Angola liegt im Südwesten Afrikas, nördlich von Namibia. Im Norden und Nordosten grenzt Zaire, im Südosten Sambia. Das Land hat tropisches Klima mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, im Süden und im Hochland sind die Temperaturen angenehmer. Im Süden reichen weite Ausläufer der Namib-Wüste in das Land. Wüste, Dorn- und Steppensavannen, Baum- und Feuchtsavannen sowie tropischer Regenwald prä- gen die Landschaft. Die Exklave Cabinda (siehe Cabinda), im Norden von Zaire abgetrennt, ist mit tropi- schem Regenwald bedeckt (Edelhölzer). Wichtigste Exportprodukte sind Erdöl (in Cabinda, fast 90%), Diamanten, Kaffee und Sisal. Angola ist kein ausgesprochenes Touristenland, das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Angola hat mehre re Wildreservate, hier kommen alle Großwildarten Afrikas vor, die allerdings durch den langen Bürgerkrieg zurückgedrängt oder dezimiert wurden. Die ehemals koloniale Perle, die Hauptstadt Luanda, mit ihren breiten Boulevards und Bauwerken im Kolonialstil, ist zunehmend dem Verfall preisgegeben. Sehenswürdigkeiten sind die portugiesische Festung Sao Miguel in Luanda aus dem 16. Jh., das Nationalmuseum sowie zahlreiche Kolonialbauten in- und außerhalb der Hauptstadt (Huambo, ehemals Neu- Lissabon). Naturschönheiten sind u.a. die zahlreichen Wasserfälle (Ruacana-Fälle des Cunene-Flusses an der namibischen Grenze). Die Verkehrsverbindungen mit Flugzeug und Eisenbahn sind derzeit unregelmäßig. In den großen Städten gibt es wenige Taxis. Das Reisen außerhalb der Hauptstadt ist nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Wichtigste Häfen sind Luanda, Lobito und Mocamedes. Cabinda liegt an der Westküste Afrikas, 10° südlich des Äquators, zwischen der VR Kongo und Zaire und ist Exklave und Distrikt von Angola. Von der Hauptstadt Cabinda gibt es Flug- und Schiffsverbindungen nach Luanda. Eine Küstenstraßenverbindung besteht mit der VR Kongo über den Grenzort Pointe Noire und mit Zaire über Banana an der Kongomündung. Die Beschaffenheit der Straßen macht für deren Benutzung ein Geländefahrzeug dringend erforderlich. Cabindas Bedeutung liegt in der Edelholzgewinnung und -verarbeitung, vor allem aber in der Erdölindustrie (siehe Angola). Erdölhafen ist Malongo. Auch Kaffee und Kakao werden produziert.
Äquatorial-Guinea liegt in Westafrika südlich von Kamerun und westlich, bzw. nördlich von Gabun. Es besteht aus dem Festlandteil Mbini (Rio Muni) und den Inseln Bioko, mit Malabo als Hauptstadt, Annobön (Pagalu) und den landnahen Elobey Islands. Zwischen der Insel Bioko und der 600 km südlich gelegenen kleinen Insel Annobön liegt die (Zwei-) Inselrepublik Sao Tomö y Principe. Etwa drei Viertel der Landesbewohner leben in Mbini. Entdeckt wurden die Inseln 1469 vom Portugiesen Fernando Pö°, 1778 fällt das Gebiet im Tausch gegen südamerikanische Gebiete an Spanien. 1968 erhalten die beiden Provinzen F. Pöo und Rio Muni, heute Bioko und Mbini, ihre Unabhängigkeit. Bis zu seiner Absetzung und Hinrichtung 1979 errichtet der Diktator Nguema ein Regime des Terrors, dem tausende Menschen zum Opfer fallen. Über 100.000 Bürger leben auch heute noch teilweise im Exil. Erst seit Ende des Terror-Regimes Nguemas kann das Land wieder von Ausländern besucht werden. Das Land hat ausgeprägtes Tropenklima, besonders auf dem Festlandteil ist es heiß und feucht, in den Höhenlagen auf Bioko gemäßigter. Mbini, im Norden von Kamerun, im Süden und Osten von Gabun begrenzt, hat tropischen Regenwald, Savannen und Mangroveküsten. Biokos Landschaft prägen Kakao-Plantagen, daneben Kaffee, Bananen, in höheren Lagen Wald und Graslandschaft, sowie Reste von tropischem Regenwald. Die Einwohner Annöbons leben von Kokos- und Ölpalmenplantagen. In Rio Muni wird vorwiegend Holzwirtschaft betrieben. Das kleine Land ist touristisch noch fast unerschlossen. Auf dem Festland findet man afrikatypsches Großwild, besonders die Insel Bioko ist unter Ornithologen berühmt für ihre vielfältige Vogelwelt. Auch hat die Insel, ebenso wie die Festlandküste, schöne Sandstrände. Die Hauptstadt Malabo, früher Santa Isabel, ist eine hübsche Kleinstadt, im Kolonialstil erbaut, zu Füßen des meist wolkenverhangenen Vulkans Pico de Malabo. Wenn der Berg wolkenfrei ist, reicht die Sicht bis nach Nigeria und Kamerun. Bata, Hauptort der Festlandprovinz ist ein verschlafener Ort mit einigen Kolonialbauten. Das Straßennetz Mbinis besteht weitgehend aus Pisten, die in der Regenzeit schwer passierbar sind. Öffentliche Verkehrsmittel sind, in einem der ärmsten Länder der Erde, Fehlanzeige. Zwischen Malabo und Bata auf dem Festland besteht regelmäßiger Flug- und Schiffsverkehr, ebenso (unregelmäßig) mit den übrigen Landesteilen.
