Jun 30

La Orotava (330 Meter, 24370 Einwohner) liegt 7 Kilometer oberhalb von Puerto und erinnert von der Architektur her an La Laguna. Das Städtchen erstreckt sich über teilweise recht steile Hänge. Hohe und niedrige Häuser, auf deren Dächern üppige Hauswurz wuchert, stehen nebeneinander. Die engen, gewundenen Straßen und Gassen sind teilweise noch mit abgetretenen Kopfsteinen gepflastert. Romantische, reichgeschnitzte Balkons, Türbalken und Fensterläden zeugen von dem einstigen Reichtum der Bürger. Wir lesen an einem Türbalken die Jahreszahl 1632. Mehrere Adelspaläste tragen ihre Wappen weithin sichtbar an der Frontseite. Nach dem etwas hektischen Trubel in Puerto empfindet man die schläfrige Ruhe und Gelassenheit Orotavas als besonders wohltuend. Der Guanchenname Ararutäpala erinnert an die lange Geschichte dieses Ortes. Mittelpunkt ist die blumen- und baumbepflanzte Plaza. In der Nähe steht die Pfarrkirche La Concepciön, ein Meisterwerk der Rokokokunst aus dem 18. Jahrhundert.

Jun 30

South Australia liegt im mittleren Südteil des Kontinents. Es hat schroffe Felsenküste, fruchtbares Farmland, weltberühmtes Weinland, eine Weltstadt in Parkatmosphäre, Berge und Wüsten. Der ganze Westteil (Aboriginal Land) ist die große Victoria-Wüste, die sich im Bundesstaat Western Australia fortsetzt, ebenso wie die Nullarbor-Ebene (”kein Baum”) entlang der Südküste. Der Mt. Woodroffe (1515 m) ist die höchste Erhebung im nördlichen Musgrave-Gebirge. Der Nordosten hat Salzseen und Wüsten. Durch die Flinders-Berge (1100 m) getrennt liegen die beiden großen Buchten Spencer Gulf und Saint Vincent Gulf (mit Adelaide, der Hauptstadt). Vor der Bucht liegt Kangaroo Island. Eingerahmt von grünen Hügeln wirkt Adelaide sehr europäisch mit Straßenrestaurants, Museen, Theatern und Parklandschaften. Nahe Sandstrände, gutes Essen und Weine der nahen Anbaugebiete sowie Adelaides Architektur machen es zu einem angenehmen Aufenthaltsort. Fleureu, südlich Adelaides, nennt sich der “Holiday Playground”. Wassersport, Segeln, Fischen, Wandern, Reiten und Weine-Kosten sind eine Auswahl der Freizeitmöglichkeiten. Victor Harbor sollte einmal Hauptstadt werden. Die Eyre-Halbinsel bietet die besten Austern und Muscheln in Coffin Bay. The Barossa, das Weingebiet südlich der Hauptstadt, vermittelt deutsches und europäisches Weinbauernflair. Der Südosten hat zerklüftete Felsenküste, Vulkanberge, Pinienwälder und Weinberge (Höhlen, Vulkanseen, Krater). Kangaroo Island (Nationalpark) überrascht mit außergewöhnlicher Pflanzen- und Tierwelt. (Känguruhs, Koalas, Emus, Seelöwenkolonien, weiße Strände, Segeln, Fischen, internationale Hotels, Camping). Das Riverland um den Murray, Australiens größtem Fluß, ist das größte Wein- und Zitrusanbaugebiet des Landes (Riverboat- und Wassersportvergnügen). Die Flinders Berge sind ideale Wandergebiete (hier kann man in einem Busch-Pub hervorragende Gesprächspartner finden). Die legendären Birdsville, Strelecki und Oodnadatta Tracks (Pisten) ins Outback führen zu geheimen Wasserlöchern, Seen, Opalminen und Wüstengebieten. Obligatorisch sind Stops an einem Outback-Pub, um sich die Geschichten der Ortsansässigen anzuhören. In Coober Pedy (1915 erste Opalfunde), nördlich von Woomera, gibt es Opale. Aber nicht nur die Schürflöcher sind in der Erde, auch Shops, Motels, Kirche und sogar das Museum, bei 45′ im Schatten ist’s unten kühler! Um Oodnadatta beginnt das wirkliche Outback. In die Simpson-Wüste geht es nur mit Polizeierlaubnis, 4- Radantrieb und Funk. Der Lake Eyre und die anderen Salzseen haben nur nach Regenfällen Wasser. 1964 stellte der Engländer Donald Campbell hier den Land-Geschwindigkeitsrekord auf (auf polierter Salzbahn). Der Strelecki Track ist die östlichste Wüstenpiste von Lyndhurst bis lnnamincka (hier gibt es endlich wieder Wasser, Hotels, Bade- und Angelgelegenheiten). Den Trip schlechthin nennen sie den Birdsville Track von Marree nach Birdsville (echtes “Frontier Town” mit weltberühmtem Pferde-Rennen im September).
Klein und fein
Victoria liegt im äußersten Südosten Australiens und ist der kleinste Festlands-Bundesstaat (allerdings leben hier über 25 % der Gesamtbevölkerung Australiens). Hier verläuft das kontinentale Nord-Süd-Gebirge Great Dividing Range, das die ganze Ostküste einnimmt, parallel zur Südküste (Victorian Alps, höchster Berg, Mt. Bogong, 1986 m). Den mittleren Nordteil bestimmt das große Flußgebiet, den Westen Wüstengebiete (Sunset Country, Big und Little Desert). Drittel des Staates sind Nationalparks und rt Ebenso.gibt es hier Regenwälder, endlose ade (90 Mile Beach, östlich Melbournes). r Mitte der Südküste liegt die Port Phillip Bay mit ellstadt Melbourne, Australiens zweitgrößter Stadt ntre, Museen, Parks). Empfehlenswert ist eine ndfahrt mit der Trambahn (Australiens einzige rißenbahn-Stadt). Im September findet das Grand Final kn Australien Football statt (für Nicht-Australier: eine Mischung aus Rugby, Fußball, American Football, aber ohne Schutzkleidung). Am ersten Dienstag im November ist der Melbourne Cup (für die Einheimischen das wichtigste Pferderennen der Welt). Die Nordgrenze zu New South Wales bildet der größte fluti Australiens, der Murray River. An seine Bedeutung als wichtiger Handelsweg erinnern Ausflugs-Raddiunpfer. hn flealesville Schutzgebiet östlich von Melbourne lebt a das seltene, eierlegende Schnabeltier. Die Attrakfloh auf Phillip Island (Robben, Vogelschutzgebiet), 130 km südlich, ist die Parade der Zwergpinguine zu ihren Nestern. An der Westküste bei Port Campbell stehen die 12 Apostles (Felsensäulen, mittlerweile aus der im Zigarettenwerbung bekannt). Ostern finden in Torquay die International impionships der Surfer statt. Grampian Forest gibt es fleischfressende Pflanzen I Todesrachen (”Jaws of Death”, Felsen wie ein offeHachen über dem Abgrund).Auf dem Flug von Melbourne nach Sydney sieht man Skigebiete der Beauty, Buffalo, Buller und Baw Baw untains (die Bogong High Plains sind MountainIker-Paradies).

