Die Republik Bophuthatswana, was soviel wie “Sammelplatz des Tswanavolkes” bedeutet, liegt in 7 Enklaven aufgeteilt im Norden der Republik Südafrika verteilt. Hauptstadt des seit 1977 offiziell unabhängigen, fak tisch aber von Südafrika abhängigen Staates is Mmabatho, etwa in der Mitte des 7-teiligen Gebietes gelegen. Praktisch lebt das Tswanavolk auf einem teilweise zurückerstatteten Hoheitsgebiet, das es bereits zwischen dem 5. und 11. Jh. besiedelte (nach der Annektion durch die Buren ab 1836, unterstützt von den Briten). Die Landschaft ist geprägt von Buschsteppen, Savannen und teilweise Wüsten (im Westen). Das Klima ist heiß und trocken, im Süden gemäßigt subtropisch bis hin zum Steppenklima. Attraktionen sind die zahlreichen Nationalparks, mit dem Spektrum afrikanischer Tierwelt (Nashorn, Gepard, Giraffen, Elefanten, Antilopen) sowie eine reichhaltige Vogelwelt. Es werden sogar Jagden angeboten. Der Sun-City-Hotelkomplex wurde in den Krater eines erloschenen Vulkans gebaut, hier wurde eine Kunstlandschaft mit subtropischer Vegetation, Palmen und Golfrasen mitten im afrikanischen Busch geschaf- fen. Sun City ist das afrikanische Las Vegas, mit Luxushotels, dem zweitgrößten Spielcasino der Welt, außerhalb der USA und Golfplätzen. Hier wird das jährliche Golf-Einladungsturnier gespielt, bei dem nur der Sieger 1 Million US$ kassiert! Sun City ist der Weekend-Urlaub für die Südafrikaner, denn Glücksspiele (24-Stunden-Betrieb) sind im Land der Afrikaans verboten. Die Verkehrsverbindungen zu Südafrika sind entsprechend gut. Mmabathos internationaler Airport bedient Südafrika und Sun City.
Der afrikanische Kontinent wird im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik und im Osten vom Indischen Ozean umschlossen. Den Kreis schließen der Golf von Aden und das Rote Meer. Von Äthiopien bis Mosambik verläuft der ostafrikanische Grabenbruch, das 6000 km lange und 10-50 km breite Ritt Valley, das sich zweigeteilt um den Viktoriasee zieht. Die 30 Mill. qkm Landmasse ist an den Küsten wenig gegliedert, außer der viertgrößten Insel Madagaskar liegen nur kleinere Inseln relativ nahe vor der Küste. Trotz der gewaltigen kompakten Landmasse von 8000 km (Nord-Süd) mal 7600 km (Ost-West) gibt es nur ein Dutzend Binnenländer, die meisten Länder sind Flächenriesen, gemessen an Europa, dessen Kolonial- mächte die Grenzen teils willkürlich festlegten. Im wesentlichen bilden vier riesige Ströme und ihre Nebenflüsse die Lebensadern der jeweiligen Ein- zugsgebiete, der Nil, der Kongo (Zaire), der Niger und der Sambesi. Auffällig ist der z.T. Fluß- und abflußlose Nordteil des Kontinents, hier verlaufen die trockene Stein- und Sandwüste Sahara mit ihren Ausläufern vom Atlantik bis zum Roten Meer, nur durch das etwa 5-20 km breite Niltal unterbrochen. Weitere Wüsten sind in gleicher Entfernung auf der Südseite des Äquators zu finden, die Namib und die Kalahari mit zahlreichen wei- teren Wüstengebieten. Die Sahara begleitet an ihrem Südrand die Sahelzone, eine z.T. von Menschen geschaffene Trockenzone (Abholzung, Überweidung zu vieler Herdentiere), die jährlich kilometerweit der Sahara nach Süden den Weg ebnet. Der Tschadsee hat heute nurnoch etwa ein Zehntel der ständigen Wasserfläche, die wir aus dem Atlas kennen. Nördlich und südlich des etwa in der Mitte liegenden Äquators ist die Zone des tropischen Regenwaldes. Bekanntermaßen sind die Waldbestände in den letzten 30 Jahren mehr als halbiert worden, was zu Klimaveränderungen, Bödenverarmung und daraus fol- gender Verarmung der Landbevölkerung geführt hat. Zwischen den Waldregionen, Gebirgszügen mit teils Nebelwäldern, liegen Feucht- und Trockensavannen, Grasland mit Buschwerk oder Dornbüschen und auf- gelockertem Baumbestand. Dies ist der Hauptlebensraum von Afrikas Großwild. Mit wenigen Ausnahmen zählen die schwarzafrikani- schen Länder zu den ärmsten der Welt. Das nördliche Viertel Afrikas wird von arabischen Volksgruppen bewohnt, der Rest ist Schwarzafrika. Eine Ausnahme bilden die Südafrikaner, wo knapp 5 Mill. Weiße 20 Mill. Schwarzen gegenüberstehen. Afrika hat für Besucher immer noch den Flair des Geheimnisvollen, es ist im doppelten Sinne der “Schwarze”, dunkle Kontinent.
