Ghana liegt am Golf von Guinea in Westafrika zwischen Elfenbeinküste, Burkina Faso und Togo. Während der Kolonialzeit wurde es Goldküste genannt. Es ist Mitglied des British Commonwealth. Das Landesinnere ist bedeckt von Wald und Feucht- savanne mit dem größten Stausee der Erde, dem Voltasee, Stausee der Weißen Volta. Das Voltagebiet umfaßt nahezu den gesamten Norden des Landes. Tropischer Regenwald bedeckt den Südwesten des Landes, die Küste ist wegen der dichten Strand- und Lagunenvegetation oft undurchdringlich.
Das Land wurde 1960 unabhängig und benannte sich nach einem Königtum, das vom 4. bis zum 13. Jh. über die Region des mittleren Niger herrschte. Das Klima reicht von feuchtheiß an der Küste bis zu subtropisch im Landesinneren, mit Regenzeiten zwischen März und August im Norden und zwischen März und Oktober in Zentral-Ghana. Kakaoprodukte bestreiten über 50% des Exports, daneben gibt es Gold- und Diamantenförderung. In Tierreservaten leben noch Afrikas Großwildarten. Touristischer Fremdenverkehr ist im Land noch nicht entwickelt, der Tourist Board bemüht sich zusehends, es fehlen jedoch ausgebaute, auch während der Regen- zeit nutzbare Straßen und vor allem Hotels. Das Verkehrsnetz ist weitgehend auf den Süden beschränkt. Die Hauptstadt Accra, ein Konglomerat aus mehreren ehemaligen kolonialen Stützpunkten, hat ihr Geschäfts- zentrum an der Strandpromenade, die kolonialen Viertel sind zuneh- mend am verfallen. Sehenswert sind die teilweise mäch- tigen Befestigungs- anlagen entlang der Küste. Schloß Christiansborg, “The Castle”, 1659 von Dänen errichtet, ist heute Regierungssitz. Portugiesen, Holländer, Engländer, Schweden, Dänen und sogar die Brandenburger unter Kurfürst Friedrich Wilhelm (Ende 17. Jh.) bauten hier ihre Stützpunkte. Die Veste Großfriedrichsburg (in Princess Town, im Westen), Cape Coast Castle, Elumia Castle und das größte und zuerst erbaute Fort Sao Jorge da Mina (1482 von Portugiesen erbaut) sind einige der 15 von ursprünglich über 60 verbliebenen Wehranlagen und Schlösser an der Küste. Sie alle dienten der Sicherung des Handelsmonopols auf Gold und Sklaven. 150 km westlich von Accra liegt der Ort Elumia, mit der St. Georgs-Burg. Dieses Kastell, heute Gedenkstätte der Sklaverei, diente als Kulisse für den Film “Cobra Verde” mit Klaus Kinski. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Kumasi (Palast des amtierenden Ashanti-Königs, Museum), mit seinem Theater für die Feste der Ashanti, Tamale, in Zentral- Ghana ist Ausgangspunkt zum Voltasee und Mole- Nationalpark. Häfen, letztere Stadt wird auch von der Eisenbahn Accra-Kumasi angelaufen. Internationale Flüge über Accra, nationale Flüge hauptsächlich nach Kumasi, Tamale, Sunyani. Die wichtig- sten Städte sind mit Bussen zu erreichen.
Angola liegt im Südwesten Afrikas, nördlich von Namibia. Im Norden und Nordosten grenzt Zaire, im Südosten Sambia. Das Land hat tropisches Klima mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, im Süden und im Hochland sind die Temperaturen angenehmer. Im Süden reichen weite Ausläufer der Namib-Wüste in das Land. Wüste, Dorn- und Steppensavannen, Baum- und Feuchtsavannen sowie tropischer Regenwald prä- gen die Landschaft. Die Exklave Cabinda (siehe Cabinda), im Norden von Zaire abgetrennt, ist mit tropi- schem Regenwald bedeckt (Edelhölzer). Wichtigste Exportprodukte sind Erdöl (in Cabinda, fast 90%), Diamanten, Kaffee und Sisal. Angola ist kein ausgesprochenes Touristenland, das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Angola hat mehre re Wildreservate, hier kommen alle Großwildarten Afrikas vor, die allerdings durch den langen Bürgerkrieg zurückgedrängt oder dezimiert wurden. Die ehemals koloniale Perle, die Hauptstadt Luanda, mit ihren breiten Boulevards und Bauwerken im Kolonialstil, ist zunehmend dem Verfall preisgegeben. Sehenswürdigkeiten sind die portugiesische Festung Sao Miguel in Luanda aus dem 16. Jh., das Nationalmuseum sowie zahlreiche Kolonialbauten in- und außerhalb der Hauptstadt (Huambo, ehemals Neu- Lissabon). Naturschönheiten sind u.a. die zahlreichen Wasserfälle (Ruacana-Fälle des Cunene-Flusses an der namibischen Grenze). Die Verkehrsverbindungen mit Flugzeug und Eisenbahn sind derzeit unregelmäßig. In den großen Städten gibt es wenige Taxis. Das Reisen außerhalb der Hauptstadt ist nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Wichtigste Häfen sind Luanda, Lobito und Mocamedes. Cabinda liegt an der Westküste Afrikas, 10° südlich des Äquators, zwischen der VR Kongo und Zaire und ist Exklave und Distrikt von Angola. Von der Hauptstadt Cabinda gibt es Flug- und Schiffsverbindungen nach Luanda. Eine Küstenstraßenverbindung besteht mit der VR Kongo über den Grenzort Pointe Noire und mit Zaire über Banana an der Kongomündung. Die Beschaffenheit der Straßen macht für deren Benutzung ein Geländefahrzeug dringend erforderlich. Cabindas Bedeutung liegt in der Edelholzgewinnung und -verarbeitung, vor allem aber in der Erdölindustrie (siehe Angola). Erdölhafen ist Malongo. Auch Kaffee und Kakao werden produziert.