Mai 29

Dschibuti liegt im Osten Afrikas am Ausgang des Roten Meeres in den Golf von Aden und hat Grenzen zu Äthiopien und Somalia (im Südosten). Das Land besteht nahezu vollständig aus Geröll- und Sandwüsten mit spärlicher Vegetation. Das kleine Land umschließt bogenförmig die Bucht von Tadjourah, an deren Nordküste die gleichnamige Hafenstadt liegt. In der Bucht liegen die Inseln Musha und Maskali, im Süden der Bab-el-Mandeb-Archipel. Die Koralleninsel mit ihren z.T. Mangroveküsten sind ausgezeichnete Tauchgründe, es gibt Fähren. Anschließend liegt der Lac Assal, ein Salzsee, 155 m unter dem Meeresspiegel mit verkrusteten Ufern und von Vulkanen umgeben. Der Lac Abbä an der Grenze zu Äthiopien ist in starken Trockenzeiten an manchen Stellen nahezu völlig ausgetrocknet und bietet mit seinen verkrusteten Kalksteinfelsen das Bild einer bizarren Mondlandschaft. An beiden Seen und einigen weiteren gibt es jedoch Vogelbrutgebiete (Flamingos, Pelikane). In den nördlichen Danakilbergen (bis 2063 m hoch, Mousä Ali) findet man in höheren Lagen Olivenbäume, Akazien und Wachholderbäume, neben Dornbüschen. Afrikas Wüsten- und Steppentierwelt (Kamele, Gazellen, Antilopen, Zebras, Hyänen, Schakale, Wüstenfüchse, Kleinechsen, Schlangen) ist außerhalb der Naturreservate (im Süden) spärlich vertreten. Dschibuti gehört zu den heißesten Regionen der Erde mit sehr wenig Regen und Spitzentemperaturen bis über 50 Dschibuti ist kein ausgesprochenes Reiseland, Transit- Touristen in Richtung Ostafrika legen höchstens einen kurzen Zwischenstop ein. Dschibuti-Stadt liegt am Südausgang des Golfs von Tagjourah. Die Hauptstadt ist Freihafen und Bahnstation der Eisenbahn aus Addis (Äthiopien). Neben orientalischen Bauwerken (große Moschee) hat die Stadt vor allem kolonialen französischen Flair zu bieten (Cafes) und einen orientalischen Markt. Eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielt der Hafen auch für den Seehandel Äthiopiens sowie als strategischer Punkt am Ausgang des Roten Meeres. Tadjoura, die weiße Stadt und ehemalige Sultansresidenz, hat zahlreiche Moscheen. Die vorgela- gerten Korallenriffe sind hervorragende Tauchgründe. Die Oasenstadt Dikhil ist Ausgangspunkt für die Wüsten-Nationalparks und hat eine Fremdenlegionärs- Festung. Die Inlandfluggesellschaften Obock und Tadjoura betreiben außer Fluglinien auch den Fährverkehr. Das Hauptstraßennetz ist gut ausgebaut, in den Wüsten gibt es Pisten. Flug- und Straßenverbindungen zu den Nachbarstaaten und international.

Mai 29

Gabun liegt im westlichen Äquatorialafrika am Atlantik, zwischen Kamerun, der Republik Kongo und dem Festlandteil Rio Muni von Äquatorial-Guinea. Das Land teilt sich in zwei Regionen, die schmale und leicht wellige Küstenebene und die Mittelgebirgslandschaft des Binnenlandes mit dem weitverzweigten Flußsystem des Ogowe. Das Land ist dünn besiedelt und eines der reichsten Afrikas. Der Name geht auf das portugiesische Wort "Gabäo" zurück, das die Kapuzenform der Flußmündung des Ogowe (Ogoouä) beschreiben soll. Das Klima ist tropisch mit hoher Luftfeuchtigkeit. Hauptregenzeit ist von Feb-Mai. Das Land lebt von Erdöl, Holz (vor allem Okoumä und Ozigo), Uran- und Manganerzförderung. Aufgrund der starken Holznutzung sind große Teile des ursprünglichen tropischen Urwalds heute zerstört und jetzt wieder aufgeforsteter Sekundärwald. Die touristische Infrastruktur ist wenig entwickelt. Attraktionen sind die Nationalparks des Landes mit afrikatypischer Tierwelt (einschließlich Schimpansen und Gorillas in Okanda, bei Booue) im Landesinneren und an der Küste (Woanga nördlich Port-Gentil, Petit- Loango an der Südküste).
Die Hauptstadt Libreville wurde 1849 von den Franzosen als "freie Stadt" gegründet, die befreite Sklaven aus dem Kongo aufnahm. Sehenswert das Nationalmuseum mit Holzschnitzarbeiten (Masken, Figuren). Nördlich der Hauptstadt liegen malerische Buchten und Strände. Port-Gentil ist das Erdölzentrum des Landes. Berühmt ist die Stadt Lambarene im Ogowe, an dessen Ufer das Urwaldhospital des Dr. Albert Schweitzer (1875-1965) liegt. Verkehrstechnisch ist das Land unzureichend erschlossen (während der Regenzeit empfiehlt sich der Verzicht auf das Auto), nicht einmal zwischen den beiden wichtigsten Städten Libreville und Port-Gentil gibt es eine ganzjährig befahrbare Straße. Wichtige Verkehrsadern sind das Flußsystem des Ogowe, nationale Flugverbindungen und die "Transgabonais"-Eisenbahn Libreville (Owendo)-Boouö-Franceville (Masuku, im Südosten). Die Eisenbahn wurde hauptsächlich für den Holz- und Erztransport gebaut. Von Marseille aus kann Gabun per Frachter erreicht werden (Owendo nahe Libreville, Port-Gentil und Mayumba, im Süden). Viele Landesteile sind nur mit dem Flußschiff zu erreichen, lohnend sind die sehr billigen Sammeltaxis, auch bei Fahrten ins Umland. Gabun hat 3 internationale Airports, Libreville, Port- Gentil und Masuku (ehemals Franceville).