Die Republik Bophuthatswana, was soviel wie “Sammelplatz des Tswanavolkes” bedeutet, liegt in 7 Enklaven aufgeteilt im Norden der Republik Südafrika verteilt. Hauptstadt des seit 1977 offiziell unabhängigen, fak tisch aber von Südafrika abhängigen Staates is Mmabatho, etwa in der Mitte des 7-teiligen Gebietes gelegen. Praktisch lebt das Tswanavolk auf einem teilweise zurückerstatteten Hoheitsgebiet, das es bereits zwischen dem 5. und 11. Jh. besiedelte (nach der Annektion durch die Buren ab 1836, unterstützt von den Briten). Die Landschaft ist geprägt von Buschsteppen, Savannen und teilweise Wüsten (im Westen). Das Klima ist heiß und trocken, im Süden gemäßigt subtropisch bis hin zum Steppenklima. Attraktionen sind die zahlreichen Nationalparks, mit dem Spektrum afrikanischer Tierwelt (Nashorn, Gepard, Giraffen, Elefanten, Antilopen) sowie eine reichhaltige Vogelwelt. Es werden sogar Jagden angeboten. Der Sun-City-Hotelkomplex wurde in den Krater eines erloschenen Vulkans gebaut, hier wurde eine Kunstlandschaft mit subtropischer Vegetation, Palmen und Golfrasen mitten im afrikanischen Busch geschaf- fen. Sun City ist das afrikanische Las Vegas, mit Luxushotels, dem zweitgrößten Spielcasino der Welt, außerhalb der USA und Golfplätzen. Hier wird das jährliche Golf-Einladungsturnier gespielt, bei dem nur der Sieger 1 Million US$ kassiert! Sun City ist der Weekend-Urlaub für die Südafrikaner, denn Glücksspiele (24-Stunden-Betrieb) sind im Land der Afrikaans verboten. Die Verkehrsverbindungen zu Südafrika sind entsprechend gut. Mmabathos internationaler Airport bedient Südafrika und Sun City.
Der afrikanische Kontinent wird im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik und im Osten vom Indischen Ozean umschlossen. Den Kreis schließen der Golf von Aden und das Rote Meer. Von Äthiopien bis Mosambik verläuft der ostafrikanische Grabenbruch, das 6000 km lange und 10-50 km breite Ritt Valley, das sich zweigeteilt um den Viktoriasee zieht. Die 30 Mill. qkm Landmasse ist an den Küsten wenig gegliedert, außer der viertgrößten Insel Madagaskar liegen nur kleinere Inseln relativ nahe vor der Küste. Trotz der gewaltigen kompakten Landmasse von 8000 km (Nord-Süd) mal 7600 km (Ost-West) gibt es nur ein Dutzend Binnenländer, die meisten Länder sind Flächenriesen, gemessen an Europa, dessen Kolonial- mächte die Grenzen teils willkürlich festlegten. Im wesentlichen bilden vier riesige Ströme und ihre Nebenflüsse die Lebensadern der jeweiligen Ein- zugsgebiete, der Nil, der Kongo (Zaire), der Niger und der Sambesi. Auffällig ist der z.T. Fluß- und abflußlose Nordteil des Kontinents, hier verlaufen die trockene Stein- und Sandwüste Sahara mit ihren Ausläufern vom Atlantik bis zum Roten Meer, nur durch das etwa 5-20 km breite Niltal unterbrochen. Weitere Wüsten sind in gleicher Entfernung auf der Südseite des Äquators zu finden, die Namib und die Kalahari mit zahlreichen wei- teren Wüstengebieten. Die Sahara begleitet an ihrem Südrand die Sahelzone, eine z.T. von Menschen geschaffene Trockenzone (Abholzung, Überweidung zu vieler Herdentiere), die jährlich kilometerweit der Sahara nach Süden den Weg ebnet. Der Tschadsee hat heute nurnoch etwa ein Zehntel der ständigen Wasserfläche, die wir aus dem Atlas kennen. Nördlich und südlich des etwa in der Mitte liegenden Äquators ist die Zone des tropischen Regenwaldes. Bekanntermaßen sind die Waldbestände in den letzten 30 Jahren mehr als halbiert worden, was zu Klimaveränderungen, Bödenverarmung und daraus fol- gender Verarmung der Landbevölkerung geführt hat. Zwischen den Waldregionen, Gebirgszügen mit teils Nebelwäldern, liegen Feucht- und Trockensavannen, Grasland mit Buschwerk oder Dornbüschen und auf- gelockertem Baumbestand. Dies ist der Hauptlebensraum von Afrikas Großwild. Mit wenigen Ausnahmen zählen die schwarzafrikani- schen Länder zu den ärmsten der Welt. Das nördliche Viertel Afrikas wird von arabischen Volksgruppen bewohnt, der Rest ist Schwarzafrika. Eine Ausnahme bilden die Südafrikaner, wo knapp 5 Mill. Weiße 20 Mill. Schwarzen gegenüberstehen. Afrika hat für Besucher immer noch den Flair des Geheimnisvollen, es ist im doppelten Sinne der “Schwarze”, dunkle Kontinent.
