Burundi liegt in Zentralafrika am östlichen Rand des großen Ostafrikanischen Grabenbruchs und an der Nordostspitze des Tanganjikasees. Eines der kleinsten Länder Afrikas hat Grenzen mit Tansania im Osten, Ruanda im Norden und Zaire im Westen. Von 1890 bis zum Ende des I. Weltkriegs war es Teil des deutschen Protektorats “Deutsch-Ostafrika”. Von 1919 an unter belgischer Hoheit, bildete sich der Verbund Ruanda-Urundi, woraus 1962 die unabhängigen Staaten Ruanda und Burundi wurden. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Burundi ist auch eines der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Der östliche Landesteil ist ein Hochplateau mit Feuchtsavanne, der Norden bildet die seenreiche Sumpflandschaft an der ruandischen Grenze. Im Westen steigen Vulkanberge bis über 2500 m an (Heha Peak, 2670 m), um in den 770 m über dem Meeresspiegel liegenden Tanganyikasee abzufallen. Das Klima ist wegen der Höhenlage gemäßigt, das Seeufer hat tropisches Klima. Die wenigen Exportgüter sind Kaffee, Tee und Baumwolle, dazu kommt die Fischerei am Tanganjikasee. Wegen seiner Bergen, Seen, Flüsse, Wälder, Schafherden und Kühe (Büffel) erhielt Burundi auch den Beinamen “Afrikanische Schweiz”. Die Hauptstadt Bujumbura wurde 1899 unter deutscher Kolonialverwaltung am See gegründet und ist heute einziges Wirtschaftszentrum des Landes. Die Wassersportmöglichkeiten (Schwimmen, Wasserski, Bootfahren) werden durch die allabendliche “Hippo- Show” (Anwesenheit der Flußpferde im “Nautical Club”) zum Ereignis. Das Verkehrssystem im Land ist wenig entwickelt, außerhalb der Stadt ist man auf Mietfahrzeuge angewiesen. Das Land verfügt nur über zwei Nationalparks, bei Bujumbura (tropischer Nebelwald, hier leben noch Berggorillas) und bei Gitega (tropisches Flußgebiet mit Feuchtsavanne, Rückzugsgebiete von Flußpferden, Krokodilen und Vögeln). Trotz des Vordringens der Siedlungsgebiete leben in den Savannen noch in geringem Maße eine Vielzahl von Afrikas Großwildarten (Elefanten, Leoparden, Gazellen, Antilopen, Büffel). Gitega, im Zentrum des Landes gelegen und frühere Königsstadt, ist das kulturelle Herz des Landes. Das Nationalmuseum präsentiert die Geschichte Burundis (die kunstvollen Flechtarbeiten des Tussi-, oder Watussi-Volkes sind auf den Märkten beliebte Souvenirs), sehenswert sind Vorführungen von Musik- und Tanzgruppen (Massai). Vom südlichen Nyanzasee kann man per Boot ins benachbarte Tansania zum Gombe-Nationalpark. Im Norden liegt der Urwald von Kibira. In den schwer zugänglichen Dschungelgebieten mit ihrem artenreichen Wildbestand, an der Grenze zu Zaire leben noch vereinzelt Pygmäenstämme. In der Nähe von Gitega liegt eine der legendären Quellen des Nils (Ruvubu River). Um diese Ehre werden sich die Westanrainer des Viktoriasees wohl ewig streiten. Das Straßennetz ist nur teilweise asphaltiert, Verbindungen zu den Nachbarländern auf der Straße, per Flugzeug und per Schiff. Exportgüter werden über Tansanias Hafen Kigoma und von dort per Bahn nach Dar es Salaam abgewickelt.
Burkina Faso (”Land der ehrbaren Männer”), das frühere Obervolta, liegt in Westafrika zwischen der Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Niger und Mali. Das Binnenland liegt am Oberlauf der Schwarzen, Roten und Weißen Volta-Flüsse und gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Burkina ist zum Großteil Sahelgebiet, deshalb sind die Ernteerträge Jahr für Jahr durch Dürreperioden aufs Neue gefährdet. Die Trockensavannen im Norden (Provinz Sahel) haben Dornengestrüpp und Wüstencharakter. Der Südwesten und Süden sind fruchtbarer, mit Feuchtsavannen und landwirtschaftlichenm Anbau (Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Korn, Erdnüsse). Das Land ist größtenteils flach, einzige wesentliche Flüsse sind der Schwarze Volta, im Westen und der Weiße, im Zentrum, um Ouagadougou. Das Hochland westlich der Wirtschaftsmetropole BoboDioulasso erreicht gerade 747 m Höhe (Tena Kourou). Das Klima ist tropisch mit einer Regenzeit von Mai-Nov, die gegen Norden an Intensität stark nachläßt. Trockenzeit ist von Dez-April. Der Tourismus des Landes ist nicht stark entwickelt, außerhalb der Städte fehlt es an Unterbringungsmöglichkeiten westlichen Standards. Die Hauptstadt Ouagadougou zeigt im Musee Nationale Masken und Figuren der verschiedenen Stämme des Landes, sehenswert sind die Kathedrale und der Palast des Fürsten der Mossi (amtierendes Oberhaupt der Region). Sehenswert sind die aus Lehm gebaute Altstadt und die mit Lehmtürmen versehene Moschee von Bobo Dioulasso. Hier kreuzen sich die Handelswege zwischen Mali, Ghana und der Elfenbeinküste (Cöte d’Ivoire). Bemerkenswert sind die bunten Märkte, auf denen die Stämme des Sahel ihre Ton-, Holz- und Flechtarbeiten anbieten. Ebenso finden in zahlreichen Orten Maskenfeste statt (Bobo-Dioulasso, April/Mai). Das Land unterhält einige Nationalparks im Süden (de Pö), Südwesten (Deux Bale) und Südosten (Arly), in den Savannen lebt die für diese Trockengebiete typische Tierwelt Afrikas (Elefanten, Löwen, Antilopen, Gazellen, Büffel). Am Schwarzen Volta leben Krokodile, Nilpferde (Bootsausflüge mit Pirogen). Die Stadt Bani, in der nördlichen Sahelprovinz nahe der Niger-Grenze gelegen, verfügt über zahlreiche sehenswerte Lehmmoscheen. Wichtigste Verkehrsverbindungen im Land sind die Eisenbahnlinie Ouagadougou-Bobo-Dioulasso-Abidjan (Cöte d’Ivoire) und die Straße nach Lome, in Togo. Internationale Flüge über Ouagadougou und BoboDioulasso, ebenso nationale, zu den knapp 50 Flugplätzen des Landes.