Jun 30

Australias Sunshine State Queensland ist etwa das nordöstliche Viertel Australiens. Dazu gehört eines der größten Naturwunder der Erde, das rund 2000 km lange Great Barrier Reef an der Ostküste. Die Osthälfte, an die Küste anschließend, bilden Gebirge wie die Great Dividing Range (Bartle Frere, bei Cairns, 1611 m). Der Südwesten geht bis South Australia in das Great Artesian Basin über (abflußloses Gebiet). Westlich der Halbinsel York liegt der riesige Golf von Carpentaria (Mangroveküste). Die Besiedlung umfaßt im wesentlichen die Küsten-gebiete von Brisbane (Süden) bis Townsville und Cairns im Norden, der Norden ist zum Großteil Aboriginal Reservat. Die Nordspitze ragt in die Torres-Straße (siehe Torres Strait Isl.) , gegenüber liegt Neuguinea. Queensland wurde 1824 als Sträflingskolonie gegründet, 1859 Kolonie und 1901 Bundesstaat. Das Klima ist subtropisch, aber nicht drückend heiß. Bei Cooktown, nördlich Cairns, strandete Captain Cook 1770 mit seiner “Endeavour”. Um 1880 schürften hier 30.000 Goldsucher, heute bestaunt man bei Laura 15.000 Jahre alte Felsenmalereien der Ureinwohner (Split Rock). Die Wildwasser südlich von Cairns, Johnstone, Tully, Barron, Herbert Rivers bieten Anfängern wie Cracks echte Rafting-Herausforderung (hier gibt es die höchsten Regenfälle des trockensten Kontinents). Westlich von Cairns sind dichte Regenwaldgebiete mit Wasserfällen (Barron Falls, 240 m, Tully Falls 270 m) und Kraterseen, südlich bei Ingham die Wallaman Falls (300 m). Im Cape Tribulation Nationalpark (Satans) und Daintree Regenwald kann man Kajak fahren, Dschungel-Reiten, Mountain-Biken, Krokodile Beobachten und Bungee Springen (zahlreiche weitere Nationalparks). Chillagoes Tropfsteinhöhlen liegen westlich von Cairns (free climbing, “abseiling” über Leitern und Seile. Achtung vor Krokodilen beim Campen!). Innerhalb des Barriere Riffs gibt es zahlreiche Regenwald-Inseln (Urlaubsinseln z.T. mit Traumhotels; Schiffs- bezw. Flugverbindungen, Tagesausflüge), Lizard, Green, Fitzroy, Russell, Dunk, Bedarra, Family, Hinchinbrook, Orpheus, Palm, Magnetic, Whitsundays, Hayman, Hook, Daydream, South Molle, Hamilton, Lindeman, Brampton, Long, Great Keppel, Heron, Lady Elliot. Der Südwestteil Queenslands ist Schaf- und Rinderland.
Die Capricorn Central Highlands sind Edelsteingebiet, (von Rockhamton Richtung Emerald, im Westen), daneben gibt es Nationalparks, Baumwoll-, Getreidefelder. Die Gegend um Townsville (Strände, Casinos, ResortInseln der Whitsundays u.a.) lädt zu Expeditionen ins Hinterland ein (Charters Towers und Ravenwood mit viktorianischer und edwardianischer Architektur). Der Mathilda Highway führt durchs Outback (Känguruhs, Emus, kleine Käffer, mit dem zentralen Ort, dem Pub) nach Karumba am Gulf of Carpentaria. Neben den Trauminseln ist Fraser Island, größte Sandinsel der Welt (135 km lang), etwas besonderes. Hier gibt es Regenwald, Süßwasserseen und -flüsse, die höchsten Dünen, Schiffswracks, Vögel und Wildpferde. Die inselreiche Küste vor Brisbane ist Taucherparadies, Surfers Paradise das Zentrum der Gold Coast (Wassersport, Ballonfahren, OutbackErforschen, Golfen, Reiten, riesiges Nightlife-Angebot).
Gateway to the Outback.