Davon nicht betroffen sind die nordafrikanischen Länder, mit ihrer bekannten und begreiflichen Kultur, die auch z.T. in die europäische Geschichte mit hineinspielt (Pyramiden, Moscheen, islamische Märkte, römische Ruinenstädte). Faszinierend an Schwarzafrika sind archaische Stammesriten, afrikatypische Rundhüttendörfer, Medizin- männer und Masken- und Figurenkulte. Der Fetisch Im afrikanischen Raum auch heute noch sehr verbreitet sind Fetische, magisch wirkende Objekte, denen übernatürliche Kräfte innewohnen. Diese Fetische können menschliche Figuren sein, Masken oder Tierskulpturen. Bevorzugtes Material ist Holz, daneben auch Elfenbein und Bronze (Benin). Hauptverbreitungsgebiet der plastischen Kunst Schwarzafrikas sind West- und Zentralafrika. Zahlreiche Museen zeigen Werke der Künstler der einzelnen Regionen. Fetische in Museen, oder zum Kauf angeboten, sind für ihren ehemaligen Besitzer wertlos, da sie auf irgendeine Art ihre Kräfte verloren haben. Die meisten angebotenen Objekte sind allerdings Nachbildungen für die Souvenirindustrie. Schwarzafrikas Attraktionen liegen in der Einmaligkeit seiner Wildparks, nur hier gibt es Löwen, wilde afrikani- sche Elefanten, Giraffen und Herden von abertausen- den von Gazellen und Antilopen. Denn immer noch gibt es in vielen Ländern Lebensraum genug für so eine große Zahl von Tieren. Große Herden gibt es allerdings nur in Ostafrika, der Westen ist feuchter und hat kleinere Savannengebiete. Außer Nordafrika, Senegambia, Kenia und Südafrika ist der Tourismus weitgehend unterentwickelt. Der Grund liegt in der meist mangelhaften Infrastruktur der durchwegs armen Länder, die nicht dem schnellen Lebensrhythmus des westlichen Touristen entspricht. Es gibt allerdings zahlreiche Ausnahmen, in nahezu jedem Land finden sich hervorragende Hotels und auch verkehrstechnische Möglichkeiten, seinem expeditiven Drang nachzugeben, die Preise sind allerdings meist ungewohnt hoch. Erschwerend kommen das Klima und die dadurch bedingten Krankheitserreger hinzu, die nicht nur westlichen Touristen zu schaffen machen (Malaria, Gelbfieber, Schlafkrankheit, unreines Wasser, Bilharziose u.a.). Empfehlenswert ist vor jeder Fernreise eine Information beim zuständigen Tropeninstitut für das jeweilige Gebiet einzuholen. Eine spezielle Vorsorge bezüglich AIDS ist in jedem Land der Welt angebracht. Es gibt verschiedene Arten von Afrikareisenden: Die Wüstenfahrer im Bereich der Sahara, die Strandurlauber im Norden, in Senegambia, in Kenia und Südafrika, die Safaritouristen, wobei Kenia den meisten Zulauf hat. Des weiteren gibt es die exklusiven Satans, wo man mit einer Handvoll gleichgesinnter beispielsweise zu den letzten Berggorillas in Zaire oder Ruanda marschiert oder im südlichen Afrika auf Raubtierpirsch. Auch veranstalten viele Länder Jagden für betuchte Trophäensammler. Die letzte Gruppe bilden die Bergsteiger, Naturfreunde und Kulturreisenden. Beliebteste Berge liegen im Hoggar, Tibesti, Kamerun, Kenia und Tansania (Kilimandscharo, Mt. Kenya), Ruanda und Zaire (Ruwenzori), Südafrika und Namibia. Viele Berge sind aufgrund ihrer geografischen Gegebenheiten auch von Nichtbergsteigern zu bezwingen. An landschaftlichen Schönheiten ist Afrika reich, Wasserfälle, Vulkane, Felsformationen und Canyons, Salzseen, die Seen des großen ostafrikanischen Grabens (das 6000 km lange Ritt Valley), primärer Ur- wald, Ostafrikas Korallenriffe. Eine afrikanische Kultur im allgemeinen gibt es ebensowenig wie eine europäi- sche. Jeder Teil des Kontinents beherbergt verschiedene Völker und Stämme, die Landesgrenzen sind nicht zwangsweise identisch mit Grenzen einzelner Volksgruppen. Afrika ist auch ein Land der Eisenbahnen. Es ist nicht das schnellste und pünktlichste, aber ein sehr attraktives und traditionsbehaftetes Verkehrsmittel. In vielen Teilen Schwarzafrikas fahren noch Dampfloks mit Wag- gons aus der Kolonialzeit. Selbst das westlichste Land, Südafrika, hat noch 2/3 seiner Strecken unter Dampf (etwa 15.000 km). Übliches Verkehrsmittel sind allerdings Busse, Kleinbusse oder Taxis, in manchen Gebieten nur Schiff oder Flugzeug (Teile Zaires). Das schnellste Verkehrsmittel ist das Flugzeug, in jedem Land gibt es verhältnismäßig ausreichenden Inlandflugverkehr oder Charters, international ist Europa mit jedem Land verbunden. Da in vielen Ländern ständige politische Unruhen sind, sollte man sich vor der Anreise ausreichend erkundigen.
