Jun 7

Senegal liegt im nordwestlichen Afrika am Atlantik und hat mit dem Cap Vert, auf dem Dakar liegt, zugleich den westlichsten Punkt des Schwarzen Kontinents. Im Norden bildet auf rund 700 km Länge der Senegal- Fluß die Landesgrenze zu Mauretanien, im Osten liegt Mali, im Süden die beiden Staaten Guinea und Guinea- Bissau. Als Enklave trennt der Kleinstaat Gambia, vom Meer aus etwa 300 km dem Gambia-Fluß folgend, den Süd- teil, die Casamance (Senegals Kornkammer), weitgehend vom übrigen Land ab. Der Name Sänägal stammt vermutlich von Berberstämmen, die früher in Mauretanien lebten, den Zanagas. Das überwiegend flache Land (durchschnittliche Höhe 200 m), hat trockenes, ganzjährig gemäßigt heißes Klima, die sommerlichen (Juni-Okt) Regenfälle konzentrieren sich größtenteils auf die Casamance und den Südosten.
An der Nordküste und südlich Dakars, dem Touristenzentrum, gibt es herrliche Sandstrände, der Süden hat im Mündungsgebiet des Casamance-Flusses Mangroven. Der Nordosten und Osten gehören bereits zur Sahelzone, hier kommt es immer wieder zu Dürrekathastrophen. 1659 wurde St. Louis von den Franzosen gegründet, (später übernahmen die Franzosen weitere Küstensiedlungen von den Holländern) 1857 Dakar, das ab 1905 Sitz des Generalgouverneurs von Französisch Westafrika war. 1960 wurde das Land unabhängig. Über 90% der Bevölkerung sind Moslems, der Rest Katholiken und Anhänger von Naturreligionen. Senegal ist Afrikas größter Erdnußproduzent. Sehenswert sind die Nationalparks Niokolo-Koba (der mit Abstand größte, im Südosten mit allen afrikanischen Großwildarten), Basse Casamance (Feuchtwälder, Mangroven), de la Madeleine (Wasservögel), du Delta du Saloum (Vogelpark), Barbarie (Vögel und Schildkröten) sowie das Zugvogelparadies Djoudj, an der Nordküste.
St. Louis, die ehemalige Hauptstadt des Landes, hat sehenswerte Kolonialbauten (Gouverneurspalast). Dakars interessante bauliche Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale, die Moschee und die verschiedenen Märkte sowie die, unter Denkmalschutz stehende, ehemalige SklaveninserGoree (Sklavenhaus, Ruinen von Forts, histor. Museum). Im Norden liegt das Fischerdorf Cayar mit seinen bunt bemalten Pirogen (Auslegerboote), wieder Richtung Süden liegt das Kloster Keur Moussa mit seinen afrikanischen Fresken.
Weiter im Süden beginnen die malerischen Strände mit Hotelanlagen und touristischer Infrastruktur
Sah ist Ausgangspunkt für Ausflüge nach Joal-Fadiouth (malerische historische Häuser, Austern!), zu den Saloum-Inseln (Erdnuss-Anbaugebiet, tausende verstreute Inseln mit Flußdelphinen, Seeschildkröten), zum
Lac Rose, dem roten Salzsee, in die Casamance (Strände, afrikanische Städte (Ziguinchor), Vogelparadies, Flußpferde, reiche afrikanische Tierwelt) und die südlichen Nationalparks. Als Alternative zu Club- und Hotelurlaub verstehen sich die “Campements Villageoises”, Unterbringungen in dörflicher Umgebung in der Casamance. Dorfgemeinschaften bieten Touristen, zu günstigen Preisen und in Eigeninitiative, Unterkunft mit einheimischer Verpflegung. Das Straßensystem gilt als das beste in Westafrika, der östliche Teil ist weniger erschlossen. Die wichtigste Eisenbahnlinie führt von St. Louis nach Dakar, die Bahnlinie Dakar-Bamako (Mali) hat verkehrstechnisch keine Bedeutung. Dakar hat einen der größten Häfen Afrikas, der internationale Airport Yoff dient als Stopover auf Europa-Südamerika-Flügen, über ein Dutzend Flugplätze sorgen für ausreichende Verkehrs- anbindungen ( u.a. in den Osten und Nordosten).