Jun 29

New South Wales ist der mittlere der drei Ostküstenstaaten und liegt im Südosten des Kontinents. Diagonal durchzieht der Darling River NSW und mündet im Südwesten in den Murray, der die Grenze zu Victoria bildet. Das Bergland der Great Dividing Range bildet den Ostabschluß, vor dem Küstengebiet. In der Mitte der Pazifikküste NSWs liegt Australiens größte Stadt, Sydney (Hauptstadt von NSW). Zugehörig ist noch Lord Howe Island, rund 700 km nordöstlich von Sydney, in der Tasman-See. 68 Nationalparks umfassen Landschaften, wie endlose Sandstrände, rote Trockenebenen, Regenwald (Nordküste), Eukalyptuswäldern, Schluchten, Wasserfällen und Sandsteinklippen. Weiter beinhalten sie Felsmalereien der Aboriginals, Höhlensysteme, Känguruh- und Vogelschutzgebiete. NSW ist der Geburtsort Australiens. In Sydneys Botany Bay landete 1770 Captain Cook, 1788 wurde hier die erste britische Siedlung gegründet. Das Klima ist ganzjährig mild mit heißen Sommern. Hauptexporte sind Fleisch (Schafe, Rinder), Textilfasern, Wolle, Getreide, Erze, Kohle. 64% der New South Welshmen leben im Großraum Sydney, Newcastle und Woolongong, an der Küste. Sydney, Publikumsmagnet Australiens, mit seiner bekannten Hafenbrücke und der Oper, vereint auf seinen 12.400 qkm Fläche ein Fünftel aller Australier (3,5 Mill.). Weitere Attraktionen der Stadt, an einem der weltgrößten Naturhäfen gelegen, sind die zahlreichen Strände, das sonnige (wenn auch Ozonloch-gefährdete) Klima, zahlreiche Parks und neben der modernen Skyline die historische Macquarie Street und die Rocks Area. 100 km westlich liegen die Blue Mountains, Erholungsgebiet der “Sydneysiders” (Wälder, Canyons, australische Tierwelt). Von Sydney aus gibt es 1-Tages-Touren in die Blue Mountains, mit Wildwasser-Rafting, “abseiling” (klettern mit Seil), Regenwald-Expeditionen. Neben Wassersport aller Art (nicht nur am Meer) gibt es Kamelreiten, Buschwandern, Klettern, Gold- Waschen, Opale-Schürfen. Broken Hill im äußersten Westen ist Zentrum für Opalschürfer (White Cliffs) und Fahrten ins Outback. Ein Drittel von NSW umfaßt das Rote Outback mit seinen Canyons, Wüsten (Strzelecki Desert), Wasserlöchern. Im Sturt National Park sieht man Adler, Emus (austral. Strauß), rote Känguruhs, Papageien, Echsen. Der Moorwingee Park bietet perfektes Outback (Schluchten, Canyons, Aboriginal Felsmalereien). Der Mt. Kosciusko in den Snowy Mountains ist Australiens höchster Berg (2229 m) und ein hervorragendes Skigebiet.

Jun 29

Amerikanisch Samoa liegt im Südpazifik, etwa 3700 km südsüdwestlich von Honolulu (Hawaii) und ca. 1100 km nordwestlich von Suva (Fidschi). Der dichteste Nachbar ist Westsamoa, ca. 25 Flugminuten entfernt. Die beiden Samoas liegen an der Datumsgrenze. Wenn es Sonntag 12.00 h mittags in Samoa ist, dann hat New York Sonntag 6.00 h, Deutschland Sonntag 24.00 h, Sydney Montag 9.00 h und Hongkong Montag 7.00 h. Amerik. Samoa gehört zu den “Unincorporated Territories” der USA und ist das einzige amerikanische Territorium, das südlich des Äquators liegt. Es besteht aus der Hauptinsel Tutuila mit der Hauptstadt Pago Pago (sprich Pängo Pängo) und Aunu’u im Westen und der Inselgruppe Manu’a mit den Inseln Ofu, Olosega, Ta’u, den unbewohnten Sand & Rose Islands und dem ca. 450 km im Norden gelegenen, in Privatbesitz befindlichen, Swains Island. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs, bis auf Swains Isl. und die Korallenatolle der Sand & Rose Islands. Die Koralleninseln sind flach. Bei den anderen Inseln dominieren die erloschenen Vulkane. Die Inseln sind daher fast ausschließlich an der Küste bewohnt. Auf Tutuila besteht der südwestliche Teil der Insel aus einer weiten Ebene, auf der sich die meisten Siedlungen und der Internationale Flughafen bei Tafuna befinden. Pago Pago selbst liegt in einer weiten, wirbelsturmsicheren Bucht, die die Insel fast in zwei Hälften teilt. Über diese Bucht führt eine Seilbahn vom Solo Hill an der Südküste zum Mt. Alava (490 m), einem der herrlichsten Aussichtspunkte der Insel. Hier beginnt auch der geplante Nationalpark. Bei klarer Sicht, besonders am frühen Morgen und Spätnachmittag, können Westsamoa und die Manu’a-Inseln gesehen werden. Die erste Besiedlung der Inseln fand um 600 v.Chr. an der Ostspitze von Tutuila, in der Nähe von Tula statt. Im Jahre 1722 entdeckte der holländische Seefahrer Jacob Roggeveen die Manda-Inseln. Seit 1831 sind die Inseln unter westlichem Einfluß, der mit der Missionierung unter John Williams aus London begann. Die Samoaner sind bis heute ein tief religiöses Volk. Das Klima ist typisch tropisch. Während der Regenzeit (Dezember bis März) gibt es auch täglich trockene Wetterperioden. Die sonnigste Jahreszeit liegt von Juni bis September. Selten steigen die Temperaturen über 29°. Die Passatwinde aus Südost wirken dabei erfrischend. Alter Überlieferung nach gilt der Mt. Rainmaker an der Ostküste der Buch von Pago Pago wegen seiner ständigen Wolkenkappe als Regenmacher. Die größten Arbeitgeber der Inseln sind die Behörden und die Thunfisch-Industrie. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Relikte aus alten Kriegszeiten (überwucherte Kanonen, Bunker usw.). Einen Besuch lohnen die Virgin- und LeoneWaserfälle und vor allem das Territorial-Museum (Jean P. Haydon Museum), davor die herkömmlichen samoanischen Fales (Hütten), in denen Kunsthandwerk verkauft wird. Wer die Regenzeit nicht scheut, kann im Oktober und November, wenn Mond und Flut genau passen, draußen bei den Riffs beim Fang der Palolos dabei sein. Dieser Fisch enthält den Kaviar des Pazifik. Fale, Fala ma Ti: Das ist die besondere Art, als Gast in Amerik. Samoa in original Fales zu wohnen. Ab 25 US$ besitzt man seine eigene Hütte, seine eigene Schlafmatte und bekommt zum Frühstück Tee serviert. Das Fa’a Samoa (der samoanische Lebensstil) verbietet es einem Besucher, zu sprechen, solange er noch steht. Beim Sitzen niemals die Beine ausstrecken (wenn nicht möglich, etwas darüber legen). Da Samoaner tief religiöse Leute sind, wird es erwartet, als Gast eines Hauses, am Abendgebet und -gesang teilzunehmen. Wird man zu einer Kava-Zeremonie (Kava ist ein aus Pflanzen gewonnenes Getränk, das vor der “europäischen Zeit” neben Wasser und Kokosmilch das einzige Getränk war. Bei starkem Genuß kann es berauschen) eingeladen, spricht man mit vorgestrecktem Getränk das Wort “Manuia” (Viel Glück) und vergießt dabei einige Tropfen auf die Bodenmatte. Die Antipoden-Inseln gehören zu Neuseeland, zur Gruppe der neuseeländischen subantarktischen Inseln. Sie liegen 780 km südöstlich von Christchurch auf der neuseeländischen Südinsel.
Zu den unbewohnten Inseln gehören Antipodes Island, im Norden das kleine, 150 m hohe Bollons Island, im Westen die Windward Islands, zwei kleine Inseln, und Im Osten Leeward Island. Um die Hauptinsel verteilt liegen zahlreiche Riffe. Die Antipoden-Inseln liegen auf der anderen Seite des Globus, genau England gegenüber, so wie der Nordpol dem Südpol gegenüber liegt. Nach dem New Zealand Dictionary haben sie so ihren Namen erhalten: Antipode bedeutet aus dem Griechischen übersetzt ” Gegenfuß” - “entgegengesetzter Fuß”. Im geografischen Sprachgebrauch ist der Antipode der auf dem gegenüberliegenden Punkt der Erde lebende Mensch. Antipodes Island ist ein 280 m hohes Plateau mit Tälern und Bergen, höchster Berg ist in der Inselmitte der Mt. Galloway mit 403 m. Die Insel ist mit Grasbüscheln und Gestrüpp bedeckt, besonders im Nordteil befinden sich zahlreiche Sümpfe. Zu Uferzonen sind zumeist unwegsame Steilküsten, der einzige Ankerplatz mit leichtem Zugang zur Insel befindet sich an der Nordküste, Depot Anchorage. Die Inseln sind Refugium für Albatrosse und andere Seevögel. Ohne Erlaubnis neuseeländischer Behörden ist das Betreten untersagt.