Algerien liegt im Norwesten Afrikas und ist nach dem Sudan der flächengrößte afrikanische Staat. Im Westen liegt Marokko, im Osten Tunesien und Libyen, der Norden grenzt an das Mittelmeer, der Süden grenzt an Mauretanien, Mali und Niger und reicht bis tief in die Sahara. Die Gebirge hinter der Mittelmeerküste haben fruchtbares Ackerland in den Tälern und an den Hängen sowie Zedernwälder. Im Winter ist der Sahara-Atlas schneebedeckt. An der Küsten, an der über 90% der Bevölkerung leben und die von der Sahara durch das Atlasgebirge getrennt ist, herrscht angenehmes Mittelmeerklima. Südlich des Gebirges ist es ganzjährig heiß und trocken mit Ausnahme des Hoggar-Massivs. Algerien ist Ausgangspunkt für Oasenrundfahrten, Wüstentouren und Reisen bis nach Schwarzafrika. Touristische Hauptzielpunkte sind eine Rundfahrt von Algier aus über die Oasenstädte und Tamanrasset (Hoggar) und Djanet (Tassili), für die beiden letzteren eignen sich Anflüge und abschließend gebuchte Touren. In Algerien finden sich die wichtigsten Straßen (im Süden Pisten) und Transportwege durch die Sahara nach Süden (Tamanrasset- und Tanezrouft-Pisten). Sehenswert neben zahlreichen Zeugnissen aus römischer Vergangenheit sind die Oasenstädte El Oued, Touggourt, Ouargla, El Golea, Ghardaia, Timimoun sowie Tamanrasset, der Ausgangspunkt für Touren ins Hoggar-Gebirge und nach Niger. Im bizarr geformten Hoggar-Massiv, einer Vulkanlandschaft bis 2900 m Höhe, schneit es auch mal nachts und man erlebt die eindrucksvollsten Sonnenauf- und -untergänge. Berühmt ist In Salah, die rote Stadt (wegen der roten Häuser), angeblich heißeste Stadt der Erde (gemessene 59° Celsius). Die Hauptroute in den Süden, von Algier in den Hoggar, führt zwischen den beiden großen Sandwüsten (Erg Occidental und Griente!) in Zentral-Algerien hindurch. Der überwiegende Teil ist Geröll- und Steinwüste. Tamanrasset ist ein Begriff für alle Trans-SaharaFahrer. Die Wüstenstadt im Süden des HoggarGebirges, an der Kreuzung alter Karawanenstraßen aus Mali und Niger, ist letzte große Station vor dem Weg nach Schwarzafrika und Ausgangspunkt für Expeditionen ins Hoggar. Djanet ist Ausgangspunkt für Bergtouren ins TassiliGebirge. Dort gibt es jahrtausendealte Felsmalereien (von Giraffen, Elefanten, Antilopen), auf einer Hochebene (Sefar), die als “steinerne Bibliothek” bezeichnet wird. In der Nähe liegt das sagenhafte “Tal der Zypressen” (1000-jährige Bäume), umgeben von abenteuerlichen Felsformationen. Für alle nicht ganz wüstenfesten Saharafahrer empfiehlt sich die Route am Nordrand der Sahara. Ausgehend von El Oued, nahe der tunesischen Grenze, verläuft die gute Straße über die sehenswerten Oasenstädte (gute Unterkünfte) Ouargla, Ghardaia, El Golea, Timimoun, Beni Abbes, Becher, ab dann durch das Atlasgebirge nach Oran. Teile dieser Route gibt es auch als Bustouren im Land. Bei allen Wüstenreisen im eigenen Auto sind die algerischen Vorschriften zu beachten, wie die Mitnehme von genügend Kraftstoff und Trinkwasser und das Fahren im Konvoi. Algier, Hauptstadt des Landes, liegt an der gleichnamigen großen Bucht. Die Altstadt an der Küste ist nur noch zum Teil erhalten, europäische Bauten prägen das Stadtbild. Um die Stadt liegen zahlreiche Urlaubsorte und Seebäder. Sehenswert ist die Große Moschee, die älteste Algeriens, zahlreiche weitere Moscheen und Kirchen, sowie Museen. Oran, im Westen, ist bedeutende Handelsstadt seit dem Mittelalter und gehörte im 18. und 19. Jh. zum osmanischen Reich (türkische Moschee). In Tilimsen, westlich Drans liegen bedeutende Bauwerke maurischen Stils. Constantine, im Osten im Atlas gelegenen, geht auf eine Handelsgründung der Römer zurück, sehenswert sind die Altstadt, Moscheen und römische und phönizische Funde. Das Küstenstraßen-, Bahn- und Busnetz ist hervorragend, die Flugverbindungen ins In- und Ausland sind gut, Oran und Algier sind wichtige Überseehäfen.
