Mai 25

Äquatorial-Guinea liegt in Westafrika südlich von Kamerun und westlich, bzw. nördlich von Gabun. Es besteht aus dem Festlandteil Mbini (Rio Muni) und den Inseln Bioko, mit Malabo als Hauptstadt, Annobön (Pagalu) und den landnahen Elobey Islands. Zwischen der Insel Bioko und der 600 km südlich gelegenen kleinen Insel Annobön liegt die (Zwei-) Inselrepublik Sao Tomö y Principe. Etwa drei Viertel der Landesbewohner leben in Mbini. Entdeckt wurden die Inseln 1469 vom Portugiesen Fernando Pö°, 1778 fällt das Gebiet im Tausch gegen südamerikanische Gebiete an Spanien. 1968 erhalten die beiden Provinzen F. Pöo und Rio Muni, heute Bioko und Mbini, ihre Unabhängigkeit. Bis zu seiner Absetzung und Hinrichtung 1979 errichtet der Diktator Nguema ein Regime des Terrors, dem tausende Menschen zum Opfer fallen. Über 100.000 Bürger leben auch heute noch teilweise im Exil. Erst seit Ende des Terror-Regimes Nguemas kann das Land wieder von Ausländern besucht werden. Das Land hat ausgeprägtes Tropenklima, besonders auf dem Festlandteil ist es heiß und feucht, in den Höhenlagen auf Bioko gemäßigter. Mbini, im Norden von Kamerun, im Süden und Osten von Gabun begrenzt, hat tropischen Regenwald, Savannen und Mangroveküsten. Biokos Landschaft prägen Kakao-Plantagen, daneben Kaffee, Bananen, in höheren Lagen Wald und Graslandschaft, sowie Reste von tropischem Regenwald. Die Einwohner Annöbons leben von Kokos- und Ölpalmenplantagen. In Rio Muni wird vorwiegend Holzwirtschaft betrieben. Das kleine Land ist touristisch noch fast unerschlossen. Auf dem Festland findet man afrikatypsches Großwild, besonders die Insel Bioko ist unter Ornithologen berühmt für ihre vielfältige Vogelwelt. Auch hat die Insel, ebenso wie die Festlandküste, schöne Sandstrände. Die Hauptstadt Malabo, früher Santa Isabel, ist eine hübsche Kleinstadt, im Kolonialstil erbaut, zu Füßen des meist wolkenverhangenen Vulkans Pico de Malabo. Wenn der Berg wolkenfrei ist, reicht die Sicht bis nach Nigeria und Kamerun. Bata, Hauptort der Festlandprovinz ist ein verschlafener Ort mit einigen Kolonialbauten. Das Straßennetz Mbinis besteht weitgehend aus Pisten, die in der Regenzeit schwer passierbar sind. Öffentliche Verkehrsmittel sind, in einem der ärmsten Länder der Erde, Fehlanzeige. Zwischen Malabo und Bata auf dem Festland besteht regelmäßiger Flug- und Schiffsverkehr, ebenso (unregelmäßig) mit den übrigen Landesteilen.