Jun 28

Vietnam bildet den gesamten östlichen Abschluß der Hinterindischen Halbinsel. Der Norden grenzt an China, der Westen an Laos und der Südwesten an Kambodscha. Im Norden Vietnams liegt der Golf von Tonkin. Bis zum südlichen Abschluß, dem weitverzweigten MekongDelta, erstreckt sich die rund 2000 km lange Küste am Südchinesischen Meer. Der Süd- und Südwestküste sind mehrere Inseln vorgelagert (u.a. Con San, im Süden und Phu-Quoc, an der Westgrenze zu Kambodscha). Bis auf den Süden um das Mekong-Delta, besteht das Land aus Faltengebirgen, die im Süden mit Tropenwald, im Norden auch mit Nadelwald bedeckt sind. Von der Waldfläche, die vor dem Vietnamkrieg ursprünglich knapp die Hälfte des Landes bedeckte, sind nur noch rund 50 % übrig. In mittleren Lagen herrschen Monsunwälder vor, an den Küsten Mangroven und Palmen-Sandstrände. Zentrale Siedlungs- und Anbauflächen sind die Gebiete um Hanoi (Mündung des Roten Flusses im Norden) und Saigon mit dem Mekong-Delta. Bereits Anfang des 19. Jh. mischten die Franzosen in Vietnams Innenpolitik mit, um 1858 Südvietnam zu besetzen. Nach der-Eroberung des Nordens kommt es zur Vereinigung der französischen Protektorate Cochinchina (Südvietnam), Tonkin (Nordvietnam, Laos), Annam (Zentralvietnam, Laos) und Kampuchea (Kambodscha) zur Indochina-Union. Im II. Weltkrieg wird Vietnam von Japan besetzt, danach greift Frankreich wieder nach seiner verlorenen Kolonie. 1954 erleidet Frankreich die entscheidende Niederlage bei Dien Bien Phu (Nordwestvietnam). Nordvietnam wird kommunistisch, der Süden hat eine diktatorische Regierung unter Diem, die aus der Kommunistenhysterie der USA Kapital schlägt und unterstützt wird. Durch zahlreiche politische Zwischenfälle gefördert (Ermordung Diems 1963, Angriffe auf US-Kriegsschiffe vor der Küste des Nordens 1964), kommt es zum Vietnamkrieg mit den USA. Im Verlauf des Krieges fallen auf Vietnam (nach 1970/71 auch auf Laos und Kambodscha) mehr Bomben als im gesamten II. Weltkrieg auf Europa. Nach dem endgültigen Ende 1975 (Nordvietnam erobert Saigon) wird aus Nord- und Süd- eine Sozialistische Republik Vietnam gebildet. Das Klima ist tropisch feuchtheiß im Süden und subtropisch im Norden. Die Temperaturunterschiede übers Jahr sind gering, die Winter können um Hanoi allerdings sehr kühl werden. Vietnam ist ein armes Agrarland. Das Mekong-Delta wird intensiv für den Reisanbau genutzt. Die Tierwelt besteht aus Tigern, Leoparden, Büffeln, Rotwild, Schlangen, Krokodilen sowie einer vielfältigen Vogelwelt. Vietnam ist ein Reiseland für Gruppentourismus. Alles wird von Vietnam Tourism organisiert, Individualtouristen haben keine freie Hotelwahl. Die Infrastruktur wurde stark verbessert (Straßenausbau). Es wird noch einige Zeit dauern, bis Vietnam ein Urlauberland wird. Dafür müßte erst eine Hotel- Infrastruktur aufgebaut werden. Je weiter man von Norden nach Süden kommt, um so gelockerter und offener wird allerdings die Atmosphäre. 2/3 der Touristen besuchen den Süden, in Saigon bemüht man sich mittlerweile, dem Individualtourismus entgegenzukommen. Hanoi, die Hauptstadt des seit 1976 wiedervereinigten Landes, hat neben Pagoden und buddhistischen Tempeln als größte Sehenswürdigkeit das Mausoleum des ehemaligen Präsidenten Ho-Chi-Minh (1890-1969). Der Tempel in sozialistisch monumentaler Architektur ist ein Geschenk der Sowjetunion. Eindrucksvoll ist die märchenhafte Landschaft der bewaldeten Berge, Grotten, Buchten, von chinesischen Dschunken befahren, und Inseln an der Nordküste (Along Bay). Angeboten werden auch Gruppenreisen zum legendären Ho-Chi-Minh-Pfad, der vom Norden in den Süden, allerdings die größte Strecke über Laos und Kambodscha, führte. Saigon (Ho Chi Minh), ehemalige Hauptstadt Südvietnams und vor den Vietnam- und Indochinakriegen das “Paris Südostasiens” genannt, ist Vietnams größte und wirtschaftlich aktivste Stadt. Breite Boulevards, großzügige Parks und koloniale Bauten zeigen die französische Vergangenheit der größten Hafenstadt des Landes. Sehenswert sind die neuromanische Basilika (1886), die klassizistische Town Hall von 1908 (heute Quartier des Volkskommitees), das Postgebäude mit dem Tonnengewölbe von Eiffel (1891), der botanische Garten sowie das geschäftige Treiben der Menschen im Chinesenviertel Cholon und auf den Wohnbooten und die Märkte der Stadt. Im Norden wie im Süden leben Fischerfamilien in ihren Wohnbooten, den Pan Ban. Obwohl man im gleichen sozialistischen Staat ist wie Hanoi, gibt es in Saigon alles zu kaufen - allerdings nur gegen harte Dollars! Auf der Straße nach Kambodscha, im grenznahen Ort Tay Ninh, liegt die sehenswerte Basilika der Cao-DaiSekte. Im Zentrum liegt die Hafenstadt Hue. Sehenswert sind die, nach dem Krieg wieder restaurierten Tempel der ehemaligen Kaiserstadt. Auf der Straße entlang der Pazifikküste öffnen sich malerische Buchten, Palmenstrände und Fischerdörfer. Trotz der eindrucksvollen Szenerie lassen sich die Gedanken an die furchtbaren Szenen vor 1975 nicht völlig verdrängen. In Hue tobte der Krieg am schlimmsten. Straßen- und Brückenverbindungen sind nach dem langen Krieg großteils wiederhergestellt. Die beiden Wirtschaftszentren Hanoi und Saigon sind durch die Nationalstraße 1 und eine Eisenbahnlinie miteinander verbunden. Im ganzen Land gibt es zahlreiche Flugplätze und Pisten, die Inlandverbindungen sind allerdings mangelhaft. Hanoi und Saigon sind internationale Flughäfen.