Davon nicht betroffen sind die nordafrikanischen Länder, mit ihrer bekannten und begreiflichen Kultur, die auch z.T. in die europäische Geschichte mit hineinspielt (Pyramiden, Moscheen, islamische Märkte, römische Ruinenstädte). Faszinierend an Schwarzafrika sind archaische Stammesriten, afrikatypische Rundhüttendörfer, Medizin- männer und Masken- und Figurenkulte. Der Fetisch Im afrikanischen Raum auch heute noch sehr verbreitet sind Fetische, magisch wirkende Objekte, denen übernatürliche Kräfte innewohnen. Diese Fetische können menschliche Figuren sein, Masken oder Tierskulpturen. Bevorzugtes Material ist Holz, daneben auch Elfenbein und Bronze (Benin). Hauptverbreitungsgebiet der plastischen Kunst Schwarzafrikas sind West- und Zentralafrika. Zahlreiche Museen zeigen Werke der Künstler der einzelnen Regionen. Fetische in Museen, oder zum Kauf angeboten, sind für ihren ehemaligen Besitzer wertlos, da sie auf irgendeine Art ihre Kräfte verloren haben. Die meisten angebotenen Objekte sind allerdings Nachbildungen für die Souvenirindustrie. Schwarzafrikas Attraktionen liegen in der Einmaligkeit seiner Wildparks, nur hier gibt es Löwen, wilde afrikani- sche Elefanten, Giraffen und Herden von abertausen- den von Gazellen und Antilopen. Denn immer noch gibt es in vielen Ländern Lebensraum genug für so eine große Zahl von Tieren. Große Herden gibt es allerdings nur in Ostafrika, der Westen ist feuchter und hat kleinere Savannengebiete. Außer Nordafrika, Senegambia, Kenia und Südafrika ist der Tourismus weitgehend unterentwickelt. Der Grund liegt in der meist mangelhaften Infrastruktur der durchwegs armen Länder, die nicht dem schnellen Lebensrhythmus des westlichen Touristen entspricht. Es gibt allerdings zahlreiche Ausnahmen, in nahezu jedem Land finden sich hervorragende Hotels und auch verkehrstechnische Möglichkeiten, seinem expeditiven Drang nachzugeben, die Preise sind allerdings meist ungewohnt hoch. Erschwerend kommen das Klima und die dadurch bedingten Krankheitserreger hinzu, die nicht nur westlichen Touristen zu schaffen machen (Malaria, Gelbfieber, Schlafkrankheit, unreines Wasser, Bilharziose u.a.). Empfehlenswert ist vor jeder Fernreise eine Information beim zuständigen Tropeninstitut für das jeweilige Gebiet einzuholen. Eine spezielle Vorsorge bezüglich AIDS ist in jedem Land der Welt angebracht. Es gibt verschiedene Arten von Afrikareisenden: Die Wüstenfahrer im Bereich der Sahara, die Strandurlauber im Norden, in Senegambia, in Kenia und Südafrika, die Safaritouristen, wobei Kenia den meisten Zulauf hat. Des weiteren gibt es die exklusiven Satans, wo man mit einer Handvoll gleichgesinnter beispielsweise zu den letzten Berggorillas in Zaire oder Ruanda marschiert oder im südlichen Afrika auf Raubtierpirsch. Auch veranstalten viele Länder Jagden für betuchte Trophäensammler. Die letzte Gruppe bilden die Bergsteiger, Naturfreunde und Kulturreisenden. Beliebteste Berge liegen im Hoggar, Tibesti, Kamerun, Kenia und Tansania (Kilimandscharo, Mt. Kenya), Ruanda und Zaire (Ruwenzori), Südafrika und Namibia. Viele Berge sind aufgrund ihrer geografischen Gegebenheiten auch von Nichtbergsteigern zu bezwingen. An landschaftlichen Schönheiten ist Afrika reich, Wasserfälle, Vulkane, Felsformationen und Canyons, Salzseen, die Seen des großen ostafrikanischen Grabens (das 6000 km lange Ritt Valley), primärer Ur- wald, Ostafrikas Korallenriffe. Eine afrikanische Kultur im allgemeinen gibt es ebensowenig wie eine europäi- sche. Jeder Teil des Kontinents beherbergt verschiedene Völker und Stämme, die Landesgrenzen sind nicht zwangsweise identisch mit Grenzen einzelner Volksgruppen. Afrika ist auch ein Land der Eisenbahnen. Es ist nicht das schnellste und pünktlichste, aber ein sehr attraktives und traditionsbehaftetes Verkehrsmittel. In vielen Teilen Schwarzafrikas fahren noch Dampfloks mit Wag- gons aus der Kolonialzeit. Selbst das westlichste Land, Südafrika, hat noch 2/3 seiner Strecken unter Dampf (etwa 15.000 km). Übliches Verkehrsmittel sind allerdings Busse, Kleinbusse oder Taxis, in manchen Gebieten nur Schiff oder Flugzeug (Teile Zaires). Das schnellste Verkehrsmittel ist das Flugzeug, in jedem Land gibt es verhältnismäßig ausreichenden Inlandflugverkehr oder Charters, international ist Europa mit jedem Land verbunden. Da in vielen Ländern ständige politische Unruhen sind, sollte man sich vor der Anreise ausreichend erkundigen.