Mai 31

Guinea liegt im Süden Westafrikas am Atlantik. Nachbarstaaten sind im Norden Guinea-Bissau, Senegal und Mali, im Osten Cöte d’Ivoire und im Süden Sierra Leone und Liberia. Die tropisch feuchtwarme und sumpfige Küstenregion mit ihren Inseln im Norden hat Kokospalmen und Mangrovesümpfe. Das anschließende zentrale FoutaDjalon-Hochland (über 1450 m) hat gemäßigtes Klima, allerdings ist der ehemalige Tropenwald mittlerweile fast vollständig abgeholzt oder brandgerodet. Der Südosten ist noch überwiegend mit tropischem Regenwald bedeckt. Das nordöstliche Savannengebiet ist heißer und trockener. Das Bergland des Fouta Djalon (Schluchten, Canyons, Wasserfälle) ist das Quellgebiet der westafrikanischen Flüsse Senegal, Niger und Gambia. Bei Kissidougou (Airport), einem kleinen Ort an der Grenze zu Sierra Leone, liegen die Quellen des Niger. Elefanten, Antilopen und anderes Großwild sowie Schimpansen und Guinea-Paviane bilden die Tierwelt der Savannen, in den Gewässern leben Flußpferde, Krokodile und Seekühe. Wichtige Exportgüter sind Bananen, Palmenprodukte, Ananas, Kaffee, Gold, Diamanten. Guinea ist zweitgrößter Bauxitproduzent der Welt (nach Australien). Der Tourismus ist noch unterentwickelt. Die Hauptstadt Conakry liegt auf der Insel Tumbo vor der Küste, sehenswert sind die Kathedrale, die Moschee und einige Kolonialbauten. Die vorgelagerten Iles de Los haben herrliche Sandstrände und Steilküsten.Touristisch interessant sind das Hochland Fouta Djalon, mit Höhlen, Wasserfällen und dem Luftkurort Dalaba (nahe der Bahnstation Mamou) am 1421 m hohen Mont Kavendou. Sehenswert ist die Tropenwaldregion des Südostens, deren Hauptstadt N’zerekore (per Flugzeug) Ausgang zum Nimba-Reservat ist, mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt (Mont Nimba, 1752 m, höchster Berg Westafrikas). Einen Besuch lohnen die Jamou-Dörfer im Süden des Landes. Das Straßennetz ist teilweise asphaltiert, es besteht eine Flug- und Eisenbahnverbindung von Conakry nach Kankan (im zentralen Osten) und weiteren Orten. Der Verkehr wird mit Bussen und Kleinbussen abgewickelt, Häfen sind Conakry und Kamsar (Bauxit), Conakry hat internationale Flugverbindungen. Matriarchalische Inselwelt

Guinea-Bissau liegt im südlichen Westafrika am Atlantik zwischen Senegal und Guinea. Das vorwiegend flache Hinterland hat Baum- und Strauchsavanne sowie Trocken- und Regenwälder. Das durch Flüsse und Sümpfe stark zergliederte Küstengebiet ist von Mangroven und Schilfwäldern bewachsen (starke Überschwemmungen in der Regenzeit von Juni-Nov). Das Gebiet ist Brutstätte zahlreicher Vogelarten (Pelikane, Flamingos, daneben gibt es Flußpferde, Krokodile und Seekühe). In den Savannen des Inlandes leben noch Afrikas Großwildarten (Elefant, Antilopen, Leoparden, Hyänen, Gazellen). Dem Küstengebiet vorgelagert sind zahlreiche Inseln und der Bissagos-Archipel, eine Inselwelt mit über 50 zum Teil bewohnten Inseln mit herrlichen Sandstränden. 1446 entdeckte der Portugiese Nuno Tistao die Küste, ab 1879 wurde das Land Kolonie, 1973 schließlich unabhängig. Guinea-Bissau ist ein armes Agrarland, produziert werden Erdnüsse, Cashew-Nüsse, Palmenprodukte, Holz, außerdem gibt es Fischfang.Das Klima ist tropisch feuchtheiß, im Norden und Osten, im Bereich der Sahelzone trockener mit Temperaturen über 40°. Hier bläst auch der trockene Wüstenwind Harmattan (Dez-Mai). Von Juni-Nov ist die Regenzeit. Der Tourismus ist weitgehend unterentwickelt, ebenso das Straßenverkehrssystem. Wichtig ist die Boots- und Schiffahrt auf den zahlreichen Wasserstraßen der Küstenregionen. Die Hauptstadt Bissau hat eine koloniale Altstadt, den Hafen überblickt das alte portugiesische Fort Sao Josä (17. Jh.). Bolama, ehemalige Hauptstadt des kolonialen Portugiesisch-Guinea, liegt auf einer küstennahen Insel, die Häuser mit Innenhöfen im portugiesischen Stil gehen teilweise bis ans Wasser, die Insel hat schöne Strände. Cacheu, an der Mündung des gleichnamigen Flusses im Norden, war die erste portugiesische Gründung (Befestigungsanlage). Der Bissagos-Archipel mit den Ilhas de Jeta, Bubaque und de Pecixe stellt in Westafrika eine ethnologische Besonderheit dar. In den matriarchalischen Dorfgemeinschaften haben die Frauen das Erbrecht und das Sagen (Mädchen suchen sich hier ihre heiratsfähigen Partner). Außerhalb der Städte empfiehlt sich ein geländegängiges Fahrzeug, größere Orte haben Flugplätze, Bissau hat Schiffsverbindungen ins Landesinnere (alte Raddampfer).
Internationale Flüge mit den Nachbarländern und vor allem Lissabon.