Jun 27

Das Königreich Thailand liegt auf der Hinterindischen Halbinsel in Südostasien. Im Süden verläuft das Land über die schmalste Stelle (Burma als Nachbar) der malayischen Halbinsel bis zur Nordgrenze Malaysias. Die Ostgrenze bilden Kambodscha und Laos, den Norden und Westen Myanmar (Burma, Birma). Im Norden Thailands bildet das Zusammentreffen mit Burma und Laos das berüchtigte "Goldene Dreieck", Zentrum des Welt-Opium-Handels und Opiumanbaus. Geografisch bildet das Land 4 Regionen. Der bergige Norden und Westen, die fruchtbare Zentralebene des Chao-Phraya-Flusses, das halbtrockene Nordostplateau und die schmale, südliche Halbinsel mit ihren teils einsamen Stränden und den vielen vorgelagerten Inseln. Bis 1932 war Siam, so der frühere Name, eine absolute Monarchie. 1939 wird der Name in Thailand geändert. Thailand hat tropisches Klima, mit hohen Temperaturen und ebensolcher Luftfeuchtigkeit. Regenzeit ist generell von Juni-Okt, der Nordosten hat die wenigsten, der Süden die höchsten Niederschläge. Thailands Tierwelt besteht aus Elefanten, Nashorn, Tiger, Leoparden, Büffel, Bären, Rotwild, Affen sowie einer exotischen Vogel- und Pflanzenwelt. Die Großtiere sind allerdings stark gefährdet. Daneben gibt es in Thailand einige tausend Arbeitselefanten. Thailand ist seit den 70er Jahren Tourismusland, in erster Linie für Sonnenhungrige, aber auch für Kulturtouristen (Tempel, historische Stätten). Daneben hat Thailand rund 50 Nationalparks. Ein negatives Image hat Thailand wegen des sogenannten Prostitutionstourismus, durch den jährlich tausende junger Mädchen und Knaben nach Bangkok und in die Touristenzentren gelockt werden. Daneben hat die Nähe des "Goldenen Dreiecks" viele Drogensüchtige hervorgebracht oder ins Land gelockt. Die Riesenstadt Bangkok ist üblicherweise erster Anlaufpunkt. Berühmt sind die Klongs, die unzähligen Kanäle, auf denen sich das öffentliche Leben (schwimmende Märkte) abspielt. Bootsfahrten sind in Gruppen oder per Mietboot (Außenborder mit Fahrer) möglich. Wat Pho (Tempel des liegenden Buddha), größter klö- sterlicher Tempelbezirk (16. Jh.), gehört in jedes Besichtigungsprogramm. Daneben gibt es zahllose wei- tere Anlagen (u.a. Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragdbuddha), Palastbezirk aus dem 18. Jh., der Wat Treimitr beherbergt den berühmten "Goldenen Buddha" (13. Jh.), 3, 5 m hoch und aus über 5,5 t nahezu purem Gold! Daneben gibt es hier die größte Krokodilfarm der Welt. Östlich von Bangkok finden sich im Bergland der Nationalpark von Khao Yai (Elefanten, Wasserbüffel, Bären, Affen). Chiang Mai, die Ausgangsstadt für Dschungelbesuche im Norden, hat ebenfalls zahlreiche Tempelanlagen. Im nördlichen Chiang Rai, umgeben von majestätischen Dschungelbergen, gibt es die Möglichkeit, neben Dschungel-Trekking und Elefantenreiten auch eingebo- rene Volksgruppen im Bereich des "Goldenen Dreiecks" zu besuchen. Grenzübertritte nach Burma sind nicht möglich. Die Frauen des Karen-Stammes, der auch in Burma lebt, tragen z.T. noch heute schwere Goldringe um den Hals (Giraffenhals-Frauen), der sich im Laufe der Jahre durch Aufstocken verlängert! Im südlichen Ngao, nahe Lampang, gibt es eine Elefantenschule (Elefantenreiten). Auf halbem Weg zwischen Chiang Mai und der Hauptstadt liegt Sukhothai, Thailands alte Königsstadt, mit ihren Tempelanlagen und Buddhafiguren in der Khmer-Architektur (13. Jh.). Pattaya, größtes Touristenzentrum am Golf von Thailand, bietet alle Freizeitvergnügungen und mehr, für die überwiegend männliche Klientel aus aller Herren Länder! Pattaya ist auch Kreuzfahrthafen. Herausragende Aktivitäten sind Korallentauchen und Hochsee- fischen (Fischerdorf Bang Saray). Traumziele sind die mittlerweile längst nicht mehr als Geheimtip gehandelten Südinseln des Landes. Der Süden des Landes hat üppige Tropeninseln, kilo- meterlange Sandstrände, malerische Fischerdörfer, Wildreservate, historische Städte (Tempel, Moscheen). Phuket, an der westlichen Andamanensee, einst Vorreiter des Individualtourismus und James-Bond- Kulisse (säulenartige Urwald-Felseninseln), bietet alle Wassersport- und Freizeitangebote. Neueres Ziel um Phuket ist, neben zahlreichen anderen, die in den 80er Jahren noch unberührte Insel Phi Phi (Taucherparadiese). In den großen Höhlensystemen der Insel werden Schwalbennester für die in Asien beliebte Suppe geerntet (Jan-April). Im Osten, im Golf von Siam, liegen die Inseln Samui, Phangan und der malerische Ang Thong Archipel (Nationalpark, Bootsausflüge von Kho Samui, "Kho" bedeutet Insel). Die Stadt Nakhon Si Thammarat, an der Ostküste, ist eine historische Stadt mit Tempeln (Wat Phra Maha That) und bietet reizvolles Kunsthandwerk (Schattenfiguren). Strandbungalows sind neben Hotels die typische Unterkunft auf den Inseln. Die Einwohner der Insel Samui leben von Kokospalmen, Fischfang und vom Tourismus. Auf den bewaldeten Inseln (80, 4 davon bewohnt) leben Affen, die Strände sind teils felsig, teils sandig. Das Straßennetz ist gut, der Norden ist weniger entwickelt. Grenzübertritte nach Burma, Laos und Kambodscha sind derzeit per Straßenverbindung nicht möglich. Die größte Verkehrskonzentration ist um die Hauptstadt Bangkok. Eisenbahn und Inlandflugnetz sind ebenfalls gut, Bangkok und Chiang Mai sind internationale Flughäfen. Auf dem Chao Phraya und seinen Kanälen findet reger Schiffsverkehr statt, Bangkok ist Überseehafen für Laos (per Bahn nach Nong Khai und per Mekong-Fähre nach Vientiane, Laos).