Die Volksrepublik Benin liegt am Golf von Guinea in Westafrika. Die Nordgrenze des Landes bildet der Nigerfluß, der Benin von Burkina Faso und dem Staat Niger trennt. Im Osten grenzt das Land an Nigeria, im Westen an Togo. Wie ein schmales Handtuch, ca. 100 km breit, das sich im Norden etwas verbreitert, liegt Benin an der lagunen- reichen Sandküste. Gen Norden folgen Savannenlandschaft und Palmenplantagen, von den einstigen Tropenwäldern gibt es nur noch Restbestände. Die nordwestliche Atakora-Bergkette ist waldreich, im Norden befinden sich die Naturparks. Das Klima ist tropisch feuchtheiß, mit hoher Luftfeuchtigkeit und zwei Regenzeiten (März-Juli und Okt-Nov). Das Binnenland hat kürzere Regenperioden, der Nordosten ist trockener. Die Tierwelt (hauptsächlich in den Nationalparks des Nordens) umfaßt Afrikas Großwild, im Süden Krokodile und eine reichhaltige Vogelwelt. Das Land ist touristisch teilweise erschlossen, zu beachten gilt, daß das Fotografieren in der Hauptstadt und in der Nähe militärischer und offizieller Gebäude verboten ist, ebenso wie Camping und nächtliche Strandbesuche. Sehenswert sind die Königspaläste in der alten Hauptstadt Abomey (Benin hieß bis 1975 Dahomey), mit Figuren und Maskenschnitzereien (Repliken sind beliebte Souvenirs im Künstlerzentrum “Centre des Artisans”). Ebenso die Lagunen von Grand-Popo, an der Westküste und die Pfahldörfer von Ganvie (”Venedig Afrikas”) und So-Ava mit ihren schwimmenden Märkten. Die rituellen und z.T. kannibalischen Bräuche des alten Königreiches Dahomey sind sicher mit ein Grund dafür, daß die meisten Beniner heute noch Anhänger des Voodoo-Kultes sind. Angeblich kommt dieser Kult als Re-Import aus der Neuen Welt, wo Karibik-Sklaven ihre afrikanischen Stammesbräuche zu einer neuen kulti- schen Naturreligion entwickelten (Tieropfer, ekstatische Tänze, Fetische, Beschwörungen von lebenden Toten, den “Zombies”). Ouidah, westlich Cotonous, ist ein Zentrum des Voodoo-Kultes. Porto Novo, Hauptstadt Benins, zeigt portugiesische Kolonialarchitektur und das Museum für die Kultur des Landes. Das relativ gut ausgebaute Straßennetz ist in mäßigem Zustand. Es gibt die üblichen Busse und Buschtaxis (Taxi-Brousse). Von Cotonou, größter Stadt und Verkehrszentrum, bis Parakou führt eine 438 km lange Eisenbahnlinie. Die Flugverbindungen im Land sind teilweise unregelmäßig. Cotonou ist Überseehafen und internationaler Airport.
Ägypten liegt im äußersten Nordosten des afrikanischen Kontinents. Die Hauptstadt Kairo ist die größte Stadt Afrikas. Im Westen liegt Libyen, im Süden der Sudan, im Osten das Rote Meer, die Sinai-Halbinsel grenzt an Israel. Im wesentlichen ist Ägypten um den Nil (Gesamtlänge über 6600 km) besiedelt, der das Land von der Südgrenze bis zu seinem Mündungsdelta be. Alexandria durchzieht. Im Norden ist das Klima mediterran, im Süden wechsel es von subtropisch bis zum Wüstenklima mit ganzjährig sehr heißen Temperaturen. Über 90 % des Landes sind Wüste mit vereinzelten Oasen wie Siwa und Dhakla. Etwa 200-600 km parallel zum Nil ziehen sich eine Vielzahl von Oasen von Nord nach Süd. Hier finden sich auch Zeugnisse altägyptischer Vergangenheit (Pyramiden, Tempel, Brunnen, Kirchen, Festungen). Der “Garten Ägyptens” ist die Oasenlandschaft des Faijum, südlich von Kairo gelegen, Lieferant für Obst, Gemüse, Blumen und die Grundstoffe für Parfüm. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Ägyptens Landschaft bietet überreichlich Zeugnisse der 5000-jährigen Kulturgeschichte, für die zahlreichen historischen Stätten entlang der Lebensader Nil und den Oasen der Westlichen Wüste bräuchte der interessierte Studienreisende schon ein halbes Leben. Sehenswürdigkeiten ersten Ranges sind die Pyramiden von Gizeh mit der Sphinx, das Tal der Könige, Luxor, die Tempelanlage von Abu Simbel, sowie zahlreiche Tempel und Pyramiden verschiedener Zeit- und Stilepochen (es gibt etwa 70 Pyramiden im Land). Ebenso die Oasenstädte und zahlreichen Klöster (Sinai, Küste des Roten Meeres). Das Ensemble der 3 Pyramiden der Könige Cheops (137 m hoch, einst 146 m), Chefren (143 m hoch) und Mykerinos (62 m hoch, einst 67 m) ist mit der Sphinx (74 m Länge, 20 m Höhe), der Löwenfigur mit dem Pharaokopf, das wohl weltweit berühmteste antike Monument. Um 2690 v. Chr. entstand die CheopsPyramide als Grabmal für den gleichnamigen Pharao. Das Tal der Könige, Grabstätte von über 60 Pharaonen (1520-1080 v. Chr.) und das Tal der Königinnen (über 80) sind legendär, einzig Tut-ench-Amuns Grab war von Grabräubern verschont geblieben. Am ägyptischen Ende des Nasserstausees (über 500 km Länge) liegt die monumentale, 1964-69 knapp 70 m höher versetzte, Tempelanlage Abu Simbel (Ramses II, um 1290-24 v. Chr.). Vier 22 m hohe Sitzfiguren bewachen den Tempeleingang. Der Sinai, die dreiecksförmige Halbinsel im Osten Nordägyptens, ist einsames Wüstengebirgsland, mit Sandstränden und Ferienorten im Nordteil (Mittelmeer) und historischen Stätten, sowie Strände mit Korallenriffen im Süden (Rotes Meer). Berühmteste Orte sind das sagenhafte, festungsartige Katharinenkloster aus dem 6. Jh. und der Berg des Moses, Jabal Musa (Berg Sinai, 2285 m). Den Sinai verbindet ein Straßentunnel unter dem Suez-Kanal (nördlich von Suez). Sharm el-Sheik, in einer Bucht an der Südspitze des Sinai gelegen, ist Winter- und Sommerferienort (Tauchgründe), der Touristenort Taba wurde Ägypten laut Vertrag von Israel zurückgegeben (nach dem 6-Tage-Krieg von 1967 israelisch besetzt). Hurghada, an der Westküste des Roten Meeres, ist Ägyptens Touristen- und Taucherparadies. Kairo, größte Stadt Afrikas bietet pulsierendes westliches Leben, neben dem Zauber orientalischer Viertel und Basars. Markanteste historische Stätten sind Moscheen, wie die Al-Azhar-Moschee (971), älteste islamische Universität, die Kathedrale des HI. Markus mit dessen Gebeinen und die Zitadelle. Alexandria, wichtigster Hafen am Mittelmeer, hat hervorragende Sandstrände. Hier stand der legendäre Leuchtturm von Pharos, eines der 7 Weltwunder der Antike (weitere Sehenswürdigkeiten sind Moscheen, Kirchen, die Qa’itbay-Festung aus dem 15. Jh.). Der 173 km lange Suez-Kanal, die schleusenlose Verbindung vom Roten Meer zum Mittelmeer, wurde 1859-69 vom Franzosen Ferdinand de Lesseps (1805- 94) konzipiert und gebaut. Später scheiterte er am Panamakanal mit dieser Bauweise . Schon zu Zeiten der Pharaonen und der Römer (um 2000 v. Chr. - 100 n. Chr) waren Kanal- anlagen gebaut worden, Überreste können im Norden des großen Bittersees besichtigt werden. Eisenbahn und Straße führen den Nil entlang, wobei der Strom selbst wichtigster und ältester Verkehrsweg ist. Beliebt sind Fahrten mit Feluken (Holzboote mit Dreieckssegeln) und auf luxuriösen Ausflugsbooten zu den Hauptsehenswürdigkeiten. Es gibt über 4000 km Eisenbahnstrecken, von Alexandria über Kairo verläuft die transkontinentale Bahnstrecke nach Assuan. Der Assuan-Stausee (Nasserstausee) stellt die südliche Verkehrsverbindung (für Auto- und Zugreisende in Richtung Südafrika) nach Wadi Haifa in den Sudan dar. Kairo ist Drehscheibe für nationale und internationale Flüge.
