westen, ist bedeutende Handelsstadt seit dem Mittelalter und gehörte im 18. und 19. Jh. zum osmanischen Reich (türkische Moschee). In Tilimsen, westlich Drans liegen bedeutende Bauwerke maurischen Stils. Constantine, im Osten im Atlas gelegenen, geht auf eine Handelsgründung der Römer zurück, sehenswert sind die Altstadt, Moscheen und römische und phönizische Funde. Das Küstenstraßen-, Bahn- und Busnetz ist hervorragend, die Flugverbindungen ins In- und Ausland sind gut, Oran und Algier sind wichtige Überseehäfen.
Die Volksrepublik Benin liegt am Golf von Guinea in Westafrika. Die Nordgrenze des Landes bildet der Nigerfluß, der Benin von Burkina Faso und dem Staat Niger trennt. Im Osten grenzt das Land an Nigeria, im Westen an Togo. Wie ein schmales Handtuch, ca. 100 km breit, das sich im Norden etwas verbreitert, liegt Benin an der lagunen- reichen Sandküste. Gen Norden folgen Savannenlandschaft und Palmenplantagen, von den einstigen Tropenwäldern gibt es nur noch Restbestände. Die nordwestliche Atakora-Bergkette ist waldreich, im Norden befinden sich die Naturparks. Das Klima ist tropisch feuchtheiß, mit hoher Luftfeuchtigkeit und zwei Regenzeiten (März-Juli und Okt-Nov). Das Binnenland hat kürzere Regenperioden, der Nordosten ist trockener. Die Tierwelt (hauptsächlich in den Nationalparks des Nordens) umfaßt Afrikas Großwild, im Süden Krokodile und eine reichhaltige Vogelwelt. Das Land ist touristisch teilweise erschlossen, zu beachten gilt, daß das Fotografieren in der Hauptstadt und in der Nähe militärischer und offizieller Gebäude verboten ist, ebenso wie Camping und nächtliche Strandbesuche. Sehenswert sind die Königspaläste in der alten Hauptstadt Abomey (Benin hieß bis 1975 Dahomey), mit Figuren und Maskenschnitzereien (Repliken sind beliebte Souvenirs im Künstlerzentrum “Centre des Artisans”). Ebenso die Lagunen von Grand-Popo, an der Westküste und die Pfahldörfer von Ganvie (”Venedig Afrikas”) und So-Ava mit ihren schwimmenden Märkten. Die rituellen und z.T. kannibalischen Bräuche des alten Königreiches Dahomey sind sicher mit ein Grund dafür, daß die meisten Beniner heute noch Anhänger des Voodoo-Kultes sind. Angeblich kommt dieser Kult als Re-Import aus der Neuen Welt, wo Karibik-Sklaven ihre afrikanischen Stammesbräuche zu einer neuen kulti- schen Naturreligion entwickelten (Tieropfer, ekstatische Tänze, Fetische, Beschwörungen von lebenden Toten, den “Zombies”). Ouidah, westlich Cotonous, ist ein Zentrum des Voodoo-Kultes. Porto Novo, Hauptstadt Benins, zeigt portugiesische Kolonialarchitektur und das Museum für die Kultur des Landes. Das relativ gut ausgebaute Straßennetz ist in mäßigem Zustand. Es gibt die üblichen Busse und Buschtaxis (Taxi-Brousse). Von Cotonou, größter Stadt und Verkehrszentrum, bis Parakou führt eine 438 km lange Eisenbahnlinie. Die Flugverbindungen im Land sind teilweise unregelmäßig. Cotonou ist Überseehafen und internationaler Airport.