Jun 27

Die Spratly-Inseln, chin. Nansha, philipp. Kalagan, sind eine im Chinesischen Meer verstreut liegende Inselgruppe. Sie liegen ca. 420 km östlich der Küste Vietnams, ca. 250 km westlich der westphilippinischen Insel Palawan und ca. 300 km nordwestlich Nord-Borneos. Der Spratly-Archipel besteht aus einer Vielzahl kleiner, flacher Palmeneilande und Riffe. Die Inseln werden, wegen ihrer strategischen Lage und vermuteter Erdöllager, von Vietnam, Taiwan, den Philippinen, Malaysia, Brunei sowie China beansprucht. Von den 12 Hauptinseln ist die größte Hu Aba (36 ha), Storm Island hat eine Ausdehnung von 275 x 450 m. Schildkröten, Seevögel und Eidechsen sind die einzigen ständigen Bewohner. Vietnam hat 3 Inseln annektiert (Rurok, Binago und Pugad), Taiwan Itu-Abu, die Philippinen u.a. Panata, China hat im Norden des Archipels einen Militärposten. Mitte 1991 besetzten malaysische Streitkräfte 3 SpratlyInseln.

Jun 26

Singapur, offiziell “Singapore”, ist ein Inselstaat in Südostasien vor der Südspitze der malaysischen Halbinsel. Zur Hauptinsel gehören noch etwa 57 landnahe Inseln und Inselchen. Von der ursprünglichen Vegetation sind noch Reste im Inneren der Hauptinsel vorhanden (Sümpfe, kleine Waldgebiete, Bukit Timah Reservat), die als Irinkwasserreservoir genutzt werden. schon im 13. Jh. bestehende Stadt wurde nach ihrer . Zerstörung 1365 erst 1819 von den Briten wieder aufgebaut. Von 1946 bis 1963 war Singapur britische Kronkolonie, danach im Malaysischen Staatenbund, 1965 trat Singapur aus dem 14-Staatenbund Malaysias aus und wurde eine unabhängige Republik. Singapur hat äquatoriales Klima mit Durchschnitts temperaturen übers Jahr von 25-28 ° C. Es gibt keine ausgesprochenen Regenzeiten. Die Tierwelt besteht aus Affen, Vögeln, Kleintieren, ‘ Singapurs Nationalblume ist eine rosa-weiße Orchidee. Der “Merlion” (Meereslöwe), halb Löwe, halb Fisch, ist das Wahrzeichen der Stadt. Singapur ist das größte Ölraffineriezentrum Asiens. Über 3/4 der Bewohner sind Chinesen, der Rest sind Malaien, Inder und Pakistani, knapp 2 %. sind Europäer. In den nicht-modernisierten Stadtvierteln spiegelt sich das Völkergemisch in einer multikulturellen Architektur wieder. Der Stadtstaat ist ein Geschäftszentrum und ein touristischer Zwischenstop der Extraklasse. Luxuriöse Hotels, Einkaufsdorado, chinesischer Flair, Startplatz für alle Ziele in Asien, das sind Singapurs Pluspunkte auf der Liste des Reisenden. Daneben bietet der Inselstaat alle Arten von Vergnügungen sowie Sehenswürdigkeiten und Urlaubsorte (Inseln), um mehr Langzeittouristen für sich zu begeistern. Überall in der saubersten Stadt Asiens (auf Verschmutzung durch Abfall, Zigarettenkippen, spucken in öffentlichen Verkehrsmitteln, stehen hohe Geldstrafen) gibt es die beliebten Food-Markets, man setzt sich an einen Tisch und holt oder bestellt von verschiedenen Ständen. Leider werden die alten Markets der Chinesenviertel zunehmend durch Neubauten verdrängt. Auch die Wohnboote sollen zusehends aus dem Stadtbild verschwinden. Singapur hat zahlreiche historische Gebäude aufzuweisen. Tempel und Moscheen ebenso wie Kirchen und das legendäre Raffles-Hotel, ein Luxushotel im viktoria- nischen Stil. Hier steht auch das welthöchste Hotel (Westin Stamford), mit Blick aus dem 70. Stock nach Malaysia und Indonesien! Eindrucksvoll steht das klas- sizistische Gebäude des Obersten Gerichts in der City. Freizeitangebote sind die zahlreichen Gärten: u.a. botanischer, chinesischer, Orchideen-, Zoo und Dragon World (Themenpark).
Berühmt ist der “Tiger Balm Garden”, eine Art fernöstli- ches Disneyland, von den Herstellern des Tiger- Balsams gestiftet. Sentosa Island (ehemaliges Kolonialfort) ist per Seilbahn zu erreichen. Die Urlaubsinsel (Fährhafen von Singapur) ist der “Fun-Spot” mit Freizeitmöglichkeiten wie Unterwassertunnel (tropische Fische), Schmet- terlingspark, Golfplätzen (Singapur hat 17), Hotels, Palmen-Sandstränden und neunmal täglich musikali- sche Wasserspiele sind ein Querschnitt durch das Angebot Sentosas. Die südlicheren Inseln, ideale Bade- und Tauchplätze, können per Boot erreicht werden. Zahlreiche Theater, Ballet, chinesische Oper und Kinos (in Original, also meist englisch), sowie zahllose Auswahlmöglichkeiten an verschiedenartigen Restaurants bereichern das Angebot für den Geschäftsmann oder Stop-over-Touristen. Die Möglichkeiten an Sportarten, ob aktiv oder als Zuschauer, sind ebenfalls erschöpfend. Wer Glück und Geduld hat, findet sogar in dieser durch- organisierten Stadt noch Plätze mit chinesischen Geschichtenerzählern und Scherenschneidern. Zahlreiche Möglichkeiten bieten sich, um Singapurs Gewässer und umliegende Inseln zu erkunden. Von modernen Katamaranen, über Segelboote, bis hin zu Junks oder Tongkangs (traditionelle chinesische Holzschiffe). Das Verkehrsnetz ist hervorragend ausgebaut. Aus Umweltgründen dürfen nur vollbesetzte Autos gebührenfrei in die City. Singapurs Hafen hat eine Verbindung (Bahn, Straße) über den Causeway (Brückenverbindung) nach Malaysia. Die neue U-Bahn gilt als die sicherste der Welt, der Stadtstaat hat mit die modernste Luftflotte der Welt. Singapur ist der Luftverkehrsknotenpunkt Südostasiens, der Überseehafen ist der viertgrößte der Welt.