Panama ist der südlichste Staat Mittelamerikas. Hier verengt sich das Land zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifik auf 54 km Breite. Panama ist vorwiegend gebirgig und stark bewaldet. Im Norden und Osten, zur kolumbianischen Grenze hin, mit tropischem Regenwald, an der Pazifikküste mit Trockenwald und Savanne. Der pazifischen Küste sind eine Reihe von Inseln vorgelagert, die Isla del Coiba und, im Golf von Panama, der Las-Perlas-Archipelago mit der Isla del Rey. Im westlichen Moskito-Golf der Karibik liegt der Archipel Bocas del Toro, vor der östli- chen Karibikküste die Islas de San Blas. 1501 wurde die Landenge von den Spaniern entdeckt, Balboa überquerte 1513 als erster Europäer das Land und entdeckte den Pazifik. Bis 1821 gehörte das Land zum Vizekönigtum Neu-Spanien und schließt sich dann Neu-Kolumbien an. Eine Revolution, unterstützt von den USA, führte dazu, daß sich Panama von den Vereinigten Staaten von Kolumbien lösen und am 3.11.1903 seine Unabhängigkeit erklären konnte. Kolumbien erkannte dies erst 1924 an. Am 1.10.1979 erhielt Panama die Souveränität über die Kanal-Zone, die ab dato Canal Area hieß. Die USA hatten sich für die Unabhängigkeits-Unterstützungen das Recht auf die Kanalverwaltung bis 1999 gesichert . Das ganzjährige feuchtheiße Tropenklima bringt eine kurze Trockenzeit von Jan-April. Wichtigste Wirtschaftsgüter sind neben dem Kanal, Erdölproduktion, Bananen, Kaffee, Kakao. Die Tierwelt umfaßt neben einer reichen Vogelwelt Jaguare, Ozelots, Affen, Schlangen und Krokodile. Panama-City ist zollfreier Hafen, in der modernen Einkaufsstadt gibt es allerdings auch Slums. 1519 wurde das alte Panama gegründet (Panama- Viejo), Ruinen sind Zeitzeugen der 1670 zerstörten Stadt (10 km nördlich). Die Perlas-Inseln im Pazifik sind Urlaubsinseln der Städter (Hotels, Wassersport, Fischen) und können per Flugzeug und Fähre erreicht werden. Früher waren die Inseln berüchtigte Piratenstützpunkte und sind heute noch einer jener Plätze, wo sagenhafte Piratenschätze vermutet werden. Beliebte Anlaufziele für Kreuzfahrtschiffe sind die fla- chen San-Blas-Inseln (über 600) vor der karibischen Küste, mit ihren mittlerweile geschäftstüchtigen, indiani- schen Ureinwohnern. Bemerkenswert ist auch die matriarchalische Sozialstruktur der Cuna-Indios, die es verstanden haben, sich seit der Conquista ihre Eigenständigkeit weitgehend zu erhalten. Nur eine Handvoll der Korallen-Inseln (kleine Hotels) können von Touristen besucht werden, das Indio-Territorium umfaßt auch Teile des Festlandes. Städte: Colon 60.000 E David 50.000 E Nationalfeiertag: 3.11. Volcan Barru 3478 m. Zwischen Panama-City und Colon gibt es eine Eisenbahnverbindung entlang des Kanals. Busse zwi- schen größeren Städten, die Panamericana kommt von Costa Rica und endet ca. 100 km südlich der Hauptstadt. Nach Kolumbien besteht aufgrund des sumpfigen Urwaldgebietes keine Straßenverbindung. Im Bergland fehlen 100 Meilen der knapp 25.000 km langen Transkontinentale, nur Fußmärsche und Boote bieten eine Möglichkeit zum Durchkommen (Dschungel für Moskitos und Schmuggler). Immer wieder versuchen Abenteurer, die Strecke zu überwinden, nachdem es in den siebziger Jahren eine britische Militärexpedition mit Landrovern geschafft hat, das Darien-Bergland (Nationalpark der Cuna-Indios) bis Kolumbien zu durchqueren. Aeroperlas besorgt den nationalen Flugverkehr, Charters im Land, internationale Verbindungen sind gut.
San Andres y Providencia ist eine Inselgruppe im westlichen Karibischen Meer, 500 km nördlich des Panama- Kanals, 300 km östlich von Nicaragua und rund 750 km nordwestlich Kolumbiens. Die Inseln gehören zu Kolumbien, drei kleinere Inseln werden von den USA beansprucht. Neben den beiden gebirgigen, mit tropischer Vegetation bestandenen Inseln (Palmen, Obstplantagen) gibt es noch zahlreiche kleinere, weiße Sandstrände, Kalksteinklippen und vorgelagerte Korallenriffe machen die Inseln zum Urlauber- und Taucherparadies (vor allem der Kolumbianer). 1502 entdeckte Kolumbus die Eilande, Spanier besiedelten San Andres ab 1595. Ab 1660 war San Andres Piratenstützpunkt. Noch heute sucht man den Goldschatz des berüchtigten Freibeuters Henry Morgan. San Andres (25.000 E), mit der gleichnamigen Hauptstadt (Hotels, Restaurants, Discos, Geschäfte), ist touristisches Zentrum der Inseln und zollfreier Hafen. An der Küste der länglichen Insel wechseln Sandstrände mit Felsenbuchten, das vorgelagerte Riff bricht die Wellen. Die Rundstraße, ausgehend vom quirligen Hauptort, führt an 30 km Stränden vorbei. Hier liegen Morgan’s Cave (Unterwasserhöhle), die tief eingeschnittene Bucht EI Cove, San Luis, ein ruhiges Fischerdorf, läßt’s gemütlich angehen (ruhiger Strand, nette Lokale). In der Mitte der Insel erhebt sich die La Loma-Hügelkette, von der Emmanuelkirche hat man einen herrlichen Rundblick. Vorgelagert sind die Inseln Johnny Cay (Sand und Palmen, 10 min. Bootsfahrt), Aquario und Haynes Cay (natürliches Aquarium, gute Fischrestaurants).