Jun 7

Die Inselrepublik Säo Tome und Principe liegt in Westafrika, 250 km westlich von Gabun im Golf von Guinea.
Säo Tomä (836 qkm) liegt fast am Äquator, Principe (128 qkm) etwa 200 km nordöstlich. Beiden Inseln sind kleinere Inseln vorgelagert. Die Inseln liegen auf einem Vulkanrücken, der sich von der britischen Atlantikinsel St. Helena über die Insel Bioko (Äquatorial-Guinea) bis über Kamerun ins Tibesti- Gebirge (Saharawüste) des Tschad zieht. Die Inseln ragen mit grandioser Gebirgslandschaft aus dem Atlantik, auf Sao Tomä bis über 2000 m, auf Principe (Hauptstadt Säo Antonio) bis 1000 m. Wegen ihrer Schönheit mit erloschenen Vulkanen, Kraterseen, Wasserfällen und tropischem Urwald, steilen Felsen und engen Tälern, wurden sie von Seefahrern schon immer die "Perlen des Ozeans" genannt. Die Inseln wurden 1471 von portugiesischen Seefahrern entdeckt und 1522 Kolonie. 1951 wurden sie portugiesische Überseekolonie, 1975 unabhängig. Eine mittlerweile ungewollte Freundschaft verbindet das kleine Land mit dem großen sozialistischen Bruderstaat Angola. Das Klima ist tropisch mit Temperaturen zwischen 22° und 32°, im Gebirge ist es angenehm kühl. Die Regenzeit ist von Juni-Sept. Der tropische Regenwald ist ein Paradies für Ornithologen, Großsäugetiere kommen auf den Inseln nicht vor. Kakaoplantagen sind wichtigstes Wirtschaftsgut, daneben Kaffee, Bananen, Palmenprodukte und Tropenhölzer.

Jun 7

Für den Fremden gestaltet sich die Autofahrt durch La Laguna zu einem Abenteuer. Die engen Gassen erlauben nur Einbahnverkehr, was zusammen mit ständigen Umleitungen an Baustellen dazu führt, daß man sein Ziel nicht erreicht. Deshalb: Wer mit dem Auto anreist, sollte sich schnellstens einen Parkplatz auf der Plaza del Adelantado oder der nordöstlich davon liegenden Plaza de San Francisco del Cristo suchen.
Schon vorher gilt es, eine Entscheidungzu fällen: Entweder unternimmt man zur Siesta-Zeit einen Spaziergang durch die Gassen und Straßen, was den Vorteil hat, die Architektur der Stadt in Ruhe wahrnehmen zu können, oder man sucht am späten Nachmittag und Abend, die quirlige Geschäftigkeit in den Gassen zu erleben. Dann gibt es, durch den Verkehr bedingt, weder Raum noch Muße, die Sehenswürdigkeiten zu betrachten, dann muß man sich treiben lassen und die Abgase einatmen.
Besichtigen sollte man die unter Denkmalschutz gestellte Kirche Nuestra Seriora de la Concepciön mit der bunten Decke im Mudejarstil, der kunstvoll geschnitzten Holzkanzel und dem Keramik-Taufbecken, in dem schon die ersten christianisierten Guanchen getauft worden sind.
La Laguna, Stadtzentrum mit der Kathedrale Los Remedios Leider bleibt die Kirchentür häufig verschlossen, die Öffnungszeiten sind unerforschlich.Zentraler Ort der Geschichte und des Glaubens in La Laguna ist die Kathedrale Los Remedios. Geschichtsbewußte suchen hier das Grab des Eroberers und Gründers Alonso de Lugo im Umgang hinter dem Hauptaltar. Andere betrachten lieber die bedeutenden Gemälde genuesischer, spa- nischer und flämischer Künstler oder die aus Carrara-Marmor gehauene Kanzel. Im Dominikanerkonvent Santo Domingo gehören der aus getriebenem Silber gefertigte Aufsatz am Hauptaltar sowie die Monstranz, eine Feinschmiedearbeit erlesener Qualität, zu den Hauptsehenswürdigkeiten. Den Kontrast dazu erzeugt das moderne Fresko von Mariano de Cossiö im Innenraum der Kirche.
Wer an der Plaza de San Francisco del Cristo einen Parkplatz gefunden hat, wird zuerst die Wallfahrtskirche des Franziskanerklosters (San Francisco Real Santuario del Santfsimo Cristo de La Laguna) besuchen. Sie blieb seit ihrer Gründung bis heute beinahe unverändert erhalten: links führt der Eingang zur Klosterkirche, rechts daneben steht das bewachte Kasernentor, wie immer in Spanien überschrieben mit )Todo por la Patria< ()Alles für das Vaterland<). In der Kapelle befindet sich das gotische Standbild des Christus von La Laguna. Viele Silberarbeiten, der Altar, die Gitter vor den Seitenaltären sowie die Kandelaber konnten durch Überweisungen der Tinerferios finanziert werden, die auf Cuba mit dem Anbau von Zuckerrohr ihr Geld verdienten.