Jun 26

Die Philippinen liegen im westlichen Teil des Pazifik, hier Philippinisches Meer genannt und sind im Westen durch das Südchinesische Meer von der hinterindischen Halbinsel getrennt. Im Süden liegen Borneo und Celebes (Sulawesi) und die Molukken, durch die Celebes-See vom philippinischen Mindanao, Palawan und dem Sulu-Archipel getrennt. Das südostasiatische Inselreich umfaßt über 7000 Inseln (20 % bewohnt), die aus 3 geografischen Teilen bestehen: der Hauptinsel Luzon (105.000 qkm) im Norden, der inselreichen Visayas-Region im Zentrum (mit über 6000 Inseln) und der zweitgrößten Insel Mindanao (95.000 qkm) im Süden, die wiederum von über 400 Inseln umgeben ist. Nördlichster Punkt der sich über 1850 km ausdehnenden Philippinen ist Y’ami, auf den Batanes-Inseln (240 km südlich von Taiwan), südlichster Sibutu, aus der Tawitawigruppe der Sulu-Inseln (15 km nördlich Borneos). Die ursprünglich weitgehend von tropischem Regenwald (heute noch etwa 50 %) bedeckten Inseln sind heute weitgehend von Savannen und Sekundärwäldern bestanden. Die Inseln sind überwiegend vulkanisch gebirgig, buchtenreich und teils von Korallenriffen umgeben. Lange vor den Europäern hatten Chinesen, Araber und Inder die Inseln für sich entdeckt. 1521 entdeckte der Portugiese Magellan die Inselwelt für Spanien. Er wurde im selben Jahr auf der Cebu-Insel Mactan von Eingeborenen getötet. Nachdem die Spanier von 1565 bis 1898 die Inseln besaßen, mußten sie an die USA abgetreten werden (als Ergebnis des spanisch-amerikanischen Krieges). Die Philippinen werden nicht in die Unabhängigkeit entlassen. 1941-45 werden die Inseln japanisch besetzt, nach der Befreiung durch die USA 1946 unabhängig. Die Bevölkerung ist überwiegend malayischen Ursprungs, rund 80 % sind Katholiken, 15 % Moslems (Mindanao, Sulu). Das Klima ist tropisch äquatorial, mit ganzjährig gleichbleibend hohen Temperaturen und einer Regenzeit zwischen Mai und November. Die Tierwelt besteht im wesentlichen aus exotischen Vögeln, Insekten, Affen (der kleinste der Welt, der Tarsius-Affe, lebt auf Bohol), Echsen und Krokodile. Der Tourismus der Philippinen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Für Europäer überraschend ist es wohl, ein spanisch-geprägtes asiatisches Inselreich vorzufinden, das Fiestas und katholische Feste mit religiöser Inbrunst feiert. Landschaftliche Sehenswürdigkeiten sind die zahlreichen Wasserfälle, Seen, Sandstrände, Tauchparadiese, Trauminseln und Vulkane, besonders aber das sogenannte 8. Weltwunder, die schon teilweise vor 2000 Jahren angelegten Reisterrassen bei Baguio auf Luzon. Überall finden sich historische Bauten (Kirchen, Herrenhäuser, Festungen) aus der spanischen Kolonialzeit. Die Philippinen bieten alle Sport- und Freizeitmöglichkeiten (Bergsteigen, Golf, Höhlenforschen), die Top- Hotels haben amerikanischen Standard, der Einfluß des “american way of life” ist deutlich spürbar.
Luzon-Region:
Die Metropole Manila, in der südlichen Manila Bay der Nordinsel Luzon, ist moderne Weltstadt westlicher Prägung. Der Stadtteil Eremita, mit Hotels und Nachtclubs, steht der Amüsiermeile Bangkoks in nichts nach (Prostitutionstourismus für die überwiegend männliche Klientel aus aller Herren Länder!). Neben dem schlechten Image, das die Philippinen aus diesem Grunde erworben haben, hat die Stadt allerdings einiges mehr zu bieten. Zahlreiche Kolonialbauten (Kirchen, Paläste) aus spanischer Zeit stehen in der Hauptstadt Metro- Manila (zusammengesetzt aus den umliegenden Städten einschließlich der Ex-Hauptstadt Quezon City). Sehenswert ist die ummauerte spanische Altstadt Intramuros, 1571 erbaut, mit dem Fort Santiago, der Manila-Kathedrale, der San Agustin-Kirche und dem Casa Manila (Möbel des 16.-19. Jh.). Der Rizal-Park ist Manilas Freizeit-Oase (nach dem Nationalhelden Rizal, des 19. Jh.). Des weiteren hat Manila zahlreiche Museen und Freizeitmöglichkeiten in der Umgegend zu bieten. Größter See der Philippinen ist die südlich Manilas gelegene Laguna de Bay (Bootsfahrten, Wasserfälle, heiße Quellen in der Umgebung). Nord-Luzons Landschaft bietet Seen, Wasserfälle, Höhlen und spanische Herrenhäuser in herrlich grüner Landschaft. Baguio, die “Sommerhauptstadt” der Philippinos (20 °C Jahresdurchschnitt), in den Cordillera-Bergen, hat zahlreiche Freizeitparks (Golf, Wandern), sehenswert sind die Märkte der Stadt. Nicht weit von Baguio sind die Banaue-Reisterrassen vom Bergvolk der Ifugaos berühmtes Postkartenmotiv. Ihre Gesamtlänge wird auf knapp 22.500 km geschätzt! Sehenswert sind auch die übrigen Regionen der Insel Luzon, der “spanischsten” Insel (Laoag, im Nordosten, mit Ferienresorts, San Fernando zum Baden und Tauchen). Der Westen Luzons, von der knapp 2000 m hohen Sierra Madre begrenzt, ist felsige Steilküste. Die Calabarzon-Provinzen um Metro-Manila (Cavite, Laguna, Batangas, Rizal, Quezon) sind für die Hauptstädter ideale Tagestouren. Hier gibt es heiße Quellen (Laguna), Vulkane, Gelegenheiten zum Bergsteigen, Baden, Tauchen, Windsurfen, die vorgelagerten Inseln von Batangas (im Süden) gelten als Holidayresort- und Taucherparadiese.
Vlsayas-Region:
Die Provinz Cebu auf der gleichnamigen Insel hat mit der ehemaligen, gleichnamigen Hauptstadt der spanischen Kolonie, die älteste Stadt des Landes. Auf Mactan Island findet man die meisten Hotels und Freizeitanlagen von Cebu. Cebus Nachbarinsel Bohol ist berühmt für ihre (1000) Chocolate Hills, grasbewachsene Kegelbuckel, die aus dem Tropenwald herausragen. Die westlichen Inseln Panel und Negros sind ebenfalls touristisch erschlossen, es gibt zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten (Kirchen) Negros ist die Zuckerinsel des Landes. An der Nordspitze von Panay Island findet in jeder dritten Januarwoche eines Jahres das wilde, karnevalsähnliche Ati-Atihan-Fest statt. Die vorgelagerte Insel Boracay gilt als schönstes Urlaubseiland der Philippinen.
Mindanao:
Auf der südlichsten Insel Mindanao wurde in den 70er Jahren das Steinzeitvölkchen der Tabatay im Urwald entdeckt. Der höchste Berg der Philippinen, der Vulkan Apo (2965 m) nahe Davao City (zweitgrößte Stadt des Landes), ist für die Eingeborenen ein heiliger Berg. Die Sehenswürdigkeiten reichen von Museen der Urbevölkerung, über buddhistische und taoistische Tempel, Orchideengärten, bis zu Dschungelwanderungen. Zamboanga war einst letzter Außenposten der Spanier vor den kriegerischen, moslemischen Sulu-Inseln. Sehenswert ist das Fort Pilar, sowie die Märkte mit dem bunten Bevölkerungsgemisch. Die Küche des Landes reicht von asiatisch bis europäisch-amerikanisch, ist aber vor allem eine Mischung der zahlreichen Kulturen des Landes. Beliebte Souvenirs sind Schnitzereien, religiöse Ikonen, Schmuck (Gold, Silber, Perlen), Bambusmöbel (Rattan). Verkehrstechnisch wichtig sind vor allem Fähren (speziell in der inselreichen Visayas-Region) und Flugzeuge im Reich der Inseln. Das Land hat 3 internationale Airports, Manila (NAIA), Flugdrehscheibe des Ostens, Mactan, Davao. Manila, Mactan auf Cebu und über 300 nationale Flugplätze. Straßen sind in mäßigem Zustand, aber wichtigster Verkehrsträger. Es gibt überall Busverbindungen. Größter Beliebtheit (als touristisches Fotomotiv) erfreuen sich die Jeepneys. Diese zu Kleinbussen umgebauten und bunt bemalten Jeeps haben sich nach dem II. Weltkrieg aus den übriggebliebenen Militärfahrzeugen der Amerikaner entwickelt.

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