Typisch für San Andres sind die breitbereiften Mini- Traktoren für Strand und Inselausflüge. Man trinkt “Coco-Loco”, Kokosmilch-Rumpunsch! Providencia (4000 E) liegt 70 km nördlich von San Andres. Die hügelige, nur 17 qkm große Insel kann von San Andres per Boot (8 Std.) oder per Flugzeug (20 min., täglich) erreicht werden. Auf der ruhigen Insel mit zahlreichen Flüssen vom zentralen EI Pico (Wandern) gibt es Obstplantagen (Kokospalmen, Orangen, Mangos etc.) und vor allem Fischwirtschaft (Langusten, Krabben). Wassersport und Tauchen an den teils einsa men Stränden. Providencias Karneval ist im Juni. Santa Catalina (500 E), die nur 1 qkm große Insel vor der Nordküste, hat ebenfalls reiche Vegetation (Obstplantagen, Palmen). Santa Catalina wurde erst im 17. Jh. von Piraten wie Captain Morgan und Co. zur Insel gemacht! Man baute den 100 m breiten Kanal, der jetzt die Inseln trennt, zum Zwecke der besseren Verteidigung. Die Ruinen der Forts und Piratennester sind zu besichtigen. Die Inseln haben ausgezeichnete internationale Flugverbindungen (auch Kombinationen).
Die zu den Niederländischen Antillen gehörende Insel Saba liegt im Norden der Kleinen Antillen, etwa 50 km südlich von Sint Maarten. Die Insel besteht im wesentlichen aus der Spitze des über dem Meer noch 870 m hohen Vulkans Mount Scenery. Einzige ebene Flächen sind die Hauptstadt The Bottom und die, einem Flugzeugträger nicht unähnliche, Landebahn des Airport auf der Landzunge Flatpoint (vorne und hinten geht es 40 m tief senkrecht ins Meer!). Die einzige Hauptstraße durchschneidet die Insel vom Flugplatz durch die malerischen Ortschaften mit ihren weißgetünchten Häusern, vorbei an den typischen Hügeln und bewaldeten Buckeln mit üppiger Blütenpracht, um in Well’s Bay an der Westküste zu enden. Sehenswert sind dabei, neben atemberaubenden Ausblicken, die schindelgedeckten Häuser mit ihrer “West-Indian-gingerbread-Architektur”, den prachtvollen Schnitzereien im Zuckerbäckerstil. Die Bewohner sind wie auf der Nachbarinsel Statia, überwiegend Weiße. In den gemütlichen Restaurants der kleinen Hauptstadt The Bottom findet man schnell Kontakt, touristische Einrichtungen wie Casinos, Nightclubs und Discos gibt es nicht. Eine Besonderheit hat Saba aufzuweisen, auf die man in den Zeiten des Tourismusbooms leicht verzichten könnte: Es hat als einzige Karibikinsel keine Strände! Die ausschließlich felsige Steilküste bietet allerdings hervorragende Tauchgründe (Saba Marine Park, geschützter Unterwasserpark um die ganze Insel, bis 60 m Tiefe, Harpunierverbot! An eigens verankerten Bojen können Boote anlegen, um Taucher ins Wasser zu lassen). Sehenswert das Museum, Familiengräber zwischen den
Häusern (in Saba ist es erlaubt, verstorbene Angehörige im eigenen Garten zu bestatten) sowie die Handarbeiten der Frauen (Spitze, Stickereien). Eine Wanderung zum Mt. Scenery führt durch üppigen Regenwald mit Riesenfarnen, Orchideen, Palmen und Mahagonibäumen.Die Insel liegt abseits vom Touristenstrom und ist eher etwas für ruhesuchende Gemüter. Flugverbindungen nach St. Maarten, Antigua, Statia, St. Christopher and Nevis. St. Eustatius
Sint Eustatius, kurz Statia genannt, liegt rund 70 km südlich von St. Maarten und im Norden der Kleinen Antillen in der Karibik. Statia gehört, wie seine kleinere Nachbarinsel Saba, zu den Niederländischen Antillen. Die langgestreckte Insel besteht im wesentlichen aus zwei erloschenen Vulkanspitzen, durch ein fruchtbares Tal verbunden, der südliche Krater, “The Quill” erreicht gut 600 m (man kann in den über 300 m tiefen Krater steigen, dessen Wände sowie der Boden mit tropischem Regenwald, Farnen, Mahagonibäumen und Orchideen bewachsen sind). Im 17. und 18. Jh. war Oranjestad das bedeutendste Handelszentrum der gesamten Karibik. Zahlreiche Ruinen und prächtige, renovierte Kolonialbauten erinnern noch heute daran. Davon hat Statia auch seinen Beinamen “Historical Gern’ (Kleinod). Nach der Einnahme durch die Briten 1781 und jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um den Besitz zwischen Briten, Franzosen und Holländern, übernahmen letztere seit 1816 die Regierung. Statia betrachtet sich als Oase der Ruhe, außer einigen Bars und Restaurants gibt es kein aufregendes Vergnügungsangebot. Wassersport aller Art ist selbstverständlich (rund um die Küste liegen zahlreiche Schiffswracks aus der Blütezeit der Insel), die Insel ist beliebtes Ausflugsziel für Jachten und Kreuzfahrtschiffe. Sehenswert sind die gut restaurierten Forts Oranje und de Windt, das historische Museum und zahlreiche Ruinen in und um die Hauptstadt, die in Unterstadt (Lower Town, an der Bucht) und Oberstadt (Upper Town, auf dem Kliff) aufgeteilt ist. Die Insel liegt wie Saba abseits vom Touristenstrom. Flugverbindungen nach St. Maarten, Antigua, Saba, St. Christopher and Nevis.